Du möchtest wissen, was Anlagen in der Bewerbung sind und wie die richtige Reihenfolge aussieht? In diesem Beitrag%und Video zeigen wir dir, welche Anlagen in die Bewerbung gehören und wie du typische Fehler vermeiden kannst!

Bewerbung Anlagen – einfach erklärt

Anlagen in der Bewerbung sind alle Dokumente, die du zu deinem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf hinzufügst. Das gilt sowohl für Bewerbungen per E-Mail als auch per Post.

Zu den Anlagen zählen bspw. deine Schul- oder Arbeitszeugnisse, aber auch spezielle Zertifikate (z. B. für besondere schulische Leistungen).

Mögliche Anlagen für eine Bewerbung sind:

Schul- und Arbeitszeugnisse
Praktikumszeugnisse 
Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen
Motivationsschreiben
Arbeitsproben
Empfehlungsschreiben
Projektlisten
Führerschein oder Führungszeugnis

Mit gut ausgewählten Anlagen kannst du dein Unternehmen zusätzlich davon überzeugen, dass du der richtige für die Stelle bist. Besonders bei vielen anderen Bewerbern sind sie deine Chance, aus der Masse hervorzustechen.

Achte bei der Auswahl deiner Anlagen in der Bewerbung darauf, nur die aktuellsten und wichtigsten Dokumente anzufügen.

Welche Anlagen gehören zur Bewerbung?

Wir zeigen dir nun, welche Anlagen du typischerweise zu einem Bewerbungsschreiben hinzufügst. Lies dir vorher immer die Stellenbeschreibung genau durch: Meistens werden nämlich schon genaue Dokumente von dir verlangt. Diese Anlagen musst du zu deinem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf dann unbedingt hinzufügen! Andernfalls könnte der Personaler deine Bewerbung schon vor dem Lesen als unvollständig abstempeln.

Typische Anlagen zur Bewerbung sind:

  • Schul- sowie Arbeitszeugnisse: 
    → In der Regel fügst du deinem Anschreiben immer dein letztes Schul- sowie Arbeitszeugnis hinzu. Besitzt du zusätzlich weitere Arbeitszeugnisse, die für die Stelle von Bedeutung sein könnten? Dann gib sie unbedingt mit an! Jedoch natürlich nur, wenn du darin gut bewertet wurdest.

  • Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen:
    → Achte darauf, dass du nur für die Stelle relevante Bescheinigungen hinzufügst. Damit beweist du, dass du bereits Kenntnisse im jeweiligen Berufsfeld gesammelt hast. Bewirbst du dich bspw. für eine Stelle als Marketing Manager , kannst du mit einem Zertifikat über die Teilnahme an einem Workshop zum Thema Marketing einen guten Eindruck machen.

  • Motivationsschreiben (optional):
    → Motivationsschreiben werden oft bei Bewerbungen auf höhere Positionen vorausgesetzt. Auf eine Führungsposition in einem DAX-Unternehmen bewerben sich beispielsweise hunderte Personen. Um dabei überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, musst du vorher überzeugen. Mit einem Motivationsschreiben hast du die Möglichkeit, deine Erfahrungen und Einstellungen mit dem Unternehmen zu teilen.

  • Arbeitsproben (optional):
    → Gelegentlich werden auch Arbeitsproben von Unternehmen verlangt. Beispielsweise musst du in Berufen, die mit Kunst oder Architektur zu tun haben, oft selbst gestaltete Skizzen, Entwürfe oder Plakate deiner Bewerbung beifügen. Damit kannst du dich auf kreative Weise von deinen Mitbewerbern abheben.

  • Empfehlungsschreiben (optional):
    → Empfehlungen sind immer eine gute Möglichkeit, deine Anlagen in der Bewerbung hervorzuheben. Jedoch hast du nicht wie bei einem Arbeitszeugnis ein Recht darauf, ein solches Schreiben zu bekommen. In der Regel wird es dir von einem Unternehmen freiwillig erstellt — etwa wenn du z. B. deine Ausbildung besonders gut absolviert hast.

  • Projektlisten (optional):
    Projektlisten sind vor allem für Architekten, Softwareentwickler aber auch Unternehmensberater relevant. Aufgelistet werden darin die bisher abgeschlossenen Projekte oder Arbeiten. Beispielweise könnte das bei einem Unternehmensberater die Anzahl der bisher betreuten Kunden sein. Sie geben damit Aufschluss über vorherige Leistungen eines Bewerbers.

  • Führerschein oder Führungszeugnis:
    In manchen Berufen werden auch Führerscheine oder Führungszeugnisse zu den Anlagen in einer Bewerbung verlangt. Das könnte z. B. ein „BE-Führerschein“ für Anhänger sein. Genauso wird z. B. zu einer Bewerbung als Erzieher immer ein erweitertes (polizeiliches) Führungszeugnis verlangt.

Bewerbung Anlagen – Reihenfolge

Bei der Reihenfolge deiner Anlagen in der Bewerbung musst du besonders aufpassen. Sollten deine Unterlagen nämlich falsch angeordnet sein, könnte das Unternehmen vermuten, dass du nicht sorgfältig arbeitest. Oder noch schlimmer: dass dir die angebotene Stelle nicht wichtig genug ist.

Wir zeigen dir hier die richtige Reihenfolge:

  1. Anschreiben: Das Bewerbungsschreiben befindet sich als Anlage immer an erster Stelle. Darauf musst du besonders achten! Solltest du eine Bewerbungsmappe benutzen, dann halte dich immer an die dazugehörigen Regeln. Bei einem Klemmhefter wird das Anschreiben bspw. immer vorne an die Mappe geheftet.

  2. Lebenslauf: Deinen Lebenslauf fügst du in der Regel direkt nach dem Anschreiben hinzu. Er sollte dabei maximal zwei Seiten umfassen.

  3. Motivationsschreiben (optional): Das Motivationsschreiben kommt an dritter Stelle. Es soll nun tiefer die Gründe für deine Bewerbung anhand deiner vorherigen Angaben erläutern.

  4. Schul- sowie Arbeitszeugnisse: Die Anordnung der Zeugnisse solltest du dabei in umgekehrter Reihenfolge, d. h. beginnend mit dem neuesten bis hin zu deinem letzten relevanten Zeugnis vornehmen.

  5. Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen: Bei einer Bewerbung per Post fügst du deine Bescheinigungen als Kopien hinzu. Originale kannst du einer Online-Bewerbung%Verweis als Scan dazugeben.

  6. Empfehlungsschreiben (optional): Ein Empfehlungsschreiben sollte ungefähr die Länge einer DIN A4-Seite besitzen. Achte jedoch darauf, maximal drei Empfehlungsschreiben deiner Bewerbung hinzuzufügen!

  7. Projektlisten (optional): Projektlisten sollten höchstens eine Seite lang sein. Schau, dass du diese Regelung einhältst!

  8. Arbeitsproben (optional): Versuche nur die wichtigsten Arbeitsproben deiner Bewerbung beizufügen. Reicht der Platz für diese nicht aus, kannst du sie auch als einzelne Datei oder als Mappe an dein Unternehmen senden.

  9. Führerschein oder Führungszeugnis: Abschließend kannst du dir ein Führungszeugnis anfertigen lassen. Füge es direkt so wie du es bekommst deiner Bewerbung hinzu. Deinen Führerschein gibst du jedoch meist nur in deinem Lebenslauf unter dem Abschnitt „Kenntnisse und Fähigkeiten an.
💡 Besonderheiten – Kurzbewerbung

Bei einer Kurzbewerbung musst du meist ein Anschreiben und einen Lebenslauf angeben. Manchmal benötigst du dabei auch nur deinen Lebenslauf zur Bewerbung. Der zuständige Personaler möchte sich dadurch bei der Bewertung der einzelnen Bewerber Zeit sparen. Er kann dich schließlich im Vorstellungsgespräch nach deinen Noten oder deiner Motivation fragen.

Welche Anlagen benötigt wer?

  • Schüler: Als Schüler kannst du deiner Bewerbung z. B. für ein Praktikum an sich nur dein letztes Schulzeugnis hinzufügen. Wenn du schon vorherige Praktika absolviert hast, solltest du diese natürlich auch angeben.

  • Berufsanfänger: Berufsanfänger, die sich erstmalig bewerben, müssen ebenfalls ihr letztes Schulzeugnis in den Anlagen angeben. Berufserfahrung kann dabei natürlich noch nicht von dir verlangt werden.

  • Absolventen: Als Absolvent eines Studiums kommst du frisch aus der Theorie und bist wegen deiner Kompetenzen am Arbeitsmarkt gefragt. Versuche daher, dein Studium in den Vordergrund zu stellen. Du kannst etwa erklären, warum du dich in eine bestimmte Fachrichtung vertieft hast und warum deine Kenntnisse nun zu der jeweiligen Stelle passen. Hast du bereits relevante Praxiserfahrung gesammelt, solltest du das mit angeben!

  • Berufserfahrene: Bewerber mit jahrelanger Berufserfahrung müssen ihre Bewerbungsunterlagen immer aktuell halten. Dazu solltest du nur aktuelle Arbeitszeugnisse angeben, da sie deine momentanen Kompetenzen im Beruf widerspiegeln. Ebenso musst du deinen höchsten (Hoch-)Schulabschluss und zu dem Berufsfeld passende Zertifikate beifügen.

  • Jobwechsel: Du hast als Neueinsteiger gar keine bis wenig Erfahrung im jeweiligen Berufsfeld, auf das du dich bewirbst. Daher solltest du zunächst in deinem Anschreiben deutlich erklären, warum du dich für einen Richtungswechsel entschieden hast. Gib dazu in den Anlagen deiner Bewerbung alle wichtigen Dokumente an, die für die neue Stelle von Interesse sein könnten.

Benötige ich ein Deckblatt?

Das Deckblatt kommt normalerweise immer direkt nach dem Anschreiben in deine Bewerbungsunterlagen. Ob du ein Deckblatt zu deiner Bewerbung hinzufügen möchtest, musst du selbst entscheiden. Eine Vorschrift dafür gibt es nicht.

Die Informationen, die auf einem Deckblatt stehen, sind in der Regel nämlich schon in den restlichen Bewerbungsunterlagen enthalten. Es lohnt sich also nur ein Deckblatt zu erstellen, wenn du damit die Übersichtlichkeit deiner Unterlagen verbessern kannst.

Auf dem Deckblatt der Bewerbung kannst du auf deine Anlagen verweisen. Liste deine Dokumente niemals einzeln auf, sondern füge sie immer unter dem Begriff „Arbeitszeugnisse“ oder „Schulzeugnisse“ hinzu. Der Sinn des Verweises ist schließlich, dem Personaler einen schnellen Überblick über deine Anlagen zu verschaffen.

Bewerbung Anlagen – online vs. offline Bewerbung

Grundsätzlich gibst du eine Anlage in der Bewerbung per E-Mail genauso so an, als würdest du dich per Post bewerben. Eine E-Mail-Bewerbung%Verweis setzt jedoch bestimmte Bedingungen voraus.

Bei den Anlagen einer Bewerbung per Mail solltest du Folgendes beachten:

  • Versende deine gesamte Bewerbung unbedingt als eine einzige Datei, da der Personaler deine Bewerbung schließlich im Ganzen lesen möchte.
  • Erstelle die Datei als PDF, da dieses Format von den meisten Personalern vorausgesetzt wird.
  • Halte die Kapazität deines E-Mail-Anhangs ein! Die Größe deiner Datei sollte dabei zwischen 5 – 10 MB liegen. Wenn deine PDF-Datei zu groß ist, kannst du sie immer noch komprimieren (verkleinern). Bei Google findest du dazu eine Auswahl an kostenlosen Tools. Um nun zu überprüfen, ob deine PDF-Datei die richtige Größe hat, kannst du sie erst einmal an deine eigene E-Mail-Adresse senden.
  • Beachte die jeweiligen Vorschriften des Unternehmens, wenn du dich bewirbst. In manchen Fällen haben Unternehmen nämlich eigene Bewerberportale, auf denen du deine Unterlagen hochladen sollst. Das musst du dann unbedingt tun! Andernfalls könnte das schon zur Ablehnung deiner Bewerbung führen.

Bewerbung Anlagen – häufige Fragen 

  • Was sind Anlagen bei einer Bewerbung?
    Anlagen sind alle Dokumente, die du deiner Bewerbung zusätzlich zum Anschreiben und zum Lebenslauf hinzufügst. Das können Schul, Arbeits- und, Praktikumszeugnisse, spezielle Zertifikate oder Dokumente wie Arbeitsproben oder Empfehlungsschreiben sein. Sie beweisen einem Unternehmen, dass du neben den vorausgesetzten Qualifikationen auch weitere interessante Fähigkeiten besitzt.

  • Wie und wo kann ich auf meine Anlagen verweisen?
    Grundsätzlich musst du nicht auf deine Anlagen verweisen, da diese in den meisten Fällen schon vorausgesetzt werden. Wenn du das jedoch möchtest, kannst du es auf 2 Arten tun: Entweder auf deinem Deckblatt, falls du eins besitzt, oder unten links in deinem Anschreiben. Achte jedoch darauf, dass du in deiner Bewerbung deinen gesamten Anhang auflistest.

  • Wie viele Anlagen darf ich in meiner Bewerbung maximal auflisten?
    Eine Richtlinie gibt es dafür nicht. Dennoch solltest du versuchen, deine Unterlagen in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Du möchtest das Unternehmen schließlich nicht mit Informationen erdrücken. Füge also nur die geforderten Unterlagen und für die Stelle relevante Dokumente hinzu.

Bewerbungsmappe

Du weißt jetzt, wie du deine Anlagen in einer Bewerbung korrekt angibst. Du möchtest dich nun per Post bei deinem Wunschunternehmen bewerben, aber weißt nicht, wie du eine Bewerbungsmappe erstellst? Keine Sorge! Schau dir dazu einfach unser Video%Verweis Bewerbungsmappe an.% Thumbnail Thema Bewerbungsmappe

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