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Basiskonzepte Biologie einfach erklärt

Die Basiskonzepte der Biologie unterteilen die umfangreichen Inhalte des Biologieunterrichts in übersichtliche Oberbegriffe.

In der Biologie werden sehr viele Inhalte und Fakten vermittelt, welche dir auf den ersten Blick vielleicht willkürlich und unstrukturiert vorkommen. Jedoch kannst du bestimmte Prinzipien und Strukturen in allen biologischen Themen wiedererkennen. Das sind die sogenannten Basiskonzepte.

Du unterteilst die acht Basiskonzepte der Biologie in:

  • Struktur und Funktion
  • Kompartimentierung
  • Stoff- und Energieumwandlung
  • Steuerung und Regelung
  • Information und Kommunikation
  • Reproduktion
  • Variabilität und Angepasstheit
  • Evolution 

Basiskonzepte Biologie – Struktur und Funktion

Das Basiskonzept Struktur und Funktion beschreibt den Zusammenhang, dass bestimmte Strukturen auch in den unterschiedlichsten Tieren, Pflanzen oder Zellen immer gleich sind. Der Grund dafür ist, dass die Strukturen für eine bestimmte Funktion spezialisiert sind.

Das erkennst du zum Beispiel an Stacheln. Diverse Tiere (Stachelschwein, Igel) und Pflanzen (Kaktus, Rosen) haben unabhängig voneinander eine spitze Struktur entwickelt (Stacheln, Dornen), um die Funktion „Abwehr“ zu erfüllen.

Den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion findest du aber nicht nur in morphologischen Analogien , sondern auch auf molekularer Ebene. Zum Beispiel haben verschiedenste Enzyme eine ähnliche Struktur, weil sie die gleiche Funktion, wie das Binden von Phosphatresten, übernehmen müssen.

Wichtige Beispiele von Struktur und Funktion in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Kompartimentierung

Damit die verschiedenen Reaktionsprozesse in Lebewesen reibungslos ablaufen können, finden sie in abgesonderten Reaktionsräumen statt. Die Aufteilung in verschiedene Reaktionsräume (Kompartimente), nennst du Kompartimentierung.

Das erkennst du zum Beispiel an Organen wie dem Magen. Der Magen produziert eine stark ätzende Säure (Magensaft), welche sogar den eigenen Körper angreifen und zersetzen könnte. Damit genau das nicht passiert, reagiert der Magensaft nur in einem abgesonderten, spezialisiertem Kompartiment (Magen).

Die gleiche Art der Arbeitsteilung findest du auch auf mikroskopischer Ebene. Die eukaryotische Zelle besteht nämlich aus diversen Kompartimenten (z.B. Zellkern, Mitochondrien), welche verschiedene Reaktionsprozesse parallel zueinander ausführen können.

Wichtige Beispiele von Kompartimentierung in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Stoff- und Energieumwandlung

Das Basiskonzept Stoff- und Energieumwandlung umfasst alle Stoffwechselprozesse, die der Energiegewinnung und dem Aufbau (Anabolismus) bzw. Abbau (Katabolismus) von Stoffen dienen. Jedes System in der Biologie, sei es in Tieren oder sogar ganzen Ökosystemen, ist an solchen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Das siehst du am besten bei der Nahrungsaufnahme, weil dieser Vorgang bei allen Lebewesen nach dem gleichen Prinzip abläuft. Zuerst wird Nahrung in kleinere Teile, also Kohlenhydrate, Fette und Proteine zersetzt. Die Zersetzung dient der Energiegewinnung und die kleineren „Bausteine“ werden unter Energieaufwand zu eigenen Strukturen, wie beispielsweise Geweben oder Muskeln, umgewandelt.

Wichtige Beispiele von Stoff- und Energieumwandlung in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Steuerung und Regelung

Lebewesen aller Art steuern und regulieren ihre Stoffwechsel- und Reaktionsprozesse, damit sie trotz wechselnder Faktoren wie Wetter (abiotisch) oder Fressfeinden (biotisch) unter den bestmöglichen Bedingungen ablaufen.

Dein Körper ist beispielsweise stets bemüht, eine Körpertemperatur von 37° C aufrechtzuerhalten. Wirst du jedoch krank, erhöht sich deine Körpertemperatur, gesteuert von deinem Körper (Fieber). Nach Bekämpfen der Krankheit wird die Körpertemperatur wieder auf 37° C reguliert

Nicht nur innerhalb von Organismen, sondern auch zwischen Organismen findest du Steuerung- und Regelungsprozesse. Ein klassisches Beispiel ist die Räuber-Beute-Beziehung zwischen Schneehase und Luchs.

Gibt es viele Schneehasen, haben Luchse viel zu fressen und vermehren sich. Dadurch gibt es mehr Luchse, welche zu viele Schneehasen fressen. Weil es nur noch wenig Schneehasen gibt, finden wenig Luchse Beute. Viele Luchse verhungern, wodurch die Schneehasen weniger Fressfeinde haben und sich vermehren. Der Kreislauf beginnt von Neuem, da die Populationen von Luchs und Schneehase sich gegenseitig regulieren!

Wichtige Beispiele von Steuerung und Regelung in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Information und Kommunikation

Information und Kommunikation sind für das Funktionieren von Organismen sowie Gesellschaften von Organismen unvermeidlich. 

In der Tierwelt erfolgt Kommunikation durch Laute, Verhalten oder sogar Farben. Zum Beispiel durch den auffällig gefärbten Pfauenschwanz, der dem Pfauenweibchen Paarungsbereitschaft kommunizieren soll. Oder auch die bunte Färbung von Blüten, welche Insekten die Information geben, dass sie hier Nektar finden können. 

Doch wie können wir Farben überhaupt erkennen? Dafür haben wir bestimmte Nervenzellen, welche die unterschiedlichen Wellenlängen von Farben wahrnehmen und diese Information durch diverse Signaltransduktionswege weiterleiten. 

Wichtige Beispiele von Information und Kommunikation in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Reproduktion

Egal ob du dir Bakterien, Pflanzen oder Tiere anschaust, Reproduktion ist für alle Organismen der einzige Weg, um das Fortbestehen der eigenen Art zu garantieren.

Einzeller wie zum Beispiel Amöben können sich asexuell reproduzieren, indem sie sich teilen und somit klonen. Dabei wird das Erbgut durch Mitose weitergegeben.

Andere Lebewesen, welche sich sexuell reproduzierenvermischen ihr Erbgut durch die sogenannte Meiose. Manche Nachkommen wachsen noch im Lebewesen heran (z.B. Embryo diverser Tiere) oder auch in der Erde (z.B.: Eichel). 

Wichtige Beispiele von Reproduktion in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Angepasstheit und Variabilität

Wo auch immer du dich in der Natur befindest, alle Lebewesen um dich herum haben sich an bestimmte Bedingungen angepasst und Variabilität entwickelt. Sie besetzen eine bestimmte ökologische Nische, auf die sich diese Organismen spezialisiert haben.

Eine typische Anpassung an die Umwelt sind die Schattenpflanzen. Die großen Bäume in Wäldern lassen nur wenig Licht zum Waldboden durchscheinen. Somit siehst du unter den Bäumen nur Pflanzen, welche sich an die schattigen Umstände angepasst haben und auch mit wenig Licht ihr Maximum an Photosynthese erreichen. 

In den Ästen der Bäume findest du Beispiele für Variabilität — die Vögel! Jede Vogelart hat sich an andere Bedingungen angepasst, was du an der Variabilität ihrer Schnäbel erkennst. Während der Buntspecht seinen stabilen Schnabel gegen die Baumrinde trommelt, nutzt die Stockente ihren löffelartigen Schnabel, um den Boden eines Gewässers nach Nahrung abzusuchen (Gründeln).

Wichtige Beispiele von Variabilität und Angepasstheit in der Biologie:

Basiskonzepte Biologie – Evolution

Das Basiskonzept der Evolution findest du in allen anderen Konzepten wieder, weil die gesamte belebte Welt durch Evolution entstanden ist.

Evolution ist der Grund, wieso Einzeller, Tiere und Menschen sich überhaupt entwickelt haben. Das siehst du im Stammbaum des Lebens.  

Wichtige Beispiele von Evolution in der Biologie:

Evolutionstheorie

Jetzt kennst du alle Basiskonzepte der Biologie und passende Beispiele dazu! Wie das Basiskonzept Evolution entstand, wurde im Laufe der Jahre durch viele Theorien erforscht. Welche Evolutionstheorien es gibt und was sie besagen, erfährst du hier unserem Video !%Thumbnail Thema Evolutionstheorie

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