Wissenschaftliches Arbeiten

Methoden für deine Arbeit
Gute Quellen – Schlechte Quellen

In einer wissenschaftlichen Arbeit, egal ob Haus-, Seminar-, Bachelor- oder Masterarbeit, sind die Quellen ein wichtiger Bestandteil. Es ist wichtig, gute Quellen von schlechten Quellen unterscheiden zu können, da davon deine Note sehr stark abhängen kann.

Vertiefung Gute Quellen – Schlechte Quellen

Vorerst musst du zwischen Primär- und Sekundärquellen unterscheiden. Primärquellen sind Originalliteratur. Dabei handelt es sich um Schriften eines Autors, wie einen Forschungsbericht, oder Quellenwerke, wie Gesetze, die zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung werden können. Zur Sekundärliteratur gehören Werke, die sich mit der Primärliteratur beschäftigen und auf diese verweisen.

Wie der Name schon sagt, ist die Primärliteratur die Nummer eins unter den Quellen! Wenn möglich, solltest du so wenig Sekundärliteratur wie möglich benutzen. Oft ist die Primärliteratur aber nicht zugänglich, sodass du doch auf Sekundärliteratur zurückgreifen musst. Mit der Sekundärliteratur kannst du dir außerdem einen guten Überblick über dein Thema verschaffen. Sie kann dir auch helfen, gute Primärquellen zu finden – die sind schließlich immer in den Fußnoten angegeben!

Wie kannst du gute von schlechten Quellen unterscheiden? Ganz einfach, indem du dir diese 5 Fragen beantwortest:

Gute Quellen - Schlechte Quellen
Gute Quellen – Schlechte Quellen 5 Fragen

Zuerst solltest du dir den Verfasser der Quelle genau anschauen…du findest gar keinen Autor? Schlechtes Zeichen, das ist sicher kein wissenschaftliches Werk! Ansonsten kannst du online über den Verfasser recherchieren: Gibt es weitere Publikationen oder ist er an einer Hochschule oder einer wissenschaftlichen Einrichtung angestellt? Das sind Hinweise auf eine gute Quelle!

Deine Online-Recherche ist aber noch nicht zu Ende, denn jetzt kommen wir zum zweiten Punkt – der Frage nach dem Kontext. Hier musst du herausfinden, wie das Werk veröffentlicht wurde. Wurde es von einem Fachverlag oder von einem Privatverlag publiziert? Mit dem Fachverlag hast du die besseren Karten. Oder ist der Text in einer Fachzeitschrift erschienen? Dann kannst du nämlich sicher sein, dass er vor Veröffentlichung gründlich geprüft wurde! Auch sogenannte “Paper”, also kurze Aufsätze, die von wissenschaftlichen Einrichtungen herausgegeben werden, sind eine zuverlässige Quelle. Vorlesungsskripte oder Powerpoint-Präsentationen haben aber nichts in deiner wissenschaftlichen Arbeit verloren!

Gute Quellen - Schlechte Quellen
Gute Quellen – Schlechte Quellen Kontext

Weiter geht’s mit dem dritten Punkt: Wo wird der Text aufgeführt? Alle Medien, die im OPAC deiner Uni oder in anderen wissenschaftlichen Datenbanken aufgeführt werden, sind zuverlässig. Wenn das nicht der Fall ist, such‘ den Text doch in Google Scholar – dort wird dir angezeigt, wie oft er in anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zitiert wurde. Vielzitierte Quellen kannst du guten Gewissens verwenden!

Die vierte Frage, die du dir beantworten solltest, ist die der Aktualität. Wann wurde der Artikel oder das Buch veröffentlicht? Besonders bei Themen, die in den letzten Jahren einen großen Umschwung erlebt haben, sollte eine Quelle nicht mehrere Jahre alt sein.

So, dann kommen wir zum letzten Punkt: Genügt der Text wissenschaftlichen Anforderungen? Wenn es sich bei deiner Primärquelle beispielsweise um einen Forschungsbericht zu einer Studie handelt, überprüfe, wie darin das methodische Vorgehen ist. Generell sollten die Texte valide, reliabel und objektiv geschrieben sein – also allgemeingültig, nachvollziehbar und ohne den Einfluss einer persönlichen Meinung.

Gute Quellen - Schlechte Quellen
Gute Quellen – Schlechte Quellen Validität, Reliabilität, Objektivität

Also, fassen wir nochmal kurz zusammen: Zu guten Quellen gehören Fachbücher, Monographien, wissenschaftliche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Aufsätzen oder Konferenzbänden und Forschungsberichte – also ganz einfach: alles, was du in der Unibib findest.

Romane, Boulevardzeitungen, Vorlesungsskripte, Lehrbücher, Lexika, und Bachelor- oder Hausarbeiten sind Quellen, aus denen du nicht zitieren solltest.

Das hilft schon weiter, aber was ist mit Internetquellen? Die prüfst du mit denselben fünf Schritten. Wenn du nach den Tests keinen Fehler entdeckt hast, ist die Internetseite abgesegnet und du kannst sie ohne Bedenken für deine wissenschaftliche Arbeit verwenden! Generell sind Websites von großen Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichten gute Quellen für wissenschaftliches Arbeiten. Noch ein Tipp: Wikipedia ist keine zuverlässige Quelle, du kannst dir dort aber am Anfang einen Überblick über dein Thema verschaffen und erste Primärquellen finden!

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