In diesem Beitrag und im Video erfährst du, was das Sonnensystem ist, welche Planeten und Objekte es enthält und wie es strukturiert ist.
Inhaltsübersicht
Was ist das Sonnensystem? — einfach erklärt
Das Sonnensystem besteht aus der Sonne und allen Himmelskörpern, die sie auf ihren Bahnen umkreisen. Durch die Schwerkraft zieht die Sonne diese Himmelskörper in der Umgebung an und hält sie auf ihren Bahnen.
Zu den Himmelskörpern zählen Planeten wie die Erde und viele Zwergplaneten. Die Planeten werden teilweise noch von Monden umkreist. Außerdem gibt es in unserem Sonnensystem viele kleinere Objekte wie Asteroiden, Meteoroiden und Kometen. Diese bezeichnest du gemeinsam als Kleinkörper. Dazwischen erstrecken sich dünne Wolken aus Staub und Gas, die den Raum zwischen den Himmelskörpern ausfüllen.
Unser Sonnensystem entstand vor etwa 4,6 Milliarden Jahren aus einer gigantischen Gas- und Staubwolke. Aus dem Großteil daraus hat sich durch die Schwerkraft unsere Sonne gebildet. Die Reste der Wolke kreisten dann um die Sonne und verdichteten sich nach und nach. Manche Klumpen wurden immer größer und so entstanden dann die Planeten.
Welche Planeten gibt es?
Unser Sonnensystem hat acht Planeten.
Von der Sonne aus gesehen folgen sie in dieser Reihenfolge:
Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun
Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.
Jeder Anfangsbuchstabe eines Worts steht dabei für einen Planeten.
Nach der Definition gilt ein Himmelskörper als Planet, wenn er drei Bedingungen erfüllt:
- Er umkreist einen Stern, z. B. die Sonne.
- Er ist durch seine eigene Schwerkraft eine annähernd kugelförmig.
- Es kreisen keine ähnlichen Himmelskörper mit auf seiner Umlaufbahn. Er hat andere Objekte in seiner Nähe durch seine Schwerkraft weggeräumt oder eingefangen.
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Was sind Zwergplaneten?
Planeten, die nur die ersten beiden Bedingungen der Definition erfüllen, sind Zwergplaneten. Sie umkreisen die Sonne und sind annähernd kugelförmig. Die Umlaufbahnen von Zwergplaneten sind aber nicht von ähnlich großen Objekten bereinigt, sondern sie teilen sich die Bahn.
Pluto ist der bekannteste Zwergplanet. Er teilt sich seine Umlaufbahn mit vielen ähnlich großen Objekten. Deshalb erfüllt er das dritte Kriterium nicht und gilt seit 2006 offiziell als Zwergplanet.
Übrigens: Die vier anderen offziell bekannten Zwergplaneten sind Ceres, Eris, Haumea und Makemake. Wissenschaftler schätzen, dass es noch hunderte unentdeckte Zwergplaneten im Sonnensystem geben könnte.
Was sind Monde?
Es gibt nicht nur unseren Erdenmond, sondern es gibt zahlreiche Monde im ganzen Sonnensystem. Monde sind natürlich entstandene Himmelskörper, die ein deutlich schwereres Objekt – wie einen Planeten oder Zwergplaneten – auf einer eigenen Umlaufbahn umkreisen. In der Fachsprache werden sie auch natürliche Satelliten genannt. Sie sind in der Regel deutlich kleiner als ihr Hauptkörper.
Schon gewusst? Der Planet mit den meisten Monden im Sonnensystem ist der Saturn. Er hat 273 offiziell anerkannte Monde, die ihn umkreisen (Stand 2026).
Welche Kleinkörper gibt es im Sonnensystem?
Zu den Kleinkörpern zählen alle Objekte, die kein Planet und kein Zwergplanet sind. Dazu gehören Asteroide, Meteoroide und Kometen.
- Asteroide sind felsige oder metallische Brocken, die sich typischerweise im sogenannten Asteroidengürtel aufhalten.
- Meteoroide sind deutlich kleiner als Asteroiden und schwirren im Weltall umher. Sie entstehen, wenn Asteroiden zusammen stoßen und dabei auseinander brechen.
- Kometen bestehen aus Eis und Staub. Sobald ein Komet nahe genug an die Sonne herankommt, verdampft das Eis und reißt dabei Staub mit sich. Dadurch entsteht eine leuchtende Hülle, die du Koma nennst. Daraus bildet sich der typische Schweif eines Kometen, den du vielleicht aus Bildern oder Filmen kennst.
Gerät ein Meteoroid in die Atmosphäre der Erde erhitzt ihn die Reibung mit der Luft so stark, dass er aufleuchtet. Diesen Lichtblitz am Himmel nennst du Meteor. Im Alltag kennst du das auch als Sternschnuppe. Die meisten Meteoroide verbrennen dabei vollständig.
Ist ein Meteoroid jedoch groß genug, übersteht er den Eintritt in die Erdatmosphäre zumindest teilweise. Was dann auf dem Erdboden aufschlägt, heißt Meteorit.
Aufbau des Sonnensystems
Im Sonnensystem fliegt nicht alles einfach wild umher, sondern es gibt einen klaren Aufbau. Du kannst es in verschiedene Bereiche aufteilen:
- die inneren Planeten,
- der Asteroidengürtel,
- die äußeren Planeten und
- der Kuipergürtel.
Innerhalb eines Bereichs befinden sich dabei Objekte mit ähnlichen Eigenschaften. In der Mitte steht natürlich die Sonne.
Schon gewusst? Die Sonne ist unser sogenannter Zentralstern. Es gibt aber noch viele weitere Sterne im Universum. Deshalb gibt es auch viele weitere Systeme, bei denen Himmelskörper um einen Zentralstern kreisen. Es gibt sogar Sternsysteme, in dem sich zwei oder mehr Sterne befinden. Dann kreisen die Sterne auch umeinander.
Asteroidengürtel
Der Asteroidengürtel liegt zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Er trennt die inneren von den äußeren Planeten. Genau dort bildet er eine breite Zone aus Millionen von Kleinkörpern. Hier sind es vor allem Asteroiden, wie der Name vermuten lässt. Das sind meist Überreste aus der frühen Entstehungszeit des Sonnensystems — also Material, das sich nie zu einem Planeten zusammengefügt hat.
Das größte bekannte Objekt im Asteroidengürtel ist Ceres. Es ist so groß und rund, dass es als Zwergplanet eingestuft wird. Die meisten anderen Objekte im Gürtel sind hingegen unregelmäßig geformte Fels- und Metallbrocken.
Äußere Planeten
Nach dem Asteroidengürtel kommen die äußeren Planeten. Sie sind deutlich größer als die inneren Planeten.
Zuerst kommen Jupiter und Saturn. Die bestehen hauptsächlich aus Gas. Deshalb nennst du die beiden auch Gasriesen.
Weiter entfernt liegen Uranus und Neptun. Die wiederum bestehen hauptsächlich aus Eis. Deswegen bezeichnest du sie als Eisriesen.
Schon gewusst? Der Jupiter ist der größte aller Planeten im Sonnensystem. Er ist so groß, dass die Erde mehr als 1.300-mal hineinpassen würde.
Kuipergürtel
Jenseits des Neptun beginnt eine weitere Zone: der Kuipergürtel. Er liegt weit außerhalb der acht Planeten.
Dort sammeln sich Millionen von Kleinkörpern, die überwiegend aus Eis, Staub und Gestein bestehen. Sie sind ebenfalls Überreste aus der Frühzeit des Sonnensystems und haben sich nie zu einem Planeten vereint.
Der Kuipergürtel ist außerdem die Heimat mehrerer Zwergplaneten wie Pluto und Eris. Beide kreisen in dieser äußeren Zone um die Sonne.
Übrigens: Das Licht braucht von der Sonne bis zur Erde etwa 8 Minuten. Der Kuipergürtel liegt aber so weit entfernt, dass Licht bis zum inneren Rand des Kuipergürtels ungefähr 5,5 Stunden braucht. Bis nach außen sind es sogar bis zu 7 Stunden.
Himmelskörper verstehen
Das Sonnensystem gehört zu den Himmelskörpern und ist ein wichtiger Teil der Astronomie. Du ordnest in diesem Themenfeld Sterne, Planeten, Monde und andere Objekte im Weltall ein. So erkennst du, wie Himmelskörper aufgebaut sind und wie sie sich im All bewegen. Im Ingenieurwissenschaftenbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.