Ganz oben und ganz unten auf der Erde liegen zwei eisige Welten: die Arktis und die Antarktis. Hier erfährst du, was die beiden unterscheidet und warum sie für unsere Erde so wichtig sind.
Inhaltsübersicht
Arktis und Antarktis — die wichtigsten Unterschiede
Die Arktis und die Antarktis sind die beiden Polarregionen der Erde:
- Die Arktis liegt rund um den Nordpol und ist gefrorenes Meer, das von Land umgeben ist.
- Die Antarktis liegt rund um den Südpol und ist ein von Eis bedeckter Kontinent, der von Meer umgeben ist.
Hier siehst du die wichtigsten Unterschiede:
Meereis und Eisschild: Was ist der Unterschied?
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen der Arktis und Antarktis ist, worauf das Eis liegt.
- Die Arktis ist Meer. Deshalb liegt das Eis auf dem Wasser. Es entsteht, wenn Meerwasser gefriert — du sagst dazu auch Meereis.
- Die Antarktis ist ein Kontinent. Deshalb liegt Eis auf festem Land und du nennst es Eisschild. Er entsteht nicht aus Meerwasser, sondern aus Schnee: Über viele tausend Jahre fällt Schnee, wird immer dicker und verdichtet sich dann zu Eis.
Übrigens:
In der Antarktis ist dieser Eisschild bis zu 4 Kilometer dick, das Meereis in der Arktis hingegen nur wenige Meter.
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Bewohner der Arktis und Antarktis
Obwohl Arktis und Antarktis sehr lebensfeindliche Regionen sind, gibt es dort erstaunlich viele Lebewesen.
Tiere der Arktis
Ein typisches Tier aus der Arktis ist der Eisbär. Du findest ihn sonst nirgendwo anders auf der Welt. Sein dichtes Fell und eine dicke Fettschicht schützen ihn vor der Kälte. Mit seinen breiten Tatzen kann er gut über Schnee und Eis laufen und im Wasser schwimmen. Er jagt Robben am Meereis, indem er geduldig an Atemlöchern im Eis wartet.
Neben dem Eisbär gibt es noch zwei weitere typische Tiere der Arktis:
- Walross: Es ruht auf Eisschollen und taucht nach Muscheln und Schnecken.
- Ringelrobbe: Sie ist das häufigste Meeressäugetier der Arktis und lebt ebenfalls am Meereis.
Tiere der Antarktis
In der Antarktis triffst du zwar auf keien Eisbären, aber dafür auf Pinguine — zum Beispiel auf den Kaiserpinguin. Er brütet sogar mitten im antarktischen Winter, wenn es draußen bis zu −40 °C kalt wird. Pinguine können zwar nicht fliegen, dafür aber sehr gut tauchen und jagen im Meer nach Fischen und Tintenfischen.
Neben den Pinguinen gibt es noch zwei weitere typische Tiergruppen der Antarktis:
- Robben: Sie leben an der Küste und im Meer rund um die Antarktis. Dort fressen sie Fische und Tintenfische.
- Wale: Vor allem der Blauwal tummelt sich im Südpolarmeer. Er ernährt sich von winzigen Krebstierchen, die im kalten Wasser in großen Mengen vorkommen.
Menschen in Arktis und Antarktis
Auch Menschen haben es in die rausten Gebiete der Welt geschafft:
- In der Arktis leben Menschen ganzjährig. Im hohen Norden gibt es Städte und Dörfer. Dort wohnen auch indigene Völker, also Menschen, die seit vielen Generationen in der Arktis zu Hause sind.
- Im Gegensatz dazu gibt es in der Antarktis keine echten Einwohner. Dort halten sich nur Forschende auf – und das meist nur für einige Monate. Sie leben auf Forschungsstationen und untersuchen das Eis, das Wetter und die Tierwelt.
Klima in Arktis und Antarktis
Das Klima in den Polarregionen ist eines der härtesten der Erde:
- In der Arktis ist es sehr kalt. Im Winter sind es bis zu −40 °C. Im Sommer können die Temperaturen aber manchmal bis auf etwa 0 °C steigen. Es fällt eher wenig Niederschlag, meistens als Schnee. Auch Wind kommt häufig vor und kann die Kälte noch stärker wirken lassen.
- In der Antarktis ist das Klima noch härter. Dort ist es nicht nur extrem kalt, sondern auch sehr trocken. Obwohl überall Eis liegt, fällt nur sehr wenig neuer Schnee. Viele Gebiete gelten sogar als Kältewüste. Dazu kommen starke Winde, die Schnee aufwirbeln und Schneestürme verursachen können.
Gemeinsamkeiten — Klimawandel in Arktis und Antarktis
Der Klimawandel sorgt dafür, dass unsere Erde immer wärmer wird. Die Arktis und Antarktis sind beide stark davon betroffen.
- In der Arktis schmilzt mehr Meereis als früher und das verbleibende Eis ist dünner als noch vor einigen Jahrzehnten.
- In der Antarktis bricht an den Rändern des Eisschilds immer häufiger Eis ab. Diese riesigen Stücke treiben dann als Eisberge ins Meer.
Forschende beobachten den Klimawandeln an den Polen sehr genau — denn wenn das Eis schmilzt, hat das Folgen für die ganze Welt. Der Meeresspiegel steigt an und Küstengebiete überall auf der Erde können bedroht werden.
- Es gibt aber noch andere Gemeinsamkeiten, die sich Arktis und Antarktis teilen. In beiden Regionen gibt es zum Beispiel Polartag und Polarnacht:
Polartag: Die Sonne geht über längere Zeit nicht unter, es bleibt auch nachts hell.
- Polarnacht: Die Sonne geht Wochen oder Monate nicht auf und es bleibt dunkel.
Das liegt daran, dass die Erdachse schräg steht. Dadurch ist ein Pol im Sommer lange zur Sonne geneigt und im Winter lange von ihr abgewandt.
Treibhauseffekt
Ausgelöst wird der Klimawandel, der das Eis der beiden Polarregionen zum schmelzen bringt vom Treibhauseffekt. In diesem Video erfährst du wie er funktioniert und was er sonst noch für Folgen mit sich bringt!