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SMART Ziele

Ziel dieses Artikels ist es, dir näher zu bringen, was SMART Ziele sind, wieso man sie verwendet und wie du Ziele SMART formulieren kannst.

Da das Thema sehr abstrakt ist, erleichtert dir das Lernvideo SMART Ziele anhand von graphischen Erklärungen das Verständnis.

Inhaltsübersicht

SMART Ziele Definition 

SMART steht für Spezifisch Messbar Attraktiv Realistisch Terminiert. Die SMART Methode dient vor allem in der Unternehmenssteuerung und dem Projektmanagement zur Definition klarer Ziele. Durch die Anwendung des SMART Modells soll der Unternehmensführung also erleichtert werden, zukünftige Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

Ziele SMART

Nicht nur in großen Unternehmen sondern auch auf privater Ebenen lässt sich die SMART Methode hervorragend anwenden. Schließlich ist es egal, welches Ziel du verfolgst. Es geht letztendlich nur darum, Ziele auch als solche zu formulieren.
Zur Erinnerung: Ein Ziel gibt vor, wie sich die Ausgangssituation (IST-Zustand) vom zukünftigen SOLL-Zustand konkret unterscheiden soll. Floskeln wie „Produktivität verbessern“ oder „Produktionskosten reduzieren“ sind zu vage formuliert und werden meist nicht zur Erreichung des eigentlichen Ziels führen.
Du kennst das bestimmt auch. Wer sagt nicht am Anfang vom Semester: „Dieses Semester wird alles anders! Ich werde schon während dem Semester für alle Kurse lernen!“ und am Ende sitzt du wieder eine Woche vor der Klausur mit viel zu wenig Zeit bis spät abends in der Bib.

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SMART ZIELE Anforderungen

Allgemein gesagt heißt das also, wer von Anfang an keine klaren Vorstellungen hat, was und wie er etwas erreichen will, kann auch nicht an seinem Ziel ankommen. Und genau hier greift die SMART Methode. Sie vereinfacht das Formulieren von Zielen. Dafür müssen fünf Kriterien eingehalten werden:

S – Spezifisch (Specific)

Ein Ziel sollte so spezifisch, also so genau und konkret, wie möglich definiert werden. Dabei geht es nicht darum, das Ziel möglichst ausführlich zu beschreiben, sondern am besten sollten in einem einzelnen Satz alle Angaben und Bedingungen möglichst präzise angegeben werden.

M – Messbar (Measurable)

Um beispielweise nach einem Projekt das Erreichen der gesetzten Ziele überprüfen zu können, müssen diese von Anfang an messbare Parameter enthalten. Bei quantitativen Zielen, wie Kostenminimierung, stellt das kein Problem dar. Deutlich schwieriger sieht es allerdings bei qualitativen Zielen aus. Hier muss versucht werden, die Ziele quantifizierbar zu gestalten. Beispielsweise lässt sich die Kundenzufriedenheit durch Kundenbefragungen mit einem Punktesystem darstellen.

A – Attraktiv (Accepted oder Achievable)

Die Idee ist es, Ziele positiv zu formulieren, um eine intrinsische Motivation zur Zielerreichung auszulösen. So erscheint die notwendige harte Arbeit als gerechtfertigt.
Besonders wichtig ist hierbei, das „Warum“ des Ziels anzugeben. Also anstatt lediglich die Erhöhung der Kundenzufriedenheit als Ziel zu haben, sollte vielmehr eine höhere Kundenzufriedenheit zur Haltung von existierenden Kunden der Ansporn sein. Damit können sich Angestellte oder Teammitglieder besser identifizieren, als mit wagen Vorgaben.

R – Realistisch (Realistic)

Ja, es ist so offensichtlich wie es klingt. Ziele müssen realistisch, das heißt, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen (z.B. Zeitplan, Budget) realisierbar sein. Realistische Ziele können auch die im vorherigen Punkt genannte Motivation erhöhen. Selbstverständlich sollen die Ambitionen hier immer noch hoch sein, aber eben nicht überfordern. Denn das endet meist in Frustration.

T – Terminiert (Time-bound)

Wie bereits erwähnt, müssen Ziele an einen Zeitplan geknüpft sein. Damit sich Projekte nicht ins Unendliche ziehen, ist eine Terminierung besonders wichtig. Angaben wie „in ein paar Jahren“ gelten dabei allerdings nicht. Es muss sich um ein genaues Datum bzw. eine exakte Zeit handeln, zu dem/der das Ziel erreicht werden soll. Dieser Termin gilt gleichzeitig als Kontrollpunkt. Es kann also festgestellt werden, inwiefern man das Vorgenommene umsetzen konnte.
Die Terminierung spielt aber nicht immer eine Rolle. Handelt es beispielsweise um bloße Einhaltung eines bestimmten Budgets ist diese nicht an einen Zeitraum geknüpft. Das T von SMART Ziele fällt hier also aus.

SMART Ziele Beispiel

Nun nochmal zurück zum Beispiel vom Anfang. Die klassische Aussage zum Start des Semesters: „Dieses Semester wird alles anders! Ich werde schon während dem Semester für alle Kurse lernen.“

Aber auch hier lässt sich die SMART Methode anwenden und aus einem salopp formulierten Satz wird plötzlich ein richtiges Ziel.

Los geht’s mit spezifisch: Anstatt „Dieses Semester wird alles anders! Ich werde schon während dem Semester für alle Kurse lernen.“ sollte der Satz also eher wie folgt lauten: „Meine Noten werden ab jetzt besser. Dafür werde ich jeden Tag nach der Uni für 2 Stunden in der Bib lernen.“

Messbar wird das Ziel durch deine Noten: Also zum Beispiel „Meine schlechteste Note wird ab jetzt eine 2.0. Dafür werde ich jeden Tag nach der Uni für 2h in der Bib lernen.“

Auch die Attraktivität liegt eigentlich auf der Hand: „Um später mal freie Wahl bei der Jobsuche zu haben, wird meine schlechteste Note ab jetzt eine 2.0. Dafür werde ich jeden Tag nach der Uni für 2h in der Bib lernen.“

Realistisch wird das Ganze, indem du dein Ziel mit deinen bisherigen Noten abgleichst. Hast du bisher einen 3.4 Schnitt oder ist dein Studium sehr schwierig? Dann solltest du dein Ziel eventuell nicht allzu ambitioniert setzen, sondern lieber einen zukünftigen Notenschnitt von 2.7 anstreben. Auch jeden Tag in der Bib zu sein ist für viele aufgrund von Arbeit oder anderen Verpflichtungen nicht möglich. Du könntest also auch nur alle zwei Tage oder nur am Wochenende in der Uni selbstständig lernen.

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SMART ZIELE Beispiel

Terminiert ist dein Ziel letztendlich durch das Ende deines Studiums. Es ist aber auch sinnvoll, das Ziel erstmal für ein Semester zu setzen, um danach eine Bilanz ziehen zu können.

So heißt dein Ziel für das neue Semester also:
„Um später mal freie Wahl bei der Jobsuche zu haben, wird meine schlechteste Note in diesem Semester eine 2.0. Dafür werde ich jeden Tag nach der Uni für 2h in der Bib lernen.“

Hier sind noch einige weiter Beispiele, wie Ziele SMART formuliert werden können:

„Ziel“: Ich werde abnehmen!
SMART Ziel: Ich werde zwei Mal die Woche 7 km joggen gehen, um bis zum Beginn der Semesterferien 2 kg abgenommen zu haben und im Urlaub eine tolle Figur zu haben.

„Ziel“: So viel trink‘ ich nie wieder!
SMART Ziel: Bis zu meiner letzten Prüfung werde ich nur noch am Wochenende maximal 4 Bier pro Abend trinken, um meine Leber zu schonen. (Zugegebenermaßen erscheint dieses Ziel für die meisten Studenten nicht allzu realistisch.)

SMART Ziele formulieren

Ziele müssen also SMART formuliert sein. Das heißt sie sind ergebnisorientiert (SOLL-Zustand) und eindeutig interpretierbar. Zusätzlich sind sie präzise ausgedrückt, außerdem anspruchsvoll, aber dennoch nicht überfordernd.

Um SMART Ziele einfacher und schneller zu erreichen, gibt es einige Tricks, die bei der Formulierung helfen:

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SMART ZIELE Zusammenfassung
  1. Ziele in der ICH- bzw. WIR-Form äußern, um die Identifikation mit dem SOLL-Zustand zu verstärken
  2. Die Visualisierung des Ziels hilft, es ständig (im Wahrsten Sinne des Wortes) vor Augen zu haben. Bezogen auf deine Verbesserung der Noten im kommenden Semester könntest du zum Beispiel das Bild einer 1.0 in der Küche und neben deinem Bett aufhängen, um immer an dein Semesterziel erinnert zu werden.
  3. Schreibe und unterschreibe dein Ziel. Besonders in Gruppen führt das dazu, dass sich die Individuen dem Erreichen des Ziels stärker verpflichtet fühlen.
  4. Gerade für große Projekte erscheint eine Unterteilung in mehrere kleine Ziele Das gesamte Projekt erschlägt einen nicht direkt, sondern über kleinere Etappen werden einzelne Meilensteine schneller erreicht. Der sichtbare Fortschritt hält die Motivation aufrecht. Hier ist es wichtig eine geeignete Balance zwischen Zeit und Größe zu finden. Das heißt, langfristige Ziele dürfen nicht zu einfach gestellt werden, da das demotiviert. Kurzfristige Ziele hingegen sollten nicht zu groß gewählt werden, denn dies überfordert schnell.

SMART Ziele Fazit

Also abschließend kannst du dir merken, dass SMART Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert seien müssen. Außerdem solltest du beachten, dass diese Modell eher eine Mindestbeschreibung von Zielen ist und diese gegebenenfalls weiter verfeinert werden müssen.


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