Karl Marx war ein bedeutender deutscher Philosoph und Wissenschaftler. Was sein Leben so besonders macht und wie er die Gesellschaft mit seinen Ideen zum Kommunismus prägte, erfährst du in diesem Beitrag und im Video .

Wer war Karl Marx?

Karl Marx (1818-1883) gehört zu den einflussreichsten Wissenschaftlern und Philosophen Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Freund Friedrich Engels entwickelte er das Konzept des Kommunismus, das aufgrund seines Einflusses häufig auch Marxismus genannt wird.

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Karl Marx

Mit seinen politischen Schriften sprach sich Marx gegen die Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts aus und forderte ein sozialistisches und demokratisches Deutschland. Dabei setzte er sich vor allem für die Gleichberechtigung der Arbeitergesellschaft ein. Auch heute noch sind Marx‘ Theorien und Ansätzen das Vorbild für kommunistische Bewegungen.

Karl Marx Steckbrief

In diesem Karl Marx Steckbrief findest du das Wichtigste zu seinem Leben zusammengefasst!

Name Karl Marx
Lebensdaten

Geboren: 5. Mai 1818 in Trier

Gestorben: 14. März 1883 in London

Ehefrau Jenny von Westphalen
Berufe Philosoph, Wissenschaftler, Journalist
Bekannt für Kritiker der Klassengesellschaft, Kommunismus (Marxismus)

Karl Marx Lebenslauf

Karl Marx führte ein spannendes und einflussreiches Leben. Die wichtigsten Stationen siehst du in diesem Karl Marx Lebenslauf:

  • 5. Mai 1818: Geburt in Trier
  • 1830-1835: Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Trier
  • 1835-1841: Studium der Rechtswissenschaften in Bonn; Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie in Berlin
  • 1841: Dissertation mit dem Titel „Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie“
  • 1842-1843: Redakteur, später Chefredakteur der „Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe“ in Köln
  • 1843: Heirat mit Jenny von Westphalen; Umzug nach Paris
  • 1844: Antwort auf „Zur Judenfrage“; Beginn der Freundschaft mit Friedrich Engels
  • 1845: Ausweisung aus Paris; Umzug nach Brüssel
  • 1846: Gründung des Kommunistischen Korrespondenz-Komitees in Brüssel
  • 1848: Veröffentlichung „Das Kommunistische Manifest“ mit Friedrich Engels; Rückkehr nach Deutschland
  • 1849: Ausweisung aus Paris; Umzug nach London
  • 1859: Veröffentlichung „Zur Kritik der politischen Ökonomie“
  • 1867: Veröffentlichung des ersten Bandes von „Das Kapital“
  • 1875: Veröffentlichung der Kritik „Randglossen zum Gothaer Programm“
  • 14. März 1883: Tod in London

Karl Marx Biografie

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 als drittes Kind des Anwalts Heinrich Marx und dessen Frau Henriette in Trier geboren. Nachdem er das Gymnasium mit Bestnoten abschloss, begann er 1935 ein Studium zur Rechtswissenschaft in Bonn. Während des Studiums merkte Marx, dass ihm die Philosophie mehr gefiel. So schrieb er sich zusätzlich für die Fächer Geschichte und Philosophie ein.

Seine politischen Ansichten waren geprägt von der Zeit, in der er lebte. Denn die industrielle Revolution sorgte für die Verdrängung von Arbeitskräften durch Maschinen. So weitete sich die Kluft zwischen den Kapitalisten (z. B. Fabrikbesitzern) und dem Proletariat (einfachen Arbeitern) immer mehr aus.

Marx kritisierte die so entstandenen Klassengesellschaften und setzte sich stark für eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse ein. Doch sein politisches Engagement stieß vor allem bei den Kapitalisten auf Ablehnung.

Zwischen 1836 und 1841 studierte Marx Rechtswissenschaften und Philosophie in Berlin und schloss sein Studium letztlich 1941 an der Universität in Jena ab. Nach seinem Abschluss wollte Marx seine akademische Laufbahn an der Universität weiterführen. Doch aufgrund seiner politischen Betätigungen wurde ihm eine Karriere an der Universität verweigert.

Um seine radikale und kritische Meinung an die Gesellschaft zu verbreiten, arbeitete Marx zwischen 1842 und 1843 als Redakteur, später als Chefredakteur der liberalen „Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe“ in Köln. Doch seine Texte stießen bei der preußischen Regierung auf Ablehnung. Um ein Verbot der Zeitung durch die Regierung zu verhindern, legte Marx sein Amt als Chefredakteur nieder. Doch seine Bemühungen waren vergebens und so erschien am 31. März 1843 die letzte Ausgabe der Zeitung.

In Paris

Noch im selben Jahr, am 19. Juni 1843, heiratete Karl Marx seine Jugendliebe Jenny von Westphalen. Die beiden bekamen sieben gemeinsame Kinder, von denen allerdings vier bereits im Kindesalter starben. Im Oktober 1843 zogen Marx und seine Frau nach Paris. Marx hatte die Hoffnung, dort für seine politischen und sozialen Ansichten nicht verurteilt zu werden.

Seine Zeit in Paris nutzte er, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu sammeln. Neben Anführern der französischen Arbeiterbewegung und Mitgliedern der Pariser Gemeinde des Bundes der Gerechten lernte Marx auch Friedrich Engels kennen. Zwischen Engels und Marx entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die die Arbeit der beiden Philosophen maßgeblich beeinflusste.

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Friedrich Engels

Auf den Text „Zur Judenfrage“ von Bruno Bauer antwortete Marx 1844 mit Thesen zur Judenemanzipation. Er vertrat die Ansicht, dass die Religionsfreiheit allein nicht für die vollkommene menschliche Emanzipation ausreiche. Dabei kritisierte er hauptsächlich den Egoismus der bürgerlichen Gesellschaft.

Doch auch in Paris konnte Marx seine Meinung nicht ohne Konsequenzen verteidigen. Karl Marx‘ gesellschaftskritische Texte zu politischen und sozialen Themen sorgten dafür, dass ihn die preußische Regierung 1845 aus Paris ausweisen ließ. So zog der Philosoph mit seiner Frau nach Brüssel. Marx gab seine preußische Staatsbürgerschaft auf und war von diesem Moment an staatenlos.

Karl Marx und Friedrich Engels: Marxismus

Trotz der Zwangsausweisung aus Paris blieben Karl Marx und Friedrich Engels enge Freunde. Zwar war Engels der Sohn eines Fabrikbesitzers, doch seine Unterstützung galt den Arbeitnehmern. So vertraten Karl Marx und Friedrich Engels die gleiche politische Meinung und entwickelten gemeinsam sie ein Konzept des Kommunismus .

💡Gut zu wissen: Der Kommunismus ist ein politisches Konzept, bei dem alle Produktionsmittel gerecht auf die Bürger aufgeteilt werden sollen. Durch das gemeinsame Nutzen von wichtigen Dingen wie Fabriken, Lebensmitteln und Wohnhäusern soll so eine ideale Gesellschaft entstehen.

Schritte zum Marxismus

Da das Konzept des Kommunismus auf den Ideen von Karl Marx basiert, wird es häufig auch Marxismus genannt. Der Weg zum Marxismus erfolgte laut ihm in vier Schritten:

  1. Aufstand der Arbeiter
  2. Herrschaft der Arbeiter
  3. Gerechtere Gesellschaft
  4. Klassenlose Gesellschaft

Im Jahre 1846 begingen Karl Marx und Friedrich Engels ihren gemeinsamen Weg zum Kommunismus. So gründeten die beiden Philosophen das Kommunistische Korrespondenz-Komitee in Brüssel. Das Ziel dieses Komitees war es, Sozialisten und Arbeiter zusammenzuschließen und gemeinsam gegen die Klassengesellschaft zu kämpfen. Und auch Marx‘ Zeit in Paris hatte großen Einfluss auf die Politik ihrer Zeit.

So kam es 1847 zur Umbenennung des Bundes der Gerechten zum Bund der Kommunisten. Von ihnen bekamen Karl Marx und Friedrich Engels den Auftrag, eine Schrift für die Reorganisation des Bundes zu verfassen. So entstand 1848 in London das „Kommunistische Manifest“. Auch heute noch zählt das Manifest zu den meistgelesenen Büchern der Welt.

Rückkehr nach Deutschland

Als sich 1848 die Bürger Deutschlands zur Märzrevolution zusammenschlossen, kehrten Marx und seine Frau nach Deutschland zurück. Marx wurde zum Herausgeber der „Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie“. In der Zeitung sprach er sich für eine einheitliche deutsche Republik aus und forderte den gemeinsamen Kampf der deutschen Staaten gegen das konservative Russland. Doch schon ein Jahr später, am 19. Mai 1849, erschien die letzte Ausgabe der Zeitung und Marx wurde von der preußischen Regierung aus Deutschland ausgewiesen.

Im Exil

Nach seiner Ausweisung aus Deutschland zogen Karl Marx und seine Frau nach London. Hier schrieb er seine beiden Hauptwerke„Zur Kritik der politischen Ökonomie“ (1859) und den ersten Band seines Werkes „Das Kapital“ (1867).

In der „Kritik der politischen Ökonomie“ thematisierte der Philosoph die sozialen Widersprüche der kapitalistischen Produktionsweise. Zudem arbeitete er ab den 1860er Jahren wieder als Organisator der Arbeiterbewegung. So wurde im September 1864 unter seiner Mitwirkung die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) in London gegründet. Zudem stand er in engem Kontakt zu führenden Vertretern der deutschen Arbeiterorganisation.

Karl Marx‘ Werk „Das Kapital“ entstand wiederum aus der politischen Zusammenarbeit von ihm und seinem Freund Friedrich Engels. Während Marx den ersten Band 1867 veröffentlichte, gab Friedrich Engels die Bände 2 (1885) und 3 (1894) nach dessen Tod heraus. In „Das Kapital“ analysierte und kritisierte er die politische Ökonomie. Damit galt er als erste Person, die den Kapitalismus definierte.

Die Sozialismusbewegung

Um 1875 entstand die sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), die aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) und dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) hervorging. Karl Marx kritisierte diese Entwicklung in seinem Werk „Randglossen zum Gothaer Programm“. Seine Kritiken dienten als wissenschaftliche Grundlage für die Sozialismusbewegung. Von fast allen entstehenden sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien wurde die Kritik als Fundament ihrer Standpunkte übernommen.

Tod

Am 14. März 1883 starb Karl Marx im Alter von 64 Jahren in London. Doch die Freundschaft zu Friedrich Engels ging noch über seinen Tod hinaus. In seiner Grabrede verglich Engels ihn mit Charles Darwin. Laut ihm habe Marx „das Entwicklungsgesetz der menschlichen Gesellschaft“ entdeckt. Und auch heute noch gilt er als einer der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kapitalismus.

Kapitalismus

Karl Marx setzte sich während seiner Lebzeiten stark für den Kommunismus und gegen den Kapitalismus ein. Wenn du mehr über die Gesellschaftsordnung des Kapitalismus erfahren möchtest, dann schau dir jetzt unser Video dazu an!

Zum Video: Kapitalismus
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