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Wie wandelt man Aktiv in Passiv um?

Die Umwandlung von Aktiv in Passiv erfolgt durch die Änderung der Satzstruktur: Das Objekt des Aktivsatzes wird zum Subjekt des Passivsatzes. Du bildest das Vorgangspassiv mit „werden“ plus Partizip II. Das Zustandspassiv verwendest du mit „sein“ plus Partizip II. Diese grammatischen Formen helfen dir, verschiedene Perspektiven in deinen Texten auszudrücken und den Fokus auf die Handlung oder das Ergebnis zu legen.

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Inhaltsübersicht

Was ist der Unterschied zwischen Aktiv und Passiv?

Im Aktiv führt das Subjekt die Handlung aus, im Passiv erfährt das Subjekt eine Handlung. Beim Aktiv steht der Handelnde im Mittelpunkt, beim Passiv die Handlung selbst oder das Ergebnis.

Ein Aktivsatz zeigt klar, wer etwas tut. Beispiel: „Der Lehrer erklärt die Grammatik.“ Hier ist der Lehrer das handelnde Subjekt. Die Satzstellung folgt dem Schema: Subjekt – Prädikat – Objekt.

Ein Passivsatz rückt die Handlung oder das betroffene Objekt in den Vordergrund. Beispiel: „Die Grammatik wird erklärt.“ Der ursprünglich Handelnde kann wegfallen oder mit „von“ angeschlossen werden: „Die Grammatik wird vom Lehrer erklärt.“

Im Schulalltag begegnest du beiden Formen häufig. Aktivsätze verwendest du, wenn du betonen möchtest, wer etwas macht: „Ich schreibe die Hausaufgaben.“ Passivsätze nutzt du, wenn die Handlung wichtiger ist als der Handelnde: „Die Hausaufgaben werden geschrieben.“

Wie wandelst du Aktiv in Vorgangspassiv um?

Du wandelst Aktiv in Vorgangspassiv um, indem du das Objekt zum Subjekt machst und „werden“ plus Partizip II verwendest. Das ursprüngliche Subjekt kann mit „von“ angeschlossen oder weggelassen werden.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung funktioniert so:

  1. Identifiziere Subjekt, Prädikat und Objekt im Aktivsatz.
  2. Mache das Objekt zum neuen Subjekt.
  3. Bilde das Partizip II vom Hauptverb.
  4. Füge die passende Form von „werden“ hinzu.
  5. Hänge das ursprüngliche Subjekt mit „von“ an (optional).

Praktische Beispiele zeigen dir die Umwandlung:

  • Aktiv: „Der Schüler löst die Aufgabe.“ → Passiv: „Die Aufgabe wird gelöst.“
  • Aktiv: „Wir haben den Test geschrieben.“ → Passiv: „Der Test ist geschrieben worden.“
  • Aktiv: „Sie werden das Buch lesen.“ → Passiv: „Das Buch wird gelesen werden.“

Beachte, dass sich die Zeitform von „werden“ an die ursprüngliche Zeitform anpasst, während das Hauptverb als Partizip II stehen bleibt.

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Wann verwendest du das Zustandspassiv statt Vorgangspassiv?

Du verwendest das Zustandspassiv mit „sein“ plus Partizip II, wenn du einen abgeschlossenen Zustand beschreibst. Das Vorgangspassiv mit „werden“ nutzt du für laufende oder wiederholte Handlungen.

Das Zustandspassiv beschreibt das Ergebnis einer abgeschlossenen Handlung. Beispiel: „Die Tür ist geschlossen.“ Hier interessiert nicht, wer die Tür geschlossen hat oder wann das passiert ist, sondern nur der aktuelle Zustand.

Das Vorgangspassiv betont den Vorgang selbst. Beispiel: „Die Tür wird geschlossen.“ Diese Form zeigt, dass die Handlung gerade stattfindet oder regelmäßig passiert.

Konkrete Situationen verdeutlichen den Unterschied:

  • Zustandspassiv: „Das Fenster ist geöffnet.“ (Zustand: Es steht offen)
  • Vorgangspassiv: „Das Fenster wird geöffnet.“ (Vorgang: Jemand öffnet es gerade)
  • Zustandspassiv: „Die Hausaufgaben sind gemacht.“ (Ergebnis: Sie sind fertig)
  • Vorgangspassiv: „Die Hausaufgaben werden gemacht.“ (Vorgang: Jemand arbeitet daran)

Welche Verben können nicht ins Passiv gesetzt werden?

Intransitive Verben, Modalverben und Verben ohne Akkusativobjekt können kein Passiv bilden. Dazu gehören Verben wie „schlafen“, „laufen“, „sein“, „haben“ sowie Modalverben wie „können“, „müssen“, „wollen“.

Intransitive Verben haben kein direktes Objekt, das zum Subjekt werden könnte. Beispiele sind „gehen“, „kommen“, „leben“, „sterben“. Du kannst nicht sagen: „Es wird gegangen“ oder „Es wird gelebt.“

Modalverben beschreiben nur die Art einer Handlung, nicht die Handlung selbst. „Können“, „müssen“, „dürfen“, „sollen“, „wollen“ und „mögen“ bilden daher kein Passiv.

Weitere Verben ohne Passiv:

  • Zustandsverben: „sein“, „bleiben“, „werden“
  • Besitzverben: „haben“, „besitzen“, „gehören“
  • Bewegungsverben: „laufen“, „springen“, „fallen“
  • Reflexive Verben: „sich freuen“, „sich ärgern“

Als Merkhilfe gilt: Wenn du nach dem Verb nicht „wen oder was?“ fragen kannst, lässt sich meist kein Passiv bilden.

Wie erkennst du Passiv in verschiedenen Zeitformen?

Du erkennst Passiv an den Hilfsverben „werden“ (Vorgangspassiv) oder „sein“ (Zustandspassiv) plus Partizip II. In zusammengesetzten Zeitformen kommen zusätzliche Hilfsverben hinzu, das Partizip II bleibt aber immer erhalten.

Die Passivformen in allen Zeitformen im Überblick:

Zeitform Vorgangspassiv Zustandspassiv
Präsens wird gemacht ist gemacht
Präteritum wurde gemacht war gemacht
Perfekt ist gemacht worden ist gemacht gewesen
Plusquamperfekt war gemacht worden war gemacht gewesen
Futur I wird gemacht werden wird gemacht sein

Erkennungsmerkmale für Passivkonstruktionen:

  • Vorgangspassiv: immer eine Form von „werden“ + Partizip II
  • Zustandspassiv: immer eine Form von „sein“ + Partizip II
  • Perfektformen: „worden“ (nicht „geworden“) beim Vorgangspassiv
  • Der Handelnde steht mit „von“ oder fehlt ganz.
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Wie hilft dir Studyflix beim Lernen von Aktiv und Passiv?

Wir bieten dir animierte Lernvideos, die Aktiv und Passiv in wenigen Minuten verständlich erklären. Unsere interaktiven Übungen helfen dir, die Grammatikregeln zu festigen und sicher anzuwenden.

Unsere Lernhilfen für Aktiv und Passiv umfassen:

  • Schritt-für-Schritt-Videos zur Umwandlung von Aktiv in Passiv
  • Visualisierte Erklärungen der verschiedenen Passivformen
  • Interaktive Quizzes zum Erkennen von Aktiv- und Passivsätzen
  • Übungen zu allen Zeitformen im Passiv
  • Merkregeln und Eselsbrücken für schwierige Fälle

Die Visualisierungen zeigen dir genau, wie sich Satzteile bei der Umwandlung verschieben. Farbkodierungen machen Subjekt, Prädikat und Objekt deutlich sichtbar. So verstehst du die Grammatik nicht nur theoretisch, sondern siehst die Veränderungen direkt vor dir.

Nutze unsere kostenlosen Lernvideos und Übungen, um Aktiv und Passiv zu meistern. Mit unserer App kannst du auch unterwegs lernen und dich optimal auf deine nächste Klassenarbeit vorbereiten.

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