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Inhaltsübersicht

Römische Götter

Du hast sicherlich schon mal von den Planeten Mars, Jupiter und Neptun gehört — das sind nicht nur Planeten sondern auch die Namen von römischen Göttern! Sie waren damals für den Glauben und das Denken im alten Rom sehr wichtig.

Das Bild zeigt die zwölf wichtigsten römischen Götter: Jupiter, Juno, Neptun, Minerva, Mars, Venus, Apollo, Diana, Vulcanus, Vesta, Merkur und Ceres
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Römische Mythologie: Die zwölf wichtigsten Götter

Jeder römische Gott und jede Göttin hatte eine ganz bestimmte Aufgabe. Die Römer haben sie bei Problemen angebetet. Außerdem opferten die Menschen oft Tiere oder andere Dinge für ihre Götter, um sie freundlich zu stimmen oder um Unterstützung zu bitten.  

Die 12 wichtigsten Götter

Bei den Römern gab es zwölf Hauptgötter, die den griechischen Göttern sehr ähnlich waren. Das liegt daran, dass sich die Römer einige Gottheiten bei den Griechen abschauten und ihnen neue Namen gaben. Dieses Vorgehen nennst du auch Interpretatio Romana (lateinisch für „römische Deutung“).

Das sind die 12 wichtigsten römischen Götter und ihre Funktionen:

Römischer Name Griechische Entsprechung Funktion
Jupiter Zeus Göttervater
Juno Hera Familiengöttin
Neptun Poseidon Gott des Meeres
Minerva Athene Göttin der Weisheit
Mars Ares Gott des Krieges
Venus Aphrodite Göttin der Liebe
Apollo Apollon Gott des Lichts
Diana Artemis Göttin der Jagd
Vulcanus Hephaistos Gott der Vulkane
Vesta Hestia Göttin des Herdfeuers
Merkur Hermes Gott des Reisens
Ceres Demeter Göttin der Erde und der Fruchtbarkeit

Übrigens: Der römische Glauben umfasste damals hunderte Götter, Halbgötter und Schutzgeister. Eine genaue Anzahl gibt es deshalb nicht. Den zentralen Kreis bildeten aber die 12 Hauptgötter, die du auch Dii Consentes nennst.

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Jupiter

Jupiter ist als Göttervater der ranghöchste Gott. Als Himmels- und Wettergott herrschte er über Blitz und Donner. In manchen Regionen des römischen Reichs wurde er aber auch als Schutzgott verehrt. 

⚡ Oft tritt Jupiter in Tiergestalt auf, zum Beispiel als Adler. Bilder zeigen ihn meist mit Blitzen in der Hand.

Juno

Jupiters Ehefrau Juno hatte einen ähnlich hohen Rang wie ihr Ehemann unter den Göttern. Die Römer verehrten Juno als Göttin der Geburt, Ehe und Fürsorge. Zudem ist der Monat Juni nach ihr benannt, da der Juni in der Natur auch für das Aufblühen und die Reifung steht.

🦚 Auf Bildern siehst du sie oft in Begleitung eines Pfaus.

Neptun

Neptun war der Gott des Meeres und kontrollierte das Meer und andere Gewässer. Oft wurde ihm auch Macht über das Wetter zugeschrieben.

🔱 Häufig ist Neptun in Begleitung von Delfinen oder Pferden mit Fischschwänzen. Sein Haupterkennungsmerkmal war aber sein Dreizack

Minerva

Minerva ist die Göttin der Weisheit, des Wissens, des Verteidigungskrieges, der Kunst und des Handwerks. Außerdem glaubten die Römer, dass Minerva durch ihre Weisheit den Sieg brachte und die Politik lenkte.

🦉 In Darstellungen siehst du sie häufig mit einer Eule.

Mars

Der Kriegsgott Mars ist ein Sohn der Göttin Juno und nach der römischen Gründungslegende  der Vater von Romulus und Remus.  Demnach ist er also der Stammvater der Römer.

In manchen Überlieferungen ist er auch der Gott der Fruchtbarkeit und des Frühlings. Deshalb wurde auch der Monat März nach ihm benannt: März markiert den Frühlingsbeginn und im altrömischen Kalender auch den Jahresbeginn.

⚔️ Auf Bildern erkennst du Mars an seinen kriegerischen Attributen Lanze, Helm, Schild und Schwert

Venus

Venus ist die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Lust. Als Liebesgöttin war sie für die körperliche Liebe zwischen den Menschen zuständig. Sie wurde als Stammmutter der Römer verehrt, weil ihr Sohn Aeneas als ein Vorfahre von Romulus und Remus galt.

🐚 In Darstellungen siehst du Venus oft in Begleitung eines Delphins oder auch mit Muscheln.

Apollo

Apollo war ein Sohn des Jupiter. Die Römer verehrten ihn als Gott des Lichts, der Heilkunst, der Reinheit, der Weissagung, der Musik und Dichtkunst. Oft trat er aber auch als Rächer und als Gott der Bogenschützen auf.

🏹 Pfeil und Bogen findest du also oft in Bildern von Apollo.

Diana

Diana war die Zwillingsschwester von Apollo und ebenso Tochter des Jupiter. Als Göttin der Jagd sorgte sie für eine erfolgreiche Ausbeute. Daneben war Diana noch die Göttin der Geburt, des Mondes und Beschützerin der Frauen.

🦌 Bildlich stellten sie die Römer häufig als Jägerin mit Bogen und Fackel dar. Häufig begleitete sie dabei ein junger Hirsch.

Vulcanus

Vulcanus war der Gott des Feuers und des Schmiedehandwerks und galt zugleich als Beschützer vor Feuerbränden. Er war ein Sohn von Juno und schmiedete die Waffen der Götter.

⚒️ Auf Bildern siehst du ihn als Schmied mit Hammer, Zange und Amboss — oft mit einer blauen Filzhaube auf dem Kopf.

Vesta

Die Göttin Vesta war die jungfräuliche Hüterin des heiligen Feuers, des Heims und des Herds. Die Römer verehrten sie auf den Herden in ihren Häusern und bei Staatsgründungen oder Amtsantritten.

Ihr widmeten sich immer sechs Priesterinnen, die sogenannten Vestalinnen. Im Tempel der Vesta in Rom sorgten sie dafür, dass das ewige Licht darin weiterbrannte. 

Merkur

Merkur oder Mercurius war der Gott der Händler und Diebe. Er galt als sogenannter Götterbote.

🪽 Du erkennst ihn an seinem Hermesstab, seinem geflügelten Helm, seinen Flügelschuhen und einem Geldbeutel in der Hand.

Ceres

Ceres war die Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit. Vor der Aussaat boten ihr die Römer Opfergaben dar. Sie sorgte für eine erfolgreiche Ernte und ließ Pflanzen und Früchte wachsen.

🌾 Du erkennst Ceres in Bildern häufig durch Früchte oder Getreidehalme, eine Fackel sowie eine Schlange oder Ameise. Oft trägt sie auch ein Füllhorn.

Stammbaum der römischen Götter

Es gibt mehrere Überlieferungen, wie der Stammbaum der römischen Götter ausgesehen hat. Er ähnelt dabei sehr dem Stammbaum der griechischen Götterfamilie.

So waren die zwölf Hauptgötter miteinander verwandt:

Das Bild zeigt den Stammbaum der zwölf wichtigsten Götter der römischen Mythologie mit Jupiter als Göttervater.
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Römische Götter: Stammbaum

Übrigens: Die Zwillinge Apollo und Diana wurden von der Titanin Latona geboren, nachdem sie auf der Flucht vor Jupiters eifersüchtiger Ehefrau Juno war. Der Götterbote Merkur ging aus einer Verbindung Jupiters mit der Nymphe Maia hervor. Minerva soll hingegen keine Mutter haben und voll bewaffnet aus Jupiters Kopf entsprungen sein. 

Weitere römische Gottheiten

Daneben gab es auch noch viele andere römische Götter. Hier siehst du eine Auswahl:

Römische Götter Namen Aufgaben
Asklepios Gott der Medizin und Gesundheit
Aeternitas Göttin der Ewigkeit und Unsterblichkeit
Aurora Göttin der Morgendämmerung
Bacchus Gott des Weines
Clementia Göttin der Vergebung
Dea Dia Göttin des Wachstums
Fabulinus Gott der Kinder
Fauna Göttin der Tiere
Felicitas Göttin des Glücks und Erfolgs
Flora Göttin der Pflanzen und des Frühlings
Fortuna Göttin des Glücks
Herkules Gott der Stärke
Janus Gott des Anfangs und des Endes
Libertas Göttin der Freiheit
Luna Göttin des Mondes
Nemesis Gott der Rache
Ops Göttin der Saat, Ernte und Fruchtbarkeit
Pax Gott des Friedens
Pluto Gott der Unterwelt
Saturn Gott der Erde
Silvanus Gott der Fruchtbarkeit
Sol Invictus Sonnengott
Somnus Gott des Schlafes
Veritas Göttin der Wahrheit
Victoria Göttin des Sieges
Schutzgeister und Halbgötter

Neben den großen Hauptgöttern gab es viele weitere Wesen, die im Alltag der Römer eine wichtige Rolle spielten.

Haus- und Schutzgeister:

  • Lares: Sie beschützten das Haus und den Ort, an dem eine Familie lebte. Fast jede römische Familie hatte einen kleinen Lares-Schrein zu Hause.
  • Penates: Sie bewachten die Vorräte und den Haushalt. Ihr Name kommt vom lateinischen Wort für Speisekammer.

Helden und Halbgötter:

  • Hercules: Er steht für außergewöhnliche Stärke und Heldentaten.
  • Aeneas: Er gilt als Ursprungsfigur Roms. Die Römer nutzten ihn, um die Gründung ihrer Stadt auf einen göttlichen Vorfahren zurückzuführen.

Römische vs. griechische Götter

Auch wenn es ähnliche Gottheiten bei den Römern und Griechen gab, waren es zwei recht unterschiedliche Religionen:

  • Griechische Götter hatten oft eine ausgeprägte eigene Persönlichkeit mit Stärken, Schwächen und persönlichen Abenteuern.
  • Römische Götter wurden eher als sehr pflichtbewusst angesehen. Sie konzentrierten sich auf ihre staatlichen und militärischen Aufgaben. 

Zum Beispiel galt Mars bei den Römern als positiver Staatsgott und Schutzherr Roms — sein griechisches Gegenstück Ares war dagegen vor allem ein wilder, unberechenbarer Kriegsgott.

Romulus und Remus

Aeneas gilt als Ursprungsfigur Roms – doch wie begründeten die Römer ihre Stadtgründung wirklich? Erfahre in unserem Beitrag zu Romulus und Remus die wahre Legende hinter Roms Anfängen!

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