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Die Vegetationszonen sind geprägt vom Klima, das in den einzelnen Zonen herrscht. In diesem Beitrag zeigen wir dir die verschiedenen Vegetationszonen der Erde. Du willst das Thema noch schneller verstehen? Schau dir unser Video dazu an!

Vegetationszonen einfach erklärt

Eine Vegetationszone ist ein Großraum der Erde, der von einer bestimmten Vegetation (Pflanzen) geprägt ist. Welche Pflanzen in einer bestimmten Region wachsen, ist abhängig vom dort vorherrschenden Klima (Niederschlag und Temperatur). Du fasst also alle Gebiete, in denen sich Pflanzen ähnlich an das vorherrschende Klima angepasst haben, zu einer Vegetationszone zusammen. 

Alle Pflanzen, die zum Beispiel in trockenen und heißen Gebieten wachsen, sind darauf ausgerichtet, lange ohne Wasser auszukommen. Sie befinden sich in der Vegetationszone Wüste. 

Wenn das Klima in einer Region beispielsweise relativ niederschlagsreich ist, die Winter mild sind und die Sommer warm, dann kann sich die Vegetationszone Laub- und Mischwald gut entwickeln. 

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Überblick Vegetationszonen

Vegetation und Klima 

Unter der Vegetation verstehst du die Gesamtheit aller Pflanzen, die in einem Gebiet wachsen. Sie ist neben dem Boden, dem Wasservorkommen und den Tieren, die dort leben, stark geprägt vom dort vorherrschenden Klima. 

Klima und Vegetationszonen 

Die Vegetationszonen sind also beeinflusst vom Klima (Temperatur und Niederschlagsmenge), das dort herrscht. Die Klimazonen und somit auch die Vegetationszonen verlaufen etwa parallel zu den Breitengraden  und zum Äquator. Im Norden und Süden der Erde ist es sehr kalt. Je näher du zum Äquator gehst, desto wärmer wird es. In der Nähe der Ozeane gibt es ein ausgeglichenes, feuchtes Meeresklima, im Landesinneren hast du schwankende Temperaturen und weniger Niederschlag (kontinentales Klima).  

Einteilung der Vegetationszonen

Unter einer Vegetationszone fasst du alle Ökosysteme zusammen, in denen eine ähnliche Vegetation vorherrscht (Beispiel: Wüsten, Nadelbäume). Dabei schaust du dir die sogenannte potentiell natürliche Vegetation (Klimaxvegetation) an. Das sind die Pflanzen, die sich ohne menschlichen Einfluss in einer bestimmten Region entwickeln (Pflanzenformation).

Auf den verschiedenen Kontinenten herrscht häufig ein ähnliches Klima. Dadurch haben sich die Pflanzen, die dort wachsen auch ähnlich an das Klima angepasst (Anpassungsstrategien). Jetzt fasst du alle Gebiete, in denen die Pflanzen ähnliche Anpassungsstrategien an das vorherrschende Klima haben, zusammen, dann erhältst du eine Vegetationszone. 

Vegetationszonen der Erde

Auf der Erde gibt es mehrere Vegetationszonen. Eine Vegetationszone ist eine theoretische Unterteilung. In der Realität gehen die verschiedenen Vegetationen fließend ineinander über. Dadurch gibt es auch verschiedene Unterteilungsmöglichkeiten der Vegetationszonen. Im folgenden stellen wir dir acht Vegetationszonen in vier Klimazonen vor, zwischen denen häufig unterschieden wird. 

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Vegetationszonen der Erde

 

Merke: Klima in Deutschland

Damit du die Zahlen in den folgenden Vegetationszonen besser einordnend kannst, schauen wir uns kurz das Klima in Deutschland an:

  • Durchschnittstemperatur: 8°C
  • Durchschnittliche Niederschlagsmenge: 800 mm jährlich

Polare und subpolare Zone

Ganz im Norden und ganz im Süden der Erde findest du die polare und die subpolare Klimazone. Die einzige Vegetationszone hier ist die Tundra.

Vegetationszone: Tundra

Die Tundra nennst du auch Kältesteppe. Sie ist gekennzeichnet durch eine karge, baumlose Landschaft und bildet die Übergangszone zwischen den arktischen Eisgebieten und dem nördlichen Nadelwald.

Klima: Im Winter ist es hier sehr kalt (- 50°C), im Sommer hat es bis zu 15°C. Die Böden sind hier dauerhaft gefroren (Permafrostböden). Es gibt hier auch wenig Niederschlag (300 mm). Durch den gefrorenen Boden kann aber das vorhandene Wasser schlecht abfließen. Dadurch ist es hier trotzdem relativ feucht. 

Vegetation: Im Sommer können hier Gräser, Kräuter und kleinere Sträucher wachsen. Allerdings ist die Vegetationsphase sehr kurz (2-3 Monate), dadurch können hier keine Bäume wachsen.

Gemäßigte Zone

Wenn du jetzt eine Klimazone weiter, in Richtung Äquator gehst, landest du in der gemäßigten Zone. Hier gibt es die Vegetationszonen borealer Nadelwald, Laub- und Mischwald und die Steppe. 

Vegetationszone: Borealer Nadelwald / Taiga

Der boreale Nadelwald oder auch Taiga befindet sich hauptsächlich auf der Nordhalbkugel zum Beispiel in Alaska, Kanada oder in Nordeuropa. Es ist das nördlichste Gebiet, in dem Bäume wachsen.

Klima: Die Temperatur schwankt abhängig von den Jahreszeiten relativ stark. Im Winter können sie unter -50°C fallen, im Sommer übersteigen sie teilweise 30°C. Der Niederschlag ist hier ganzjährig eher gering (unter 600 mm). 

Vegetation: Du findest hier große Nadelwälder mit hauptsächlich Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen und Moose, Flechten und Kräuter am Waldboden. 

Vegetationszone: Laub- und Mischwald

Die vorherrschende Vegetationszone in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Laub- und Mischwälder. 

Klima: Der Niederschlag verteilt sich gleichmäßig über das ganze Jahr (jährlich 600 bis 900 mm), sodass es keine längeren Trockenperioden gibt. Die Winter sind mild, im Sommer wird es warm (durchschnittliche Temperatur: 6 bis 14 °C).

Vegetation:  Hier herrschen für Buchen, Eichen, Fichten und für Sträucher und Kräuter optimale Bedingungen. Insgesamt gibt es mehr Laubbäume als Nadelbäume. 

Vegetationszone: Steppe

Steppen findest du in Nord- und Südamerika und im Landesinneren von Europa und Asien. 

Klima: Die Durchschnittstemperaturen belaufen sich auf 3 bis 8°C. Der geringe Niederschlag (300 mm) verteilt sich auf das ganze Jahr, wobei es vor allem im Sommer auch längere Trockenperioden gibt. 

Vegetation: In der Steppe erreichen die Gräser eine Höhe von bis zu zwei Metern. Durch die langen Trockenperioden gibt es aber keine Bäume oder Sträucher.

Subtropische Zone

Die subtropische Zone liegt zwischen der gemäßigten und der tropischen Zone. Die Sommer sind hier tropisch geprägt, die Winter sind kühl. Du kannst den Subtropen die Vegetationszonen Hartlaubgehölze, Wüsten und Savannen zuordnen. 

Vegetationszone: Hartlaubgehölze

Hartlaubgehölze gehören zu den winterfeuchten Subtropen. Du findest sie zum Beispiel im Mittelmeerraum, in Kalifornien oder in Teilen Chiles. 

Klima: In den Sommermonaten ist es hier sehr trocken und heiß (durchschnittlich 25°C). Im Winter fällt sehr viel Niederschlag (jährlich 300 – 700 mm) und die Temperaturen sind mild (7 bis 12°C).

Vegetation:  Hier wachsen zum Beispiel Oliven- und Lorbeerbäume und Korkeichen. Sie sind mit ihren kleinen, harten Blättern auf die langen Dürreperioden im Sommer angepasst. Außerdem haben sie ein ausgedehntes Wurzelsystem, mit dem sie Nährstoffe aus dem nährstoffarmen Boden aufnehmen können. 

Vegetationszone: Wüste

Zu den bekannten Wüsten zählen die Sahara oder die Kalahari-Wüste in Afrika. Genau so gibt es aber auch in Amerika und in Asien Wüstengebiete.

Klima: Wüsten sind gekennzeichnet durch lange Trockenperioden und hohe Temperaturen. 

Vegetation: Durch dieses extreme Klima sind sie auch nahezu vegetationslos. Du findest hier lediglich einige Aloen, Kakteen oder Sukkulenten.

Vegetationszone: Savanne

Savannen gibt es zum Beispiel in Afrika, Asien oder Südamerika. Grundsätzlich kannst du zwischen drei Savannentypen unterscheiden: der Dornstrauchsavanne, der Trockensavanne und der Feuchtsavanne. 

Klima: In allen Savannentypen ist die Niederschlagsmenge im Sommer deutlich höher als im Winter (Trockenzeit). In der Feuchtsavanne fällt der meiste Niederschlag (1000 bis 1500mm), in der Dornstrauchsavanne am wenigsten (250 bis 500mm), die Trockensavanne liegt mit 500 bis 1000mm dazwischen. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 35°C. 

Vegetation: Alle Savannen sind gekennzeichnet durch eine Krautschicht, die den Boden bedeckt und von einigen freistehenden Bäumen. In der Dornstrauchsavanne werden Gräser etwa 30 cm hoch. Außerdem wachsen einige Dornstrauchgewächse und Sukkulenten. In der Trockensavanne erreichen die Gräser eine Höhe von einem Meter und es gibt vereinzelt größere Bäume. Die Gräser in der Feuchtsavanne reichen in eine Höhe von fünf Metern. Zusätzlich gibt es kleinere Savannenwälder. Hier sammeln sich mehrere Bäume in einem kleinen Gebiet an. 

Tropische Zone

Die tropische Zone befindet sich zwischen den beiden Wendekreisen (= 23,5° nördlich und südlich um den Äquator). Die vorherrschende Vegetationszone ist hier der tropische Regenwald. Allerdings reichen auch Teile der Wüsten und der Savannen bis in die Tropen. 

Vegetationszone: Tropischer Regenwald 

Der tropische Regenwald befindet sich rund um den Äquator in den immerfeuchten Tropen. Hierbei handelt es sich um einen immergrünen Laubwald. 

Klima: Es gibt hier keine Jahreszeiten. Die Temperatur beträgt das ganze Jahr über 25°C. Außerdem regnet es fast täglich große Mengen (über 2000 mm). 

Vegetation: Im tropischen Regenwald herrscht eine große Artenvielfalt. Es gibt riesige Bäume mit einer Höhe von 40 bis 60 Metern. Außerdem sind die Baumstämme bewachsen. Am Waldboden findest du eine ausgeprägte Kraut- und Strauchschicht. 

Nicht zonale Pflanzenformationen 

Es gibt auch Pflanzenformationen, die du keiner Vegetationszone zuordnen kannst, weil außergewöhnliche äußere Bedingungen herrschen. 

Du unterscheidest wie folgt: 

  • Extrazonale Vegetation: Durch die lokalen klimatischen Bedingungen unterscheidet sich die Vegetation deutlich von der in der Vegetationszone typischen Vegetation. (Beispiel: Höhenstufen im Gebirge, ab einer gewissen Höhe wachsen keine Bäume mehr).
  • Azonale Vegetation: Die Bodeneigenschaften oder das Wasservorkommen unterscheiden sich deutlich von den eigentlich in der Vegetationszone vorherrschenden Bedingungen (Beispiel: Oasen in der Wüste). 

 

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