BWL & VWL Grundlagen
Güter
 – Video

Du fragst dich, was inferiore Güter sind und wie sie sich von den superioren Gütern unterscheiden? Wir erklären dir die Eigenschaften beider Güterarten und erläutern den Zusammenhang mit der Einkommenselastizität. Du willst das Thema noch schneller verstehen? Dann schau dir unser Video dazu an!

Inferiore Güter einfach erklärt

Als inferiore Güter (engl. inferior goods) werden in der Mikroökonomik wirtschaftliche Güter bezeichnet, bei denen die Nachfrage mit steigendem Einkommen sinkt. Dabei handelt es sich oft um günstige Produkte mit geringer Qualität. Da die Konsumenten mehr Geld zur Verfügung haben, greifen sie auf höherwertige bzw. teurere Produkte (superiore Güter) zurück. Dabei sind inferiore Güter und superiore Güter meist Substitutionsgüter. Das heißt, sie erfüllen den gleichen Zweck und sind damit austauschbar. 

Eine Person mit niedrigem Einkommen fährt beispielsweise eher Fahrrad, um Kosten zu sparen. Wenn das Einkommen allerdings steigt, können sich mehr Leute ein Auto leisten und die Nachfrage nach Fahrrädern geht zurück.

Inferiore Güter, Superiore Güter, Inferiore und Superiore Güter, inferiores Gut, superiores Gut, superiores Gut Beispiel, Inferiores Gut Beispiel
direkt ins Video springen
Inferiore und Superiore Güter

Inferiore Güter Beispiele

Inferiore Güter findest du in nahezu allen Marktbereichen. Ob Lebensmittel, Kleidung, Smartphones oder Verkehrsmittel. Zu all den Kategorien gibt es günstigere und teurere Alternativen.

Beispiel: Lebensmittel

Bei einem monatlichen Einkommen von 1.500 Euro werden Lebensmittel eher im Discounter gekauft. Steigt das Einkommen allerdings auf 3.000 Euro an, haben Verbraucher mehr Geld zur Verfügung und gehen daher öfter auch im teureren Supermarkt einkaufen. Die Ausgaben im Discounter sinken also, während die Ausgaben im Supermarkt steigen. Die Produkte aus dem Discounter sind also inferiore Güter, die bei steigendem Einkommen durch die superioren Güter aus dem Supermarkt ersetzt werden. Inferiore und superiore Güter sind also meist Substitutionsgüter.

Beispiel: Kleidung

Geringverdiener kaufen meist Kleidung von günstigen Händlern. Wenn das Einkommen allerdings steigt, geben Konsumenten oftmals mehr Geld für teurere Markenklamotten aus. Sie tauschen also das geringwertige No-name Produkt (inferiores Gut) gegen ein höherwertiges Markenprodukt (superiores Gut) aus.

Weitere Beispiele

Inferiore Güter Superiore Güter
Lebensmittel vom Discounter Lebensmittel aus dem Supermarkt
Bus Auto
Discounterbrot Brot vom Bäcker
Konventionelle Produkte Bio-Produkte
Wohnung Haus

Relativ inferiores Gut

Ob ein Gut als inferiores Gut oder als superiores Gut zählt, hängt nicht vom Gut selbst ab. Es spielen dabei immer auch persönliche Präferenzen (Gewohnheiten, Sparsamkeit, etc.) eine Rolle. Dadurch kann es auch vorkommen, dass ein eigentlich inferiores Gut bei steigendem Einkommen leicht (unterproportional) ansteigt. Du nennst es dann relativ inferior.

Menschen, die mehr verdienen, kaufen ihre Lebensmittel häufiger im Supermarkt ein. Dennoch kaufen auch sie immer wieder, aus Gewohnheit oder um zu sparen, im günstigeren Discounter ein. Die inferioren Güter (Discounter) werden dann also nur teilweise durch superiore Güter (Supermarkt) ausgetauscht.

Da die Nachfrage nach relativ inferioren Gütern bei steigendem Einkommen ansteigt, zählst du sie dann zu den normalen Gütern. Ein normales Gut hat bei steigendem Einkommen eine steigende Nachfrage. Das ist zum Beispiel bei Konzerttickets der Fall. Je mehr Geld die Menschen verdienen, desto mehr geben sie für Freizeitaktivitäten wie Konzertbesuche aus.

Einkommenselastizität der Nachfrage

Ob ein Gut ein inferiores, ein relativ inferiores, ein superiores oder ein normales Gut ist, kannst du an der Einkommenselastizität der Nachfrage erkennen. Sie gibt an, um wie viel sich die Nachfrage nach einem Gut verändert, wenn sich gleichzeitig das Einkommen verändert. Für die Berechnung brauchst du die Veränderung der nachgefragten Menge und die Änderung des Einkommens.

    \[ \text{Einkommenselastizität} = \frac{\text{prozentuale Änderung der nachgefragten Menge}}{\text{prozentuale Änderung des Einkommens}} \]

Ist die Einkommenselastizität negativ, sprichst du von einem inferioren Gut. Das heißt, die Nachfrage sinkt, wenn dein Einkommen steigt. Ist sie positiv, handelt es sich um ein normales Gut. Dann steigen also sowohl Einkommen als auch Nachfrage. Die normalen Güter werden noch einmal in relativ inferiore und superiore Güter unterteilt. Güter mit einer Einkommenselastizität zwischen 0 und 1 nennst du relativ inferiore Güter oder Notwendige Güter. Bei einem superioren Gut (Luxusgut) ist die Einkommenselastizität größer als 1.

Einkommenselastizität Güterart
Einkommenselastizität < 0
(negativ)
Inferiores Gut
Einkommen steigt → Nachfrage sinkt
Einkommenselastizität > 0
(positiv)
Normales Gut
Einkommen steigt → Nachfrage steigt
Einkommenselastizität > 0, aber < 1 Relativ inferiores Gut
Einkommen steigt → Nachfrage steigt leicht
Einkommenselastizität > 1 Superiores Gut / Luxusgut
Einkommen steigt → Nachfrage steigt stark

Güterarten

Perfekt! Was ein inferiores Gut ist, weißt du nun! Damit du Güter immer richtig einordnen kannst, musst du auch alle anderen Arten von Gütern kennen. In unserem Video zu den Güterarten erklären wir dir alles Wichtige dazu. Schau es dir unbedingt an, um deine nächste Prüfung zu bestehen!

Zum Video: Güterarten
Zum Video: Güterarten

Beliebte Inhalte aus dem Bereich BWL & VWL Grundlagen

Hallo, leider nutzt du einen AdBlocker.

Auf Studyflix bieten wir dir kostenlos hochwertige Bildung an. Dies können wir nur durch die Unterstützung unserer Werbepartner tun.

Schalte bitte deinen Adblocker für Studyflix aus oder füge uns zu deinen Ausnahmen hinzu. Das tut dir nicht weh und hilft uns weiter.

Danke!
Dein Studyflix-Team

Wenn du nicht weißt, wie du deinen Adblocker deaktivierst oder Studyflix zu den Ausnahmen hinzufügst, findest du hier eine kurze Anleitung. Bitte lade anschließend die Seite neu.