Du bist mit deiner Ausbildung unzufrieden oder findest, dass sie doch nicht zu dir passt? Alles rund um die Kündigung deiner Ausbildung erfährst du hier und im Video !

Ausbildung kündigen einfach erklärt 

Egal ob falsche Erwartungen, fehlende Motivation oder Probleme mit den Kollegen: Für eine Kündigung in der Ausbildung kann es verschiedene Gründe geben. Sie kann entweder von dir als Auszubildendem oder auch vom Arbeitgeber ausgehen, wenn du dich zum Beispiel falsch verhalten hast oder es finanzielle Probleme im Betrieb gibt. Du unterscheidest zwischen vier Möglichkeiten, die Ausbildung zu kündigen:

Du kannst die Ausbildung vor, während und nach der Probezeit kündigen. Welche Bedingungen und Kündigungsfristen dabei jeweils gelten, erfährst du jetzt.

Kündigung Ausbildung vor Ausbildungsbeginn

Unabhängig davon, ob du den Ausbildungsvertrag bereits unterschrieben hast, kannst du bereits vor dem eigentlichen Beginn deiner Ausbildung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Das Gleiche gilt auch für deinen Arbeitgeber. Der Grund liegt dabei meistens in unvorhersehbaren Veränderungen bei einem der beiden Vertragspartner. Ab Beginn der Arbeitsaufnahme, also der Probezeit , gelten dann andere Regelungen. Welche das sind, siehst du jetzt.

Kündigung der Ausbildung in der Probezeit

Dein Ausbildungsverhältnis beginnt mit einer Probezeit, um den Betrieb besser kennenzulernen. Laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) muss sie mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen. Welche Dauer deine individuelle Probezeit hat, wird im Ausbildungsvertrag festgelegt. 

Nicht nur für dich ist die Probezeit nützlich. Auch dein Ausbildungsbetrieb kann feststellen, ob du als Auszubildender für den Beruf geeignet bist. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten zu jeder Zeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beendet werden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, es muss allerdings kein Grund für die Kündigung angegeben werden. 

Bist du noch minderjährig, brauchst du die Einwilligung deiner Eltern oder deines gesetzlichen Vertreters. Andersrum muss auch dein Ausbildungsbetrieb die Kündigungserklärung gegenüber dem gesetzlichen Vertreter abgeben. 

Es gibt aber Ausnahmen: Schwangeren, Schwerbehinderten und Angehörigen der Jugend- und Auszubildendenvertretung kann auch während der Probezeit nicht so einfach gekündigt werden. 

Kündigung der Ausbildung nach der Probezeit

Nach der Probezeit hast du drei verschiedene Möglichkeiten, deine Ausbildung abzubrechen: die ordentliche Kündigung , die fristlose Kündigung und den Aufhebungsvertrag

Ordentliche Kündigung 

Wenn du die angefangene Ausbildung aufgeben willst oder lieber in einen anderen Beruf wechseln möchtest, kannst du als Azubi mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen das Ausbildungsverhältnis beenden, ohne dafür einen Grund anzugeben. Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen.

Fristlose Kündigung

Nach der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis nur aus einem wichtigen Grund oder wegen eines Verstoßes ohne Einhalten einer Kündigungsfrist beendet werden. Sie ist auch von beiden Seiten, also Azubi und Ausbilder, möglich und muss schriftlich erfolgen. 

Ein Verstoß aus Sicht des Ausbilders wäre beispielsweise, dass du als Azubi beschimpft, beleidigt oder sogar geschlagen wirst. Als Gesetzesverstoß aufseiten des Azubis gilt zum Beispiel Diebstahl oder mehrfaches Schwänzen der Berufsschule oder der Arbeitszeit. Der Ausbilder muss dir als Azubi allerdings zuerst eine Abmahnung erteilen, sodass du die Chance hast, dich zu bessern.

Die Kündigung ist allerdings unwirksam, wenn die Gründe bereits mehr als 2 Wochen bekannt sind.

Du kannst bei der fristlosen Kündigung zwischen der verhaltensbedingten Kündigung, der personenbedingten Kündigung und der betriebsbedingten Kündigung unterscheiden.

  • Verhaltensbedingte Kündigung: Diese Art der Kündigung kann vonseiten des Ausbilders durch häufiges unentschuldigtes Fehlen im Betrieb oder in der Berufsschule oder bei Missachtung von Anweisungen und Verboten durchgeführt werden. Aber auch wenn du dein Berichtsheft nicht ordnungsgemäß führst oder nachweislich etwas gestohlen hast, ist eine verhaltensbedingte Kündigung möglich. Andersherum kann auch dein Ausbildungsbetrieb seine Pflichten verletzen, zum Beispiel wenn er gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt oder du ausbildungsfremde Tätigkeiten übernehmen musst, die nicht im Ausbildungsvertrag festgehalten sind.

  • Personenbedingte Kündigung: Personenbedingte Kündigungsgründe können ganz individuell sein — zum Beispiel, wenn du Probleme mit deiner Gesundheit hast, aufgrund von denen du deiner Azubi-Tätigkeit nicht mehr richtig nachgehen kannst. 

  • Betriebsbedingte Kündigung: Wenn dein Ausbildungsbetrieb oder deine Ausbildungsabteilung stillgelegt wird, liegt ein betriebsbedingter Kündigungsgrund vor. Dein Ausbildungsbetrieb ist dann dazu verpflichtet, eine andere Ausbildungsstätte für dich zu finden. 

Aufhebungsvertrag

Bist du dir zusammen mit deinem Ausbilder einig, die Ausbildung nicht länger fortzusetzen, kann das Ausbildungsverhältnis auch durch einen Aufhebungsvertrag aufgelöst werden. Hierbei handelt es sich jedoch um keine richtige Kündigung. Daher ist diese Art, deine Ausbildung zu beenden, nur möglich, wenn dein Ausbildungsvertrieb einverstanden ist, dass du die Ausbildung abbrichst. 

Du möchtest mehr über die Probezeit in der Ausbildung erfahren? Hier kommst du zu unserem Beitrag!

Zum Video: Probezeit
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Aufhebungsvertrag

Bist du dir zusammen mit deinem Ausbilder einig, die Ausbildung nicht länger fortzusetzen, kann das Ausbildungsverhältnis auch durch einen Aufhebungsvertrag aufgelöst werden. Hierbei handelt es sich jedoch um keine richtige Kündigung. Daher ist diese Art, deine Ausbildung zu beenden, nur möglich, wenn dein Ausbildungsvertrieb einverstanden ist, dass du die Ausbildung abbrichst. 

Du möchtest mehr über die Probezeit in der Ausbildung erfahren? Hier kommst du zu unserem Beitrag!

Zum Video: Probezeit
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