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Bedeutende Personen im Zweiten Weltkrieg

Die DDR entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber wann wurde sie eigentlich genau gegründet? Und wie lief das Ganze ab? Das erfährst du jetzt in diesem Beitrag und in unserem Video !

Gründung DDR einfach erklärt

Die DDR wurde 1949 im Osten Deutschlands gegründet. Sie beinhaltete das Gebiet, das nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt war. Heute befinden sich dort die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen sowie der Osten Berlins.%FS wie entstand die ddr; 38 Wörter

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Die Flagge der DDR

Nach dem Vorbild der Sowjetunion baute die führende Partei SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) einen sozialistischen Staat auf. Das sollte für mehr Gerechtigkeit sorgen. Im Endeffekt war es aber mit einer massiven Unterdrückung der Bürger verbunden. Nur so konnte die SED ihren Machtanspruch über 40 Jahre lang sichern, bevor die DDR 1990 schließlich zusammenbrach.

Gründung der DDR Zusammenfassung

Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) fand am 7. Oktober 1949 statt. Sie entstand aus der sowjetischen Besatzungszone. Nach außen vertrat die DDR drei Prinzipien: Sozialismus, Antifaschismus und Demokratie. Tatsächlich errichtete die sozialistische Staatspartei SED allerdings eine Diktatur.%FS gründung der ddr zusammenfassung; 39 Wörter

Vorgeschichte der DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die vier Siegermächte Deutschland 1945 in vier Besatzungszonen auf. Auch in der Hauptstadt Berlin besetzten Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion (UdSSR) jeweils einen Teil. Die sowjetische Zone lag im Osten Deutschlands. Sie stand stark unter dem Einfluss des kommunistischen Weltbilds, das die UdSSR vertrat. Daran angelehnt bildete sich in Ostdeutschland der Sozialismus heraus.

Sozialismus

Der Sozialismus ist eine abgeschwächte Form des Kommunismus. In einer sozialistischen Gesellschaft soll jeder Bürger möglichst gleich sein. Die Gemeinschaft steht dabei im Vordergrund.

Auch größerer Besitz soll der Gemeinschaft gehören. So soll die Arbeiterklasse angeblich von der Unterdrückung durch reiche Eliten befreit werden. In der DDR wurde das zum Beispiel durch flächendeckende Enteignungen umgesetzt. Dabei gingen Ackerland und größere Firmen in den Besitz des Staates über. Du sprichst auch von Verstaatlichung.

Außerdem wird die Wirtschaft zentral vom Staat in einer Planwirtschaft organisiert.

Die drei westlichen Zonen orientierten sich stattdessen an der kapitalistischen  Weltanschauung. Die Konflikte zwischen kommunistischen und kapitalistischen Ländern wurden in der Nachkriegszeit allerdings immer größer und der Kalte Krieg begann.

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Die vier Besatzungszonen Deutschlands

Auch in Deutschland entfernten sich Osten und Westen immer weiter voneinander. Zunächst verfolgten die Siegermächte noch den Plan, ein vereintes Deutschland zu gründen. Schon bald zeichnete sich aber immer deutlicher ab, dass es zwischen den westlichen Mächten und der Sowjetunion zu keiner Einigung kommen würde. Denn ihre Vorstellungen davon, wie der neue Staat aussehen sollte, unterschieden sich zu sehr. Im Mai 1949 taten sich deshalb die westlichen Siegermächte zusammen und veranlassten die Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD).

Gründung der DDR

Durch die Gründung der BRD  fühlte sich die Sowjetunion unter Druck gesetzt. Sie gab deshalb den Befehl, im Osten Deutschlands einen eigenen Staat nach sowjetischem Vorbild zu errichten. Am 7. Oktober 1949 war es schließlich so weit: Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wurde gegründet.

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Walter Ulbricht (1960)

Zum ersten Staatspräsidenten der DDR wurde Wilhelm Pieck ernannt. Das Amt des Ministerpräsidenten und damit die Führung der DDR-Regierung übernahm Otto Grotewohl. Beide gehörten der SED an.

Bald gab es in der DDR aber einen Mann, der sogar noch mehr Einfluss hatte: Walter Ulbricht. Er stieg 1950 zum Generalsekretär des sogenannten „Zentralkomitees“ der sozialistischen Partei SED auf. Im Endeffekt bedeutet das, dass Ulbricht in der Partei das Sagen hatte. Durch die führende Rolle der SED machte ihn das gleichzeitig zum mächtigsten Politiker im Staat.

Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

Die SED war eine Partei, die schon 1946 unter dem Druck der Sowjetunion entstand. Dafür schlossen sich die kommunistische KPD und die sozialdemokratische SPD in der sowjetischen Besatzungszone zu einer Einheitspartei zusammen. Sie erhob Anspruch auf die ungeteilte Macht in der DDR und stand über allen anderen Parteien. Ihr Ziel war es, einen sozialistischen Staat zu errichten.

Das Parlament der DDR war im ersten Jahr nach der Gründung nur vorläufig eingesetzt worden. Die ersten Wahlen der Volkskammer, wie du das Parlament dort nennst, wurden für den 15. Oktober 1950 angesetzt.

Die DDR — Eine Demokratie?

Deutsche Demokratische Republik und Parlamentswahlen — das klingt im ersten Moment nach einem demokratischen Staat, in dem die Bürger mitbestimmen können, wer ihr Land regiert. In der Realität sah das allerdings anders aus. Denn bei den Wahlen in der DDR handelte es sich um sogenannte „Scheinwahlen“. Das Ergebnis stand nämlich schon vorher fest.

Es gab zwar verschiedene Parteien, sie mussten jedoch mit der führenden SED auf einer „Einheitsliste“ antreten. Im Endeffekt bedeutete das, dass die SED eine Liste der Abgeordneten aufstellte, die in die Volkskammer kommen sollten. Die Bürger der DDR konnten dieser Liste bei der Wahl zustimmen, indem sie den Wahlzettel einfach unbeschrieben abgaben. Theoretisch konnten Wähler zwar Namen auf der Liste durchstreichen, sie machten sich damit aber sofort als „Feind der Regierung“ verdächtig.

Das war in der DDR eine gefährliche Sache. Regierungskritiker wurden vom Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) bespitzelt und gnadenlos verfolgt. Es gab also keine Meinungsfreiheit. Wie viele andere Freiheitsrechte stand sie zwar in der Verfassung, wurde letztendlich aber nicht umgesetzt.

Die SED verfolgte damit eine Strategie, die Walter Ulbricht schon 1945 klar formuliert hatte: „Es muss alles demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben!„.

Auf den ersten Blick sah es also vielleicht so aus, als wäre die DDR eine Demokratie gewesen — in der Realität errichtete die SED in Ostdeutschland aber eine Diktatur. Sie dauerte bis zum Zerfall der DDR 1990 an.

Gründung BRD

Jetzt kennst du dich schon super mit der Gründung der DDR aus! Wenn du auch wissen willst, wie die Gründung der BRD ablief, schau dir doch unser Video  dazu an!

Zum Video: Gründung BRD
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