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Mahatma Gandhi war eine Schlüsselfigur der indischen Freiheitsbewegung. Alles, was du über den Rechtsanwalt und Freiheitskämpfer wissen musst, erfährst du in folgendem Beitrag!%und unserem Video

Wer war Mahatma Gandhi?

Der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi (1869- 1948) setzte sich zeitlebens für die Rechte der indischen Bevölkerung ein. Diese stand damals noch unter der Besatzung der Kolonialmacht Großbritannien. Sein Name gilt heute als Synonym für gewaltlosen Widerstand.%Liebe Animation, an dieser Stelle bitte folgendes Bild einfügen:https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mahatma-Gandhi,_studio,_1931.jpg Bildunterschrift: Der Protestkämpfer Mahatma Gandhi Alttext: wer war mahatma gandhi, wer ist mahatma gandhi, wer war gandhi, wer ist gandhi, mohandas karamchand gandhi, mahatma gandhi biografie, gandhi biografie, gandhi mahatma, mahatma gandhi familie , mohandas gandhi%raus: Gandhis Erfahrungen der <strong>Diskriminierung</strong> verärgerten ihn zutiefst und er wollte die Ungerechtigkeiten nicht ungeachtet lassen. Er entschied sich, dagegen aktiv zu werden.

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Der Protestkämpfer Mahatma Gandhi

Zu Hause in Indien stellte sich Mahatma Gandhi einem zentralen Problem: der Unterdrückung und Diskriminierung Indiens durch Großbritannien. Doch er tat dies nicht wie andere vor ihm: geprägt von seiner hinduistischen Religion und dem christlichen Prinzip der Nächstenliebe ging er in einen gewaltfreien Protest.

Mahatma Gandhis Widerstand bestand stattdessen aus Märschen, wie dem sogenannten Salzmarsch, und Sitzstreiks. Er und seine Anhänger erhofften sich dadurch gerechtere Gesetze und ein unabhängiges Indien. Bis zu seiner Ermordung kämpfte Gandhi aktiv gegen die Besatzung Großbritanniens.

Mahatma Gandhi Steckbrief

In diesem Mahatma Gandhi Steckbrief erfährst du in Kürze alle wichtigen Informationen: 

Name Mahatma Gandhi
Geburtsname Mohandas Karamchand Gandhi
Geboren am 2. Oktober 1869 in Gujarat (Indien)
Gestorben am 30. Januar 1984 im Birla House (Indien)
Bekannt als gewaltfreier Friedenskämpfer Indiens
Beruf Rechtsanwalt
Familie Kasturba Makthaji (Ehefrau)
Hrilal Gandhi, Devdas Gandhi, Manilal Gandhi, Ramdas Gandhi (Kinder)

Mahatma Gandhi Lebenslauf

Mahatma Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 als Mohandas Karamchand Gandhi im indischen Gujarat geboren. 

Warum der Name „Mahatma Gandhi“?

Gandhi erhielt von seinen Anhängern in Indien den Namen „Mahatma“, was so viel wie „große Seele“ bedeutet. Er selbst war über diese Namensgebung nicht zufrieden, da er sich eher bescheiden gab. 

Gandhis Glaube hatte einen großen Einfluss darauf, wie er sein Leben führte: Er verzichtete auf Alkohol und stellte sich gegen Gewalt. Seine Kindheit endete früh, denn Gandhi heiratete bereits im Alter von 13 Jahren Kasturba Makthaji: mit ihr sollte er später vier Kinder bekommen. 

Im Jahr 1867 zog die Familie nach Rajkot (Indien), wo sein Vater als Richter arbeitete. 10 Jahre später schloss Gandhi die Schule mit großem Erfolg ab und erhielt die Zulassung zur Universität.

Sein Studium wollte Mahatma Gandhi aber nicht in Indien aufnehmen, wie es seine Eltern erwarteten, sondern in Großbritannien.

Gandhi in Großbritannien

Mahatma Gandhi konnte seinem Traum von einem Jurastudium in England nur nachgehen, weil er seiner Mutter versprach: Er würde seinen Glauben als Hindu in London ausleben und nicht dem „unmoralischen“ Westen verfallen, wie seine Mutter es nannte.

Da Gandhi mit seinem Studium im Ausland der Erste seines Volkes war, entschieden sich die Vorsitzenden der Kastenversammlung dafür, Gandhi seine Kastenzugehörigkeit zu entziehen

Kaste

Das in Indien verbreitete Kastensystem teilt die Bevölkerung in verschiedene Gruppen, sogenannte Kasten, ein. An unterster Stelle stehen dabei die Kastenlosen. Gandhi gehörte bei seiner Geburt automatisch der dritten, angeseheneren Kaste an. Auf dieser Ebene befanden sich beispielsweise Kaufleute. 

Dennoch sah Mahatma Gandhi seine Zeit in London ab 1888 als Neuanfang. Er schrieb sich dort an der Universität Inner Temple ein, lernte andere Religionen kennen und war von der gelassenen Lebensart der Metropole fasziniert. 

Nach seinem Abschluss im Jahre 1891 durfte Gandhi offiziell als Rechtsanwalt arbeiten. Als Mahatma Gandhi im selben Jahr nach Indien zurückkehrte, erfuhr er von dem Tod seiner geliebten Mutter. Dies bedeutete für ihn auch, dass er jetzt als Familienoberhaupt mehr Verantwortung tragen müsse, da sein Vater schon längere Zeit tot war. Deshalb trat er eine Stelle in einer Rechtsanwaltskanzlei in Indien an.

Gandhi in Südafrika

Doch auch in Indien hielt es Mahatma Gandhi nicht lange. Als Gandhi 1893 gefragt wurde, ob er einen Rechtsstreit in Südafrika lösen könne, zögerte er nicht und reiste in den afrikanischen Süden. Beruflich begann sein Weg 1894, denn erst in diesem Jahr erhielt er seine Zulassung als Anwalt in Südafrika. Gandhi war damit der erste zugelassene, indische Anwalt in Südafrika.

Was er dort erlebte, schockierte den Hindu und seine Auffassung von Nächstenliebe: Er wurde aufgrund seiner Hautfarbe und seiner Herkunft diskriminiert. Gandhi fürchtete, dass sein Schicksal auch das der anderen 60.000 Inder war, die ebenfalls in Südafrika lebten.

Sein Herz brannte aber für sein politisches Engagement. Parallel zu seiner Arbeit widmete sich Mahatma Gandhi der Anti-Diskriminierungsarbeit. Gandhi gründete eine kleine Gemeinde und schrieb Aufsätze über seine friedlichen Überzeugungen. 

Durch die Veröffentlichung der Zeitung „Indian Opinion“, die auf Englisch und einigen indischen Sprachen erschien, stieg sein Ansehen in der gesamten Bevölkerung.

Da Gandhi in dieser Zeit immer religiöser wurde, aber in den bestehenden Religionen nicht die Richtige für sich selbst fand, gründete er seine eigene: Der Neohinduismus war eine Mischung aus den Lehren verschiedener Kasten.

Gandhis Rückkehr nach Indien

10 Jahre nach der Veröffentlichung der „Indian Opinion“ zog Mahatma Gandhi zurück nach Indien. Dort sah er sich mit einem neuen Problem konfrontiert: dem britischen Kolonialsystem. Es unterdrückte die indische Bevölkerung durch ungerechte und diskriminierende Gesetze.

Als erste Maßnahme rief er die Bürger Indiens zum Boykott gegen die britische Kolonialregierung auf. Die Inder gingen nicht mehr zur Schule und verweigerten die Arbeit.

Mahatma Gandhi selbst verletzte mehrmals das Gesetz und wurde deswegen inhaftiert. Aber die Behörden konnten ihn nicht lange festhalten, da er nie gewalttätig wurde. 

Seine Art des Widerstandes begeisterte die Menschen und sie taten es ihm nach. So entstand eine wachsende Bewegung des friedlichen Widerstandes, die sogar einen eigenen Namen erhielt: „Satyagraha”.

Salzmarsch

Der Höhepunkt von Mahatma Gandhis Wirken war im Jahre 1930. Die Briten hatten zuvor die Handelssteuer auf Salz erhöht. Dadurch war es für sie möglich, als Einzige mit Salz in Indien zu handeln und die Preise in die Höhe zu treiben.

Gandhi war deshalb wütend. Er zog als Gegenmaßnahme gemeinsam mit seinen Anhängern im sogenannten Salzmarsch über 385 km bis ans Arabische Meer.

Sie sammelten das Salz an den Stränden und verkauften es. Viele der Protestierenden wurden daraufhin inhaftiert. Doch Mahatma Gandhis Aktion hatte in der internationalen Presse für Entsetzen gesorgt. Die politische Haltung der britischen Kolonialmacht konnte so nicht fortgesetzt werden.

Dadurch erreichten die Protestteilnehmer, dass die Briten von der Steuer absahen. Und noch mehr: Mahatma Gandhi wurde sogar von der britischen Regierung nach London eingeladen!

Doch wieder traf das Schicksal Mahatma Gandhi hart: Während des Zweiten Weltkrieges  wurde er gefangen genommen und konnte nicht mehr protestieren. Jedoch war sein Einfluss auf seine Mitmenschen bis zu diesem Zeitpunkt schon so groß, dass sie seinem Beispiel folgten, auch ohne eine Leitfigur

Unabhängigkeit Indiens

Ein großer politischer Schritt für Indien und Gandhi war die Unabhängigkeit im Jahre 1947. Mit der Unabhängigkeit wurde Indien in das muslimische Pakistan und das hinduistische Indien aufgeteilt. Mahatma Gandhi wollte eine Einigung der beiden Gebiete und setzte ein neues Mittel ein: den Hungerstreik

Da Mahatma Gandhi mittlerweile so bekannt war, dass keiner der beiden Parteien seinen Tod riskieren wollte, einigten sie sich. Der Frieden hielt aber am Ende nur kurz.

Gandhi konnte auf ein bewegtes Leben und viele Erfolge zurückblicken. Jedoch waren Neider und Gegner nicht weit. Besonders in den religiösen Lagern fanden sich schnell Leute, die in Mahatma Gandhi einen Feind sahen.

Sein Tod war besonders dramatisch: Gandhi, der sich selbst immer gegen Gewalt aussprach, wurde am 30. Januar 1948 von einem religiösen Fanatiker erschossen

Mahatma Gandhis Tod löste weltweit Entsetzen und Trauer aus. Bis heute gilt er als großes Vorbild für eine gewaltfreie Konfliktlösung.

Deutsche Kolonien

Gandhi lebte die meiste Zeit seines Lebens in einer Kolonie Großbritanniens. Und auch Deutschland hatte einige Kolonien in Afrika und im Pazifik. Wenn du wissen willst, wo genau diese lagen und wie es dazu kam, dann schau dir unseren Beitrag an! %Thumbnailverweis

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