Ein einfaches „Nein“ kann den Lauf der Geschichte verändern — das hat Rosa Parks gezeigt. Wer die Bürgerrechtlerin war und was sie genau gemacht hat, erfährst du hier im Beitrag und in unserem Video!
Inhaltsübersicht
Wer war Rosa Parks?
Rosa Parks wurde 1913 im Süden der USA in Alabama geboren. Sie war eine afroamerikanische Bürgerrechtlerin, die als „Mutter der Bürgerrechtsbewegung“ bekannt wurde.
Als in den USA noch die Rassentrennungsgesetze galten, weigerte sich Rosa Parks, ihren Sitzplatz einem weißen Fahrgast zu überlassen. Dieser Akt des zivilen Ungehorsams führte zu einem einjährigen Busboykott der afroamerikanischen Bevölkerung. Der Boykott war ausschlaggebend die Abschaffung der Rassentrennung in den USA. Rosa Parks‘ mutiger Akt und ihr lebenslanges Engagement für die Gleichberechtigung hatten große Auswirkungen auf die Geschichte der USA.
Warum ist Rosa Parks so bekannt?
Ihre wichtige Rolle in der Geschichte nahm Rosa Parks durch einen scheinbar einfachen Akt des Widerstands ein.
Sie arbeitete als Näherin in Montgomery, im US-amerikanischen Bundesstaat Alabama. Nach einem langen Arbeitstag am 1. Dezember 1955 nahm sie wie sonst auch den öffentlichen Bus. Weil sie müde und erschöpft war, setzte sie sich hin. Als der Bus voller wurde, fanden weiße Passagiere keinen Platz mehr. Deswegen wurde Rosa Parks vom Busfahrer aufgefordert, ihren Platz für einen weißen Fahrgast zu räumen. Denn nach den damals herrschenden Gesetzen war der Sitzplatz für weiße Fahrgäste reserviert.
Aber Rosa Parks weigerte sich und blieb sitzen. Deswegen rief der Busfahrer die Polizei und Rosa Parks wurde verhaftet. Ihre Festnahme löste eine Welle der Empörung in der afroamerikanischen Gemeinschaft von Montgomery aus.
Unter der Führung von Bürgerrechtsaktivist Martin Luther King wurde in Montgomery daraufhin der Busboykott organisiert. Damit wurde gegen die rassistische Diskriminierung angekämpft.
Der Protest begann am 5. Dezember 1955 — dem Tag der Gerichtsverhandlung von Rosa Parks. In dieser Zeit ging die afroamerikanische Gemeinschaft zu Fuß zur Arbeit oder sie bildeten Fahrgemeinschaften. Am 20. Dezember 1956 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass die Rassentrennung in den Bussen verfassungsfeindlich war und hob das Gesetz auf. Erst dann wurde der Boykott beendet. Er dauerte 381 Tage und somit mehr als ein Jahr! Das war ein Wendepunkt in der Bürgerrechtsbewegung.
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Rosa Parks‘ Kindheit
Rosa Parks wurde 1913 in Alabama (USA) als Kind einer afroamerikanischen Familie geboren. Weil ihre Familie sehr arm war, musste sie schon als sie klein war auf einer Baumwollplantage arbeiten. Rosas Mutter war Lehrerin und unterrichtete sie deshalb zuhause bis sie 11 Jahre alt war.
Danach besuchte sie erst zwei verschiedene Schulen, die nur für afroamerikanische Kinder bestimmt waren. Die weiterführende Schule hingegen war eine Mädchenschule für alle. Sie wurde von weißen Amerikanerinnen aus dem weniger rassistischen Norden der USA gegründet. Weil das den Menschen im Süden aber nicht gefiel, wurde die Schule zweimal durch Brandstiftung zerstört. Die Ausbildung, die Rosa nach ihrem Schulabschluss anfing, musste sie abbrechen. Ihre Großmutter und später auch ihre Mutter wurden pflegebedürftig. Um der Familie Geld bringen zu können, arbeitete sie als Reinigungskraft und Schneiderin.
Rosa hatte als Kind schon viele Erfahrungen mit Rassismus. Sie hatte Angst, dass ihr Haus angegriffen oder angezündet werden könnte. Auch in der Schule und im Alltag wurde sie wegen ihrer Hautfarbe schlecht behandelt und diskriminiert. Den Schulbus durfte sie sogar gar nicht nutzen.
In den USA gab es zu der Zeit die sogenannten Jim-Crow-Gesetze. Sie sorgten dafür, dass schwarze und weiße Menschen getrennt wurden. Es war aber nicht nur eine Trennung, sondern schlichtweg Diskriminierung und Benachteiligung. Dazu gehört beispielsweise, dass Schwarze Kinder andere Schulen besuchen mussten als weiße oder es extra ausgeschilderte Toiletten gab. Außerdem mussten in Bussen schwarze Menschen meistens hinten sitzen. Wenn ein weißer Mensch einen Sitzplatz brauchte, dann musste eine schwarze Person Platz machen.
Der Kampf für die Gleichberechtigung
Rosa Parks heiratete 1932 Raymond Parks — ein Friseur und Aktivist, der gegen die ungerechte Behandlung von Schwarzen kämpfte. Durch ihn fing Rosa Parks auch an, sich stärker für die Gleichberechtigung einzusetzen. Unter anderem engagierte sie sich bei der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP). Gemeinsam beteiligten Rosa Parks und ihr Ehemann sich an verschiedenen Aktivitäten der Bürgerrechtsbewegung.
Wegen der Ereignisse in Montgomery rund um den Busboykott wurde Rosa Parks von der weißen Bevölkerung bedroht. Zusätzlich verlor sie auch noch ihren Arbeitsplatz. Deswegen zog sie nach dem Boykott mit ihrer Familie nach Detroit, um ein ruhigeres Leben zu führen. Doch sie blieb weiterhin aktiv und setzte sich für Gerechtigkeit, Bildung und die Rechte von Kindern ein.
Für ihr lebenslanges politisches und gesellschaftliches Engagement wurde Rosa Parks auch mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem verlieh ihr 1996 der damalige amerikanische Präsident Bill Clinton die „Presidential Medal of Freedom“.
Rosa Parks starb im Alter von 92 Jahren am 24. Oktober 2005. Ihr Erbe lebt jedoch weiter. Sie wird oft als Mutter der Bürgerrechtsbewegung bezeichnet und ihre Geschichte dient als Inspiration für Menschen überall auf der Welt, die für Gerechtigkeit und Gleichheit kämpfen.
Bürgerrechtsbewegung verstehen
Rosa Parks gehört zur Bürgerrechtsbewegung in den USA und steht für den Kampf gegen Rassismus. Du ordnest in diesem Themenfeld wichtige Personen, Ereignisse und Proteste in eine klare zeitliche Reihenfolge ein. So wird verständlich, wie Ungerechtigkeit im Alltag aussah und wie Menschen gemeinsam für gleiche Rechte kämpften. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.