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Du möchtest wissen, was der Begriff „Polemik“ bedeutet und an welchen Merkmalen du Polemik erkennst? Das erklären wir dir im Beitrag%und in unserem Video.

Was ist Polemik – Definition

Mit dem Begriff „Polemik“ bezeichnest du einen unsachlichen Meinungsstreit. Dieser kann z. B. im wissenschaftlichen oder politischen Rahmen stattfinden. Eine polemische Diskussion erkennst du daran, dass sie vor allem auf einer persönlichen Ebene stattfindet und von feindseligen Angriffen geprägt ist. 

Ein Polemiker versucht mit rhetorischen Mitteln , das Streitgespräch für sich zu gewinnen. Seine Hauptstrategie ist dabei, die Persönlichkeit des Gegners anzugreifen. Er versucht, seinen Gesprächspartner bloßzustellen und ihm seine Glaubwürdigkeit abzusprechen.

polemisch – Beispiel: Wenn du in einer Diskussion sagst, was du denkst und dein Gegenüber antwortet: „Denken ist ja nicht gerade deine Stärke“, dann ist das ein polemischer Angriff. Die andere Person bezieht sich nicht auf deine Aussage, sondern auf deine Persönlichkeit. 

Polemik Bedeutung früher vs. heute

Die Bedeutung von „Polemik“ hat sich mit der Zeit verändert. Der Begriff kommt vom griechischen Wort pólemos und bezeichnete ursprünglich die Kunst des Streitens. Dabei ging es um wissenschaftliche Auseinandersetzungen zwischen Gelehrten auf hohem Niveau. Heute wird der Begriff eher mit etwas Negativem in Verbindung gebracht.

Polemik – Merkmale

Ob ein Streitgespräch polemisch ist, erkennst du an:

  • einer unsachlichen Argumentation , die sich nicht nur auf das eigentliche Thema, sondern besonders auf den Gegner bezieht (ein sogenanntes argumentum ad hominem). 
  • einer meist gehobenen Sprache mit verletzendem Inhalt.
  • dem Versuch, den Gegner bloßzustellen und unglaubwürdig erscheinen zu lassen. 
  • vielen rhetorischen Mitteln, besonders Übertreibungen , Ironie und Sarkasmus .
  • dem Gebrauch von Schein-Argumenten, wie dem Strohmann-Argument (siehe unten).
  • fehlender Kompromissbereitschaft: Das Ziel ist keine Einigung, sondern ein klarer Sieg. 
Polemische Stilmittel

Beispiele für rhetorische Mittel, die du oft in polemischen Aussagen findest, sind:

Polemiker – Verhalten

Ein Polemiker möchte der Sieger des Meinungsstreites werden und keinen Kompromiss eingehen. Um das zu erreichen, stärkt er seine eigenen Argumente, indem er die des Gegners abwertet. Ein Argument verliert seine Überzeugungskraft, wenn sein Vertreter nicht ernst genommen werden kann. Deshalb versucht der Polemiker, seinen Gesprächspartner als lächerlich und unglaubwürdig darzustellen. Mithilfe von Stilmitteln  wie Ironie und Sarkasmus wird der Gegner erniedrigt.

Wenn die andere Person den Respekt eines möglichen Publikums verliert, hat ein Polemiker sein Ziel erreicht. Für den Verlierer hat das oft die Schädigung seines Rufs (Reputation) zur Folge. 

polemisieren

Wenn du gegen jemanden oder etwas eine Polemik führst, dann polemisierst du. Das heißt, du greifst jemanden oder etwas mit Worten an. Oft geschieht das auf eine herabwürdigende Weise. 

Expertenwissen: Das Strohmann-Argument

Das sogenannte Strohmann-Argument ist ein rhetorischer Trick, den du in manchen polemischen Diskussionen findest. Ein Polemiker macht von diesem Argumenttyp  Gebrauch, um seinen Gegner zu manipulieren. Mithilfe des Strohmann-Argumentes lenkt er von der eigentlichen Argumentation des Gesprächspartners ab. 

Die einzelnen Schritte vom Strohmann-Trugschluss siehst du hier:

  1. Person präsentiert Argument A
  2. Gegner verändert Argument A leicht und es wird zu Argument B
  3. Gegner widerlegt Argument B.
  4. Aufgrund der Ähnlichkeit von Argument A und Argument B scheint es, als habe der Gegner Argument A widerlegt. Das hat er aber gar nicht.

Polemik – Beispiel

Vor und nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020 hat sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump mehrfach polemisch über seinen Konkurrenten Joe Biden geäußert. Hier siehst du ein paar Beispiele: 

  • „Er war nie als schlauer Mensch bekannt.“
  • „[…] er hat nicht wirklich Erfahrung, weil ich nicht glaube, dass er sich daran erinnert, was er gestern getan hat.“
  • „Joe Biden war seine ganze Karriere über auf der falschen Seite der Geschichte.”
  • „Dieses politische Theater soll allein von der Tatsache ablenken, dass Biden völlig und total versagt hat.“
  • „Wir haben die vergangenen vier Jahre damit zugebracht, die Schäden zu beseitigen, die Joe Biden über 47 Jahre angerichtet hat.”
  • „Niemand wird sicher sein in Bidens Amerika.“

Wie dir diese Polemik Beispiele zeigen, versucht Trump für seine Position Unterstützung zu bekommen, indem er Joe Bidens Persönlichkeit abwertet. Er stellt ihn als dumm, vergesslich, verwerflich, unzuverlässig, zerstörerisch und sogar gefährlich dar. Wer sich von diesem Bild überzeugen lässt, wird jede Argumentation von Biden selbst nicht mehr ernst nehmen, unabhängig von ihrer inhaltlichen Qualität.

Polemik – Synonym

Wenn du die Polemik Bedeutung noch besser verstehen möchtest, helfen dir auch Synonyme, die du anstelle des Begriffs verwenden kannst:

  • Anfeindung
  • Angriff
  • Feindseligkeit
  • Auseinandersetzung
  • Streitigkeit
  • Kontroverse
  • Wortgefecht

Unterschied: Sarkasmus – Ironie

Du weißt bereits, dass Polemiker gerne Stilmittel wie Ironie und Sarkasmus nutzen. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden rhetorischen Figuren? Das erfährst du in diesem Video .%thumbail Verweis

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