Rechte und Pflichten als Azubi

Du möchtest mehr über deine Rechte und Pflichten als Azubi erfahren? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Beitrag und im Video erfährst du alles, was du über deine Rechte und Pflichten als Azubi wissen musst!

Rechte und Pflichten als Azubi – einfach erklärt

Im Ausbildungsvertrag findest du alle Rechte und Pflichten eines Azubis. Dabei sind die Rechte und Pflichten von Auszubildenden gleichzeitig die Rechte und Pflichten der Ausbilder. Die wichtigste rechtliche Grundlage ist dabei das Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Deine Rechte sollen dir ein sicheres und angenehmes Arbeitsumfeld verschaffen, während deine Pflichten dafür sorgen, dass du dein Ausbildungsziel erreichst und dein Arbeitgeber keinen Schaden nimmt.

Halten beide Parteien die Rechte und Pflichten ein, kann eine gute Zusammenarbeit und ein gutes Abschlussergebnis garantiert werden.

Rechte als Azubi

Die Rechte, die du als Azubi hast, sind gleichzeitig die Pflichten der Ausbilder. Diese kannst du genauestens in den Paragrafen § 14, 15 und 16 des Berufsbildungsgesetz (BBiG) nachlesen. Deine Rechte als Azubi beziehen sich vor allem darauf, dass dein Ausbildungsbetrieb dir Sicherheit gibt und dich für deine Arbeit entsprechend entlohnt.

Das sind die Rechte des Auszubildenden im Überblick:

  • Recht auf einen Ausbildungsvertrag
  • Recht auf Einhaltung des Ausbildungsziels
  • Recht auf geeignete/n Ausbilder/in
  • Recht auf kostenlose Ausbildungsmittel
  • Recht auf Lohn
  • Recht auf Regelungen zu Arbeits-, Pausen- und Überstunden
  • Recht auf Urlaub
  • Recht auf Krankheit
  • Recht auf Jugend- und Auszubildendenvertretung
  • Recht auf Ausbildungszeugnis
  • Recht auf Verkürzung der Ausbildung
  • Recht auf Kündigung

Ausbildungsvertrag

Als Azubi hast du zu Beginn jeder Ausbildung das Recht auf einen Ausbildungsvertrag. Darin werden zusätzlich zu den Rechten und Pflichten von Ausbildern und Auszubildenden weitere Eck-Daten festgehalten. Da Ausbildungsverträge immer in schriftlicher Form vorliegen müssen, kannst du jederzeit nachlesen, worauf du oder dein Ausbilder achten müssen. Sollte es zu einem Streit kommen, kannst du dich auf diese Vereinbarung beziehen.

Möchtest du mehr über den Inhalt des Ausbildungsvertrages, seine Form und über ungültige Vereinbarungen erfahren, dann sieh dir unser extra Video dazu an!

Einhaltung des Ausbildungsziels

Für deinen Ausbildungserfolg ist das Recht zur „Einhaltung des Ausbildungsziels“ am wichtigsten. Darin ist festgelegt, dass deine Aufgaben und Lerninhalte einen Bezug zur Ausbildung haben müssen und dir dabei helfen sollen, dich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten . Du sollst also nicht nur Kaffee für deine Kollegen kochen, sondern Aufgaben übernehmen, bei denen du etwas lernst. Im schlimmsten Fall darfst du Aufgaben wie Kaffee kochen auch ablehnen! Dann machst du von deinem „Arbeitsverweigerungsrecht“ Gebrauch.

Denk aber immer daran, dass es vollkommen in Ordnung ist immer mal wieder Zettel zu kopieren. Solche Aufgaben sollten jedoch nicht zur Regelmäßigkeit in deinem Arbeitsalltag werden.

Weitere „ausbildungsfremde“ Tätigkeiten sind:

  • Urlaubs- und Krankenvertretung einer vollständig ausgebildeten Arbeitskraft
  • Private Besorgungen für deinen Ausbilder, andere Kollegen oder den Chef
  • Reinigung von Werkstätten und Büros (die von dir verwendeten Arbeitsmittel hast du natürlich immer sauber zu halten)
  • Akkord- und Fließbandarbeit

Solltest du nicht genau wissen, welche Aufgaben angemessen für deine Ausbildungsstelle sind, kannst du diese in der Ausbildungsverordnung für deine jeweilige Ausbildung nachsehen. Darin sind alle Lerninhalte festgelegt.

Geeignete/r Ausbilder/in

Damit du das Ausbildungsziel erreichen kannst, ist oft ein geeigneter und qualifizierter Ausbilder von großer Bedeutung. Er muss Fachwissen, Berufserfahrung und die nötigen Soft-Skills haben. Um diese Kenntnisse zu beweisen, muss dein Ausbilder eine Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) abschließen. 

Ausbildungsmittel

Für manche Aufgaben benötigt man bestimmte Arbeitsmittel. Als Programmierer benötigst du beispielsweise bestimmte Software und als Bäcker verschiedene Zutaten und Küchengeräte. Diese musst du nicht selbst kaufen und zahlen, sondern es gehört zu den Pflichten des Ausbilders, dass sie dir kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Allgemein gehören zu den Arbeitsmitteln:

  • 🧵 Material und Werkstoffe
  • 📚 Bücher und Schreibmaterialien
  • 🖥️ Spezielle Software
  • 🥼 Arbeitskleidung
  • 🛠️ Maschinen und Werkzeuge

Lohn

Da du als Azubi während der dualen Ausbildung auch arbeitest, hast du ein Recht auf ein monatliches Gehalt. Die genaue Höhe davon ist im Ausbildungsvertrag festgelegt und ist abhängig von Branche, Region oder der Größe der Firma. In manchen Unternehmen gibt es einen Tarifvertrag, dem du als Azubi auch unterstellt bist. Dann bekommst du üblicherweise mehr Lohn.

Inzwischen gibt es auch einen Mindestlohn für Azubis. Dieser garantiert dir in jedem Ausbildungsjahr einen bestimmten Verdienst.

Ausbildungsjahr Mindestlohn für Azubis
1. Jahr

550 € / Monat

2. Jahr

649 € / Monat

3. Jahr

743 € / Monat

4. Jahr

770 € / Monat 

Arbeits-, Pausen- & Überstunden

Deine Arbeitszeiten werden vom Ausbildungsbetrieb festgelegt und du kannst sie im Ausbildungsvertrag nachlesen. Du hast jedoch auch ein Recht auf angemessene Arbeitszeiten:

  • Du darfst nicht mehr als 8 Stunden pro Tag und 6 Tage die Woche arbeiten. Bist du noch minderjährig, sind es sogar nur 5 Tage die Woche.
  • Deine Arbeitszeit darf in Summe maximal 48 Stunden pro Woche (Minderjährige: 40 Stunden) betragen. 
  • Je nachdem, wo du deine Ausbildung machst, musst du auch mal nachts arbeiten. Das ist jedoch nur für volljährige Azubis erlaubt. Bist du minderjährig, darfst du von 20:00 bis 06:00 Uhr nicht arbeiten.
  • Die Zeit, die du in der Berufsschule verbringst, musst du nicht nacharbeiten — du wirst also freigestellt. Das gilt auch für Prüfungen.
  • Zwischen zwei Arbeitsschichten müssen immer mindestens 12 Stunden Pause liegen, bevor du wieder anfangen darfst zu arbeiten.

Abgesehen von den Pausen, die du zwischen zwei Schichten haben musst, musst du auch während deiner Arbeitszeiten Pausen haben:

Alter Arbeitszeit Pause
Minderjährig 4,5 – 6 Stunden 30 Minuten
mehr als 6 Stunden 1 Stunde
Volljährig bis zu 6 Stunden keine Pause
6 – 9 Stunden 30 Minuten
mehr als 9 Stunden 45 Minuten

Die Pausenzeiten in der Tabelle sind der gesetzliche Mindestanspruch. Viele Arbeitgeber gewähren, vor allem wenn es einen Tarifvertrag gibt, auch längere Pausenzeiten.

Du wirst es nicht vermeiden können ab und zu ein paar Überstunden anzusammeln, obwohl du dies während deiner Ausbildung eigentlich gar nicht darfst. Schreibst du deine Mehrarbeitszeit sorgfältig auf, kannst du sie später durch mehr Geld oder durch Freizeit erstattet bekommen. Das Gegenteil von Überstunden sind Minusstunden. Also wenn du weniger arbeitest, weil es beispielsweise nichts für dich zu tun gibt. Diese Stunden musst du nicht nacharbeiten. Es handelt sich um eine „bezahlte Freistellung“.

Urlaub

Du hast auch ein Recht auf Urlaub. Die genaue Anzahl der Urlaubstage wird dabei im Arbeitsvertrag festgehalten. Du hast jedoch auch einen gesetzlichen Mindestanspruch von 24 Werktagen, der im Bundesurlaubsgesetz festgelegt ist. Gibt es in deinem Unternehmen einen Tarifvertrag, erhältst du oft mehr Urlaubstage.

Bist du noch minderjährig, also keine 18 Jahre alt, gelten für dich andere Urlaubsbestimmungen. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz hast du dann nämlich mehr Urlaub:

Alter Werktage Arbeitstage
unter 16 30 25
16 – 17 27 23
17 – 18 25 21
Werktage vs. Arbeitstage

Du hast vielleicht schon öfter gehört, dass man nur 20 Tage gesetzlichen Urlaubsanspruch hat. Das ist genauso richtig, wie die erwähnten 24 Tage Urlaubsanspruch. Der Unterschied liegt dabei in den Wörtern „Werktag“ und „Arbeitstag“. Werktage sind von Montag bis Samstag, Arbeitstage in der Regel von Montag bis Freitag.

In der Probezeit darfst du deinen Urlaubsanspruch noch nicht einlösen. Du musst eigentlich sogar eine Wartezeit einhalten. Das bedeutet, dass du erst 6 Monate nach Ausbildungsbeginn das erste Mal Urlaub nehmen darfst — unabhängig davon wie lange deine Probezeit vereinbart wurde. Trotzdem hast du für die Monate während der Probezeit einen Urlaubsanspruch. Du hast also nicht weniger Urlaub, du sollst ihn nur erst später nehmen.

Genauso wie in der normalen Schule kannst du deinen Urlaub, wenn du zur Berufsschule gehst, nicht während der Schulzeit nehmen. Du musst also auf die Oster-, Sommer- und Weihnachtsferien warten. Beziehungsweise ist es möglich, dass du außerhalb der Schulferien Urlaub hast und nicht arbeiten musst — den Berufsschulunterricht musst du jedoch weiterhin besuchen.

Krankheit

Jeder wird mal krank. Darum ist es auch als Azubi dein Recht krank zu sein. Dabei musst du jedoch bestimmte Regeln einhalten. Du musst sowohl deinen Ausbildungsbetrieb als auch die Berufsschule über die Dauer deiner Krankheit, also deines Ausfalles, informieren. Die Art der Krankheit darfst du für dich behalten. Sie muss nicht mit anderen geteilt werden.

Da es unvermeidbar ist immer wieder krank zu werden, darf dein Arbeitgeber dir nicht einfach kündigen. Das darf nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen geschehen:

  • Du bist extrem oft krank, also etwa 45 bis 60 Tage pro Jahr.
  • Auch bei der gleichen Diagnose suchst du immer wieder einen anderen Arzt auf.
  • Du fehlst immer an den gleichen Tagen.
  • Trotz einer Krankschreibung tust du Sachen, die deiner Genesung schädigen können, wie beispielsweise in einen Freizeitpark zu gehen.
  • Du hast eine Langzeiterkrankung, bei der du nicht innerhalb von 2 Jahren wieder einsatzbereit bist.

Jugend- und Auszubildendenvertretung

Arbeiten im Unternehmen fünf Azubis, die jünger als 26 Jahre sind, oder fünf Mitarbeiter, die noch nicht 18 Jahre alt sind, habt ihr das Recht eine Jugend- und Auszubildendenvertretung zu wählen. Ihr vertretet dann im Betriebsrat die Interessen der jungen Kollegen.

Ausbildungszeugnis

Nach bestandener Abschlussprüfung hast du als Azubi das Recht ein Ausbildungszeugnis in schriftlicher Form zu erhalten. Darin werden die Dauer, die Art (schulisch oder dual) und das Ziel der Ausbildung festgehalten. Das nennst du dann einfaches Ausbildungszeugnis. In einem qualifizierten Ausbildungszeugnis findest du zusätzlich noch eine Leistungs- und Verhaltensbeurteilung.

Verkürzung der Ausbildung

Erfüllst du gewisse Voraussetzungen, kannst du die Ausbildungsdauer auch verkürzen. Dabei muss aber immer sichergestellt werden, dass dein Ausbildungsziel erreicht wird. Voraussetzungen für eine Verkürzung sind beispielsweise gute Noten oder eine vorherige Ausbildung. Wie du deine Ausbildung verkürzen kannst und welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst, erfährst du in diesem Video.

Kündigung

Sollte dir die Ausbildung nicht mehr gefallen, hast du auch das Recht zu kündigen. Als Auszubildender hast du dabei eine Kündigungsfrist von vier Wochen. Die Gründe können dabei sehr unterschiedlich sein. Ob du die Ausbildung komplett abbrechen oder bloß wechseln möchtest, ist komplett dir überlassen.

Worauf du bei der Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses achten musst, erfährst du in diesem Beitrag und im Video.

Was passiert, wenn deine Azubi Rechte verletzt wurden?

Leider passiert es immer wieder, dass deine Rechte als Auszubildender nicht eingehalten werden. Der erste Schritt ist dabei immer ein persönliches Gespräch. Es ist dabei sinnvoll, wenn du direkt mit deinem Ausbilder oder Chef redest, um das Problem direkt zu lösen. Möchtest du mit diesen Personen nicht reden, kannst du dir auch eine andere Vertrauensperson aus dem Unternehmen suchen, die dir bei deinem Problem helfen kann.

Konnte keine Lösung gefunden werden, kannst du dich im Notfall an die zuständige Kammer wenden. In unserem Video zum Ausbildungsvertrag findest du alle Infos über die verschiedenen Kammern.

Wenn dir niemand helfen kann und du in deiner Ausbildung nicht glücklich wirst, kannst du sie natürlich auch abbrechen und kündigen und von deinem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Danach steht es dir frei, was du machen möchtest. Hier findest du einige Übersichtsartikel zu den beliebtesten Ausbildungsberufen.

Pflichten als Azubi

Die Rechte und Pflichten eines Azubis setzen sich neben den Rechten auch aus Pflichten zusammen. Diese sind gleichzeitig die Rechte des Ausbilders. Du kannst sie im Detail § 13 des BBiG nachlesen. Dabei geht es vor allem darum, dass du mit all deiner Kraft probierst das Ausbildungsziel zu erreichen und dem Betrieb keinen Schaden zufügst.

Das sind die Pflichten eines Azubis:

  • Allgemeine Pflichten (Anweisungen befolgen, Betriebsordnung)
  • Pflicht ein Berichtsheft zu führen
  • Pflicht zur Krankmeldung
  • Teilnahme- und Lernpflicht
  • Sorgfalts- und Bewahrungspflicht
  • Schweigepflicht

Allgemeines

Als Azubi hast du einige allgemeine Pflichten, an die du dich immer halten solltest. Dabei verpflichtest du dich vor allem auf deinen Ausbilder zu hören — also alle Anweisungen zu befolgen, genauso wie bei einem Lehrer in der Schule. Außerdem musst du dich an die Betriebsordnung halten, die für alle Mitarbeiter gilt. Darin stehen Sachen wie:

  • ⛑️ Vorgeschriebene Schutzkleidung
  • 👔 Eine allgemeine Kleiderordnung
  • 🚭 Ein Rauchverbot
  • 🧯 Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften

Berichtsheft

Du musst ein Berichtsheft führen. Darin schreibst du alles auf, was du während deiner Ausbildung gemacht oder gelernt hast. Durch diese Informationen fungiert das Heft auch als Ausbildungsnachweis. Du musst es zur Abschlussprüfung und in manchen Fällen sogar zur Zwischenprüfung vorlegen, um an der Prüfung teilnehmen zu dürfen. In diesem Beitrag findest du ein Berichtsheft Muster und Infos darüber, worauf du beim Schreiben achten musst.

Krankmeldung

Neben dem Recht krank zu sein, hast du auch die Pflicht diese Krankheit rechtzeitig zu melden. Rechtzeitig bedeutet am besten bevor Arbeits- oder Unterrichtsbeginn. Dafür wird eine offizielle ärztliche Bescheinigung verlangt. Normalerweise musst du diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst abgeben, wenn du länger als drei Tage krank bist — also am vierten Tag. Manche Arbeitgeber wollen diese Bescheinigung jedoch schon ab dem ersten Tag sehen. Gibst du deine Bescheinigung zu spät ab, kann es in ersten Fällen zu einer Abmahnung führen, da du eine deiner Pflichten als Azubi verletzt hast.

Teilnahme- und Lernpflicht

Die Teilnahme- und Lernpflicht besagt, dass du sowohl im Betrieb und in der Berufsschule erscheinst, als auch zusätzliche Schulungen und Seminare besuchst. Nur dadurch kannst du das nötige Theorie-Wissen für deine Abschlussprüfungen erlangen.

Auch das tägliche Lernen, sowie das Lernen für Prüfungen gehört zu deinen Pflichten als Azubi. Nur so kannst du dich optimal auf die Prüfung vorbereiten und dein Ausbildungsziel erreichen.

Sorgfalts- und Bewahrungspflicht

Mit der Sorgfalts- und Bewahrungspflicht verpflichtest du dich dazu, gewissenhaft zu arbeiten. Das heißt, dass du alle Arbeiten verantwortungsvoll ausführst. Dabei achtest du auch darauf, gut mit sämtlichen Arbeitsmitteln umzugehen, damit diese lange genutzt werden können. Zu diesen Pflichten zählt auch, dass du dein Berichtsheft sorgfältig führst.

Schweigepflicht

Während deiner Arbeitszeit lernst du einiges über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Dazu gehören Arbeitsabläufe, persönliche Daten oder finanzielle Aspekte. Diese darfst du nicht weitererzählen. Darum verpflichtest du dich mit der Unterschrift des Ausbildungsvertrages zur Verschwiegenheit. Auch mit Ende der Ausbildung ist dies eine der Pflichten eines Auszubildenden, die nicht wegfällt.

Was passiert, wenn du deine Azubi Pflichten nicht eingehalten hast?

Im Einzelfall nichts! Es kann nämlich immer mal passieren, dass man beispielsweise eine Krankmeldung zu spät einreicht. Solange es dabei bei einer Ausnahme bleibt und der Fehler unbeabsichtigt passiert ist, ist alles in Ordnung. 

Passieren solche Verstöße jedoch öfters und dein Ausbilder bekommt die Annahme, dass es sich um mutwilliges Verhalten handelt, kann es zu stärkeren Konsequenzen kommen. Dazu gehören Mahnungen und im Ernstfall auch die Kündigung.

Rechtsgrundlagen für die Rechte und Pflichten als Azubi

Die Rechte und Pflichten für dich als Azubi setzen sich aus verschiedenen gesetzlichen Grundlagen zusammen:

  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
    Egal ob du eine Behinderung hast oder nicht, jeder Mitarbeiter soll gleich behandelt werden und die gleichen Chancen haben.
  • Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO)
    In dieser Verordnung kannst du nachlesen, was einen guten Ausbilder ausmacht.
  • Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
    Damit du nicht zu viel arbeiten musst, gibt es ein Gesetz, dass deine Arbeitszeiten regelt.
  • Berufsbildungsgesetz (BBiG)
    In diesem Gesetz werden die wichtigsten Aspekte der Ausbildung gesetzlich geregelt.
  • Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)
    Damit du entspannen und neue Energie sammeln kannst, brauchst du Urlaub. Wie viel du bekommst, kannst du in diesem Gesetz nachlesen.
  • Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFZG)
    Dieses Gesetz sichert dir die Fortzahlung deines Gehalts bei Krankheit.
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
    Dieses Gesetz ist besonders für Minderjährige, die eine Ausbildung anstreben interessant, da hier alle Besonderheiten geregelt sind.
  • Mutterschutzgesetz (MuSchG)
    Solltest du während der Ausbildung schwanger werden, findest du im MuSchG deine Rechte und Pflichten als Azubi.

Diese Ausbildungsgesetze erklären dir alles über deine Rechte und Pflichten als Azubi.

Ausbildungsvertrag

Die Rechte und Pflichten als Azubi sind ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsvertrags. Im nächsten Video erfährst du, was neben den Rechten und Pflichten als Azubi noch unbedingt im Vertrag stehen muss und wer ihn unterschreibt.

Zum Video: Ausbildungsvertrag
Zum Video: Ausbildungsvertrag

Ausbildungsvertrag

Die Rechte und Pflichten als Azubi sind ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsvertrags. Im nächsten Video erfährst du, was neben den Rechten und Pflichten als Azubi noch unbedingt im Vertrag stehen muss und wer ihn unterschreibt.

Zum Video: Ausbildungsvertrag
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