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%Wörter:853Du hast vom Sturm auf die Bastille gehört und fragst dich, was das war? Das erfährst du in diesem %Video undBeitrag!

Sturm auf die Bastille einfach erklärt

Bis heute ist er unvergessen: Der Sturm auf die Bastille. So bezeichnest du den ersten Aufstand des französischen Volkes gegen die damalige Königsherrschaft. Am 14 Juli 1789 stürmten wütende Pariser das Gefängnis, die sogenannte “Bastille”. Sie wollten Munition für ihre Waffen stehlen. Vor allem zwei Dinge trieben sie an: ihr Ärger gegen die Ungerechtigkeit und ihr Hunger, den die damalige schlechte wirtschaftliche Lage verursachte.

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Die Stürmung der Bastille, 1789

Die Handlung gilt heute noch als Symbol für das Ende der Willkürherrschaft des Königs. Das ist eine Herrschaft, bei der ein einziger Herrscher nur in seinem eigenen Interesse handelt. Der König sprach dem Volk nach dem Sturm nämlich mehr Rechte zu. Gleichzeitig wurde er dabei in seiner eigenen Macht beschränkt. 

Du kannst den Sturm auch als den Beginn der französischen Revolution sehen.

Die Frustration des Volkes

Doch warum waren die Pariser damals so wütend? Dafür gab es zwei wesentliche Gründe:

Schlechte wirtschaftliche Lage

Der französische König hatte viele Fehler gemacht und Kriege geführt, die das Land in eine Krise trieben. Frankreich war dadurch hoch verschuldet.

Gleichzeitig gab es 1789 große Ernteausfälle, sodass die Menschen weniger zu essen hatten. Das Brot war sehr teuer.

Zudem gab es nicht genug Arbeit. Das sorgte dafür, dass die einfachen Leute Angst um ihre Existenz hatten und sich wehren wollten. Sie waren enttäuscht und gaben dem König die Schuld.

Die Ungerechtigkeit der Königsherrschaft

Eine weitere Enttäuschung für die Bevölkerung, war die damalige Ständegesellschaf t in Frankreich. Das bedeutet, dass das französische Volk in Gruppen aufgeteilt war. Sie besaßen verschiedene gesellschaftliche Rechte. Dabei kannst du drei Stände unterscheiden:

  • 1. Klerus: Papst, Äbte, Bischöfe, Mönche
  • 2. Adel: Herzöge, Grafen, Ritter
  • 3. Bauernstand: Bauern, Handwerker, Stadtbürger

Wegen der Wirtschaftskrise rief der König diese Generalstände zusammen, um eine Abstimmung zu veranstalten. Das nennst du eine Generalversammlung. 

Aber die war alles andere als fair: Jeder Stand bekam vom König eine Stimme. Aber der dritte Stand, der aus über 90% aller Bürger bestand, fand das unfair. Schließlich war er den anderen Ständen zahlenmäßig überlegen. Es herrschte also ein ziemliches Ungleichgewicht! Das Problem: Adel und Klerus konnten den dritten Stand ganz leicht überstimmen. So forderten die Mitglieder des dritten Stands mehr Stimmen.

Weil die Bürger, Bauern und Handwerker damit so unzufrieden waren, gründeten sie eine Nationalversammlung. Das war eine Versammlung, die eine gerechte Verfassung ausarbeiten wollte. Damit sollten die einfachen Leute mehr Rechte bekommen. 

Der König ging zuerst nicht konkret gegen die Versammlung vor, aber er zeigte seine Ablehnung anders: Er feuerte zum einen den beliebten Finanzminister, der als Unterstützer der Nationalversammlung bekannt war. 

Zum anderen positionierte er am Stadtrand seine königliche Armee. Die Nationalversammlung fühlte sich durch die Soldaten vom König bedroht. Das Volk bekam das Gefühl, sich wehren zu müssen. Sie wollten ihre Macht und ihren Ärger demonstrieren. So begannen sie, Waffen zu sammeln.

Doch woher sollte der dritte Stand die Munition für die Waffen bekommen?

Der Sturm auf die Bastille

Der König hatte Munition im Gefängnis gelagert. Die Bürger beschlossen daher kurzerhand, es zu stürmen!

Du kannst dir vorstellen, dass die vielen Aufständischen den Kommandanten der Bastille ziemlich verunsichert haben. Verzweifelt entschied er sich deshalb, mit Gewalt gegen sie vorzugehen: Er ließ seine Soldaten auf die Menge schießen. 90 Demonstranten starben an dem Tag. Die wütenden Bürger wurden also erst einmal verschreckt. Doch damit war der Sturm auf das Gefängnis noch lange nicht vorüber.

Mutig kehrten die Leute zurück. Dieses Mal sogar mit mehr Menschen und besseren Waffen. Die Rebellen schafften es so, das Gefängnis zu stürmen. Dabei kamen sie an Munition und befreiten sogar noch die letzten Gefangenen. Diesmal erreichten die Aufständischen ihr Ziel: Der Kommandant, der befohlen hatte, auf die Leute zu schießen, bat letztendlich um Waffenstillstand.

Doch das Volk war noch immer wütend. Der Kommandant wurde geköpft, gemeinsam mit weiteren Anhängern des Königs. Ihre Köpfe wurden auf Heugabeln zum Rathaus getragen. Ganz schön brutal, oder?

Mit dem Sturm der Bastille war der erste Schritt in Richtung Revolution %Verweis Franz. Revolution getan. 

Folgen des Sturms

Der Sturm auf die Bastille brachte Paris in Aufruhr. Das Militär wurde besiegt und der König bekam es langsam mit der Angst zu tun. Er musste sein Volk beruhigen und deshalb machte er ihnen Zugeständnisse:

Ab sofort erkannte er die Nationalversammlung an. Sie bekamen sogar ihre eigene Nationalgarde. Das war ein vom Volk bewaffnetes Militär, das der Nationalversammlung untergeben war. Sie wurde angeführt von General La Fayette, einem dem König untergebenen Mann. 

Der königliche Gouverneur wurde durch einen Generalrat ersetzt. Damit wurden wichtige Entscheidungen in der Verwaltung jetzt von mehreren Personen getroffen. Die Menschen waren damit in der Politik endlich besser vertreten.

Der Sturm bereitete Frankreich außerdem auf die Erklärung der Menschen und Bürgerrechte vor.

Das sollte jedoch erst der Anfang einer langen Revolution sein.

Französische Revolution

Der Sturm auf die Bastille gilt als Auftakt der Französischen Revolution. Wie die genau ablief, erfährst du in diesem Video. %Verweis Französische Revolution Schau gleich rein! %Thumbnail Verweis französische Revolution

 

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