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Was hatte die Völkerwanderung mit dem Niedergang des Römisches Reiches zu tun? Und kannst du eigentlich wirklich von einer Völkerwanderung sprechen? Die Antworten darauf findest du in diesem Artikel %und in unserem Video.

Völkerwanderung einfach erklärt 

Als im Jahr 375 die Hunnen in Europa einfielen, löste das Angst und Schrecken aus. Viele germanische Stämme konnten berittenen Hunnen nichts entgegensetzen und mussten fliehen. Das bezeichnest du als Völkerwanderung. So flohen die Westgoten ins Römische Reich. Dort hofften sie auf Siedlungsgebiete – ganz zum Unmut der Römer.

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Völkerwanderung Europa

Die Römer wollten den Westgoten nämlich keinen Platz zum Leben geben und es kam zur Schlacht von Adrianopel. Am Ende konnten sich die Westgoten durchsetzen und erhielten endlich neue Siedlungsgebiete. Für die Römer endete der Kampf katastrophal: Ihr Kaiser Valens starb auf dem Schlachtfeld.

Die Völkerwanderungen sollten nicht nur einem weströmischen Kaiser das Leben kosten. Später führten sie sogar zum Untergang des Weströmischen Reichs! Aber erstmal von Anfang an: Wieso kamen die Hunnen überhaupt nach Europa? 

Völkerwanderung Zusammenfassung

Völkerwanderung in 8 Stichpunkten zusammengefasst:

  • 375 n.Chr.: die Hunnen kamen nach Europa und unterwarfen die Ostgoten. Die Westgoten konnten in römische Gebiete fliehen.
  • 378 n.Chr.: ein Streit zwischen den Römern und Westgoten um Siedlungsgebiete führte zur „Schlacht von Adrianopel“, die die Westgoten gewannen.
  • 410 n.Chr.: die Westgoten belagerten und plünderten Rom.
  • 443 n.Chr.: der Römischer Kaiser Aetius machte mit Hunnenkönig Attila gemeinsame Sachen, um verfeindete germanische Stämme abzuwehren.
  • 451 n.Chr.: die Hunnen wurden von den Römern verraten. Die Römer schlugen die Hunnen mit Hilfe germanischer Stämme. Die Hunnen mussten sich zurückziehen.
  • 476 n.Chr.: Okdoaker setzte letzten römischen Kaiser ab. Er konnte sich nur 17 Jahre halten, bevor er von Theoderich besiegt wurde.
  • 553 n.Chr.: Justinian konnte die Ostgoten schlagen und  die meisten  anderen germanischen Völker besiegen. Sein Nachfolger scheiterte allerdings an den Langobarden.
  • 774 n.Chr.: Karl der Große schaffte es, die Langobarden zu besiegen, und ließ sich 800 n.Chr. vom Papst zum Kaiser krönen.

Gründe für die Völkerwanderung

Der Hauptgrund für die germanische Völkerwanderung war der Hunneneinfall im Jahr 375 n.Chr. Bis heute kannst du nicht genau sagen, wieso das Reitervolk der Hunnen aus Zentralasien nach Europa kam. Womöglich war es auf der Suche nach Nahrung oder ist aufgrund von klimatischen Veränderung weitergezogen.

Klimatische Veränderungen

Während der Zeit gab es einige klimatische Veränderungen, die auch dazu geführt haben könnten, dass es eine Völkerwanderung gab. Es soll in der Völkerwanderungszeit wesentlich kälter geworden sein. Das kannst du dir als kleine Eiszeit vorstellen. Das Leben wurde dadruch für viele Stämme härter. Wenn es kein Essen oder kein sicheren Lebensraum gab, waren die Völker gezwungen zu handeln. Viele sind aus den Gründen wahrscheinlich gewandert. In Richtung Italien waren die klimatischen Bedingungen nämlich besser als in Mittel- oder Osteuropa.

Die Ankunft der Hunnen bereitete den germanischen Stämmen große Sorgen. Die Hunnen fielen über die Wolga in den Balkan ein und konnten das Volk der Ostgoten unterwerfen. Die Westgoten flohen ins Römische Reich. So kam es zur ersten Völkerwanderung nach Rom.

Die Hunnen lösten mit ihrem Vorstoß nach Europa einen Dominoeffekt aus: Kelten, Germanen und Slawen waren gezwungen, neue Siedlungsgebiete zu finden, weil sie von den Hunnen verdrängt wurden. Das führte dazu, dass die Westgoten sich im Römischen Reich niederlassen mussten. Damit waren die Römer allerdings nicht wirklich einverstanden.

Völkerwanderung Geschichte Verlauf

Die Römer nahmen die Westgoten, ein germanisches Volk, anfangs noch in ihr Reich auf. Allerdings verweigerten sie ihnen das Römische Bürgerrecht. Deshalb hatten die Westgoten weniger Rechte. Später bekamen sie von den Römern nicht einmal mehr genug Platz zum Leben. Du kannst dir vielleicht schon denken, wie das endete: Es kam zu einem Krieg, nämlich der Schlacht von Adrianopel. Hier starb der römische Kaiser Valens und die Westgoten konnten weiter ins Weströmische Reich vordringen.

Während das Römische Reich immer schwächer wurde, wurden die germanischen Völker immer stärker und drangen weiter in das Römische Reich vor. Die Römer versuchten das um jeden Preis zu verhindern, und gingen sogar ein Bündnis mit dem Hunnenkönig Attila ein. Der römische Anführer konnte zusammen mit Attilas Hunnen 443 nach Christus dann das Volk der Burgunder besiegen. Das hielt die Römer aber nicht davon ab, sich kurz darauf gegen die Hunnen zu wenden. In der Nähe von Paris wurden die Hunnen 451 vernichtend geschlagen und mussten sich  wieder in Richtung Ungarn zurück ziehen.

Untergang des römischen Reichs

Obwohl die Hunnen endlich zurückgedrängt wurden, gingen die Völkerwanderungen weiter. Die Germanen hatten viel Einfluss auf Rom und so setzte der germanische König Odoaker den weströmischen Kaiser einfach ab und ernannte sich selbst zum Kaiser! Das war das der Untergang des Weströmischen Reichs.

Das konnte der oströmische Kaiser natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Er schickte daraufhin den Goten Theoderich, um die Gebiete zurück zu erobern. Dies gelang Theoderich auch und er wurde vom oströmischen Kaiser zum Herrscher ernannt. Er hatte nämlich als königliche Geisel schon viel Erfahrung und Einblicke in die römische Kultur und Heeresführung erhalten. 

Theoderichs Herrschaft war aber nicht von langer Dauer: Sein Reich fiel nur einige Jahre später. Daraufhin führte der neue oströmische Kaiser Justinian einige Kriege gegen viele germanische Völker. Diese wurden vernichtend geschlagen. Justinian erweiterte nun das Oströmische Reich und konnte auch das Volk der Vandalen bezwingen, die aus dem östlichen Mitteleuropa kamen.

Die letzte Völkerwanderung

Doch für die Römer bahnte sich schon ein neuer Krieg an. Die Langobarden, die ursprünglich aus Skandinavien kamen, waren ihr neuer Feind. Gegen die mussten die Römer sich aber geschlagen geben. Das Vorrücken der Langobarden in das Römische Reich bezeichnest du als die letzte große Völkerwanderung.

Erst 200 Jahre später (774 n.Chr.) schaffte es Karl der Große, König der Franken, die Langobarden zu besiegen. Aber nicht nur die Langobarden, sondern auch alle möglichen andere Stämme und Völker unterwarf er. Von den einst durch die Völkerwanderungen unabhängig gewordenen Stämmen blieb am Ende nur das Fränkische Reich übrig. Aber die Völkerwanderungszeit war trotzdem nicht folgenlos.

Auswirkungen der der Völkerwanderung

Eine der größten Folgen der Völkerwanderung ist das Ende des Weströmischen Reichs, das durch die Übernahme von Odoaker schon 476 n.Chr. besiegelt wurde. Du sprichst hier vom Untergang des Römischen Reichs, auch wenn eigentlich nur das Weströmische Reich gemeint ist. Der östliche Teil des Reichs hielt sich noch etwas länger.

Als Folge der Völkerwanderung kannst du das Entstehen des Fränkischen Reichs sehen. Karl der Große wurde im Jahr 800 schließlich zum Kaiser gekrönt.

Karl der Große

Nach dem Ende der Völkerwanderung weitete Karl der Große%Verweis das Fränkische Reich auf ganz Europa aus. Wenn du mehr über seine vielen Kriegserfolge erfahren willst, schau dir doch gleich unser Video dazu an.


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