Studentische Hilfskraft

Die Anstellung als studentische Hilfskraft ist im Studium ein beliebter Nebenjob. Im Beitrag bekommst du die wichtigsten Infos rund um deine Aufgaben, dein Gehalt und wie du an eine Stelle kommst!

Inhaltsübersicht

Studentische Hilfskraft einfach erklärt

Als studentische Hilfskraft (SHK) können eingeschriebene Studierende ohne Hochschulabschluss arbeiten. Zu den Aufgabengebieten zählen unterstützende Arbeiten bei Forschungen oder Tutorien.

Weil die Arbeit direkten Bezug zum Studium hat und meistens an der Universität ausgeübt wird, ist sie bei Studierenden sehr beliebt. Für den Job ist allerdings eine gewisse Studienerfahrung von Vorteil. Deswegen solltest du schon ein paar Semester studieren, um als studentische Hilfskraft zu arbeiten. Die meisten Universitäten bevorzugen Studierende ab dem 3. Semester.

Unterschied studentische Hilfskraft — Werkstudent

Es gibt aber nur Nebenjobs an der Hochschule, sondern auch in anderen Unternehmen. Dort werden studierende Angestellte als „Werkstudenten“ bezeichnet. Ihre Arbeit kann einen inhaltlichen Bezug zum Studium haben, muss es allerdings nicht.

Wichtig: Die Bezeichnung „Hiwi“ (Hilfswissenschaftler) wird sowohl für studentische Hilfskräfte als auch für wissenschaftliche Hilfskräfte verwendet. Als wissenschaftliche Hilfskraft werden aber nur studentische Hilfskräfte bezeichnet, die schon mindestens einen Hochschulabschluss haben.

Aufgaben

Die genauen Aufgaben einer studentischen Hilfskraft können je nach Fachbereich unterschiedlich aussehen. Außerdem hängen deine Tätigkeiten davon ab, bei welchem Professor bzw. welcher Professorin du arbeitest. Im Prinzip leistet eine studentische Hilfskraft aber die Vorarbeit für andere Mitarbeitende und bekommt erste Einblicke in die Forschungsarbeit.

Allgemeine Bürotätigkeiten
  • Kopieren von Klausuren oder anderen Unterlagen
Forschung
  • Eingabe von Daten in Datenbanken
  • Recherche
  • Mithilfe beim Erstellen von Fragebögen
Unterstützung bei Lehrveranstaltungen
  • Vorbereitung und Betreuung von Tutorien
  • Vorbereitung von Lehrveranstaltungen
  • Korrekturlesen von wissenschaftlichen Arbeiten

Das sind nur ein paar Beispiele der möglichen Aufgaben einer studentischen Hilfskraft. Informiere dich aber bei deiner Hochschule über die konkreten Aufgaben, denn sie sind in jedem Bundesland anders geregelt.

Übrigens: Der Aufgabenbereich von studentischen Beschäftigten hängt nicht direkt mit dem Studium zusammen. Sie arbeiten zum Beispiel in der Verwaltung oder in der Bibliothek. Wenn du als studentische Hilfskraft arbeiten willst, musst du deswegen auf die richtigen Begriffe achten.

Gehalt

Studentische Hilfskräfte erhalten an den meisten Hochschulen einen Stundenlohn von 12 bis 14 €. Wenn du bereits einen Hochschulabschluss hast und als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitest, kann der Stundenlohn sogar auf 15 bis 20 € steigen.

Dein Gehalt hängt jedoch davon ab, wo du lebst. Denn auch dafür gibt es verschiedene Regelungen in den Bundesländern. Generell ist die Entlohnung als studentische Hilfskraft niedriger als in den meisten privaten Unternehmen und hängt stark von deinem Studienerfolg ab. Je weiter du im Studium fortgeschritten bist, umso besser bist du für die Stelle qualifiziert, was sich üblicherweise im Gehalt niederschlägt.

Wichtig: Bis zu einem Monatsgehalt von 538 € musst du keine Steuern zahlen. Kommst du dauerhaft über diese Grenze, musst du dich selbst versichern, da du aus der Familienversicherung rausfällst. Wenn du über den steuerlichen Grundfreibetrag (Stand Januar 2024: 11.604 €) kommst, musst du auch Einkommenssteuer zahlen.

Arbeitszeit & Urlaub

Auch für die Arbeitszeit gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Bundesweit geregelt ist allerdings laut Wissenschaftszeitvertragsgesetz, dass studentische Hilfskräfte maximal sechs Jahre lang an einer Hochschule angestellt sein dürfen.

Wichtig: Für die genauen gesetzlichen Bedingungen siehst du am besten im Landeshochschulgesetz deines Bundeslandes nach.

Generell gilt, dass Studierende in Deutschland nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Deswegen werden auch studentische Hilfskräfte mit maximal 19-20 Wochenstunden angemeldet. Meistens wird jedoch eine geringere Stundenzahl vereinbart. Die Arbeitszeit liegt daher üblicherweise zwischen sechs und 19 Stunden pro Woche.

Weil du als studentische Hilfskraft nur geringfügig oder in Teilzeit angestellt bist, steht dir auch nicht so viel Urlaub zu wie einer Vollzeitarbeitskraft. Meistens gewähren Hochschulen nur den Mindesturlaub von 24 Werktagen pro Jahr, den du dann auf deine Arbeitszeit umrechnen musst. Das funktioniert zum Beispiel so: Angenommen, du hast als studentische Hilfskraft eine 3-Tage-Woche. Dann lautet die Berechnung:

24 Urlaubstage ÷ 6 Tage • 3 Arbeitstage = 12 Urlaubstage.

Am besten besprichst du die genauen Bedingungen bezüglich Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und Gehalt bei deinem Vorstellungsgespräch.

Übrigens: Es gibt keinen eigenen Tarifvertrag für arbeitende Studierende, da es keine Interessensvertretung gibt. Eine Ausnahme davon ist Berlin, in dem Bundesland gibt es den Tarifvertrag Stud II für studentische Hilfskräfte.

Vor- und Nachteile

Als studentische Hilfskraft zu arbeiten, hat viele Vorteile. Du kannst davon ausgehen, dass der Job in jedem Fall ein guter Grundstein für deine weitere Karriere ist. Denn bei Bewerbungen wird der Job als studentische Hilfskraft oft positiv wahrgenommen. Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile, über die du dir Gedanken machen solltest.

Hier siehst du die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile

Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitswelt: Solche Einblicke können bei der zukünftigen Entscheidung für oder gegen einen Beruf hilfreich sein.
 
Räumliche Nähe: Weil du am gleichen Ort studierst und arbeitest, kannst du die Arbeit wesentlich leichter mit den Lehrveranstaltungen vereinbaren.
 
 ✓ Prüfungszeit: Professoren haben meistens Verständnis dafür, dass du in der Prüfungszeit weniger arbeiten kannst.
 
Vernetzung:
Durch die enge Zusammenarbeit mit Professoren und anderem Hochschulpersonal kennst du bald viele Menschen an deiner Hochschule. Das ist oft von Vorteil, zum Beispiel bei der Auswahl der Betreuungsperson für deine Abschlussarbeit.
 
✓  Forschungsprojekte: Als studentische Hilfskraft erfährst du außerdem schon vor anderen Studierenden von Forschungsprojekten. Durch die Mitarbeit bei Forschungen hast du es oft leichter, Ideen für die Abschlussarbeit zu finden.
 
Gehalt: Da die meisten Minijobs eher dürftig bezahlt sind, hast du hier als studentische Hilfskraft keinen deutlichen Nachteil gegenüber anderen Nebenjobs. Zusätzlich besteht die Chance, dass dein Gehalt steigt, je weiter du im Studium kommst!

Nachteile

Wenig Wertschätzung: Als studentische Hilfskraft kann es passieren, dass du von anderen Studierenden oder vom Hochschulpersonal nur wenig Wertschätzung für deine Dienste erfährst.
 
 Eintönige Arbeiten: Manche Professoren geben studentischen Hilfskräften nur langweilige Arbeiten, die lange dauern. Ein Beispiel dafür ist das Kopieren von Unterlagen.
 
Fehlende Abwechslung: Für einige Menschen kann es frustrierend sein, dass es bei dem Job fast keine Abwechslung zwischen Hochschul-Alltag und Arbeits-Alltag gibt.

Wichtig: Am besten informierst du dich vor deiner Bewerbung bei anderen studentischen Hilfskräften in deinem Fachbereich über deren Arbeitsbedingungen. So ein Gespräch kann dir dabei helfen, die Vor- und Nachteile an deiner Hochschule besser einzuschätzen.

Wie werde ich studentische Hilfskraft?

Eine Anstellung als studentische Hilfskraft zu bekommen, scheint manchmal gar nicht so einfach. Denn manche Hochschulen haben nur selten Stellenanzeigen für studentische Hilfskräfte auf Online Job-Portalen. Aber keine Sorge, studentische Hilfskraft wirst du am leichtesten über andere Wege!

Häufig wird die Stelle nämlich gar nicht erst ausgeschrieben, sondern durch persönliche Gespräche vergeben. Es kann zum Beispiel sein, dass Professoren gezielt Studierende ansprechen, die ihnen durch ihre Leistungen in Lehrveranstaltungen aufgefallen sind. Bringe dich dort also besonders ein, um für eine solche Stelle in Betracht gezogen zu werden.

Du kannst aber auch noch aktiver werden! Suche beispielsweise nach einer Lehrveranstaltung das Gespräch mit deinem Professor und sprich dein Interesse für eine Stelle als studentische Hilfskraft an. Oder du siehst erstmal am schwarzen Brett oder auf der Homepage deiner Hochschule nach, ob aktuell Jobs in deinem Fachbereich frei sind.

Natürlich kannst du trotzdem auf gängigen Job-Portalen nachsehen, ob es an deiner Hochschule gerade eine offene Stellenanzeige gibt. Auch eine Initiativbewerbung ist eine Möglichkeit, um einen Job als studentische Hilfskraft zu bekommen. Denn selbst wenn zum Zeitpunkt deiner Bewerbung keine Stelle frei ist, kommt die Hochschule vielleicht bei der nächsten Gelegenheit auf dich zu.

Studentische Hilfskraft — häufigste Fragen

  • Wie viel bekommt man als studentische Hilfskraft?
    Im Durchschnitt verdienen studentische Hilfskräfte in Deutschland 312 € im Monat — die Spannweite liegt hier zwischen 180 € und 600 € monatlich.
     
  • Wie viel darf man als studentische Hilfskraft arbeiten?
    Die meisten Hochschulen begrenzen die Arbeitszeit von studentischen Hilfskräften auf 19 bis 20 Wochenstunden. Das liegt daran, dass studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte nur weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Arbeitszeit arbeiten dürfen.
     
  • Wie wird man studentische Hilfskraft?
    Am einfachsten wird man über besondere Leistungen in Lehrveranstaltungen und die Empfehlung von Dozenten studentische Hilfskraft. Ein zweiter Weg zum Job führt über die Stellenanzeige der Universität auf ihrer Homepage oder in gängigen Job-Portalen.

Was ist ein Werkstudent?

Du bist dir noch nicht ganz sicher, welche Form des Nebenjobs am besten zu dir passt? Dann informiere dich auch über die anderen Möglichkeiten! Die Frage „Was ist ein Werkstudent?“ beantworten wir hier im Video!

Zum Video: Was ist ein Werkstudent?
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