Wirtschaftspolitik
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Arten der Arbeitslosigkeit einfach erklärt  

Es gibt vier Arten von Arbeitslosigkeit. Forscher teilen die Arbeitslosigkeit daher nach ihren Ursachen in folgende Kategorien ein:

  • Friktionelle Arbeitslosigkeit
  • Saisonale Arbeitslosigkeit
  • Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
  • Strukturelle Arbeitslosigkeit
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Formen der Arbeitslosigkeit

Schau dir jetzt die Formen der Arbeitslosigkeit einmal genauer an!

Friktionelle Arbeitslosigkeit  

Die friktionelle Arbeitslosigkeit entsteht durch den Wechsel des Arbeitsplatzes und findet nur über einen kurzen Zeitraum statt. Es kommt nämlich häufig vor, dass ein Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag kündigt, ohne bereits eine neue Stelle in Aussicht zu haben.

Das passiert zum Beispiel, wenn der Arbeitnehmer eine kurzfristige Absage des neuen Arbeitgebers erhält. Er muss sich deshalb schnellstmöglich auf die Suche einer neuen Arbeitsstelle begeben. Du bezeichnest die friktionelle Arbeitslosigkeit deshalb auch als Sucharbeitslosigkeit.

Friktionelle Arbeitslosigkeit existiert immer. Allerdings betrifft sie auch nur ca. 1% der Erwerbspersonen.

Saisonale Arbeitslosigkeit  

Die saisonale Arbeitslosigkeit betrifft Branchen, die in bestimmten Jahreszeiten (Saisons) einen Rückgang der Nachfrage haben. Du kannst sie jedes Jahr wieder beobachten.

Ein Beispiel dafür ist der Tourismus. Die Tourismusbranche hat ihre Hauptsaison vor allem in den Ferienzeiten, wie den Oster- oder Sommerferien. Zu dieser Zeit werden viele Arbeitnehmer gesucht, um das Personal zu vergrößern. Dadurch sinkt die Arbeitslosigkeit. In der Nebensaison flacht die Nachfrage dann wieder ab und die Arbeitnehmer werden entlassen.

Die saisonale Arbeitslosigkeit betrifft aber nicht nur den Tourismus, sondern auch die Bau- und Landwirtschaft. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen im Winter können nämlich nur wenige Obst- und Gemüsesorten angebaut werden. Außerdem sind Tätigkeiten wie ein Hausbau oder die Erweiterung eines Grundstücks für die kalte Jahreszeit auch nur selten geeignet.

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Saisonale Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit  

Die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht durch Veränderungen in der wirtschaftlichen Lage (Konjunktur ). Darunter kannst du dir Veränderungen an der Nachfrage und des Angebots, des Außenhandels oder Maßnahmen durch den Staat vorstellen. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass die Konjunktur abnimmt und die Preise für Lebensmittel deswegen steigen.

Das ist ein Problem, denn die Bevölkerung bekommt gleichzeitig nicht mehr Lohn. Das führt dazu, dass viel weniger Geld für andere Produkte ausgegeben wird. Daher stellen die Unternehmen wiederum weniger her und verdienen auch weniger. Aus diesem Grund können sie sich kaum noch Personal leisten und müssen viele Arbeitnehmer entlassen. Die Folge davon ist eine steigende Arbeitslosigkeit.

Die Dauer der konjunkturellen Arbeitslosigkeit beträgt in der Regel 2 bis 3 Jahre.

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Konjunkturelle Arbeitslosigkeit

Strukturelle Arbeitslosigkeit  

Die strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht durch ein ungleiches Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage der Arbeitnehmer. Das Problem ist: Es gibt viel mehr Arbeitssuchende, als offene Stellen. Die Dauer der strukturellen Arbeitslosigkeit erstreckt sich über einen langen Zeitraum. Diese Art der Arbeitslosigkeit betrifft dabei oft nur bestimmte Branchen.

Es gibt mehrere Ursachen, die dafür verantwortlich sind. Du kannst sie hier sehen:

  • Technologische Entwicklungen: 
    Heutzutage werden immer mehr Menschen durch Maschinen ersetzt. Dadurch verlieren viele Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze oder müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen.

  • Bedarf an qualifizierten Fachkräften:
    Die Anforderungen der Unternehmen an die Arbeitnehmer steigt immer mehr. Manche Arbeitnehmer können den Ansprüchen aufgrund fehlender Qualifikationen oder Fertigkeiten nicht mehr gerecht werden. Sie finden nur schwer einen Arbeitsplatz.

  • Wirtschaftsschwache Regionen: 
    In Deutschland gibt es mehrere Regionen, in denen kaum Industrie vorhanden ist. Deshalb gibt es dort auch nicht so viele Arbeitsplätze. Aus diesem Grund müssen die Arbeitnehmer häufig in größere Städte umziehen, wodurch sich die strukturelle Arbeitslosigkeit in diesen Regionen sehr verstärkt.

  • Abflachender Industriesektor:  
    Die Wirtschaftssektoren haben einen Einfluss auf die strukturelle Arbeitslosigkeit. Der Grund dafür ist, dass die Industrie immer mehr ins Ausland verlagert wird. Das liegt daran, dass die Produktion in Deutschland sehr material- und kostenintensiv ist. Im Ausland können die Produkte dagegen viel günstiger hergestellt werden. Durch die Auslagerung verlieren dann allerdings viele Arbeitnehmer in Deutschland ihren Arbeitsplatz.

Freiwillige & unfreiwillige Arbeitslosigkeit  

Du weißt jetzt, wie man die Arten der Arbeitslosigkeit anhand der Ursachen aufteilt. Du kannst sie aber zusätzlich auch noch in die freiwillige und in die unfreiwillige Arbeitslosigkeit gliedern. Das siehst du hier:

Freiwillige Arbeitslosigkeit

Die freiwillige Arbeitslosigkeit entwickelt sich durch Arbeitnehmer, die Arbeitsangebote bewusst ablehnen. Die Gründe dafür liegen in der geringen Bezahlung, den fehlenden Aufstiegschancen, an der Art der Befristung oder dem allgemeinen Desinteresse am Arbeiten.

Unfreiwillige Arbeitslosigkeit Die unfreiwillige Arbeitslosigkeit entsteht, wenn das Angebot an Arbeitskräften die Nachfrage übersteigt. Arbeitnehmer sind dann auf der Suche nach einem Arbeitsplatz, finden aber keinen. Aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, können Unternehmen oftmals kein weiteres Personal einstellen. Die Arbeitnehmer bleiben deswegen unfreiwillig ohne Arbeitsbeschäftigung.

Wirtschaftspolitik  

Die Gründe der Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Anstelle einer hohen Arbeitslosenquote, wünscht sich jede Wirtschaft eine Vollbeschäftigung. Das ist eines der Ziele, welche durch die Wirtschaftspolitik erreicht werden sollen. Wenn du mehr über die Ziele der Wirtschaftspolitik erfahren möchtest, kannst du dir gerne unser Video dazu anschauen!

Zum Video: Wirtschaftspolitik Aufgaben und Ziele
Zum Video: Wirtschaftspolitik Aufgaben und Ziele

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