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Was bedeutet Imperialismus? Und wie unterscheidet er sich vom Kolonialismus? All das haben wir in dem Beitrag %und im Videofür dich zusammengefasst. Viel Spaß!

Was ist Imperialismus? 

Imperialismus bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszuweiten. Dabei wollen sie gezielt andere Länder erobern und von sich abhängig machen, um so den eigenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einflussbereich zu erweitern. Das erfolgt häufig durch Krieg oder Unterwerfung. 

%Sowas wie hier auf S.2 obere Karte bitte nachstellen. <span style="color: #ffcc00;">http://popp-sport.de/02%20Geschichtsunterricht/12%20Pruefung/05%20Kolo%20und%20Imp/02%20Dtl%201850%20bis%201914/22%20ZSF%20Nationalismus%20als%20europ.%20Phaenomen.pdf</span> und hier bei Minute 00:41 <span style="color: #ffcc00;">https://www.youtube.com/watch?v=rhojpLRC_IU</span>- Es reichen die Kolonien von Deutschland, Portugal, Frankreich und Spanien. Beschriftung: "Ausbreitung europäischer Großmächte". Alttext: Imperialismus, Imperalismus, Imperialism, Weltmachtstreben, Imperialismus Deutschland, Imperialismus Spanien, Imperialismus Portugal, Imperialismus Frankreich, Imperialismus Europa, Imperialismus Definition

Genau das taten viele Länder wie Deutschland, Spanien und die USA im Zeitalter des Imperialismus von 1880 bis 1918: Sie teilten Gebiete von Afrika und Südamerika unter sich auf und machten sie so zu ihren Kolonien. Unter einer Kolonie verstehst du ein Gebiet, das von einem anderen Staat unterworfen wurde.

So nutzten die Kolonialmächte die beherrschten Regionen als Lieferanten für Rohstoffe und als Absatzmärkte für Produkte, die in ihren eigenen Ländern hergestellt wurden.

Imperialismus Definition 

Imperialismus (vom lateinischen Wort „imperare“ = herrschen) beschreibt das Expansionsbestreben eines Staates. Dabei ist das Ziel, den eigenen wirtschaftlichen, militärischen und politischen Macht- und Einflussbereich auszudehnen. Um dies zu erreichen, werden andere Länder unterworfen und in den eigenen Machtbereich eingegliedert.

ACHTUNG: Es heißt nicht Imperalismus, sondern Imperialismus!

Unterschied Imperialismus und Kolonialismus

Häufig hörst du neben dem Wort „Imperialismus“ auch noch die Bezeichnung „Kolonialismus“. Aber wie unterscheiden sich die beiden Begriffe?

Der Kolonialismus ist ein Teil des Imperialismus. Die imperialistischen Länder wollten ihre Macht und ihre Gebiete vergrößern. Dazu betrieben sie Kolonialismus: Sie nahmen also Gebiete in anderen Ländern, sogenannte Kolonien, ein. 

In den Kolonien bauten die Kolonialmächte dann Rohstoffe wie Gold oder Silber ab und brachten sie in ihr eigenes Land. Das gleiche machten sie zum Beispiel auch mit Bananen oder Baumwolle in Afrika. Dazu zwangen sie die Einheimischen zum Arbeiten.

Übrigens: Häufig hatten die imperialistischen Länder die Einstellung, dass sie besser sind als alle anderen Länder. Das nennst du auch Nationalismus

Zeitalter des Imperialismus – Hochimperialimus  

Das Zeitalter des Imperialismus war im 19. Jahrhundert. Zu der Zeit strebten viele Länder wie England, Spanien, Deutschland und die USA nach Macht und Einfluss. Deswegen bezeichnest du die Zeit auch als Hochimperialismus

Aber wie sah der Imperialismus in den starken Ländern genau aus? Und wie rechtfertigten sie ihr Streben nach Macht? Das erklären wir dir jetzt. 

Imperialismus Deutschland

Nach der Reichsgründung von Deutschland im Jahr 1871 strebte auch Deutschland nach mehr Macht. Zu dem Zeitpunkt hatten sich aber die Kolonialmächte wie Frankreich und Spanien schon viele Kolonien gesichert. Deutschland war also mit dem Imperialismus etwas später dran als viele andere Länder. Trotzdem konnte es sich unter der Herrschaft von Otto von Bismarck noch große Gebiete in Afrika, Ozeanien und China aneignen. 

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Ehemalige Deutsche Kolonien

Imperialismus USA

Auch die USA handelten im 19. Jahrhundert imperialistisch. Sie „kaufte“ sich zum Beispiel die Philippinen und Puerto Rico. Ziel der USA war es vor allem, mit den europäischen Kolonialmächten weiterhin mithalten zu können. 

Begründung des Imperialismus: Sozialdarwinismus

Gerechtfertigt haben die Länder ihr Streben nach Macht mit dem sogenannten Sozialdarwinismus : Sie nahmen die Evolutionstheorie von Charles Darwin  und wandelten sie für ihre Zwecke ab.

Darwin formulierte die Evolutionstheorie so: „Nur die stärksten Lebewesen können überleben.“ Dabei bezog er sich ausschließlich auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Die Großmächte haben Darwins Worte dann auf die menschliche Gesellschaft übertragen: „Nur das mächtiges Volk kann überleben„. 

Darwin meinte mit seiner Theorie aber natürlich nicht, dass die verschiedenen Völker unterschiedlich viel Wert sind. Die Großmächte nutzten seine Aussage aber trotzdem dazu, den Imperialismus zu begründen

Folgen des Imperialismus 

Der Kolonialismus wirkte sich auf die verschiedenen westlichen Länder und auf die besetzten Gebiete aus. Welche Folgen der Imperialismus genau hatte, erfährst du hier: 

Folgen für die Weltmachtpolitik: 

  • Konkurrenz um Gebiete
    Die Kolonialmächte wollten immer mehr Gebiete. Es begann ein Wettlauf, wer sich die meisten Länder sichern konnte. Dabei ging es nicht nur um die Herrschaft über die Gebiete. Vielmehr wollten die Kolonialmächte so ihre Macht und ihr internationales Ansehen präsentieren. 
  • Spannungen und Konflikte zwischen den Großmächten
    Wie du dir bestimmt vorstellen kannst, konnten sich die Länder nicht einfach so einigen, wer welche Kolonie bekommt. Deswegen entstanden immer wieder Spannungen zwischen den Großmächten. 

Folgen für die Kolonien: 

Aber auch an den Kolonien ging der Imperialismus nicht spurlos vorbei. Sie hatten mit Folgen zu kämpfen: 

  • Veränderungen der Lebensweise der Einheimischen
    Vor der Kolonialisierung haben die Einheimischen oft in kleinen Dörfern gelebt. Diese wurden zur Zeit des Imperialismus allerdings von Städten verdrängt und die Einheimischen landeten in Armenvierteln – sogenannten Slums. Auch die Sprache und Kultur der Einheimischen wurde immer weiter unterdrückt. 
  • Unterdrückung und Rassismus 
    Die Kolonialherren hielten sich für etwas Besseres als die Einheimischen. Deswegen nahmen sie sich das Recht heraus, diese zu unterdrücken und auszubeuten. Die Großmächte machten die Einheimischen zu ihren Sklaven und ließen sie für sich arbeiten. 

Imperialismus heute

Das Zeitalter des Imperialismus endete, als im 20. Jahrhundert nach dem 1. Weltkrieg viele Kolonien wieder unabhängig wurden. Aber natürlich streben auch heute noch viele Länder nach Macht – auch wenn es ihnen mehr um wirtschaftlichen Einfluss als um mehr Gebiete geht. Gleichzeitig haben aber auch viele Staaten beschlossen, dass sie lieber eng zusammenarbeiten wollen: Dafür wurden zum Beispiel die Europäische Union (EU) oder die Vereinten Nationen (UNO) gegründet. 

Deutsche Kolonien 

Dich interessiert, wie genau Deutschland an seine Kolonien kam und wie die Menschen in den Kolonien lebten? Schau dir jetzt unser Video zu den deutschen Kolonien an und erfahre mehr darüber. 

% Thumbnail Deutsche Kolonien 

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