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Buchdruck einfach erklärt

Der Buchdruck war eine bahnbrechende Erfindung des 15. Jahrhunderts. Johannes Gutenbergs Idee der austauschbaren Druck-Buchstaben machte zusammen mit der Druckerpresse erstmals die günstige Massenproduktion von Büchern und Texten möglich.

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Gutenberg bei der Arbeit – Im Hintergrund die Druckerpresse

Zuvor mussten Texte mühselig von Hand geschrieben werden. Durch die neue Drucktechnik konnten nun alle möglichen Texte ganz einfach auf eine Druckplatte gesetzt und immer wieder neu gedruckt werden. Damit wurden Schriftstücke schnell und mit nur wenig Aufwand hergestellt. 

Gutenberg: Der Erfinder des Buchdrucks

Der Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg erfand 1440 den modernen Buchdruck. Seine wichtigste Erfindung waren dabei einzelne bewegliche Buchstabenstempel. Du nennst sie Lettern. Das Besondere an ihnen war, dass sie wieder verwendbar waren.

Mit ihnen wurde der Text in einem Setzkasten zu einer Druckvorlage zusammengefügt. Das heißt, jeder gewünschte Text konnte eingesetzt, verändert und beliebig oft gedruckt werden.

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Metall-Lettern für die Druckerpresse

Das erste Buch, das auf diese Weise hergestellt wurde, war die Biblia latina. Du nennst sie auch Gutenberg-Bibel. Sie wurde im Jahr 1454 fertiggestellt und die Seiten sind in 2 Spalten mit 42 Zeilen aufgebaut.

War Gutenberg der erste Buchdrucker?

Tatsächlich war Gutenberg nicht der Erste, der ein Druckverfahren zum Buchdruck entwickelte! Schon zuvor wurden verschiedene Drucktechniken in Asien entwickelt. Dazu zählt der Buchdruck mit austauschbaren Buchstaben aus gebranntem Ton. Er entstand schon im 11. Jahrhundert in China. Außerdem stellte man in Korea im 13. Jahrhundert bereits Metallettern für den Druck von Schriftstücken her.

Die neuartige Erfindung Gutenbergs

Johannes Gutenbergs neue Buchdrucktechnik setzte sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Schau sie dir hier einmal an: 

  • Handgießgerät: Das war eine Gussform, in der man die Lettern herstellte. 
  • Lettern: Sie waren aus Blei hergestellte, spiegelverkehrte Groß- und Kleinbuchstaben sowie Satzzeichen. 
  • Setzkästen: Sie waren die Druckertafeln. In sie wurden die Bleiletter spiegelverkehrt hineingesetzt. Sie ermöglichten auch eine ordentliche Gestaltung der Texte.
  • Druckerpresse: Die Drucktafeln wurden in die Druckerpresse eingespannt und gleichmäßig auf das Papier gedruckt. 
  • Druckerschwärze: Sie wurde auf die Drucktafeln geschmiert und mit ihnen auf das Papier gedruckt. Da sie dickflüssig und leicht klebrig war, hielt sie gut auf dem Papier und den Lettern.
  • Papier: Das bedruckte Papier oder Pergament war feucht und wurde deshalb wie Wäsche zum Trocknen aufgehängt.
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Johannes Gutenbergs Druckmaschine

Bücher im Mittelalter – Was war vorher? 

Im Mittelalter waren die meisten Menschen ungebildet. Sie konnten also weder lesen noch schreiben. Deshalb hatten sie auch keinen Zugang zu Texten und deren Wissen. Das hatten damals nur die Mönche und Nonnen in den Klöstern, sowie einige wenige Adelige. Außerdem konnten nur sie sich Bücher leisten. Bücher waren damals nämlich sehr teuer. 

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Mönch in einer Schreibwerkstatt

Als Handschriften waren Bücher nämlich größtenteils Einzelstücke. Denn vor der Erfindung Gutenbergs schrieben Mönche und Nonnen die Bücher in sogenannten Schreibwerkstätten von Hand ab. Auch die waren hauptsächlich in Klöstern. Daher war die Schrift und die Verbreitung von Wissen eng an die Kirche gebunden. 

Folgen des Buchdrucks

Durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks wurde die Buchproduktion von den Klöstern in die Druckereien verlagert. Dort konnten Bücher dort schneller und einfacher hergestellt werden. Damit waren Bücher keine Einzelstücke mehr. Das bedeutete auch, dass sie viel günstiger verkauft werden konnten. Das ermöglichte wiederum die großflächige Verbreitung von Texten.

Nun hatten auch die normalen Bürger Zugang zu Schrift und Text. Dadurch konnten mehr Menschen überhaupt erst Lesen und Schreiben lernen. Die Zahl der gebildeten Bürger wuchs. Sie profitierten von den immer neu entstehenden wissenschaftlichen und philosophischen Texten, die mithilfe der neuen „Erfindung Buchdruck“ verbreitet werden konnten. Damit wurde das Buch auch zum ersten Massenmedium.

Doch nicht nur Bücher wurden gedruckt! Zwischen 1454 und 1455 ließ die Kirche tausende Ablassbriefe anfertigen. Der Kauf eines Ablassbriefes versprach laut der Kirche Erlösung von den Sünden. So wurden sie damals zum Verkaufsschlager.

Insgesamt sorgte Johannes Gutenbergs Buchdruck für einen gesellschaftlichen Umbruch am Ende des Mittelalters und verbreitete sich bald in der ganzen Welt. Er leitete damit den Beginn der frühen Neuzeit ein.

Bedeutung des Buchdrucks

Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern um 1440 war eine bahnbrechende technische Meisterleistung. Sie beeinflusste die wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung von damals bis heute. Daher gilt sie als eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit.

Renaissance

Die Renaissance befindet sich zwischen Mittelalter und Neuzeit. Durch den Buchdruck konnten in der Renaissance neue Erkenntnisse und Denkweisen verbreitet und durchgesetzt werden. Schau dir jetzt unser Video zur Renaissance an, um alles über sie zu erfahren!

Renaissance
zum Video: Renaissance

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