Du möchtest wissen, was die Sekundärforschung ist und wie sie funktioniert? Im Beitrag und im Video erklären wir dir alles, was du wissen musst!
Inhaltsübersicht
Sekundärforschung Definition
Die Sekundärforschung ist eine Methode der Marktforschung. Im Vergleich zur Primärforschung sammelst und analysierst du hier bereits erhobenes Datenmaterial. Die Daten beschaffst du dabei hauptsächlich aus der Fachliteratur, Studien und Statistiken. Damit kannst du Erkenntnisse zum Markt gewinnen, die Wettbewerbssituation analysieren, aber auch die Präferenzen deiner Zielgruppe erfassen.
Übrigens: Weitere Begriffe für die Sekundärforschung sind Sekundärerhebung oder sekundäre Marktforschung. Auf Englisch wird die Sekundärforschung „desk research“ genannt.
Arten von Quellen
Während bei der Primärforschung die Vorgehensweise von Bedeutung ist, steht bei der sekundären Marktforschung die Wahl geeigneter und verlässlicher Quellen im Vordergrund. Diese Quellen lassen sich nach zwei Kategorien unterscheiden:
Interne Quellen
Als interne Quellen bezeichnest du betriebseigene Daten. Damit kannst du vor allem Forschungsfragen analysieren, die auf die Optimierung deines Unternehmens abzielen. Zu den unternehmensinternen Daten zählen Umsatzstatistiken, Absatzzahlen, Kundenstatistiken und Lagerbestände. Darüber hinaus gehören auch schriftliche Kontakte zu deinen Kunden oder Außendienstberichte zu den internen Quellen.
Externe Quellen
Zu den externen Quellen zählen veröffentlichte Studien, Umfragen und Erhebungen aus der Primärforschung. Außerdem kannst du öffentliche Datenbanken, Fach- und Blogartikel, amtliche Statistiken oder auch Geschäftsberichte anderer Unternehmen für deine Sekundärforschung verwenden.
Mit unternehmensexternen Quellen lassen sich am besten Forschungsfragen über die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation und Kundenpräferenzen untersuchen.
Tipp: Für externe Quellen ist die Versuchung heutzutage groß, dir die Informationen online zu beschaffen. Dabei ist aber Vorsicht geboten, da gerade Internet-Quellen flüchtig sind. Das bedeutet, sie könnten zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr erreichbar sein oder nachträglich geändert werden. Daher bieten dir Bücher und Fachzeitschriften aus Bibliotheken verlässlichere Quellen.
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Methoden der Sekundärforschung
Bei der Sekundärforschung gibt es zwei verschiedene Methoden. Du kannst hier zwischen der quantitativen und der qualitativen Sekundärforschung unterscheiden.
Quantitative Sekundärforschung
Bei der quantitativen Sekundärforschung analysierst du Informationen, die in Zahlenwerten gemessen oder gezählt worden sind. Das beinhaltet Daten aus Statistiken, quantitativen Studien, Kennzahlen und Daten aus Umfragen mit geschlossenen Fragen.
Der Vorteil hierbei ist, dass du die Informationen meistens auf die Allgemeinbevölkerung übertragen kannst, da eine große Anzahl von Fällen gemessen wurde.
Qualitative Sekundärforschung
Du musst dich aber nicht nur mit Zahlen und Statistiken auseinandersetzen, sondern kannst auch qualitative Sekundärforschung betreiben. Statt in Zahlen liegen die Informationen dann als Audio, Bild, Text oder auch als Mindmap vor. Hierbei untersuchst du Daten, die beispielsweise aus Interviews, Umfragen mit offenen Fragen oder Gruppendiskussionen hervorgegangen sind.
Vorteil solcher Daten ist, dass sie meist detaillierter und genauer vorliegen. Da jedoch gerade bei Interviews nur eine Handvoll von Personen befragt werden, kannst du die Informationen im Vergleich zu quantitativen Daten seltener auf die allgemeine Bevölkerung übertragen.
Tipp: Bei qualitativen Daten bieten sich Inhaltsanalysen an. Dabei wird vor allem Textmaterial aus bspw. Interviews und Gruppendiskussionen systematisch geordnet und strukturiert. Zweck der Analyse ist, dass die teils langen Texte auf das Wesentliche reduziert und Gemeinsamkeiten erkannt werden.
Die Methode der Sekundärforschung kann beispielsweise für folgende Forschungsfragen eingesetzt werden:
- Wer sind meine Konkurrenten und wie erfolgreich sind sie?
- In welchen Supermärkten sollte ich meine Produkte anbieten?
- In welchem Zusammenhang stehen die Kundenzufriedenheit und die Absatzzahlen in unserem Unternehmen?
- Hat der direkte Kontakt mit Kunden einen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit?
Sekundärforschung: Vorteile & Nachteile
Eine Liste der Vor- und Nachteile der Sekundärforschung kann dir dabei helfen, zu entscheiden, ob diese Methode die richtige ist für deine Forschungsfrage und für das jeweilige Unternehmen. Besonderer Fokus liegt hierbei auf dem Vergleich mit der Primärforschung.
| Vorteile ✅ | Nachteile ❌ |
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Primärforschung
Nachdem du über die Sekundärforschung Bescheid weißt, möchtest du nun die Methode der Primärforschung näher kennenlernen? Dann schau dir unser Video dazu an.
Sekundärforschung — häufigste Fragen
(ausklappen)
Sekundärforschung — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Was ist eine Sekundärquelle?Eine Sekundärquelle ist eine Quelle, die bereits vorhandene Daten oder Informationen nutzt, statt neue Daten selbst zu erheben. In der Marktforschung können Sekundärquellen zum Beispiel interne Unternehmensdaten wie Umsatz- oder Kundenstatistiken oder externe Veröffentlichungen wie Studien, Datenbanken und amtliche Statistiken sein.
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Was ist ein Beispiel für Sekundärmarktforschung?Ein Beispiel für Sekundärmarktforschung ist, wenn man die eigenen Absatz- und Umsatzstatistiken auswertet, um Zusammenhänge mit der Kundenzufriedenheit zu prüfen. Man nutzt dabei Daten, die im Unternehmen schon existieren, statt neue Befragungen oder Messungen durchzuführen.
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Wann setzt man Sekundärforschung ein?Sekundärforschung setzt man ein, wenn man schnell und kostengünstig Erkenntnisse gewinnen will und dafür bereits erhobene Daten ausreichen. Typisch ist das bei Fragen zur Marktentwicklung, zur Wettbewerbssituation oder zu Kundenpräferenzen, wenn passende Studien, Statistiken oder Unternehmensdaten verfügbar sind.
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Woran erkennt man, ob eine Quelle für Sekundärforschung verlässlich ist?Eine verlässliche Quelle erkennt man daran, dass sie stabil verfügbar ist und ihre Daten nachvollziehbar dokumentiert sind. Vorsicht ist bei reinen Internet-Quellen sinnvoll, weil Inhalte später geändert werden oder verschwinden können. Bücher und Fachzeitschriften aus Bibliotheken gelten oft als verlässlicher.
Marktforschung verstehen
Sekundärforschung ist ein wichtiger Teil der Marktforschung und hilft Unternehmen, Märkte besser zu überblicken. Wer sich mit Marktforschung beschäftigt, ordnet Datenquellen und wählt passende Methoden für eine konkrete Fragestellung. So erkennst du, wann Sekundärdaten reichen und wann du neue Daten über Primärforschung brauchst. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.