Psychologie
Kommunikation
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Was ist Kommunikation? Damit das alltägliche Leben reibungslos ablaufen kann, ist eine erfolgreiche Kommunikation sehr wichtig. Aber was bedeutet Kommunikation? Hier und in unserem Video  geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten Punkte, die du dazu wissen solltest!

Was ist Kommunikation?

Unter Kommunikation verstehst du den Austausch von Informationen zwischen mindestens zwei Menschen. Dabei wird zwischen einem Sender und Empfänger unterschieden. Für den Austausch verwenden wir nicht nur unsere Sprache, sondern auch Mimik, Gestik und Tonfall. Das heißt, neben dem verbalen Austausch — also über die Sprache — kann Kommunikation auch nonverbal stattfinden. Durch nonverbale Sprache offenbart dir dein Gegenüber einen Teil seiner Gefühle

Je nach Kontext kann dein Gesprächspartner Informationen anders verstehen. Auch deine Stimmung und deine Einstellung gegenüber deinem Gesprächspartner tragen zum Verständnis bei. Werden Aussagen und Botschaften falsch verstanden, kommt es oft zu Missverständnissen, Konflikten und Unzufriedenheit. Wie du das verhindern kannst, erfährst du hier!

Kommunikation Definition

Kommunikation ist der Austausch von Informationen mithilfe von Sprache oder Zeichen zwischen einem Sender und einem oder mehreren Empfängern.

Kommunikationsarten

Bei der Definition von Kommunikation können viele Arten der Kommunikation unterschieden werden. Wir unterscheiden zwischen verbaler, nonverbaler und paraverbaler Kommunikation:

  Kommunikationsarten Erklärung Kommunikationswerkzeug
💬 Verbale Kommunikation Verbale Kommunikation meint den Informationsaustausch mithilfe von Sprache.  Gesprochenes und geschriebenes Wort
👉 Nonverbale Kommunikation Unter nonverbaler Kommunikation verstehst du die Verständigung ohne Worte.  Mimik, Gestik und Körperhaltung 
🔊 Paraverbale Kommunikation

Paraverbale Kommunikation bezeichnet Kommunikation jenseits der gesprochenen Sprache. Unter paraverbal verstehst du die Art der Ansprache, ob laut oder leise, schnell oder langsam, betont oder unbetont.

Artikulation, Tonfall, Lautstärke, Stimmlage, Sprechtempo, Sprechpausen 

In allen Fällen sendest du eine Botschaft zum Empfänger. Botschaften werden aber nicht nur durch Stimme, Gestik und Mimik transportiert, sondern auch durch Betonung, Tonfall und Aussprache — also, wie wir etwas sagen.

Synchrone und Asynchrone Kommunikation

Kommunikation kann entweder synchron oder asynchron stattfinden: 

  • synchrone Kommunikation: Zwei Menschen kommunizieren zur gleichen Zeit miteinander. (Beispiele: persönliches Gespräch, Telefonate, Chats)
  • asynchrone Kommunikation: Die Kommunikation von zwei Personen finden nicht gleichzeitig statt. (Beispiele: Briefe, Fax, E-Mails)

Gerade mit neueren Kommunikationstechnologien wird die asynchrone Kommunikationsart stark genutzt. Diese Kommunikationsform ist jedoch viel anfälliger für Missverständnisse als die synchrone Kommunikation, da die paraverbalen und nonverbalen Elemente fehlen oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden.

Kommunikationsmodelle

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist ein komplexer, schwer erklärbarer Prozess. Deshalb folgt mit der Definition der Kommunikation auch die Entwicklung von Kommunikationsmodellen (und Kommunikationstheorien). Alle Modelle haben das Ziel, Kommunikation zu erklären und die verschiedenen Zusammenhänge, Ebenen und Vorgänge während des Kommunikationsprozesses möglichst einfach darzustellen. 

Kommunikationsmodelle helfen dir, deinen Kommunikationspartner wie deine Familie, deine Freunde, Bekannte und Autoritätspersonen besser zu verstehen. So kannst du Konflikte und Missverständnisse vermeiden und die Handlungen deiner Gesprächspartner besser nachvollziehen. 

Zu den wichtigsten Kommunikationsmodellen gehören folgende Modelle: 

Die Kommunikationsmodelle stellen wir dir jetzt genauer vor: 

Eisbergmodell (Sigmund Freud) – Kommunikationsmodelle 

Das Eisbergmodell geht auf die Überlegungen des Psychologen Sigmund Freud zurück. Freud nutzte zur Definition der Kommunikation einen Eisberg als Symbolbild für den Dialog zwischen Menschen. Bei einem Eisberg befinden sich nur ca. 20 % oberhalb des Wassers. Diesen Teil nennst du beim Eisbergmodell auch die Sachebene. Die restlichen 80 % sind unterhalb des Wassers verborgen. Das ist die Beziehungsebene.

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Eisbergmodell

Genau so ist es bei der menschlichen Kommunikation. Etwa 20 % der Kommunikation machen die bewusste, sichtbare Sachebene aus. Darunter fasst du Aussagen über Fakten und Informationen, die du deinem Gesprächspartner durch Worte mitteilst. Die restlichen 80 % stellen die unbewusste, unsichtbare Beziehungsebene dar. Dazu gehören alle Erfahrungen, Wertvorstellungen, Gefühle, Wünsche und Antriebe des Einzelnen. Sie sind in einer Kommunikation nie vollständig und nur unterschwellig über die Mimik, Gestik und den Tonfall zu erkennen. Gleichzeitig beeinflussen sie die Kommunikation. 

Du willst noch mehr über das Eisbergmodell wissen? Dann schau dir jetzt unser separates Video dazu an!

Zum Video: Eisbergmodell
Zum Video: Eisbergmodell

Sender Empfänger Modell (Shannon und Weaver) – Kommunikationsmodelle

Das Sender Empfänger Modell ist ein von den Mathematikern Shannon und Weaver entwickeltes Kommunikationsmodell. In diesem Modell geht es darum, dass ein Sender (Person A) eine Botschaft/Nachricht an einen Empfänger (Person B) übermittelt. Dazu wandelt der Sender seine Gedanken in Sprache, Schrift oder Körpersprache um — er codiert seine Botschaft. Die Botschaft sendet er dann als ein Signal an den Empfänger. 

Der Empfänger nimmt sie wahr, übersetzt sie in seine Worte und versteht sie — er decodiert die Botschaft also wieder. Anhand der Reaktion des Empfängers erkennt der Sender, ob er seine Absicht klarmachen konnte. Der Empfänger reagiert jetzt auf die Botschaft und wird somit selbst zum Sender. 

Kommt eine andere Botschaft beim Empfänger an, als die vom Sender ursprünglich übermittelte, ist es zu einer Störung des Kommunikationsprozesses gekommen. 

Wenn du wissen willst, wie es zu einer Störung im Kommunikationsprozess kommen kann, schau dir unser Video zum Sender Empfänger Modell an und erfahre mehr darüber!

Zum Video: Sender Empfänger Modell
Zum Video: Sender Empfänger Modell

5 Axiome (Paul Watzlawick) – Kommunikationsmodelle

Zur genaueren Definition der Kommunikation dienen auch die 5 Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawick. Sie können auf jede Kommunikation angewendet werden und lauten wie folgt:

  • Axiom 1Man kann nicht nicht kommunizieren (Jeder kommuniziert auch nonverbal durch sein Verhalten)
  • Axiom 2Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt (Was wird kommuniziert und wie wird es kommuniziert?) 
  • Axiom 3Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung (Deine Kommunikation ist die Ursache für eine Wirkung auf deinen Gesprächspartner) 
  • Axiom 4Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten (Verbal und nonverbal)  
  • Axiom 5Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär (Kommunikation auf Augenhöhe oder Unter- und Überordnung) 

Du willst mehr über die 5 Axiome von Paul Watzlawick erfahren? Dann schau dir jetzt unser Video dazu an.

5 Axiome der Kommunikation
5 Axiome der Kommunikation

4 Ohren Modell (Schulz von Thun) – Kommunikationsmodelle

Nach Schulz von Thun gibt es vier Seiten der Kommunikation. Das 4 Ohren Modell sagt aus, dass jeder, der mit einer anderen Person kommuniziert, seinem Gesprächspartner vier Botschaften übermittelt: Eine Botschaft auf der Sachebene, eine Selbstkundgabe, eine Botschaft auf der Beziehungsebene und einen Appell.

Bildlich dargestellt hat die sprechende Person (Sendervier Schnäbel. Mit diesen vier Schnäbeln übermittelt sie die vier Botschaften. Die Person, die zuhört (Empfänger) besitzt entsprechend vier Ohren, um die vier Botschaften wahrzunehmen. So läuft jede Kommunikation ab.

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4 Ohren Modell

Das 4 Ohren Modell hat Interesse bei dir geweckt? Dann schau dir jetzt unser Video  zu diesem Kommunikationsmodell an!

Zum Video: 4 Ohren Modell
Zum Video: 4 Ohren Modell

Transaktionsanalyse (Eric Berne) – Kommunikationsmodelle

Die Transaktionsanalyse von Eric Berne befasst sich mit der Fragestellung, warum sich Menschen so fühlen, so denken und so verhalten, wie sie es in dem Moment tun. Dazu teilt er das menschliche Verhalten in einer Kommunikation in drei Ich Zustände ein:

  • Eltern Ich: Verhalten orientiert sich am Verhalten von Bezugspersonen in der Kindheit (Beispiel: Kritisierendes oder fürsorglich Verhalten)
  • Erwachsenen Ich: Reflektiertes, sachliches, respektvolles, durchdachtes Handeln (Beispiel: Konstruktives und angemessenes Verhalten) 
  • Kind Ich: Verhalten orientiert sich an Erfahrungen, Eindrücken und Gefühlen in der Kindheit (Beispiel: Rebellisches, ängstliches oder spontanes Verhalten)

Der Ich Zustand, der gerade in den Vordergrund tritt, beeinflusst, wie der Mensch eine Situation gerade erlebt und wie er handelt, was er denkt und wie er kommuniziert. 

Dich interessiert die Transaktionsanalyse? Schau dir unser Video  dazu an!

Zum Video: Transaktionsanalyse
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Kommunikationsprobleme

In unserem Alltag werden Botschaften auch manchmal falsch verstanden. Das kann dann zu Konflikten oder Missverständnissen zwischen den Gesprächspartnern führen. Missverständnisse werden in der Regel schnell wieder aus der Welt geschafft, wenn sie geklärt sind oder eine Entschuldigung folgt.

Wenn Kommunikationsprobleme jedoch nicht geklärt oder über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, wird es immer schwerer, sie zu beseitigen. Der Grund dafür ist, dass häufig unter dem Hauptproblem andere, tiefere Ursachen existieren, die von den Gesprächspartnern nicht besprochen werden. Die Ursachen werden von ihnen vermieden, damit die Situation nicht weiter verkompliziert wird und damit sie ihre Gefühle nicht offenlegen müssen. Denn sie haben Angst, dass sie dadurch für den anderen angreifbarer werden. Da es den Gesprächspartnern in so einer Situation nicht eigenständig gelingt, das Kommunikationsproblem zu lösen, ist eine dritte geschulte Person notwendig. Diese Person steht sowohl dem Problem als auch den Gesprächspartnern neutral gegenüber. Sie kann versuchen, das Problem zu lösen. 

In Kommunikationssituationen können einige Menschen verbale, nonverbale und paraverbale Aussagen des Gesprächspartners leicht verstehen, während sich andere schwer damit tun. Das liegt daran, dass jeder Mensch einen anderen Umgang mit Konflikten gelernt hat. Manche Menschen haben im Kindes- oder Jugendalter nicht gelernt, Ängste, Probleme oder Missverständnisse offen anzusprechen und können das dementsprechend auch im Erwachsenenalter nicht. 

Tipp: Aber keine Sorge! Kommunizieren kann man auch lernen. Wenn du nicht weißt, wie du mit einem Konflikt umgehen sollst, kann es helfen, aus der Konfliktsituation herauszugehen. Dadurch kannst du den Konflikt aus einer anderen Perspektive betrachten und das eigene Verhalten analysieren. Du kannst auch deinen Gesprächspartner fragen, wie er deine Aussage aufgefasst hat. Dadurch kannst du deine eigenen Kommunikationsfehler erkennen. 

Kommunikation verbessern

Richtig kommunizieren bedeutet, klare und unmissverständliche Botschaften zu formulieren. Dadurch kann der Gesprächspartner deine Aussagen leichter und richtig verstehen. Ein klares „Nein“ ist leichter zu verstehen als ein vages „Vielleicht“. Wenn du dir nicht sicher bist, was der andere meint, solltest du noch mal nachfragen. So kannst du Kommunikationsprobleme vermeiden. 

Häufig haben wir Angst, den anderen zu verletzen, weshalb wir klare Aussagen oft meiden. Hier ist Übung gefragt. Erst wenn du lernst, wie du deine Bedürfnisse klar äußern kannst, ohne den Gesprächspartner zu verletzen, kann die Kommunikation richtig funktionieren. Dabei ist es wichtig, dass du deine Botschaft so formulierst, dass der andere sich respektvoll behandelt fühlt. Dazu gehört z. B., dass du ihn nicht beim Reden unterbrichst. 

Was du hingegen vermeiden solltest, sind Vorwürfe oder anklagendes Verhalten. Denn das führt dazu, dass der Gesprächspartner eine Abwehrhaltung einnimmt. Dadurch wird ein zielführendes und offenes Gespräch erschwert. Du solltest deine Kritik in Ich-bezogene Aussagen formulieren und die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Ängste offen kommunizieren. Das führt dazu, dass der Gesprächspartner das Gesagte besser nachvollziehen kann. 

Wie kommuniziere ich richtig?

Eine gute Kommunikation ist nicht nur im Beruf oder Alltag wichtig. Sie stellt auch die Grundlage für zwischenmenschliche Beziehungen dar. Mit etwas Übung kannst du deine Kommunikationsfähigkeit einfach verbessern.

Hier zeigen wir dir, wie du richtig kommunizierst:

  1. Nimm Rücksicht auf Gefühle: Wenn du deine Gefühle dem anderen mitteilen möchtest, solltest du das rücksichtsvoll tun. So fühlt sich dein Gegenüber wertgeschätzt und du vermeidest Missverständnisse.

  2. Achte auf nonverbale Kommunikation: Durch Mimik und Gestik kannst du verstehen, wie dein Gesprächspartner das Gespräch empfindet. Damit du die Botschaften deines Gegenübers richtig interpretieren und verstehen kannst, solltest du deshalb auf nonverbale Signale achten.

  3. Lasse deine Eigeninterpretationen bestätigen: Du bist dir nicht sicher, was der andere meint? Kein Problem! Dann musst du nur noch mal nachfragen. Denn deine Wahrnehmung des Gesagten stimmt nicht immer mit der deines Gesprächspartners überein. Fällt dieser Schritt weg, dann hat man oft das Gefühl, dass man aneinander vorbeiredet oder den anderen nicht richtig versteht.

  4. Finde den richtigen Zeitpunkt: Du solltest nie ein Gespräch erzwingen, wenn es nicht sein soll. Denn vielleicht hat jemand gerade ein Arbeitsproblem oder ist gestresst. Das sind keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gespräch. Warte ganz einfach ab, bis ihr euch beide wohlfühlt. 

Was sind Medien?

Wusstest du, dass nicht nur Menschen Botschaften senden können? Auch Medien transportieren eine Botschaft von einer Person zur nächsten Person. Wenn du wissen willst, was Medien sind und welche Funktionen sie haben, schau dir unser Video direkt dazu an!

Zum Video: Was sind Medien
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