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Wann war die Bronzezeit? Und was war sie genau? Alles, was du darüber wissen musst, erfährst du in unserem Beitrag% und im Video dazu!

Bronzezeit einfach erklärt

Kannst du dir vorstellen, dass die Entdeckung von Bronze das Leben der Leute genauso radikal verändert hat, wie das Zeitalter der Digitalisierung? Deshalb wurde auch eine ganze Epoche danach benannt: die Bronzezeit.

Aber was war so besonders an dem revolutionären Material? Bronze war besser geeignet für Waffen und andere Werkzeuge, aber auch für Schmuck. Es war nämlich viel härter als alle Metalle, die die Menschen vor der Bronzezeit kannten, und auch leichter zu bearbeiten als Stein.

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Werkzeuge aus Bronze

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Kein Wunder also, dass die Leute verrückt nach Bronze waren! Das förderte natürlich den Handel zwischen den Völkern enorm. Auch Kämpfe um die Rohstoffe, die du zur Herstellung brauchtest, waren nicht selten.

Aber welche großen Veränderungen kamen sonst noch auf die Leute zu?

Bronzezeit in Europa

Die Menschen kamen aus der kargen Steinzeit und konnten nun mit Bronze richtige Werkzeuge herstellen. Das Bronzezeitalter war angebrochen.

Wie in der Jungsteinzeit lebten die Leute in der Bronzezeit immer noch vor allem von der Landwirtschaft. Das neue Material Bronze machte dabei aber vieles einfacher: Mit einer Sichel aus Bronze statt aus Stein konnten sie viel schneller arbeiten. Denn die Bronze-Sicheln waren leichter formbar und konnten so von den Schmieden genau an ihren Zweck angepasst werden.

Aber woher kam der plötzliche Wandel? Die Ideen für neue Werkzeuge brachten damals die Frauen in die Dörfer. Denn meist zogen Frauen aus anderen Ortschaften zu den Männern, die in ihren Geburtsdörfern blieben. Mit ihnen kamen auch andere Kulturen in die Orte. Inspiriert vom Austausch mit anderen Dörfern, entwickelten die Dorfbewohner so neue Technologien.

Um die Neuerungen der Bronzezeit in Europa besser zu verstehen, kannst du sie in drei Zeitabschnitte unterteilen: die frühe, die mittlere und die späte Bronzezeit.

Frühe Bronzezeit

In der frühen Bronzezeit gab es wie in der vorausgegangenen Epoche der Jungsteinzeit zunächst noch viel Keramik und viele Kupferwaffen. Allmählich setzte sich aber das neue Material Bronze immer mehr durch.

Es gab aber ein Problem: Die Herstellung von Bronze war nicht so einfach. Denn für echte Bronze brauchst du 9 Teile Kupfer und einen Teil Zinn. Um daraus Bronze zu gewinnen entstand eine Technik, die nur wenige Eingeweihte kannten und den übrigen Menschen wie Magie vorkam.

Die Nachfrage nach den Rohstoffen veränderte vieles am Leben der Menschen: So entstanden im Ostalpenraum zum Beispiel viele Kupferminen.

Hingegen war es viel schwieriger, Zinn zu bekommen. Denn ihn gab es nur an einigen wenigen Orten in Europa. Deswegen konntest du mit dem Handel sehr reich werden. So hatten zum Beispiel viele Menschen aus dem Erzgebirge das Glück, in der Nähe des begehrten Zinn zu leben. Es wurde zum Zentrum des Zinnabbaus und lieferte Zinn nach ganz Europa.

Viele Kulturen ließen sich deshalb an Orten nieder, die für sie nützlich waren. Neben Zinnvorkommen waren auch Seeufer oder Hügel und Berge beliebt. Denn so konnten sie mögliche Bronze-Diebe früher erkennen und sich besser verteidigen. Zusätzlich begannen die Menschen aus Angst vor Angriffen, ihre Dörfer zu befestigen. Das heißt, dass sie Mauern um ihre Siedlungen bauten.

Aber nicht nur die Wohnsituation der Leute veränderte sich: Um den Rohstoffhandel zu vereinfachen, entwickelten die Händler neue Handelsrouten. „Bezahlt“ wurde mit wertvollen Kupfer- und Bronzebarren als Tauschmittel.

Das führte nach und nach zu einer neuen Rangordnung der Gesellschaft. Plötzlich gab es nicht mehr nur den Stammesältesten, der das Sagen hatte. Denn je mehr Zinn jemand besaß, desto mehr Macht hatte er über seine Mitmenschen. Im Grunde waren das also die ersten Kaufleute, die durch Handel wohlhabend wurden. Dadurch bildete sich erstmals eine reiche Oberschicht heraus, wie sie dir auch in der heutigen Gesellschaft noch begegnet.

Mittlere Bronzezeit

Um 1600 vor Christus ging es dann richtig los mit der Bronze: die mittlere Bronzezeit begann.

Was sich damals für die Menschen änderte, erkennst du vor allem an den Spuren, die sie bis heute in der Erde hinterließen: Bronze galt nun als so wertvoll, dass sie ihre Toten damit in sogenannten Hügelgräbern bestatteten. Davor waren es nämlich hauptsächlich flache Gräber gewesen. Wegen der neuen Bestattungsart nennst du die Kulturen der mittleren Bronzezeit auch Hügelgräberkulturen.

Die Grabbeigaben konnten dabei sehr umfangreich sein. Sie waren oft aus Bronze oder manchmal sogar aus Gold. Je wertvoller seine Grabbeigaben waren, desto reicher und angesehener war der Verstorbene. Du kannst also auch heute noch an der Art und Weise eines Begräbnisses die gesellschaftliche Stellung des Toten erkennen.

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Ein Hügelgrab aus der Bronzezeit

%@Animation: Bitte einfügen: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/bants-carn-burial-chamber-st-marys-2586160Bildunterschrift: Bant's Carn auf den britischen Scilly-Inseln: ein Hügelgrab aus der Bronzezeit ALT-Text: hügelgrab, bronzezeit, bronzezeitalter, hügelgräber, hügelgräberkultur

Wertvolle Objekte aus Bronze wurden aber nicht nur als Grabbeigaben vergraben. Die Leute versteckten das bedeutende Material auch sonst lieber in der Erde. Archäologen finden deshalb immer wieder bei Ausgrabungen Bronze aus der Zeit. Denn im Laufe der Jahre entdeckten Forscher immer wieder Horte. Das kannst du dir wie bei einem Piratenschatz vorstellen: Ein Hort ist ein versteckter Schatz, der entweder in der Erde vergraben oder im Wasser versenkt wurde.

Aber warum versteckten die Menschen diese wertvollen Dinge? Viele Forscher nehmen an, dass sie durch das Vergraben der Objekte Gottheiten verehrten. Es waren also zum Teil religiöse Opfergaben.

Späte Bronzezeit

Neben religiösen Ritualen veränderte sich auch die Landwirtschaft immer weiter. Um 1300 vor Christus, in der späten Bronzezeit, war der Ackerbau so weit verbessert, dass die Bauern Neues ausprobierten: Neue Getreidesorten und besser geformte Werkzeuge führten zu ertragreicheren Ernten.

Auch die Begräbnisriten entwickelten sich weiter. Statt Hügelgräber zu bauen, verbrannten die Leute nun ihre Verstorbenen mitsamt ihrem Hab und Gut und bestatteten hunderte von ihnen auf sogenannten Urnenfeldern. Deswegen kannst du die späte Bronzezeit auch als Urnenfelderzeit bezeichnen.

Bronzezeit außerhalb von Europa

Natürlich gab es auch außerhalb Europas Völker, die Bronze als nützliches Material entdeckten. Vorderasien war sogar Vorreiter, da die Menschen dort schon um 3300 vor Christus Bronze herstellten. Auch das alte Ägypten war früher dran, denn dort begann die Bronzezeit schon 500 Jahre früher als in Europa. Ebenso entstand in Indien die frühbronzezeitliche Indus-KuItur schon 600 Jahre davor. In China hingegen kam Bronze in etwa zur gleichen Zeit wie in Europa auf.

Steinzeit

Wie du schon weißt, ging die Bronzezeit aus der Steinzeit hervor. Aber warum genau war die Steinzeit so anders als die Bronzezeit? Wie lebten die Menschen damals? Das erfährst du in unserem extra Video dazu!

Zum Video: Steinzeit
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