Wer war Kurt Tucholsky?

Kurt Tucholsky (1890-1935) war ein berühmter Autor und Journalist aus dem 20. Jahrhundert. Als Pazifist war Tucholsky ein aktiver Teilnehmer von Friedensbewegungen.

Mit seinen meist satirischen Werken warnte er vor den Auswirkungen des ersten Weltkrieges und der Ausbreitung des Nationalismus in der Weimarer Republik. Dabei versuchte Tucholsky, die Gesellschaft zum Umdenken anzustoßen und setzte sich verstärkt für Gleichberechtigung ein.

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Kurt Tucholsky

Unter verschiedenen Pseudonymen, wie Kaspar Hauser, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel veröffentlichte Kurt Tucholsky seine Schriften in der „Weltbühne“ — einer politischen Zeitschrift, für die er eine Weile auch die Leitung übernahm.

Durch die Veröffentlichung der vielen gesellschaftskritischen Werke machte sich Kurt Tucholsky jedoch zum Feind der Nationalsozialisten. So stand er als Autor auch auf der Liste der Bücherverbrennungen im Jahr 1933.

Kurt Tucholsky Lebenslauf

Für einen kurzen Überblick zu Kurt Tucholskys Leben, schau dir hier unseren Kurt Tucholsky Lebenslauf an:

  • 9. Januar 1890: Geburt in Berlin
  • 1907: Sein erstes Werk „Märchen“ erscheint
  • 1909: Abitur und Beginn des Jurastudiums
  • 1911: erste Beiträge und Gedichte in der Zeitung der deutschen Sozialdemokratie „Vorwärts“, Mitarbeit beim Wahlkampf der SPD, erste Reise nach Prag
  • 1912: Veröffentlichung der Geschichte „Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte“
  • 1913: Anstellung als Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift „Die Schaubühne“ (ab 1918 „Die Weltbühne“)
  • 1915: Antritt des Militärdienstes im ersten Weltkrieg
  • 1917-18: Redakteur für die Soldatenzeitschrift „Der Flieger“, Chefredakteur bei Berliner Satireblatt „Ulk“
  • 1919: Veröffentlichung der Artikelserie „Militaria“, Mitwirkung an der Gründung des Friedensbundes der Kriegsteilnehmer
  • 1922: schwere Depression, nicht bestätigter Selbstmordversuch
  • 1924: Arbeit als Korrespondent für „Die Weltbühne“ in Paris
  • 1926: Kurzzeitige Leitung der „Weltbühne“
  • 1928: Veröffentlichung der Schriften „Mit 5 PS“ und „Das Lächeln der Mona Lisa“
  • 1929: Umzug nach Schweden, Veröffentlichung „Deutschland, Deutschland über alles“
  • 1932: Sein letzter Artikel für „Die Weltbühne“ erscheint
  • 1933: Kurt Tucholsky wird auf die Liste der Autoren für die Bücherverbrennung gesetzt, Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft
  • 21. Dezember 1935: Tod in Schweden

Kurt Tucholsky – Jugend und schulische Ausbildung

Kurt Tucholsky wurde am 9. Januar 1890 als ältester Sohn des jüdischen Kaufmanns Alex Tucholsky und seiner Frau Doris in Berlin geboren. Etwa drei Jahre lebte die Familie dort, bevor sie für sechs Jahre nach Stettin (im heutigen Polen) zogen. 1899 kehrten die Tucholskys zurück nach Berlin.

In Berlin erfuhr Kurt Tucholsky eine umfassende Bildung. Zunächst besuchte er das französische Gymnasium am Reichstagufer. 1903 wechselte er auf das Königliche Wilhelms-Gymnasium. Doch schon zwei Jahre später verstarb sein Vater und hinterließ seiner Familie ein hohes Erbe. So erhielt Kurt Tucholsky Privatunterricht. In dieser Zeit entstand auch sein erstes Werk „Märchen“ (1907).

Im Jahr 1909 bestand er mit 19 Jahren sein Abitur und begann kurz darauf sein Jurastudium, ebenfalls in Berlin. Außerdem studierte er ein Semester an der Universität in Genf.

Kurt Tucholsky – erste Arbeiten als Schriftsteller

Kurt Tucholskys schriftstellerische Tätigkeiten begannen im Jahr 1911. Im April erschienen seine ersten Beiträge und Gedichte in der Zeitung der deutschen Sozialdemokratie „Vorwärts“. Hier zeigte sich bereits sein politisches Interesse, denn noch im selben Jahr arbeitete Tucholsky intensiv am Wahlkampf der SPD mit. Während einer Reise nach Prag im Jahr 1911 lernte er außerdem den Schriftsteller Franz Kafka und dessen Verleger Max Brod kennen. Für Kurt Tucholsky war Franz Kafka ein literarisches Genie.

Zwischen 1913 und 1915 festigte sich dann Kurt Tucholskys berufliche Laufbahn endgültig. Ab 1913 war er als Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift „Die Schaubühne“ (ab 1918 „Die Weltbühne“) angestellt. In dieser Zeit legte sich Kurt Tucholsky erstmals Pseudonyme zu. Unter den Namen „Ignaz Wrobel“, „Peter Panter“ und „Theobald Tiger“ veröffentlichte er verschiedene Texte. So hatte er die Möglichkeit, in der „Weltbühne“ auch in verschiedenen Rubriken zu schreiben, ohne dass sein Name mehrmals auftauchte. In seiner 1928 erschienenen Sammlung von Schriften „5 PS“ erklärte Kurt Tucholsky, dass er die Namen zufällig wählte.

1915 schloss Kurt Tucholsky zudem sein Jurastudium mit Promotion ab. Doch schon kurze Zeit später wurde er an die Kriegsfront gerufen.

Kurt Tucholsky – erster Weltkrieg

Als der 1. Weltkrieg ausbrach, musste Kurt Tucholsky seinen Dienst als Soldat antreten. Doch seine Einstellung zum Krieg war eindeutig — er verabscheute ihn. So versuchte Tucholsky durch erhöhten Zigarettenkonsum krank zu werden, damit er für den Wehrdienst ausschied. Außerdem weigerte er sich seine Waffe einzusetzen, da er die Gegner nicht verletzen wollte.

Doch schon bald wendete sich das Blatt für Kurt Tucholsky. Er wurde zum Kompanieschreiber befördert und war somit verantwortlich für das Verfassen von Berichten und Meldungen für Wehrmachtsbehörden. Ab 1917 war er Redakteur der Soldatenzeitschrift „Der Flieger“. Doch seine klare Abneigung gegen den Krieg zeigte sich auch in seinen Schriften. Das brachte ihm öfters Ärger ein.

Der Krieg und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten waren Anlass für Kurt Tucholsky, mehrere Kritiken zu schreiben. So veröffentlichte er 1919 das Gedicht „Krieg dem Kriege“, in dem er die Befehlsgewalt der Militärführung anklagt und sich für eine friedliche Zukunft stark macht.

Kurt Tucholsky und der Krieg

Tucholsky verabscheute den Krieg und weigerte sich aktiv gegen seinen Soldatendienst. Das lässt sich auch in seinen Texten dieser Zeit erkennen, in denen er immer wieder den Militarismus anklagt.

Auch in seinen weiteren Schriften spielt der Krieg — auch noch viele Jahre nach dessen Ende– eine zentrale Rolle. So verfasste Kurt Tucholsky 1930 beispielsweise das Gedicht „Das Dritte Reich“, in dem er sarkastisch die Entstehung des dritten Reiches beschreibt. Ein Jahr später folgte das Gedicht „Joebbels“. Kurt Tucholsky befasst sich in diesem Gedicht mit dem damaligen Reichsminister Joseph Goebbels und beschreibt dessen Werdegang mit einer sehr rauen Sprache und im Berliner Dialekt. 

Im Jahr 1918 wurde der Schriftsteller aufgrund des Krieges zudem nach Rumänien versetzt. Dort ließ sich Kurt Tucholsky protestantisch taufen und kehrte als Pazifist und Gegner des Militarismus nach Deutschland zurück.

💡 Gut zu wissen: Der Begriff „pacificus“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „friedliebend“. Der Pazifismus ist also eine Grundhaltung, die die Anwendung von Gewalt ablehnt und sich für den Frieden einsetzt. 

Kurt Tucholsky – Satiriker

Nach Kriegsende im Jahr 1918 bekam Kurt Tucholsky eine Stelle als Chefredakteur bei dem Berliner Satireblatt „Ulk“. Gleichzeitig arbeitete er für die „Schaubühne“, die sich jetzt „Weltbühne“ nannte, unter verschiedenen Synonymen. Da er unter einem seiner Künstlernamen Theobald Tiger nun auch im „Ulk“ Schriften veröffentlichte, legte sich Kurt Tucholsky weitere Pseudonyme zu. So erfand er beispielsweise die Figur Kaspar Hauser, unter dessen Namen 1918 erstmals Gedichte und Artikel erschienen.

In den folgenden Jahren verfasste er politische Leitartikel, Gerichtsreportagen, Gedichte, Buchbesprechungen, Glossen und Satire. Außerdem schrieb Tucholsky Lieder und Couplets für das Kabarett und seine Gedichtsammlung „Fromme Gesänge“ wurde veröffentlicht.

💡 Gut zu wissen: Ein Couplet ist ein Gedicht, in dem hauptsächlich aktuelle politische Themen aufgegriffen werden. Dabei wird von einer satirischen und zweideutigen Sprache Gebrauch gemacht.

Kurt Tucholsky – politisches Engagement

Mit seinen Werken kritisierte Kurt Tucholsky schon zu Kriegszeiten die Ungerechtigkeit und die Brutalität im ersten Weltkrieg. Und auch nach Beendigung des Krieges war der Krieg noch das Hauptthema für seine Schriften. So veröffentlichte er 1919 in der „Weltbühne“ eine Artikelserie unter dem Namen „Militaria“. Darin griff er die Regierungsweise von Kaiser Wilhelm dem 2. und seinen Soldaten an.

Gleichzeitig stellte er sich gegen den Mord an zahlreichen Politikern auf. Denn zur Zeit der Weimarer Republik gab es viele Anschläge auf linke und liberale Politiker. Doch auch demokratische Politiker kritisierte Kurt Tucholsky. Ihnen warf er vor, zu viel Nachsicht mit seinen Gegnern zu haben.

Um seinen politischen Interessen nachzugehen, wirkte Kurt Tucholsky ab Oktober 1919 an der Gründung des „Friedensbundes der Kriegsteilnehmer“ mit und war Mitglied der USPD. Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) war eine sozialistische Partei zur Zeit der Deutschen Kaiserzeit und der Weimarer Republik . Im Gegensatz zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) vertrat die USDP verstärkt linke Ansichten.

Kurt Tucholsky – Depression

Im Jahr 1920 heiratete Kurt Tucholsky seine langjährige Freundin Else Weil. Doch bereits zwei Jahre später litt Kurt Tucholsky an einer starken Depression. Denn wegen der steigenden Inflation in der Weimarer Republik musste Tucholsky zunächst seine schriftstellerischen Tätigkeiten aufgeben und in der Wirtschaft arbeiten. Das ließ den Schriftsteller an seiner journalistischen Arbeit zweifeln. Im Jahr 1922 soll er aufgrund seiner Depression einen Selbstmordversuch unternommen haben. 

Kurt Tucholsky – Ausland

Ab dem Jahr 1924 stellte Kurt Tucholsky seine schriftstellerische Tätigkeit wieder in den Vordergrund. So schloss er sich erneut mit dem Herausgeber der „Weltbühne“, Siegfried Jacobsohn, zusammen. Von nun an arbeitete er als Auslandskorrespondent für die „Weltbühne“ und die „Vossische Zeitung“ in Paris. In dieser Zeit ließ sich Tucholsky von Else Weil scheiden und heiratete nur kurze Zeit später Mary Gerold, die er bereits zur Zeit des Krieges kennengelernt hatte.

💡 Gut zu wissen: Ein Auslandskorrespondent ist ein Journalist, der über politische, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse im Ausland berichtet.

Als Korrespondent pendelte Kurt Tucholsky immer wieder zwischen Frankreich und Deutschland, blieb aber im Laufe der Zeit immer länger in Paris. Auch hier setzte sich Tucholsky stark für die Friedensbewegung ein und beobachtete gleichzeitig das politische Geschehen in Deutschland. Unter seinen verschiedenen Pseudonymen beteiligte er sich an politischen Diskussionen in der „Weltbühne“.

Kurt Tucholsky- Leiter der Weltbühne und weitere Schriften

Als der Herausgeber der „Weltbühne“ Siegfried Jacobsohn im Dezember 1926 verstarb, übernahm Kurt Tucholsky die Leitung der Zeitschrift. Doch weil er für die Führungsposition zurück nach Berlin musste, übergab er die Leitung nur einige Monate später Carl von Ossietzky.  

In den folgenden Jahren veröffentlichte Tucholsky den Essay „Ein Pyrenäenbuch“ (1927) und die Textsammlungen „Mit 5 PS“ und „Das Lächeln der Mona Lisa“ (1928). Zudem schrieb Kurt Tucholsky verschiedene Artikel, in denen er die Justiz der Weimarer Republik kritisierte

Doch mit seinen politischen Schriften machte sich Kurt Tucholsky nicht nur Feinde in Deutschland. Auch im Ausland stieß er auf Gegenwind. Dafür sorgte er unter anderem mit seinem Gedicht „Gesang der englischen Chorknaben“, das er 1928 unter dem Pseudonym Theobald Tiger veröffentlichte. In dem satirischen Gedicht stellt Tucholsky die Religion in den Fokus. Er wurde der Gotteslästerei beschuldigt und angeklagt.

Zudem verfasste Kurt Tucholsky im Jahr 1929 eine seiner bekanntesten Schriften. In der Erzählung „Deutschland, Deutschland über alles“ kritisiert der Schriftsteller die politischen Missstände Deutschlands. Gleichzeitig spricht er eine Warnung für die Zukunft Deutschlands aus — die sich später noch bewahrheiten sollte.

Kurt Tucholsky – Umzug nach Schweden

Auch die Ehe zu seiner zweiten Frau, Mary Tucholsky, scheiterte. Er lernte die Schriftstellerin Lisa Mattias kennen und besuchte mit ihr 1929 Schweden. Dort fand er Inspiration für leichtere Schriften wie den Roman „Schloss Gripsholm“ (1931)Doch Tucholsky beobachtete weiterhin das politische Geschehen in Deutschland und veröffentlichte mehrere kritische Schriften. 

Auch seine Befürchtungen für Deutschlands Zukunft sollten sich bewahrheiten. So zog Tucholsky 1929 endgültig nach Schweden. Gleichzeitig bahnte sich in Deutschland ein Prozess gegen die Zeitschrift „Die Weltbühne“ an. Sein Kollege und Leiter der Weltbühne Carl von Ossietzky wurde wegen Landesverrats angeklagt und zu 18 Monaten Haft verurteilt. Ursprünglich wollte Tucholsky seinen Freund bei dem Prozess unterstützen. Doch er fürchtete ein ähnliches Urteil und beschloss, in Schweden zu bleiben.

Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten

Ab 1931 legte Tucholsky seine Tätigkeiten als Schriftsteller weitgehend nieder. Zudem trennte er sich von Lisa Mattias und erlitt eine chronische Atem- und Nasenkrankheit. So verschlechterte sich Tucholskys psychischer und physischer Zustand immer mehr. Zwar schrieb er noch immer Artikel für die „Weltbühne“, doch mit der Machtergreifung Hitlers  waren auch diese schriftstellerischen Tätigkeiten dem Ende nahe.

1932 verfasste Kurt Tucholsky seinen letzten Artikel für die „Weltbühne“. Bereits ein Jahr später verboten die Nationalsozialisten die politische Zeitung und setzten Kurt Tucholsky auf die Liste der Autoren der Bücherverbrennungen. Auch die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm aberkannt.

Wiederholt musste Tucholsky feststellen, dass er mit seinem politischen Engagement auf Ablehnung stieß und sich seine Befürchtungen bewahrheiteten, die er in „Deutschland, Deutschland über alles“ schilderte. So hörte er letztendlich fast komplett mit dem Verfassen von politischen Schiften auf. Kurt Tucholsky schrieb lediglich noch verschiedene Briefe, die er Freunden zukommen ließ. Darin bezeichnete er sich selbst als „aufgehörten Dichter und Deutschen“.

Kurt Tucholsky – Tod

Einer dieser Briefe war an den Schriftsteller Arnold Zweig gerichtet. Darin kritisierte Tucholsky das passive Verhalten der deutschen Juden gegenüber dem Naziregime und zog gleichzeitig ein Resultat aus seinem politischen Engagement. 

Doch Tucholsky nagte nicht nur an den Fehlversuchen einer friedlicheren Gesellschaft. Auch sein gesundheitlicher Zustand wurde schlechter. So litt er 1935 an chronischen Magenbeschwerden, für die er starke Schmerztabletten einnahm. Am 20. Dezember 1935 fiel Kurt Tucholsky nach einer Überdosierung von Schlaftabletten in ein Koma, aus dem er nicht mehr aufwachte.

Einen Tag später wurde Kurt Tucholsky im Alter von 45 Jahren für Tod erklärt. Seine Überdosis wurde für viele Jahre hinweg als Suizidversuch gedeutet, allerdings konnte diese Vermutung nie bestätigt werden.

Kurt Tucholsky – Werke und Pseudonyme

Während seines Lebens verfasste Kurt Tucholsky viele Werke, in denen er die Missstände der deutschen Politik aufzeigte und für den Frieden kämpfte. Dabei schrieb er oft unter verschiedenen Namen.

In seinem Werk „Mit 5 PS“ (1928) beschreibt er die Entstehung und Hintergrundgeschichte seiner Pseudonyme. Eigentlich seien sie nur aus Spaß entstanden. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Aufgabenteilung der verschiedenen „Personen“ auch seine Vorteile hatte. So konnte Kurt Tucholsky unter verschiedensten Namen in der gleichen Zeitschrift seine Werke veröffentlichen.

Hier siehst du einen Überblick über Kurt Tucholskys Pseudonyme:

  • Ignaz Wrobel: Wrobel war der Verfasser eines Rechenbuches von Tucholsky. Den Namen Ignaz wählte Tucholsky weil er den Namen „ganz besonders hässlich“ und „kratzbürstig“ fand. Unter Ignaz Wrobel veröffentlichte Tucholsky besonders satirisch politische Kommentare, wie beispielsweise „Wo waren sie im Kriege, Herr – ?“ („Die Weltbühne“, 1926).

  • Theobald Tiger: Tucholskys Dozent an der juristischen Fakultät erfand Theobald Tiger, um einem Kontrahenten in einem Zivilprozess einen Namen zu geben. Unter diesem Pseudonym veröffentlichte Tucholsky Kommentare zu Tagesereignissen. Hier drückte er sich ausschließlich in Versen aus, wie in „Fromme Gesänge“ (1919).

  • Peter Panter: Auch Peter Panter war eine Erfindung von Tucholskys Dozenten. Panter war für Buchrezensionen und Theaterkritiken zuständig und schrieb kulturelle Texte für die Weltbühne, wie beispielsweise „Träumereien an preußischen Kaminen“ (1920).

  • Kaspar Hauser: Das Pseudonym Kaspar Hauser basierte auf einer reellen Person aus dem 19. Jahrhundert — einem Findelkind aus Nürnberg. Unter Kaspar Hauser schrieb Tucholsky Kritiken in einem eher melancholischem Stil, wie beispielsweise „Altes Lied“ (1932).

Hier findest du eine Auswahl von Kurt Tucholsky bekanntesten Werken:%pdfs dazu? copyright!

  • Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte (1912)
  • Der Zeitsparer (1914)
  • Krieg dem Kriege (1919)
  • Fromme Gesänge (1919)
  • Träumereien an preußischen Kaminen (1920)
  • Ein Pyrenäenbuch (1927)
  • Mit 5 PS (1928)
  • Das Lächeln der Mona Lisa (1928)
  • Gesang der englischen Chorknaben (1928)
  • Deutschland, Deutschland über alles (1929)
  • Das Dritte Reich (1930)
  • Joebbels (1931)
  • Lerne lachen ohne zu weinen (1931)
  • Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte (1931)
  • Augen in der Großstadt (1930)

Else Lasker-Schüler

Jetzt kennst du dich mit Kurt Tucholsky schon gut aus. Neben ihm war auch Else Lasker Schüler eine bekannte deutsche Autorin zur Zeit der Weimarer Republik. Mehr über sie erfährst du hier.  

Zum Video: Else Lasker-Schüler
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