Du hast vom dispositiven Faktor gehört, aber weißt nicht genau, was du dir darunter vorstellen kannst? In unserem Beitrag findest du alle Antworten, die du brauchst! Schau dir gern auch unser Video dazu an.

Inhaltsübersicht

Dispositiver Faktor einfach erklärt  

Der dispositive Faktor beschreibt den leitenden Teil in der betrieblichen Produktion. Meistens übernimmt das die Geschäftsleitung. Sie definiert zum Beispiel Ziele, erstellt Projektpläne oder legt Arbeitsanweisungen fest.

Damit ist sie verantwortlich für die Planung, Organisation und Kontrolle der drei Elementarfaktoren Werkstoffe, Betriebsmittel und menschliche Arbeit. 

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Einordnung des dispositiven Faktors in die betrieblichen Produktionsfaktoren
Dispositiver Faktor Definition

Der dispositive Faktor bildet gemeinsam mit den Elementarfaktoren die betrieblichen Leistungsfaktoren. Dabei fasst der dispositive Faktor alle organisierenden, planenden und kontrollierenden Tätigkeiten zusammen, die in einem Unternehmen von der Geschäftsführung übernommen werden.

Das Ziel ist es, die Elementarfaktoren wirtschaftlich miteinander zu verbinden, sodass die Ergebnisse so effizient wie möglich erreicht werden.

Dispositiver Faktor Beispiele  

Die betrieblichen Produktionsfaktoren unterteilst du in die Elementarfaktoren und den dispositiven Faktor. Die Elementarfaktoren gehören zur ausführenden Arbeit, während der dispositive Faktor unter die leitende Arbeit fällt. Im Folgenden siehst du Beispiele, wie der dispositive Faktor im Unternehmen vorkommt:

Beispiele:   Begründung:

Die Geschäftsleitung fordert von allen Abteilungsleitern einen Arbeitszwischenstand. 

Die Geschäftsleitung ist der dispositive Faktor und organisiert die Abteilungsleiter.

Die Abteilungsleiterin bittet ihre Fachkräfte zu einer Besprechung. Ein Mitarbeiter soll die Besprechung protokollieren. Eine Fachkraft wird von der Abteilungsleiterin gebeten, die Besprechung zu protokollieren. Die Abteilungsleiterin ist hier der dispositive Faktor. 
Der Produktionsleiter erstellt einen Produktionsplan für alle Fertigungsmaschinen. Dieser soll bis Endes des Jahres erfüllt sein. Die Erstellung eines Produktionsplans organisiert die Nutzung der Fertigungsmaschinen. Hier gibt es einen dispositiven Faktor: den Produktionsleiter.
Der Verwaltungsmitarbeiter erstellt eigenständig Excel-Listen zur Erfassung der eigenen Arbeitszeit. X Der Mitarbeiter wird nicht von einer Führungsperson angewiesen, die Excel-Listen zu erstellen, sondern erstellt sie unabhängig. 
Die Mitarbeiter eines Verwaltungsbüros planen eine Geburtstagsfeier für ihren Kollegen.  X Wie du siehst, werden die Mitarbeiter hier nicht von einer Führungskraft beauftragt, die Geburtstagsfeier zu organisieren. Die Mitarbeiter arbeiten auch hier selbstständig. Dazu kommt, dass die Planung der Geburtstagsfeier kein Elementarfaktor ist.

Produktionsfaktoren nach Gutenberg  

Die betrieblichen Produktionsfaktoren sind die immateriellen und materiellen Güter eines Unternehmens. Nach Gutenberg teilst du sie in die Elementar- und dispositiven Faktoren auf:

Unter den Elementarfaktoren kannst du dir alle Mittel vorstellen, die du für die Herstellung von Produkten bzw. der Leistung benötigst. Darunter zählen sowohl die Werkstoffe wie Rohstoffe, Betriebsstoffe und Hilfsstoffe, als auch Betriebsmittel wie Gebäude, Grundstücke oder Fertigungsanlagen. Des Weiteren zählst du zu den Elementarfaktoren auch die menschliche Arbeit. Darunter kannst du dir einfach das Personal eines Unternehmens vorstellen. Das Personal verarbeitet zum Beispiel die Rohstoffe oder kümmert sich um die Verwaltung.

Den dispositiven Faktor bildet die Geschäftsleitung. Ihre Aufgabe ist es, die Elementarfaktoren durch Organisation, Planung und Kontrolle miteinander zu kombinieren. In größeren Unternehmen kann die Verantwortung von der Geschäftsleitung auch auf das Management übertragen werden. Wie du siehst, hat die Geschäftsleitung also eine leitende Aufgabe gegenüber den Elementarfaktoren.

Begriffsursprung: Dispositive Produktionsfaktoren

Bevor der dispositive Faktor durch Gutenberg eingeführt wurde, teilte man die betrieblichen Produktionsfaktoren anders auf. Im Gegensatz zu heute zählten die Elementarfaktoren gemeinsam mit der Geschäftsleitung zu den originären Produktionsfaktoren. Unter den derivativen Faktoren wurden alle zusätzlichen Arbeiten verstanden, die zusätzlich zu den originären Faktoren anfielen.

Mit dem dispositiven Faktor konnte man dann unter den Elementarfaktoren alle Tätigkeiten und Güter zusammenfassen, die zur Leistung direkt gebraucht werden. Die Geschäftsleitung wurde mit ihrer Organisationsfunktion als eigenständiger Faktor angesehen, der nur indirekt an der Leistung beteiligt ist. 

Produktionsfaktoren – weitere Unterschiede

Die Produktionsfaktoren setzen sich aber nicht nur aus den Elementar- und dispositiven Faktoren zusammen, sondern unterscheiden sich auch in den Bereichen VWL und BWL. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dir gerne unser Video dazu ansehen!

Zum Video: Produktionsfaktoren
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