Zoologie
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Frösche zählen beispielsweise zu den Amphibien. Was genau Amphibien sind und wie du sie einteilen kannst, erklären wir dir in diesem Artikel. %Schau dir hier direkt unser Video dazu an!

Was sind Amphibien?

Amphibien (Amphibia) oder auch Lurche bilden eine Klasse der Wirbeltiere%Verlinkung. Sie leben in Feuchtgebieten und sind für ihre Fortpflanzung an Gewässer gebunden. 

Das Besondere bei ihrer Entwicklung ist, dass ihr Körper eine deutliche Veränderung durchmacht. Die erste Lebensphase verbringt ein Amphib nämlich als Larve im Wasser, bevor es an Land zurückkehrt. 

Die heute noch lebenden Arten (= Lissamphibia) kannst du in die drei Ordnungen Froschlurche, Schwanzlurche und Schleichenlurche einteilen. Der zugehörige Amphibien-Stamm sind die Chordatiere mit dem Unterstamm der Wirbeltiere.

Froschlurche, Schwanzlurche, Schleichenlurche, Anura, Caudata, Lurche, Frösche, Kröten
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Amphibien

%</span><span style="color: #ff00ff;"> %Beschriftung: Amphibien, Alt.Text: Froschlurche, Schwanzlurche, Schleichenlurche, Anura, Caudata, Lurche, Frösche, Kröten %@animation: als Beschriftung reicht Froschlurche, Schwanzlurche, Schleichenlurche

Amphibien Einteilung

Die Klasse der Amphibien setzt sich aus den drei folgenden Ordnungen zusammen: 

  • Froschlurche (Anura): Frösche, Kröten und Unken
  • Schwanzlurche (Caudata): Salamander und Molche
  • Schleichenlurche / Blindwühlen (Apoda)

Bekannte Beispiele für Amphibien dieser Gruppen sind der Riesensalamander und die Aga-Kröte, weil sie zu den größten Vertretern der Amphibienarten gehören. Die Aga-Kröte stellt in Australien ein großes Problem dar, weil sie sich dort ungehindert ausbreitet. Auch der Krallenfrosch ist sehr bekannt. Mit ihm wurden früher nämlich Schwangerschaftstests durchgeführt. 

Einheimische Arten

Zu den Lurchen in Deutschland gehören Frösche, Kröten, Unken, Salamander und Molche. Insgesamt findest du 21 heimische Amphibien-Arten. Das sind: 

Salamanderarten

  • Alpensalamander
  • Feuersalamander

Molcharten

  • Bergmolch
  • Kammmolch
  • Alpen-Kammmolch
  • Fadenmolch
  • Teichmolch

Unkenarten

  • Rotbauchunke
  • Gelbbauchunke

Krötenarten

  • Geburtshelferkröte
  • Knoblauchkröte
  • Erdkröte (Bufo Bufo)
  • Kreuzkröte
  • Wechselkröte

Froscharten

  • Laubfrosch
  • Moorfrosch
  • Grasfrosch (Rana Temporaria)
  • Springfrosch
  • Teichfrosch
  • Seefrosch
  • Kleiner Wasserfrosch

Merkmale Amphibien

Die Haut der Amphibien ist sehr dünn, nackt und feucht. Denn im Gegensatz zu Reptilien besitzen sie keine Schuppen. Während die Haut bei Fröschen und Salamandern glatt ist, ist sie bei Unken und Kröten faltig und warzig. Das ist beispielsweise ein Unterschied zwischen Frosch und Kröte. Aus ihrer Haut können die Lurche Schleim und Gifte absondern, um sich vor Feinden zu schützen. Außerdem ist ihre Hautschicht reich an Pigmenten, weshalb sie viele verschiedene Farben annehmen kann (roter Feuersalamander, Gelbbauchunke). Über ihre durchlässige Haut können Amphibien atmen, sowie ihren Wasserhaushalt regulieren. 

Lurchtiere besitzen vier Gliedmaßen. An ihren Füßen haben sie wie wir Menschen fünf Zehen, ihre Hände bestehen dagegen nur aus vier Fingern. Bei den Schleichenlurchen sind die Gliedmaßen allerdings vollständig zurückgebildet. 

4 Finger, Frosch, Lurchtier, 4 Gliedmaßen
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Amphibien Körperbau

%</span><span style="color: #ff00ff;"> %Beschriftung: Amphibien Körperbau, Alt.Text: 4 Finger, Frosch, Lurchtier, 4 Gliedmaßen %@animation: muss kein skelett sein, hauptsache man erkennt die Anzahl an Gliedmaßen und Fingern/Zehen

Bei der Amphibien-Atmung gibt es verschiedene Wege. Als Larven atmen sie über Kiemen, später dann über einfache Lungen. Außerdem können sie auch über ihre Haut atmen. 

Amphibien besitzen ein Herz mit zwei getrennten Vorhöfen und nur einer Herzkammer, in der sich sauerstoffarmes und -reiches Blut mischen kann. Dadurch sind der Lungen- und der Körperblutkreislauf der Amphibien nicht vollständig getrennt. 

Amphibien Lebensweise

Ihre dünne Haut müssen die Lurche ständig feucht halten, wodurch sie sich an ein Leben in Gebieten nahe von Gewässern binden. Dort ernähren sie sich vor allem von Insekten, Würmern und Schnecken. 

Amphibien sind wechselwarme Tiere. Das heißt, dass sie ihre Körpertemperatur ständig verändern, um sie an die Temperatur ihrer Umwelt anzupassen. 

Wie überwintern Amphibien denn dann? Wenn es im Winter kalt wird und die Temperaturen unter einen bestimmten Wert sinken, fallen sie in eine Winterstarre. Darunter verstehst du einen Zustand, in dem die Tiere ihre Aktivität herunterfahren. Dann bewegen sie sich nicht mehr, fressen nichts mehr und ihre Herz- und Atemfrequenz sinken. Um zu überwintern, verstecken sich Amphibien zum Beispiel in Wurzelhöhlen, Erdlöchern oder Felsspalten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Vor allem für ihre Fortpflanzung sind Amphibien an Feuchtbiotope gebunden und müssen das Wasser suchen. Der Grund dafür ist, dass sich ihre Larven im Wasser entwickeln. 

Schauen wir uns die Fortpflanzung und Entwicklung der Amphibien am Beispiel der Froschlurche genauer an. 

In der Paarungszeit können die Männchen besondere Ruflaute erzeugen, um Weibchen anzulocken. Die weiblichen Tiere legen ihre vielen Eier in Form von Laich ins Wasser ab, sodass die Männchen die Eier äußerlich befruchten können. Nach nur wenigen Tagen entwickeln sich daraus die Larven (Kaulquappen). Sie besitzen Kiemen, um unter Wasser atmen zu können. 

Im Laufe ihrer Entwicklung bilden sich eine Lunge sowie Gliedmaßen, während sich die Kiemen und der Schwanz zurückbilden. Ab diesem Zeitpunkt wechseln die Frösche ihren Lebensraum und leben an Land. Die deutliche Umwandlung der Gestalt von der Larve zum erwachsenen Tier nennst du Metamorphose

Frosch, Grasfrosch, Kaulquappe, Laich, Kröte
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Metamorphose

%</span><span style="color: #ff00ff;"> %Beschriftung: Metamorphose, Alt.Text: Frosch, Grasfrosch, Kaulquappe, Laich, Kröte %@animation: am besten noch mit Wasser/Land darstellen

Es gibt jedoch ein paar Arten, bei denen die Entwicklung anders aussieht. Beispielsweise beim Alpensalamander, der seine Jungen fertig entwickelt und lebend zu Welt bringt oder bei Grottenolm und Axolotl, die ihr Leben durchgehend im Wasser verbringen. Das heißt, dass ein Axolotl Baby seine Kiemen behält und keine Metamorphose durchläuft. 

Amphibien Gefährdung und Amphibienschutz

Die Anzahl an Lurchen ist stark zurückgegangen und viele Arten gelten als gefährdet. Das liegt unter anderem an folgenden Gründen: 

  • Anfälligkeit der Amphibien für Schadstoffe in der Umwelt (Pestizide, Dünger, Chemikalien) durch ihre dünne Haut
  • Zerstörung oder Verkleinerung der Lebensräume (Biotope ), vor allem der Laichgewässer durch Bebauung oder Vermüllung
  • dichtes Straßennetz, sodass viele Tiere auf der Wanderung zum Laichgebiet überfahren werden

Daher stehen alle Amphibienarten seit 1980 nach der Bundesartenschutzverordnung unter Schutz. Das Naturschutzgesetz verbietet es zum Beispiel, Laich oder ausgewachsene Tiere aus Gewässern zu entnehmen, um sie in den eigenen Gartenteich umzusiedeln. Außerdem gibt es mittlerweile viele Gebiete, in denen Krötenschutzzäune gebaut oder sogar Straßen gesperrt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass die Kröten auf ihrer Wanderung überfahren werden. 

Ökosystem See

Frösche und Kröten sind auch ein Teil des Ökosystems See. Da es in Ökosystemen viele empfindliche Kreisläufe gibt, ist es wichtig, alle Lebewesen darin zu schützen, um das System nicht durcheinanderzubringen. %Schau dir jetzt unser Video zum Ökosystem See an und lerne, welche Tiere dort noch leben und welche Nahrungsbeziehungen zwischen ihnen herrschen! %Thumbnail Ökosystem See

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