Grammatik
Zeitformen Deutsch
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Fragst du dich, wie du über Ereignisse in der Zukunft sprechen kannst? Dafür brauchst du das Futur I. Wie du es verwendest und bildest, zeigen wir dir hier%und in unserem Video.

Was ist Futur I?

Das Futur ist die Zeitform im Deutschen, die du auch Zukunft nennst. Grundsätzlich drückt das Futur nämlich aus, dass etwas in der Zukunft liegt. Wir unterscheiden zwischen Futur I und Futur II . Die Zeitform Futur I verwendest du, um über ein Ereignis oder eine Handlung in der Zukunft zu sprechen.

Futur I – Beispiel: Nächsten Monat werde ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren

Du kannst das Futur I aber auch nutzen, um eine Vermutung für die Gegenwart oder die Zukunft auszudrücken: Heute ist ein Fußballturnier. Die Mannschaften werden wahrscheinlich schon spielen.

Futur I – Bildung

Form von werden + Infinitiv
Ich werde das Futur I lernen.

Futur I – Verwendung 

Du verwendest das Futur I, um über Handlungen und Ereignisse zu sprechen, die in der Zukunft geschehen werden. Das ist jedoch nicht die einzige Verwendungsmöglichkeit. Du benutzt es, um … 

  • eine Vermutung für die Gegenwart auszudrücken.
    → Er wird wahrscheinlich schon längst bei seinem Freund sein.
  • Voraussagen darüber zu treffen, was in der Zukunft geschehen wird. Bedenke jedoch, dass du bei Voraussagen nicht davon ausgehen kannst, dass sie tatsächlich geschehen werden. 
    → Bis 2025 wird es Roboterautos geben.  
  • jemandem ein Versprechen zu geben, das sich auf eine Situation in der Zukunft bezieht.
    → Im Sommer werde ich mit dir auf jeden Fall in den Urlaub fahren
  • jemandem einen Befehl zu erteilen.
    → Du wirst jetzt sofort nach Hause kommen.
  • eine Drohung auszusprechen.
    → Das wirst du noch bereuen.

Futur I – Bildung 

An den Futur I Beispielen oben ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass das Futur I mit einer Form des Hilfsverbs werden gebildet wird. Außerdem brauchst du ein Vollverb in seiner Grundform, also den Infinitiv. Im Futur I steht der Infinitiv am Satzende.

  Form von werden Infinitiv
ich
(1. Person Singular)
werde reden
du
(2. Person Singular)
wirst lachen
er/sie/es
(3. Person Singular)
wird gehen
wir
(1. Person Plural)
werden hören
ihr
(2. Person Plural)
werdet gewinnen
sie
(3. Person Plural)
werden  schwimmen

Präsens vs. Futur I

Tatsächlich kannst du auch mit der Zeitform Präsens über die Zukunft sprechen. Es muss jedoch ziemlich sicher feststehen, dass das Ereignis passieren wird. Du solltest außerdem eine Zeitangabe verwenden, damit jeder direkt versteht, dass du über die Zukunft sprichst. 

  • Morgen gehe ich zum Fußballtraining.
  • Heute Abend besuche ich eine Freundin.
  • Bald läuft mein Lieblingsfilm im Fernsehen.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wann du das Futur I und wann du das Präsens nutzt, um über die Zukunft zu sprechen. Wenn der Satz eine Zeitangabe enthält, ist es dir selbst überlassen. Vor allem in der gesprochenen Sprache würdest du dich wahrscheinlich für das Präsens entscheiden. Schau dir den Unterschied einmal an:

  1. Ich werde morgen in den Urlaub fahren.
  2. Ich fahre morgen in den Urlaub.

Schau dir nun das gleiche Beispiel ohne die Zeitangabe an:

  1. Ich werde in den Urlaub fahren.
  2. Ich fahre in den Urlaub.

Auch ohne die Zeitangabe könntest du beide Sätze nutzen, um über die Zukunft zu sprechen. Sie haben jedoch nicht beide die gleiche Bedeutung. Nutzt du das Futur I, dann hast du deinen Urlaub mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht gebucht. Du wirst irgendwann in den Urlaub fahren, aber du weißt noch nicht, wann. Wenn du jedoch das Präsens nutzt, dann drückst du damit einen festen Plan aus. Dein Gesprächspartner geht davon aus, dass du den Urlaub schon gebucht hast.

Wie du schon weißt, nutzt du das Futur I auch, um eine Vermutung für die Gegenwart auszudrücken. Die Vermutung kannst du mit Wörtern wie bestimmt, wohl, wahrscheinlich, oder sicher verstärken. 

Futur I – Beispiel: Er war lange unterwegs, aber jetzt wird er bestimmt schon zu Hause sein

Das Wort bestimmt zeigt schon an, dass der Satz eine Vermutung ist. Deswegen musst du hier nicht das Futur I nutzen. Der Satz darf im Präsens stehen: 

Präsens – Beispiel: Er war lange unterwegs, aber jetzt ist er bestimmt schon zu Hause. 

Zeitformen der Zukunft

Das Futur I ist natürlich nicht die einzige Zeitform der Zukunft, die du im Deutschen kennen solltest. Eine weitere Zeitform ist das Futur II. Mehr dazu erfährst du hier .%Verweis Fut. II%Thumbnail-Verweis Fut. II 

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