Wirtschaftspolitik

Rezession

Was ist eine Rezession? In diesem Beitrag geben wir dir eine klare Definition und nennen dir die Merkmale und relevanten Folgen einer Rezession.

Du möchtest das Thema noch schneller und bequemer erklärt haben? Schau einfach bei unserem Video  vorbei und schon bist du top informiert!

Inhaltsübersicht

Rezession Definition

Rezession ist ein Begriff aus der Volkswirtschaft und wird verwendet, um eine Konjunkturphase mit stagnierenden oder negativen Wachstumsraten zu beschreiben. Es liegt also ein wirtschaftlicher Abschwung vor. Dabei wird häufig vorausgesetzt, dass die Wirtschaft im Vergleich zu den vorherigen Perioden in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen zurückgeht bzw. negativ ist. Oftmals wird hierbei das Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches eine negative Wachstumsrate aufzeigt, als Indikator verwendet. Somit stellt die Rezession eine der vier Konjunkturphasen des Konjunkturzyklus dar.

Rezession Folgen

Eine Rezession zeigt in der Regel bestimmte Merkmale auf. Wenn mehrere von diesen Eigenschaften auftauchen, kann dies ein Hinweis für eine Rezession sein. Die Folgen, die sich in einer Volkswirtschaft bemerkbar machen, haben wir dir aufgelistet:

  • Die Nachfrage nach Gütern geht deutlich zurück.
  • Derzeit angestellte Mitarbeiter werden zunehmend entlassen und Kurzarbeit nimmt zu.
  • Die Löhne fallen.
  • Es fehlt die Bereitschaft, Investitionen zu tätigen.
  • Preise und Zinsen einer Volkswirtschaft stagnieren oder sinken.
  • Die Aktien- und Börsenkurse fallen.
  • Die Lager sind zunehmend überfüllt.
  • Die Zukunftsaussichten sind von pessimistischer Natur und man erwartet wenig von der zukünftigen Entwicklung.
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Rezession Bedeutung

Die Merkmale einer Rezession sind damit klar. Doch was bedeutet eine Rezession für einzelne Bürger? Haushalte können von den Folgen eines wirtschaftlichen Abschwungs unmittelbar betroffen sein. Die Auftragslage verschlechtert sich und viele Firmen stellen unter anderem auf Kurzarbeit um. Auch die Gehaltsverhandlungen sind schwieriger, da das Lohnniveau sinkt.
Außerdem ist es während einer Phase des wirtschaftlichen Abschwungs nicht einfach einen Job zu finden, da viele Firmen sparen und sich auf weniger Umsatz einstellen müssen.

Rezession im Konjunkturzyklus

Wie du bereits weißt, ist die Rezession (oder in diesem Zusammenhang auch Abschwung genannt) eine der vier Konjunkturphasen des Konjunkturzyklus‘. Die Reihenfolge der Konjunkturphasen bleibt stets die Gleiche und lautet:

  • Aufschwung
  • Hochkonjunkur (Boom)
  • Rezession
  • Tiefphase (Depression)
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Rezession im Konjunkturzyklus

In der Regel folgt die Rezession, in welcher das Wirtschaftswachstum rückläufig ist, also der Phase „Hochkonjunktur„. Bei einem Boom geht es der Wirtschaft eines Landes hervorragend, theoretisch liegt Vollbeschäftigung vor und die Konsumenten fragen viele Produkte und Dienstleistungen nach. Früher oder später wird jedoch die Rezession eintreten. Wenn ein Abschwung über eine längere Periode anhält und die Wirtschaft sich in einer langfristigen Stagnation befindet, so geht sie in die nachfolgende Phase über und man bezeichnet dies in der VWL als „Depression“. Sie stell das Konjunkturtief dar. Hohe Arbeitslosigkeit und ein niedriges BIP sind die Folgen.

Rezessionen seit 2000

In den letzten Jahren war Deutschland im Grunde schon zwei Mal von einer Rezession betroffen.

Zum einen in den Jahren 2000 – 2003 im Zuge des Zusammmenbruchs der sogenannten „Dotcom – Blase“. Ursache für diese Rezession war eine starke Überbewertung neuer Internet Unternehmen, die in den folgenden Jahren ihren Umsatz und Gewinnprognosen nicht gerecht wurden.

Zum anderen erfuhr die Bundesrepublik in den Jahren nach 2008-2009 eine starke Rezession. Grund war das Platzen einer Blase am Immobilienmarkt und einer damit einhergehender Finanzkrise. 2009 erlitt das BIP in Deutschland einen Rückgang um 5%.

In Folge der Corona Pandemie gilt eine globale Rezession für 2020 und eventuell die folgenden Jahre als wahrscheinlich. Durch Ausgangsbeschränkungen und einen wochenlangen Stillstand der Produktionen weltweit gehen die Menge der angebotenen und konsumierten Waren massiv zurück. Dies führt zwangsweise zu weniger Umsatz aus Sicht der Unternehmen. Der Angebots und Nachfragerückgang wirkt sich negativ auf das BIP aus. Die genauen Auswirkungen werden erst rückblickend genau zu analysieren sein.

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