Psychologie
Kommunikationsmodelle
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Hier erfährst du, wie du mit nonverbaler Kommunikation nur durch deine Körpersprache mit anderen Personen kommunizierst. Im Artikel %und im Video erklären wir dir auch, welche nonverbalen Signale du ständig an dein Umfeld sendest. 

Was ist nonverbale Kommunikation? 

Wenn du mit jemandem kommunizierst, teilst du ihm nicht nur über deine gesprochenen Worte etwas mit (Verbale Kommunikation). Auch deine Körpersprache , (wie zum Beispiel deine Körperhaltung, deine Gestik und deine Mimik) vermittelt deinem Gesprächspartner deine Gedanken, Gefühle und Emotionen – das ist die nonverbale Kommunikation

Definition Nonverbale Kommunikation

Die nonverbale Kommunikation (englisch nonverbal communication, auch: averbale Kommunikation, außersprachliche Kommunikation, nicht verbale Kommunikation) umfasst alles, was eine Person einer anderen Person ohne Worte mit ihrer Körpersprache vermittelt. 

Kanäle der nonverbalen Kommunikation 

Du verwendest – meistens unbewusst – verschiedene Kanäle, um einer anderen Person etwas nonverbal mitzuteilen. 

Zu den Kanälen der nonverbalen Kommunikation zählst du: 

  • Mimik (Gesichtsausdruck)
    Lächelst du freundlich oder ziehst du genervt deine Augenbrauen zusammen. 
  • Gestik (Körperhaltung, Bewegungen)
    Stehst du aufrecht da, vermittelst du Selbstbewusstsein. Wenn du die Arme verschränkst, wirkst du verschlossen. 
  • Blick (Augenkontakt) 
    Wenn du deinem Gesprächspartner in die Augen schaust, ist er dir sympathisch. Schwirrt dein Blick im Raum umher, bist du desinteressiert und gelangweilt. 
  • Berührungen / Taktilität (Körperliche Nähe) 
    Durch Berührungen signalisierst du jemanden deine Zuneigung und steigerst das Wohlbefinden der anderen Person. 
  • Räumliche Distanz / Interpersonaler Raum (Abstand zum Gesprächspartner)
    Je näher dir eine Person steht, desto näher darf sie neben dir stehen, ohne dass du dich unwohl dabei fühlst. 
  • Stimme (Tonfall, Sprechgeschwindigkeit, Pausen, Betonung, etc.) 
    Wenn jemand wütend ist, spricht er laut und schnell. Gelangweilte Personen betonen das Gesagte wenig. Häufig bezeichnest du diese Art der Kommunikation auch als paraverbale Kommunikation.
  • Auftreten / Habitus (Erscheinungsbild) 
    Durch deinen Kleidungsstil oder deine Frisur teilst du deiner Umwelt etwas über deine Persönlichkeit und deinen Charakter mit. Aber auch der Geruch, wie zum Beispiel ein aufdringliches Parfüm, spielen eine Rolle. 
Verbale und paraverbale Kommunikation 

Neben der nonverbalen Kommunikation gibt es noch die verbale Kommunikation und die paraverbale Kommunikation. 

  • Unter der verbalen Kommunikation verstehst du alles, was du mit Worten sprichst oder schreibst. Es geht also um das, was tatsächlich gesagt oder geschrieben wird. 
  • Bei der paraverbalen Kommunikation betrachtest du alles, was die Stimme des Sprechenden betrifft. Denn auch über das Sprechtempo, über die Betonung der Wörter, über Sprechpausen, über die Lautstärke, über die Sprachmelodie und über den Tonfall (Intonation) vermittelt dir dein Gesprächspartner Gefühle, Emotionen und Gedanken. 

Nonverbale Signale

Über die verschiedenen Kommunikationskanäle sendest du deinem Gesprächspartner nonverbale Signale, die ihm etwas über deine Gefühle, Gedanken und Emotionen mitteilen. 

Die nonverbalen Signale aller Menschen sind sehr ähnlich. Wenn du zum Beispiel diese nonverbalen Signale kennst, kannst du die Körpersprache deines Gegenübers besser deuten: 

Nonverbales Signal Interpretation 
Verschränkte Arme Verschlossenheit, Ablehnung, Misstrauen 
Auf die Uhr schauen Desinteresse, Stress
Fester Stand Selbstbewusstsein, Sicherheit 
Nah beieinander sitzen Sympathie, Zuneigung
Blickkontakt halten Interesse

Missverständnisse durch nonverbale Kommunikation

Die Körpersprache verschiedener Menschen ist ähnlich, aber nicht gleich und auch nicht immer eindeutig. Deswegen kann es leicht zu Missverständnissen durch nonverbale Kommunikation kommen. 

Missverständnisse können zum Beispiel so zu Stande kommen: 

  • Laune:
    Wenn du schlecht gelaunt bist, interpretierst du die nonverbale Kommunikation deines Gesprächspartners unbewusst viel negativer als wenn du gut gelaunt bist. 
  • Stereotypen:
    Wenn du Vorurteile gegenüber oder eine bestimmte Meinung über eine Person hast, wirst du ihre nonverbalen Signale anhand dieser Stereotypen interpretieren.
  • Kulturelle Unterschiede:  
    Einzelne nonverbale Signale haben in unterschiedlichen Kulturkreisen verschiedene Bedeutungen. Kopfnicken bedeutet in vielen Ländern Europas zum Beispiel Zustimmung. In Bulgarien und Griechenland heißt nicken aber „nein“. 

Tipps für nonverbale Kommunikation 

Übrigens findet etwa 90 % unserer Kommunikation nonverbal statt – meistens ganz unbewusst. Du kannst deine Körpersprache aber auch bewusst steuern und trainieren

Hier haben wir 5 Tipps vorbereitet, die du für eine optimale nonverbale Kommunikation unbedingt beachten solltest. 

Tipp 1: Aufrechte Körperhaltung für mehr Selbstbewusstsein

Wenn du dich aufrecht und mit beiden Beinen fest auf dem Boden hinstellst, wirkst du nicht nur auf andere selbstsicher – du bist auch tatsächlich selbstbewusster. 

Tipp 2: Wahre die Distanzzonen

Abhängig davon, wie gut du eine Person kennst, solltest du etwa diesen Abstand zu ihr einhalten. 

Distanzzone Abstand Wer?
Intime Zone 0 bis 60 cm Partner, Eltern
Persönliche Zone 60 cm bis 1,20 m  Enge Freunde, Familie
Soziale Zone 1,20 m bis 3,60 m  Bekannte
Öffentliche Zone Mehr als 3,60 m Fremde

Tipp 3: Spiegle dein Gegenüber 

Wenn du die nonverbalen Signale deines Gegenübers imitierst – ohne dabei zu übertreiben – findet dich dein Gegenüber gleich sympathischer und du vermittelst ihm Interesse. Den Effekt bezeichnest du übrigens als Chamäleon-Effekt. 

Tipp 4: Achte auf deine Kopfhaltung

Wenn du den Kopf sehr hoch hältst und in den Nacken legst, wirkst du schnell arrogant und herablassend. Ein leicht schräger Kopf signalisiert Interesse und Vertrauen. 

Tipp 5: Sitze bewusst

Setz dich komplett auf den Stuhl. Wenn du nur halb darauf sitzt, vermittelt das deinem Gesprächspartner Eile und Desinteresse. Aber auch ein zu entspanntes Zurücklehnen strahlt Langeweile aus.  

Kommunikationsmodelle

Jetzt weißt du, dass die zwischenmenschliche Kommunikation nicht nur über gesprochene Wörter, sondern auch über die Körpersprache – also nonverbal – stattfindet. Beschrieben wird die zwischenmenschliche verbale und nonverbale Kommunikation mit verschiedenen Kommunikationsmodellen. Schau dir jetzt unser Video zu dem Thema an, um zu erfahren, wie die einzelnen Modelle die Kommunikation darstellen. Viel Spaß! 

Zum Video: Kommunikationsmodelle
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