Was ist eigentlich ein Erdbeben und welche Ursachen gibt es dafür? Wie ein Erdbeben entsteht und weitere spannende Fakten erklären wir dir hier und in unserem Video !
Inhaltsübersicht
Erdbeben Entstehung einfach erklärt
Erdbeben entstehen durch die Bewegung der Erdoberfläche. Sie ist nämlich aus zahlreichen Platten aufgebaut, die auf einer flüssigen Schicht aufliegen. Sie schwimmen darauf wie Eisschollen auf dem Meer und sind deshalb ständig in Bewegung. Dort, wo die Erdplatten aneinandergrenzen, kommt es durch deren Bewegung zu Spannungen. Wenn die Platten dem Druck nicht mehr standhalten können, entlädt sich die Spannung mit einem Ruck. Die Erschütterung, die dabei entsteht, bezeichnest du als Erdbeben.
Warum gibt es Erdbeben?
Für die Entstehung von Erdbeben ist die Plattentektonik verantwortlich. Das bedeutet, dass die äußerste Hülle der Erde (Lithosphäre) aus sieben großen und zahlreichen kleinen Erdplatten besteht. Die Platten liegen auf einer flüssigen Schicht auf, die zum Erdmantel gehört — der Asthenosphäre. Dabei sind sie ständig in Bewegung und können sich aufeinander zu, voneinander weg oder aneinander vorbei bewegen.
Durch ihre Bewegung reiben die Platten aneinander. Obwohl sie sich nur langsam bewegen, können an der Grenze zwischen zwei oder mehreren Platten großen Spannungen entstehen. Entlädt sich die Spannung an der Plattengrenze mit einem Ruck, kommt es zu einem Erdbeben. Die freigesetzte Kraft breitet sich wellenförmig von ihrem Ursprungsort aus, den du Erdbebenherd oder Hypozentrum nennst. Meist liegt er in mehreren Kilometern Tiefe. Die Stelle an der Erdoberfläche genau über dem Erdbebenherd nennst du Epizentrum. Je nach Stärke ist das Erdbeben auch noch weit entfernt vom Epizentrum spürbar.
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Erdbebenstärke
Die Stärke eines Erdbebens bezeichnest du als Magnitude. Erschütterungen mit Magnituden unter 3,0 sind beispielsweise kaum spürbar und treten täglich über tausendmal weltweit auf. Erdbeben mit Magnituden über 7,0 kommen dagegen jährlich nur etwa 20 mal vor, sind dafür aber besonders gefährlich. Dabei stürzen oft ganze Gebäude ein und das Beben ist über mehrere hundert Kilometer vom Epizentrum entfernt zu spüren.
Anders als beispielsweise bei Stürmen kann man den Zeitpunkt eines Erdbebens nur schlecht vorhersagen. Selbst mit modernen Warnsystemen bleibt im besten Fall nur ungefähr eine Minute Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.
Gut zu wissen: Die Magnituden werden in der Richterskala angegeben. Die Skala basiert auf einem Logarithmus mit der Basis 10. Das bedeutet, dass sich der Boden beispielsweise bei einem Beben der Magnitude 3,0 zehnmal so stark bewegt wie bei einem Beben der Magnitude 2,0. Die bisher höchste gemessene Magnitude betrug 9,5.
Wo entstehen Erdbeben?
Gebiete in der Nähe von Plattengrenzen sind besonders häufig von Erdbeben betroffen, beispielsweise Japan oder Indonesien. Dabei verlaufen die Plattengrenzen nicht immer durch das Festland — manche befinden sich auch unter dem Ozean.
Aber selbst wenn dort ein Erdbeben passiert, kann es für die Menschen auf dem Festland gefährlich werden. Oft bilden sich dabei nämlich riesige Flutwellen. So etwas passierte beispielsweise 2011, bei einem besonders schweren Erdbeben vor der Ostküste Japans. Wenige Minuten später wurde die Küste von Flutwellen überschwemmt, die teilweise fast 40 Meter hoch waren.
Weitere Ursachen für Erdbeben
Erdbeben, die durch die Verschiebung der Erdplatten verursacht werden, nennst du tektonische Beben. Sie machen den Großteil der weltweiten Erdbeben aus. Aber auch Vulkanausbrüche können dafür sorgen, dass die Erde erschüttert wird.
Daneben gibt es noch die Einsturzbeben. Sie entstehen, wenn Hohlräume im Boden einstürzen. Solche Einsturzbeben können auch von uns Menschen verursacht werden — beispielsweise durch Bohrungen oder Grabungen. Vulkanische Beben und Einsturzbeben haben meistens nur eine geringe Reichweite.
Aber nicht nur Erdbeben haben eine zerstörerische Kraft. Über dem Ozean kommt es immer wieder zur Bildung von Zyklonen, also tropischen Wirbelstürmen, die ganze Küstengebiete verwüsten. Aber wie entsteht so ein Zyklon eigentlich? Schau dir hier unseren Beitrag an, um mehr zu erfahren!
Wie entstehen Erdbeben? — häufigste Fragen
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Wie entstehen Erdbeben? — häufigste Fragen
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Wie entsteht ein Erdbeben?Ein Erdbeben entsteht, wenn sich an den Grenzen von Erdplatten durch ihre Bewegung Spannung aufbaut und sich dann plötzlich ruckartig entlädt. Dabei verschieben sich Gesteinsblöcke kurz und der Boden beginnt zu zittern. Die frei werdende Kraft breitet sich anschließend als Wellen in alle Richtungen aus.
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Wie lange dauert ein Erdbeben?Ein Erdbeben dauert meistens nur wenige Sekunden bis etwa eine Minute, wenn man die starke Haupterschütterung meint. Bei sehr großen Beben kann das spürbare Zittern auch mehrere Minuten anhalten. Danach treten oft Nachbeben auf, also weitere kleinere Erschütterungen in den Stunden oder Tagen danach.
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Was bedeutet die Magnitude bei einem Erdbeben?Die Magnitude bei einem Erdbeben ist ein Zahlenwert für die Stärke des Bebens. Die Magnitude wird oft auf der Richterskala angegeben, die logarithmisch aufgebaut ist. Das bedeutet: Bei Magnitude 3,0 bewegt sich der Boden etwa zehnmal so stark wie bei Magnitude 2,0. Magnituden über 7,0 sind besonders gefährlich.
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Was ist der Unterschied zwischen Epizentrum und Erdbebenherd?Das Epizentrum ist der Punkt an der Erdoberfläche direkt über dem Erdbebenherd. Der Erdbebenherd heißt auch Hypozentrum und ist der Ort in der Tiefe, an dem die Spannung plötzlich frei wird und das Beben startet. Der Erdbebenherd liegt meist mehrere Kilometer tief.
Naturgefahren verstehen
Erdbeben sind eine wichtige Naturgefahr der Erde und kommen besonders oft an Plattengrenzen vor. Du vergleichst in diesem Themenfeld verschiedene Naturereignisse auf der Erde und ordnest ihre Ursachen und Folgen. So wird klar, warum manche Regionen stärker gefährdet sind als andere und wie Naturkräfte Landschaften verändern. Weitere Videos dazu findest du in unserem Erdkundebereich.