Neurobiologie
Gedächtnis
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Deklaratives Gedächtnis Semantisches Gedächtnis Episodisches Gedächtnis

Das episodische Gedächtnis ist ein Teil des Langzeitgedächtnisses. In diesem Beitrag erklären wir dir, wie es strukturiert ist und wie es funktioniert. Hier geht es direkt zum Video!

Was ist das episodische Gedächtnis? 

Das gestrige Mittagessen, die Einschulung, der erste Kuss oder die letzte Familienfeier – alles Momente, an die wir uns erinnern können. 

Solche persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen speichern wir im episodischen Gedächtnis (engl. episodic memory). Den Bereich davon, der die eigene Lebensgeschichte beinhaltet, kannst du auch als autobiographisches Gedächtnis bezeichnen. 

Episodisches und semantisches Gedächtnis  bilden zusammen das sogenannte deklarative Gedächtnis , auch Wissensgedächtnis genannt. Es ist ein Teil unseres Langzeitgedächtnisses. 

Langzeitgedächtnis, Semantisches Gedächtnis, Prozedurales Gedächtnis, deklaratives Gedächtnis
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Episodisches Gedächtnis

Episodisches Gedächtnis Struktur 

Aber welche Bereiche im Gehirn speichern eigentlich unsere Erlebnisse?

Dazu gehören:

  • Präfrontaler Cortex im Frontallappen (Stirnlappen)
  • Temporallappen (Schläfenlappen)
  • Hippocampus
  • Amygdala
Frontallappen, Scheitellappen, Amygdala, Hippocampus
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Episodisches Gedächtnis Anatomie

 

In den Hirnlappen sammeln sich Erlebnisse und damit zusammenhängende Fakten (= episodisches Wissen). Dagegen findet die Verknüpfung mit Emotionen im limbischen System mit Hippocampus und Amygdala statt (= emotionales Gedächtnis). 

Episodisches Gedächtnis Funktion 

Das episodische Gedächtnis ermöglicht dir, Erlebnisse abzuspeichern und in Bezug zu neu Erlebtem zu setzen. Daher ist es die Grundlage für die Persönlichkeitsbildung. Denn so kannst du aus deinen Erfahrungen lernen und dich weiterentwickeln. Außerdem ist es dir möglich, vergangene Erinnerungen mit Plänen für die Zukunft zu verknüpfen. 

Dazu wird das Erlebte als neuer Gedächtnisinhalt enkodiert (= neu eingespeichert), abgespeichert und später wieder abgerufen. Die Fähigkeit dazu nimmt bis zum Erwachsenenalter stetig zu, bis sie im Alter wieder abnimmt.

Durch gezieltes Gedächtnistraining lässt sich ein gutes Gedächtnis aber länger aufrechterhalten. Das verbessert zudem nicht nur die Merkfähigkeit, sondern auch deine Aufmerksamkeit und Konzentration. 

Kontextabhängigkeit 

Die Inhalte, die du im episodischen Gedächtnis speicherst, stehen immer in einem bestimmten Kontext. Kontextinformationen beinhalten zum Beispiel den Ort, den Zeitpunkt und beteiligte Personen. 

Beispiel: Die Wörter Mehl, Eier und Milch sind dir natürlich bekannt. Ihre Bedeutung ist im semantischen Gedächtnis gespeichert. Im episodischen Gedächtnis findet sich die Information, dass du heute Morgen in der Küche eine Einkaufsliste mit genau diesen Begriffen geschrieben hast. 

Später kannst du dich an die Begriffe leichter wieder erinnern, wenn die Umstände ähnlich sind wie zum Zeitpunkt des Enkodierens. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du dich wieder im selben Raum – also in der Küche – befindest. Das kannst du als Enkodierungsspezifität bezeichnen.  

Langzeitgedächtnis  

Das episodische Gedächtnis speichert also Erlebnisse. Es ist ein Teil des Langzeitgedächtnisses. Aber in welchem Gedächtnisbereich befinden sich eigentlich erlernte Fertigkeiten? Das erklären wir dir im nächsten Video zum Langzeitgedächtnis!

Zum Video: Kurz- und Langzeitgedächtnis
Zum Video: Kurz- und Langzeitgedächtnis

 

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