Ökologie
Merkmale von Tieren
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Axolotl werden auch ‚Wassermonster‘ genannt. Was Axolotl eigentlich sind und weitere spannende Fakten über sie, erfährst du in diesem Beitrag. Hier geht’s direkt zum Video!

Was ist ein Axolotl?

Axolotl (Ambystoma mexicanum) sind mexikanische Schwanzlurche. Sie leben hauptsächlich im Wasser, gehören aber nicht zu den Fischen, sondern zu den Amphibien.

Die Lurche sind allerdings keine gewöhnlichen Amphibien , wie zum Beispiel Frösche. Sie durchlaufen nämlich keine Metamorphose und behalten somit ihre Larvengestalt ein Leben lang. Außerdem haben Axolotl eine Superkraft: Regeneration. Das bedeutet, dass sie Gliedmaßen und sogar Organe bei Verletzung oder Verlust regenerieren (ersetzen) können.

Die kleinen Tiere sehen aus wie eine Mischung aus Salamandern und Kaulquappen. Du erkennst sie an ihrem Lächeln und den Kiemen. Die sind, wie Fühler, nach außen gestreckt.

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Axolotl

Axolotl Steckbrief

Wie alt werden Axolotl und wie nennst du sie auf Englisch? Das und weitere interessante Fakten über den Lurch haben wir in unserem Steckbrief für dich zusammengefasst:

Name Axolotl
Wissenschaftlicher Name Ambystoma mexicanum
Englische Namen Axolotl, mexican walking fish
Systematik Unterstamm: Wirbeltiere
Tierklasse
: Amphibien
Ordnung: Schwanzlurche
Familie: Querzahnmolche
Aussehen Körperbau: Seitlich flacher Schwanz; sechs Kiemenäste am breiten Kopf; Augen ohne Lider
Natürliche Farben: dunkelgrau, braun
Gezüchtete Farben: weiß oder goldgelb mit rötlichen Kiemen; schwarz
Größe etwa 25 Zentimeter lang
Alter/Lebenserwartung bis zu 20 Jahre
Nahrung Fleischfresser
Beispiele: Krebstiere, kleine Fische, Larven
Wissenswertes
  • Der Name stammt aus der aztekischen Sprache und bedeutet so viel wie ‚Wassermonster‘.
  • Sie können Gliedmaßen und Organe bei Verlust ersetzen (Regeneration)
  • Die Lurche kannst du als Haustier im Aquarium halten.
  • Sie sind nachtaktiv.

Wie sieht ein Axolotl aus?

Axolotl sind Molche, die in ihrer Größe einem Feuersalamander ähneln. Du kannst sie dir wie große Kaulquappen mit vier Beinen vorstellen. Ihr Schwanz ist nämlich seitlich flach. Auch ihre natürlich vorkommende Farbe lässt sich mit der Farbe von Kaulquappen vergleichen, denn sie sind dunkelgrau oder braun.

Trotzdem kannst du viele unterschiedliche Färbungen des Axolotls finden — die sind durch Zucht entstanden. Unter anderem kannst du weiße, schwarze oder auch Harlekin-Axolotl finden. Bei den unterschiedlich-farbigen Tieren handelt es sich aber nicht um verschiedene Arten, sondern nur um einzelne Züchtungen, wie du es bei Hunden kennst.

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Farbschläge von Axolotls

Was aber alle Axolotl gemeinsam haben, sind ihre Kiemenäste. Die Kiemen befinden sich bei den Schwanzlurchen nämlich wie kleine Bäume außen am Kopf. Außerdem sehen sie immer so aus, als ob sie lächeln würden.

Wo leben Axolotl?

Ursprünglich stammen die Lurche aus Mittelamerika — genauer gesagt aus Mexiko. Dort kommen sie bis heute im Xochimilco-See und dem Chalco-See vor. Das liegt daran, dass sie hier ihre optimalen Lebensbedingungen finden: kühles Süßwasser und genügend passende Nahrung, wie zum Beispiel Krebstiere.

Obwohl Axolotl Beine haben, halten sie sich nicht an Land, sondern meist am Bodengrund im Wasser auf. Dort stimmt die Temperatur und die mexikanischen Molche finden ihre typische Nahrung.

Was fressen Axolotl?

Die Wirbeltiere ernähren sich in freier Wildbahn meist von Krebstieren, kleinen Fischen, Larven oder Laich anderer Tiere. Hin und wieder kommt es auch dazu, dass die Lurche nicht nur den Nachwuchs anderer Lurche, sondern sogar Junge ihrer eigenen Art fressen.

Werden die Molche von uns Menschen gehalten, bekommen sie häufig kleine Fische, Schnecken, Kellerasseln oder Regenwürmer als Futter vorgesetzt.

Wie vermehren sich Axolotl?

Die Fortpflanzung findet bei den Lurchen in der freien Natur meist im Februar statt. In menschlicher Obhut gibt es keine festgelegte Paarungszeit.

Axolotl haben dabei ein ganz besonderes Paarungsverhalten: Sobald das Männchen paarungsbereit ist, beginnt es zu tanzen. Hat er das Weibchen beeindruckt, legt er Spermien auf dem Boden ab, die das Weibchen dann über die Kloake aufnimmt.

Im späteren Verlauf laicht das Axolotl-Weibchen, sie legt also die Eier im Wasser ab. Der Nachwuchs schlüpft nach circa 15-20 Tagen. Dann kann die eigentliche Entwicklung der Axolotl-Babys losgehen. Bis der mexikanische Lurch ausgewachsen und geschlechtsreif ist, vergehen 8-15 Monate.

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Entwicklung: Frosch vs. Axolotl

Im Gegensatz zu anderen Amphibien , durchlaufen Axolotl in dieser Zeit aber keine Metamorphose (Gestaltänderung), sondern wachsen nur — das nennst du Neotenie. Das Merkmal teilen Axolotl auch mit anderen Tieren, wie beispielsweise dem Grottenolm. Für die Schwanzlurche bedeutet das, dass sie ihre Kiemen behalten und weiterhin im Wasser leben. Deshalb sehen sie auch den Kaulquappen von Fröschen so ähnlich.

Axolotl als Haustier

Du kannst Axolotl auch als Haustier in einem Aquarium halten. Die Haltung ist dabei gar nicht so einfach. Hier haben wir dir zusammengefasst, was die Lurche für ein optimales Aquarium brauchen:

  • Kies
  • einen Unterschlupf (z.B. eine Höhle)
  • kühle Temperaturen (etwa 17°C)
  • genügend Platz (für ein Tier mind. 100 Liter Wasser)
  • neutrales Wasser (pH-Wert: 7-8,5)

Möchtest du dir aber ein oder mehrere Axolotl zulegen, solltest du beachten, dass sie bis zu 20 Jahre alt werden, also älter als Hunde! Außerdem ist wichtig, dass sie nachtaktiv sind und keine Mitbewohner mögen. Sie sollten also ein Aquarium für sich haben.

Amphibien

Axolotl gehören, wie alle Schwanzlurche, zu den Amphibien . Aber welche Tiere gehören noch dazu? Schau dir unser Video an, um das herauszufinden!

Zum Video: Amphibien
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