Internes Rechnungswesen

Aufwand und Kosten Unterschied

Du möchtest endlich verstehen, was genau der Unterschied zwischen Aufwand und Kosten ist? In diesem Beitrag erklären wir dir an einem ganz einfachen Beispiel, was es mit den beiden Begriffen auf sich hat.

Abgrenzung Aufwand Kosten – Definitionen und Beispiele

Aufwand und Kosten sind Fachbegriffe des Rechnungswesens. Du weißt bestimmt schon, dass dort zwischen externem und internem Rechnungswesen unterschieden wird. Auf dieser Unterscheidung basieren auch die Abgrenzungen zwischen den beiden Begriffen. Mit Aufwendungen wird extern gerechnet, wohingegen Kosten intern bei der Kostenrechnung und Leistungsrechnung eine Rolle spielen.

Kosten und Aufwand Definition

Schauen wir uns nun die Abgrenzung näher an. Du frägst dich sicher, wo genau hier der Unterschied liegt? Naja, zugegebenermaßen ist dieser nicht besonders groß, aber sehr wichtig. Aufwand wird nämlich als bewerteter Güterverzehr definiert. Häufig wird in diesem Zusammenhang das Synonym Aufwendungen verwendet. Das Gegenteil von Aufwand ist der Ertrag. Aufwendungen können müssen aber nicht Auszahlungen, Kosten und Ausgaben umfassen. Nicht alle Ausgaben sind Aufwendungen. Erst wenn ein erfolgswirksamer Geschäftsvorfall vorliegt, spricht man bei einer Ausgabe von einem Aufwand. Kosten hingegen als bewerteter, betriebszweckbezogener Güterverzehr. Du siehst, ein kleiner Unterschied an sich, aber ein großer in der Bedeutung! Betriebszweckbezogen heißt, dass der Güterverzehr in Verbindung mit dem Zweck des Unternehmens stehen muss.

Aufwand Definition und Kosten Definition
Aufwand und Kosten Definition

Produziert ein Unternehmen zum Beispiel Ordner, braucht es Pappe. Das Geld, das für dieses Material ausgegeben wird, ist also betriebszweckbezogen – wir haben also Kosten. Würde dieses Unternehmen allerdings Autos herstellen, wären die Ausgaben für die Pappe keine Kosten mehr. Wichtig ist zudem, dass alle Kosten auch Aufwendungen sind, aber nicht jeder Aufwand auch zu Kosten zählt. Es müssen drei Bedingungen erfüllt sein, dass Aufwendungen zu Kosten zählen:

  • Zunächst muss der Aufwand betriebsbezogen sein.
  • Die zweite Eigenschaft ist die Periodenbezogenheit. Hiermit ist gemeint, dass die Aufwendungen in der betrachteten Periode stattgefunden haben.
  • Darüber hinaus darf er nicht durch außergewöhnliche Ereignisse wie beispielsweise eine Umweltkatastrophe entstanden ist.

Verschiedene Arten von Aufwand und Kosten

Dann können wir uns ja gleich anschauen, wie Aufwendungen und Kosten noch genauer unterteilt werden können. Es können nämlich zwei Fälle auftreten:

Erstens, der Aufwand entspricht den Kosten. Dann sprechen wir von Zweckaufwand oder auch Grundkosten. Ein Zweckaufwand Beispiel wären Lohnkosten, Kosten für das eingesetzte Material oder ähnliches. Sie sind also auf den betrieblichen Zweck gerichtet, tauchen in den Aufwendungen jedoch genauso auf.

Aufwand Kosten: Zweckaufwand/Grundkosten
Zweckaufwand/Grundkosten

Zweitens, wenn der Aufwand nicht gleich den Kosten ist. Hier ist es entweder so, dass dem Aufwand Kosten in einer anderen Höhe oder gar keine gegenüberstehen.

Aufwand Kosten: Andersaufwand/Anderskosten
Aufwand Kosten: Andersaufwand/Anderskosten

Zweiteres nennt man auch Andersaufwand oder Anderskosten. Der Andersaufwand gehört zum neutralen Aufwand und ist nicht auf den Betriebszweck gerichtet. Das interne Rechnungswesen soll möglichst realistisch sein, damit du als Unternehmen deine Risiken wirklichkeitsnah bewerten kannst. Das externe Rechnungswesen hingegen muss vorsichtig sein, um die Stakeholder vor Risiken zu schützen. Daher kann es sein, dass du für ein und den gleichen Sachverhalt intern und extern zwei unterschiedliche Rechnungen machst – das Ergebnis sind dann Andersaufwendungen oder Anderskosten. Das ist also die Anderskosten Definition.

Aufwand Kosten Beispiel
Beispiel

Um die Anderskosten besser verstehen zu können, schauen wir uns ein Beispiel an. Für die Nutzungsdauer einer Maschine kalkuliert man extern vorsichtig einen Wert von 5 Jahren, intern benutzt man aber die wahrscheinlichere Verwendungszeit von sieben Jahren. Diese Abschreibung findet sich also sowohl in den Aufwendungen als auch in den Kosten wieder – hat aber jeweils einen anderen Wert. Daher kommen folglich die Namen: Andersaufwand und Anderskosten.

Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, ist die Aufteilung grundsätzlich genau gleich wie auch bei Erträgen und Erlösen. Im Folgenden findest du noch eine anschauliche Übersicht:

Übersicht Aufwand Kosten
Übersicht Aufwand Kosten

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