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Bedeutende Personen im Zweiten Weltkrieg

Mauerfall 1989 einfach erklärt

Als Mauerfall 1989 bezeichnest du die Öffnung der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten am 9. November 1989.

Deutschland war vor dem Mauerfall im Jahr 1989 Jahrzehnte lang durch eine fast unüberwindbare Grenze in die DDR und die BRD aufgeteilt.

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Berliner Mauerfall – Mauerfall 1989

Weil es den Menschen in der DDR sehr schlecht ging, demonstrierten die DDR-Bürger in einer friedlichen Revolution für Rechte und Freiheiten. Sehr wichtig war ihnen dabei die Reisefreiheit.

Die Demonstrationen setzten die DDR-Regierung unter Druck. Deshalb veröffentlichte sie ein neues Reisegesetz. Seine Verkündung in einer Pressekonferenz führte dazu, dass die Bürger der DDR die Berliner Mauer und die Grenzübergänge stürmten. Dadurch fiel die Mauer!

Aber wieso ist der Mauerfall in Berlin so wichtig?

Vorgeschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg  besetzten die vier Siegermächte (Frankreich, Großbritannien, USA, Sowjetunion) Deutschland und teilten es unter sich auf. Mit der Zeit schlossen sich die westlichen Siegermächte, Frankreich, USA und Großbritannien, zusammen. Später entstand auf ihrem Gebiet die BRD . Im Osten wurde unter der kommunistischen sowjetischen Besatzung die DDR gegründet .

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Die Besatzungszonen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg

In den beiden Staaten waren die Lebensverhältnisse sehr unterschiedlich. Während es der BRD durch das Wirtschaftswunder gut ging, waren die Verhältnisse in der DDR schlechter.

Dort beanspruchte nämlich die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) alle Macht für sich. Sie stellte strenge Regeln auf und überwachte die Menschen. Die Bürger durften sich weder gegen die SED-Regierung stellen, noch das Land verlassen. Deshalb kannst du die DDR als eine Diktatur bezeichnen. 

Aus diesem Grund flohen jedes Jahr Tausende Bürger aus der DDR in die BRD. Um die Massenflucht zu verhindern, sicherte die DDR die Grenze zur BRD durch eine Zaunanlage. Zusätzlich baute sie am 13. August 1961 in Berlin die 155 km lange Berliner Mauer . Sie wurde zum Symbol der Teilung Deutschlands und der Unfreiheit der DDR-Bürger.

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Verlauf der Berliner Mauer

Grenzsoldaten, Minen und Stacheldraht standen jedem im Weg, der versuchte, die Grenze zu überqueren — sie war nahezu unüberwindbar. Kam man in ihre Nähe, herrschte Lebensgefahr. Trotzdem versuchten die Menschen, die Grenze zu überqueren. Viele von ihnen starben bei dem Versuch.

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Die Wende — Friedliche Revolution

Im Jahr 1989 veränderte sich alles für die Bürger der DDR. Deshalb bezeichnest du das Jahr auch als „Wende“ oder „Wendezeit“.

Damals begannen die Bürger der DDR eine friedliche Revolution: Trotz der strengen Regierung trauten sie sich auf die Straße, um gegen den Staat zu demonstrieren. Die Demonstrationen fanden immer montags statt. Du nennst sie deshalb auch „Montagsdemonstrationen“.

Die Menschen wehrten sich so gegen die Diktatur und protestierten gegen die DDR. Sie setzten sich dabei für ein Ende der staatlichen Kontrolle ein. Außerdem forderten sie freie Wahlen sowie Meinungs- und Reisefreiheit. Insbesondere wollten sie auch in den Westen reisen dürfen.

Die friedliche Bürgerbewegung von 1989 setzte den Staat unter Druck und schwächte die Herrschaft der SED. Deshalb musste die Regierung ihre Politik ändern.

Auch Veränderungen in der sowjetischen Regierung durch Michail Gorbatschow beeinflussten die Entscheidungen der SED. Denn seine Politik führte beispielsweise zur Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich.

Um das Volk zufriedenzustellen, erstellte die DDR-Regierung einen Entwurf für ein neues Reisegesetz (6. November 1989), das aber auf Ablehnung stieß. Der Druck auf die Politiker wurde immer größer. Am 7. November und 8. November traten deshalb die führenden Politiker der SED zurück.

So kam es, dass am 8. und 9. November 1989 eine neue Reiseregelung ausgearbeitet wurde. 

Schau dir jetzt an, wie genau die Verlesung der neuen Reiseregelung die DDR und BRD für immer veränderte.

Der Mauerfall

Am 9. November 1989 kamen morgens Offiziere im Innenministerium der DDR zusammen. Sie mussten eine neue Ausreiseregelung entwerfen. Dafür lag ihnen ein Entwurf von der Sowjetunion vor. Darin stand, dass die DDR-Bürger zwar über einen Extra-Grenzübergang ausreisen konnten, aber dann nicht mehr in die DDR zurück durften! So wollte die Regierung ihre Gegner aussortieren und gegen die Massenproteste der Bürger vorgehen.

Dabei sollten von nun an Anträge auf eine solche endgültige Ausreise aus der DDR gestellt werden können. Aber zwei folgenschwere Sätze wurden in den Entwurf der Reiseverordnung eingefügt: 

„Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.“

Einfach ausgedrückt bedeuteten die 2 kleinen Sätze: Reisefreiheit für alle! 

Die Pressekonferenz — Auslöser des Mauerfalls in Berlin

Der SED-Sprecher Günter Schabowski erhielt am 09.11.1989 um 17:50 die Presseerklärung zum neuen Reisegesetz. Es gab aber ein Problem: Schabowski war nicht bei den Beratungen dabei gewesen! Er wusste deshalb auch nicht, ab wann die Verordnung gelten sollte. Außerdem wusste er nicht, dass es gar keine wirkliche Reisefreiheit sein sollte, sondern nur eine Regelung für endgültige Ausreisen.

Wer war Günter Schabowski?

Günter Schabowski war Mitglied des Zentralkomitees der SED und ab dem 6. November 1989 Sekretär für Informationswesen.

Um 18 Uhr fand dann die live übertragene Pressekonferenz mit Günter Schabowski statt. Eigentlich sollte es um Wirtschaft, Politik und das Volk gehen, aber auf die Frage eines Journalisten sprach Schabowski um 18:57 Uhr über die Reiseverordnung. Er verkündete, dass ab „sofort“ und „unverzüglich” freie Reisen ohne Antrag (formlos) möglich seien. Damit löste Günter Schabowski ungewollt den Mauerfall aus!

Günter Schabowskis historisches Statement: 

„Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. […] Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.– 09.11.1989, 18:57

Daraufhin wurde in den Medien der DDR und der BRD rasant über die neue Reiseregelung berichtet. Die Nachricht „DDR öffnet Grenze“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer. 

Menschenmassen an den Grenzübergängen

Gegen 20:30 Uhr sammelten sich dann am Tag des Mauerfalls die ersten DDR-Bürger an den Grenzübergängen in Berlin. Sie waren immer noch für alle Bürger ohne Visum geschlossen und die Soldaten hatten keinen Befehl zur Grenzöffnung erhalten.

Die Bürger wollten aber die Grenze überqueren und eine große Menschenmenge kam zusammen. Sie verlangten die Öffnung der Tore. Unter dem großen Druck wurde dann die Ausreiseabfertigung begonnen. Dabei stempelten die Grenzsoldaten die Pässe der ausreisenden DDR-Bürger einfach ungültig, da die Ausreiseregelung schließlich nur für ständige Ausreisen galt. Ohne es zu wissen, waren die Ausreisenden somit keine DDR-Bürger mehr!

Um 22:28 Uhr wurde zwar noch einmal im DDR-Fernsehen deutlich gesagt, dass Reisen immer noch beantragt werden müssten, aber die DDR-Bürger ließen sich nicht mehr aufhalten. Die Grenzsoldaten hatten jedoch keine Anweisungen, wie sie mit den Menschenmassen umgehen sollten. Deshalb waren sie komplett überfordert und beschlossen schließlich, gegen 23:30 Uhr einfach die Tore zu öffnen. Damit war die Mauer gefallen.

Merke — Datum des Mauerfalls: Die DDR-Regierung verkündete die neue Reiseregelung vorzeitig. Damit bedeutete der 9. November 1989 und die darauffolgende Nacht nach 28 Jahren das Ende der Mauer zwischen Ost- und Westberlin. Daraufhin strömten Tausende Berliner zu den Grenzübergängen.

Endgültiger Auslöser des Mauerfalls 1989

Harald Jäger war am 9.11.89 am Grenzübergang Bornholmer Straße in Berlin als diensthabender Grenzkommandant stationiert. Er ließ um 23:30 Uhr als erster den Grenzübergang öffnen und löste damit endgültig den Fall der Berliner Mauer aus. 

Du kannst aber auch die Menschen, die damals ohne Angst den Grenzübergang stürmten, als die eigentlichen Maueröffner bezeichnen. 

Nicht nur an der Berliner Mauer, sondern auch an anderen Grenzübergängen wurden die Tore geöffnet und die DDR-Bürger mit Begeisterung im Westen empfangen. Der Mauerfall 1989 war damit vollzogen.

Um 0 Uhr am 10. November 1989 waren alle Grenzübergänge offen. Tausende West- und Ostberliner kletterten zwischen 1 und 2 Uhr über die Mauer am Brandenburger Tor. Es wurde vor Freude getanzt. 

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Tanz auf der Berliner Mauer

Um 2 Uhr meldete das Radio DDR I die Nachricht des Innenministeriums, dass die Grenze als „Übergangsregelung bis 8 Uhr unter Vorlage des Personalausweises“ passiert werden könne. Trotzdem strömten den nächsten Tag über tausende Menschen über die Grenze und am Tag des Mauerfalls wurde gefeiert. Fotos von Bürgern, die auf der zuvor tödlich bewachten Mauer tanzten, gingen um die Welt. 

Mauerfall 1989 Folgen

Den Fall der Mauer am 9. November 1989 kannst du als eines der wichtigsten Ereignisse in der deutschen Geschichte betrachten. Der Mauerfall 1989 brachte nämlich zahlreiche Veränderungen für ganz Deutschland mit sich. Schau dir jetzt an, welche Folgen der Fall der Berliner Mauer Fall hatte:

  • Die Bürger der DDR hatten durch den Fall der Mauer mehr Freiheiten: Reise-, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit.
  • Am 18. März 1990 fanden freie Wahlen für das Parlament der DDR statt.
  • Der Mauerfall 1989 ermöglichte den DDR-Bürgern Einkaufsmöglichkeiten für alle Waren.
  • Der 1989 Mauerfall sorgte für eine Umstellung der DDR von sozialistischer Planwirtschaft auf die soziale Marktwirtschaft .
  • Am 1. Juli 1990 kam es durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der BRD und der DDR zu Bündnissen der beiden Länder.
  • Der Fall der Mauer zeigte, dass friedliche Revolutionen möglich sind
  • Das Ende des Kalten Krieges  wurde durch den Berliner Mauerfall eingeleitet.
  • Der Mauerfall 1989 in Deutschland führte auch zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nach 45 Jahren Trennung
Wiedervereinigung Deutschlands

Wiedervereinigung bedeutet, dass sich die beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 zu einem Staat (BRD) zusammenschlossen. Nach der Wende war Deutschland damit wieder ein Staat.

Kalter Krieg 

Jetzt kennst du dich mit dem Mauerfall 1989, seinen Gründen und auch seinen Folgen bestens aus. Der Fall der Berliner Mauer war ein wichtiger Schritt zum Ende des Kalten Krieges. Schau dir jetzt am besten unser Video zum Kalten Krieg an, um alles darüber zu erfahren.

Zum Video: Kalter Krieg
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