Moderne
Bedeutende Personen im Zweiten Weltkrieg
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Bedeutende Personen im Zweiten Weltkrieg

Josef Stalin ging mit seiner brutalen Herrschaft über Russland in die Weltgeschichte ein. Wie unter seiner Diktatur die Sowjetunion entstand und wie Stalins Leben ihn dabei prägte, erfährst du hier und im Video !

Wer war Stalin?

Josef Stalin (1878 – 1953) war Diktator der Sowjetunion und der Chef der kommunistischen Partei.

Stalins oberstes nationales Ziel war die Verwirklichung des Sozialismus im eigenen Land. Dabei ging er skrupellos vor: Er zwang die russischen Bauern dazu, ihre eigenen Höfe aufzugeben. Stattdessen sollten sie sich den sozialistischen Großbetrieben anschließen. Die dadurch ausgelöste Hungersnot forderte Millionen Tote. Stalin war nicht zu stoppen: Er ließ Millionen von Menschen in Zwangsarbeitslager abschieben, die sogenannten Gulags.

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Josef Stalin, Diktator der Sowjetunion

Auch außenpolitisch ging er mit Gewalt vor: Josef Stalin führte die Sowjetunion durch den Zweiten Weltkrieg und ermöglichte ihr den Aufstieg zur neuen Supermacht.

Seine Brutalität wurde Stalin schließlich zum Verhängnis: Seine eigenen Wachen wagten es nicht, den Diktator zu stören. Niemand kam ihm zu Hilfe, als er am 5. März 1953 einen Schlaganfall erlitt und schließlich starb.

Was ist revolutionärer Sozialismus?

Die revolutionären Sozialisten strebten einen gewaltsamen Umsturz und Neuanfang in Wirtschaft und Gesellschaft an und verstanden den Sozialismus als Übergangsstadium zum Kommunismus . Nach der Oktoberrevolution 1917 entstand so in der Sowjetunion der „real existierende Sozialismus“. Dies führte zu einer Gewaltherrschaft, in der viele Menschen unterdrückt wurden.

Gewaltvolle Kindheit und Jugend

Josef Stalin wurde am 18. Dezember 1878 als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilli in der georgischen Stadt Gori geboren. Sein Vater war Schuhmacher und seine Mutter Waschfrau, seine Geschwister starben früh.

Stalins Kindheit war voller Gewalt: Die Familie besaß kaum das Nötigste zum Leben und seine Eltern schlugen ihn regelmäßig. Diesen Hang zur Gewalt übernahm der junge Stalin recht schnell und führte schon bald eine kriminelle Schlägerbande an.

Im Jahr 1894 trat Stalin in das orthodoxe Priesterseminar in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, ein. Dort wurde er zusammen mit seinen Mitschülern jedoch eher unterdrückt als unterrichtet. So lernte er statt klassischen Unterrichtsthemen eher, wie er seine Konkurrenten und Mitmenschen am besten ausspioniert und drangsaliert.

Seine Intelligenz zeigte Stalin nicht nur beim Drangsalieren seiner Mitschüler. Gleichzeitig befasste er sich erstmals mit der Literatur des Marxismus. Auch Darwins „Von der Entstehung der Arten“ faszinierte ihn. Das führte dazu, dass er sich in einen überzeugten Atheisten verwandelte.

Im Jahr 1899 wurde er dann endgültig aus dem Priesterseminar ausgeschlossen. Grund dafür war seine Beteiligung an revolutionären Aktivitäten.

Weg zur Macht

Schon früh wurde Josef Stalin politisch aktiv. Im Alter von 20 Jahren trat er der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) bei. Er organisierte Streiks und Demonstrationen, beging Raubüberfälle und erpresste Schutzgelder.

1902 wurde er deswegen erstmals verhaftet und nach Sibirien verbannt. Es folgten weitere Verhaftungen. Da die Strafmaßnahmen jedoch nur halbherzig kontrolliert wurden, gelang es ihm jedes Mal, sofort wieder zu flüchten.

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Lenin und Stalin im September 1922

Aus der SDAPR spalteten sich dann später die Bolschewiki ab. Sie waren eine radikale Fraktion der Partei und wurden von Wladimir I. Lenin  geführt. Auch Stalin trat ihnen bei. 1905 begegnete er Lenin zum ersten Mal persönlich.

Oktoberrevolution 1917

Während der russischen Oktoberrevolution im Jahr 1917 ging es mit der Karriere des späteren Diktators dann steil bergauf: Er nannte sich ab nun Josef Stalin — der Stählerne — und leitete die militärischen Einheiten der Bolschewiki. Zudem war er für die Zwangsumsiedlung der kaukasischen Völker zuständig, die dem neu geschaffenen Sowjetstaat im Wege standen.

Während des russischen Bürgerkriegs arbeitete er an der Front als politischer Kommissar. Anschließend stieg er 1919 in die Parteiführung auf und war somit Mitglied des Organisationsbüros der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Er arbeitete nun an der Seite Lenins.

Was passierte in der Oktoberrevolution?

Die Oktoberrevolution 1917 in Russland leitete eine historische Wende ein und beschreibt die gewaltsame Machtübernahme Russlands durch die kommunistischen Bolschewiki unter der Führung Lenins. Sie führte zu einem blutigen Bürgerkrieg. Anschließend erreichten die kommunistischen Bolschewiki die Alleinherrschaft. Sie errichteten einen sozialistischen Staat, der unter dem Namen “Sowjetunion” zur Supermacht aufstieg.

Als sich Lenin 1922 aufgrund seiner Krankheit weitgehend aus der Politik zurückzog, machte sich Stalin zum Generalsekretär und unterdrückte jeglichen innerparteilichen Einspruch. Seine Gegner spielte er gegeneinander aus und schreckte auch nicht vor Morden zurück. So schaffte er es, sich zum alleinigen Herrscher der Sowjetunion zu entwickeln.

💡 Schon gewusst? Lenin erkannte Josef Stalins Skrupellosigkeit und versuchte noch vor seinem Tod, ihn aus seinen Ämtern zu entlassen — allerdings ohne Erfolg. Und auch nach seinem Tod versagte Lenin: Sein Testament, in dem er Stalin aus dem Amt heben wollte, unterschlug Stalin geschickt!

Stalin als russischer Diktator

Als neuer Herrscher der Sowjetunion konzentrierte sich Josef Stalin vorerst auf nationale Ziele. Die Verwirklichung des Sozialismus hatte dabei die oberste Priorität.

In der Roten Armee (das Heer und die Luftstreitkräfte der Sowjetunion) eliminierte er unzählige Führungskräfte in „Säuberungen“ und ersetzte sie mit Nachfolgern, die ihm gefügig waren.

Doch seine Gewalt richtete sich nicht nur gegen die Armee, Parteien und die Verwaltung: Josef Stalin terrorisierte sein eigenes Volk. Er führte die Zwangskollektivierung der Bauern durch, was bedeutete, dass die Bauern ihre eigenen Höfe abgeben und sich sozialistischen Großbetrieben anschließen mussten. Später ließ er Hunderttausende von ihnen ermorden.

Durch die Zwangskollektivierung brach in der Ukraine und anderen Teilen der Sowjetunion eine schlimme Hungersnot aus. Allein dadurch starben über eine Million Menschen. Heute ist umstritten, ob Stalin diese Hungersnot systematisch herbeiführte. Manche Staaten, zum Beispiel Spanien, Italien und die USA, erkennen dieses Ereignis heute als Völkermord an.

Mit dem Wandel zu einem Industrieland schritt die Unterdrückung immer weiter voran. Die politische Polizei verschärfte die Überwachung und baute ein System von Zwangsarbeitslagern auf, den sogenannten Gulags. Die Häftlinge sollten die Industrialisierung der Sowjetunion vorantreiben, Bodenschätze ausbeuten und den Norden Sibiriens erschließen.

Sie wurden in riesigen Straßenbauprojekten eingesetzt, mussten Gold schürfen und ganze Wälder roden. Diese Strafarbeitslager wurden zu einem wichtigen Bestandteil des Stalin-Regimes. Auch hier fielen insgesamt mehr als eine Million Menschen Stalin zum Opfer.

💡 Schon gewusst? Wissenschaftler vermuten, dass unter der Herrschaft des Diktators insgesamt ca. 20 Millionen Menschen gestorben sind. 

Zweiter Weltkrieg

Im Jahr 1939 schloss die Sowjetunion unter Josef Stalin einen Vertrag mit dem Deutschen Reich, das zu dieser Zeit von Adolf Hitler regiert wurde. Hitler sollte sich frei fühlen, Polen anzugreifen. Genau das tat er auch, und der Zweite Weltkrieg begann.

Zwei Jahre später griff Hitler dann allerdings auch die Sowjetunion an, und Stalin rief seine Landsleute zum „Großen Vaterländischen Krieg“ gegen das Deutsche Reich auf. Er schickte Millionen schlecht ausgerüstete Rotarmisten an die Front, und forderte auch hier wieder Unmengen von Toten. Ganze vier Jahre dauerte es, bis Hitler besiegt war.  

Stalin Tod 

Die Zeit vor seinem Tod verbrachte Josef Stalin zurückgezogen und distanziert, dem Volk zeigte er sich nicht mehr. Das kostete ihm letztendlich sein Leben: Als er nämlich einen Schlaganfall erlitt und stundenlang nicht auftauchte, traute sich keine seiner Leibwachen, nach ihm zu sehen. Denn Stalin ungefragt zu stören, konnte den Tod bedeuten. Als die Wachen endlich nachsahen, kam jede Hilfe zu spät. Am 5. März 1953 starb Josef Stalin dann an den Folgen seines Schlaganfalls. 

💡 Schon gewusst? Schon zu Lebzeiten betrieb Josef Stalin einen starken Kult um seine Person: Er war Bestandteil zahlreicher Werke der Literatur oder der Kunst. Außerdem wurden in allen Sowjetrepubliken Statuen und sogenannte Stalin-Paläste errichtet.

Zweiter Weltkrieg

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Auslöser des Zweiten Weltkriegs war der unrechtmäßige Angriff Deutschlands unter Adolf Hitler auf Polen im Jahr 1939. Wie der Krieg verlief und wie er endete, erfährst du im nächsten Beitrag !

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