Wie viele Ozeane gibt es eigentlich? Wir zeigen dir hier und im Video die gängige Einteilung und erklären, woher unterschiedliche Zahlen kommen.
Inhaltsübersicht
Wie viele Ozeane gibt es?
Heutzutage unterscheidest du zwischen fünf Ozeanen, die zusammen etwa 71 % der Erdoberfläche bedecken. Sie heißen:
- Pazifischer Ozean
- Atlantischer Ozean
- Indischer Ozean
- Arktischer Ozean
- Antarktischer (Südlicher) Ozean
Je nach Atlas können die genauen Grenzen zwischen den Ozeanen jedoch leicht unterschiedlich verlaufen. Manchmal findest du dort sogar nur drei oder vier Ozeane. Das liegt daran, dass der arktische und südliche Ozean früher oft den benachbarten Ozeanen zugerechnet wurde.
Der Ausdruck „sieben Weltmeere“ ist eine historische Redewendung, die eigentlich nichts mit der heutigen Unterteilung der Ozeane zu tun hat:
Für die Griechen und Römer der Antike war das Mittelmeer das Zentrum der bekannten Welt. Mit „sieben Meeren“ meinten sie oft dessen Teilbereiche, wie die Adria oder Ägäis.
Arabische Seefahrer zählten im Mittelalter hingegen den Persischen Golf, das Rote Meer und Teile des Indischen Ozeans zu den sieben Weltmeeren.
Die „sieben“ beschreibt also keine genaue Anzahl an Meeren, sondern steht vielmehr symbolisch für die Gesamtheit aller Meere.
Was ist der Unterschied zwischen Ozean und Meer?
Die Begriffe Ozean und Meer werden im Alltag oft wie Synonyme benutzt. Dabei ist ein Meer eigentlich nur ein Teil eines Ozeans. Außerdem werden Meere größtenteils oder sogar ganz von Landmassen umschlossen, während Ozeane keine festen Grenzen haben.
Zum Beispiel liegt das Mittelmeer zwischen Südeuropa, Nordafrika und Westasien. Es gehört zum Atlantischen Ozean, denn es ist über die Straße von Gibraltar mit ihm verbunden.
Auch die Ostsee gehört zum Atlantik und ist über die dänischen Meerengen mit ihm verbunden. Sie liegt im Norden Europas zwischen Skandinavien und dem Baltikum.
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Pazifischer Ozean
Der Pazifische Ozean liegt zwischen Amerika und Asien sowie Australien. Mit rund 166 Millionen km² ist er der größte Ozean der Erde und grenzt an alle anderen Ozeane. Zudem befindet sich dort auch der tiefste Punkt der Erde: Der Marianengraben im westlichen Pazifik reicht fast 11.000 Meter in die Tiefe.
💡Seinen Namen verdankt der Pazifische Ozean dem Entdecker Magellan, der 1520 als Erster über den Pazifik segelte. Da er dabei in keinen Sturm geriet, bezeichnete er den Ozean als friedlich — auf Lateinisch pacificus.
Atlantischer Ozean
Der Atlantische Ozean trennt Europa und Afrika von Nord- und Südamerika. Durch das Mittelmeer hat er auch eine Verbindung zum asiatischen Kontinent. Der Atlantik entstand erst vor etwa 150 Millionen Jahren, als der Urkontinent Pangäa auseinanderbrach.
💡Der Name stammt aus der griechischen Mythologie. Die antiken Griechen glaubten, dass der Titan Atlas im Westen der Welt das Himmelszelt auf seinen Schultern trug. Da der Atlantik von ihnen aus im Westen lag, bezeichneten sie ihn als das Meer des Atlas.
Indischer Ozean
Der Indische Ozean erstreckt sich zwischen Afrika, dem Nahen Osten, Indien und Australien. Die Monsune, also saisonalen Winde, die Regen- und Trockenzeiten bestimmen, prägen diesen Ozean besonders stark. Mit etwa 22° C bis 28° C ist er außerdem der wärmste Ozean.
💡Er trägt seinen Namen schlicht nach dem Land Indien, das im Norden an den Ozean grenzt.
Südlicher Ozean
Der Südliche Ozean umschließt die Antarktis am Südpol ringförmig. Der Zirkumpolarstrom ist eine so mächtige Meeresströmung, dass er die Gewässer rund um den Südpol deutlich vom benachbarten Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean abgrenzt. Trotzdem wird er erst seit 2021 als eigener Ozean gezählt.
💡Der Südliche Ozean wird auch Antarktischer Ozean genannt. Die Vorsilbe Anti- kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gegenüber“ — weil er dem Arktischen Ozean genau gegenüberliegt.
Arktischer Ozean
Der Arktische Ozean umgibt den Nordpol und ist mit 14 Millionen km² der kleinste Ozean. Noch dazu bleibt ein großer Teil seiner Oberfläche das ganze Jahr über mit Meereis bedeckt. Mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 1.000 bis 1.225 Metern ist er außerdem der flachste Ozean. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Tiefe aller Ozeane liegt bei etwa 3.700 Metern.
💡Der Name Arktischer Ozean kommt vom griechischen Wort arktos (Bär). Damit bezieht er sich auf das Sternbild des „Großen Bären“ (Großer Wagen), das am nördlichen Himmel steht und den Seefahrern zur Orientierung diente.
Als die Erde entstand, bestand die Atmosphäre hauptsächlich aus Wasserdampf, der unter anderem mit Salzsäure-Dampf und Schwefel vermischt war.
Als die Erde vor vier Milliarden Jahren begann, sich abzukühlen, kondensierte der salzhaltige Dampf und regnete herab. Dabei bildeten sich im Laufe der Zeit große Becken, in denen sich das Wasser sammelte — das war der erste Ozean.
Die Säure im Regen spülte zusätzlich Mineralien aus den Gesteinen, wodurch sich in den Ozeanen noch mehr Salz anhäufte.
Der eine Weltozean
Der Geophysiker und Ozeanograf Athelstan F. Spilhaus prägte 1942 den Begriff des Weltozeans. Er veröffentlichte eine Weltkarte, die die Ozeane anstelle der Kontinente in den Fokus rückte. Dadurch wird deutlich, dass die Ozeane nicht physisch voneinander getrennt sind, sondern ein einziges riesiges Ökosystem bilden.
Übrigens: Das gesamte Wasservolumen der Weltmeere beträgt etwa 1.335 Milliarden Kubikkilometer. Bisher haben wir nur etwa 1 % davon erforscht.
Ozeane — häufigste Fragen
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Ozeane — häufigste Fragen
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Was ist der Unterschied zwischen Ozean und Meer?Ein Ozean ist ein riesiges Weltmeer, das zwischen den Kontinenten liegt und sehr große Wassermassen umfasst. Ein Meer ist meist ein kleinerer Teil eines Ozeans oder ein Randmeer, das oft von Land umgeben ist, zum Beispiel das Mittelmeer.
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Wo ist der Atlantik?Der Atlantik liegt zwischen Nord- und Südamerika auf der einen Seite und Europa und Afrika auf der anderen Seite. Im Norden reicht er bis in Richtung Arktis, im Süden bis in Richtung Antarktis. Über das Mittelmeer hat er außerdem eine Verbindung in Richtung Asien.
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Warum spricht man manchmal von nur drei Ozeanen?Man spricht manchmal von nur drei Ozeanen, weil im Alltag oft nur Pazifik, Atlantik und Indischer Ozean genannt werden. Das Nordpolarmeer und das Südpolarmeer werden dabei weggelassen oder als Teile der großen Ozeane mitgedacht, damit es einfacher bleibt.
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Seit wann wird der Südliche Ozean als eigener Ozean anerkannt?Der Südliche Ozean wird seit dem 8. Juni 2021 offiziell als eigener Ozean anerkannt. Vorher zählten viele Einteilungen nur vier Ozeane und ordneten das Meer um die Antarktis dem Atlantik, dem Pazifik und dem Indischen Ozean zu.
Ozeane verstehen
Die Ozeane gehören zur Geographie und prägen das Bild der Erde. Wer sich mit Ozeanen beschäftigt, vergleicht ihre Lage, Größe und Verbindung zu den Kontinenten. So wird klar, wie das Weltmeer gegliedert ist und warum Namen und Grenzen zur Orientierung wichtig sind. Im Erdkundebereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.