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Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Pläne her, wie es mit Deutschland weitergehen sollte. Die Gründung der BRD war einer davon. Aber wann wurde die BRD gegründet? Und wie genau kam es dazu? Das erfährst du in diesem Beitrag%und im Video!

Gründung BRD einfach erklärt

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) fand am 23. Mai 1949 statt, als das Grundgesetz verabschiedet wurde. Der Prozess der Gründung war allerdings erst mit dem Amtsantritt Konrad Adenauers zum ersten Bundeskanzler am 15. September 1949 abgeschlossen.

Davor hatten die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs Deutschland besetzt. Drei von ihnen – die USA, Großbritannien und Frankreich schlossen sich zusammen. Denn sie hatten die gleichen wirtschaftlichen und politischen Pläne für Deutschland.

Die Sowjetunion, die in der östlichen Besatzungszone das Sagen hatte, hatte aber andere Vorstellungen. Daher beschlossen die USA, Frankreich und Großbritannien, ohne sie einen Staat im Westen zu gründen: Die Bundesrepublik Deutschland.%<img class="alignnone size-medium wp-image-326733" src="https://blog.studyflix.de/wp-content/uploads/2022/03/karte_brd_ddr-254x300.png" alt="" width="254" height="300" />Liebes Animationsteam, könnt ihr die Karte animieren? Eigentlich kann alles gleich bleiben, ich finde nur kein Lizenzfreies Bild. Danke! Quelle: http://www.wissen.de/konrad-adenauer-der-erste-bundeskanzler; gefunden bei:https://www.geschichte-abitur.de/deutsche-teilung; Beschriftung: Die Unterteilung Deutschlands in BRD und DDR; Alttext: Gründung BRD, Gründung Bundesrepublik Deutschland, BRD Gründung, Gründung der BRD, Gründung BRD 1949 BRD, DDR, Deutschland vor 1990

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Die Unterteilung Deutschlands in BRD und DDR

Ausgangslage

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Deutschland in Trümmern. Die Städte mussten wieder aufgebaut werden und auch das politische System und die Wirtschaft mussten erneuert werden. Das war jetzt Aufgabe der vier Siegermächte, die das Land besetzt hatten.

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten dabei die gleichen Pläne. So schlossen sich 1947 die USA und Großbritannien zusammen und gründeten die Bi-Zone. Später trat auch Frankreich dem Bündnis bei. So vereinten sich die drei westlichen Sektoren zur Tri-Zone.

Nur die vierte Siegermacht, die Sowjetunion, trat dem Bündnis nicht bei. Das lag daran, dass sie ein starker Vertreter des Kommunismus war. Und der ließ sich nicht mit den wirtschaftlichen Plänen der anderen Siegermächte vereinbaren. Von nun an herrschten in Deutschland also zwei Regimes: Das der Sowjetunion im Osten Deutschlands und das der Tri-Zone im Westen.

Doch die USA hatte sich zum Ziel gesetzt, die Ausbreitung der Sowjetunion und des Kommunismus zu verhindern. Dafür sollten der Marshall-Plan und die Truman Doktrin sorgen.

Marshall-Plan und Truman Doktrin

Der Marshall-Plan war ein Hilfsprogramm der USA. Mit ihm sollte die Wirtschaft in Europa wieder angekurbelt werden. Die Länder erhielten dabei Geld, Rohstoffe, Waren und Lebensmittel. So sollte auch der Kommunismus aufgehalten werden.

In der Truman Doktrin verpflichteten sich die USA sogar, die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. Mit ihr garantierte die USA anderen Ländern militärische Unterstützung, wenn sie von der Sowjetunion und dem Kommunismus bedroht waren.

Die unterschiedlichen Ansichten der östlichen und westlichen Besatzungszone ließen sich also nicht vereinbaren. Also entschloss sich die Tri-Zone dazu, einen neuen Staat zu gründen – ohne die Zone der Sowjetunion. Doch für die Gründung eines westdeutschen Staates mussten zunächst konkrete Pläne her. Es folgten mehrere Beschlüsse und Konferenzen, die die Gründung regeln sollten.

Die Sechsmächtekonferenz

Zunächst trafen sich in Frankfurt die Alliierten der westlichen Zone, also die USA, Großbritannien und Frankreich, mit den Benelux-Ländern. Sie berieten über die Gründung eines freien deutschen Staates im Westen Deutschlands und einigten sich auf Beschlüsse. Diese Beschlüsse nennst du auch Frankfurter Dokumente.

Rittersturz-Konferenz

Jetzt besprachen die Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder die Ansprüche der Alliierten. Doch sie fürchteten, dass die Gründung eines westdeutschen Staates Deutschland nur noch mehr spalten würde. Also entwickelten sie Gegenvorschläge, die du auch Koblenzer Beschlüsse nennen kannst. Dabei trafen sie vier wichtige Entscheidungen:

Die Grundsätze der Koblenzer Beschlüsse
  1. Die Frankfurter Dokumente sollten im Großen und Ganzen angenommen werden.
  2. Die Gründung eines westdeutschen Staates lehnten sie aber ab.
  3. Eine Neuorganisation der Ländergrenzen sollte ohne Mitwirkung der Alliierten geschehen.
  4. Der Entwurf eines Besatzungsstatus, also die Eingriffsmöglichkeiten der Alliierten, wurde abgelehnt.

Doch die sowjetische Besatzungszone erschwerte eine einheitliche Lösung für Deutschland. Also kamen die westdeutschen Länder zu dem Beschluss, eine provisorische Lösung zu finden, bis Deutschland wieder vereint war. Um das zu regeln, wurde der Parlamentarische Rat ins Leben gerufen.

Parlamentarischer Rat

Um einen neuen Staat aufzubauen, brauchte es Regeln und Gesetze. Für diese Aufgabe war der Parlamentarische Rat zuständig. Der Rat war ein Ausschuss, der extra für die Ausarbeitung eines Gesetzes gegründet wurde.

Doch wer durfte dem parlamentarischen Rat beisitzen? Die Länderparlamente der westlichen Besatzungszone wählten 65 Mitglieder aus verschiedenen Parteien in den Rat. Du kennst bestimmt einen von ihnen: Konrad Adenauer. Er war der Präsident des Parlamentarischen Rates. Im Zuge der Bundestagswahlen wurde er später sogar der erste Bundeskanzler.

Im Jahr 1948 kam es dann erstmals zu einem Treffen des Parlamentarischen Rates. Hier trafen die Mitglieder Entscheidungen, wie es mit Deutschland weitergehen sollte. Die Mitglieder berieten, wie die Macht zwischen dem Bund und den Bundesländern aufgeteilt werden sollte und auch die Finanzordnung sollte geregelt werden.

Ihr Ziel war es, eine gesamtdeutsche Lösung zu finden. Da eine solche Einigung allerdings noch nicht möglich war, wollten sie wenigstens die Möglichkeit einer Wiedervereinigung offen halten. Deshalb einigten sich die Mitglieder des Rates auf ein Übergangsgesetz, das nur solange in Kraft treten sollte, bis Deutschland wieder ein einheitlicher Staat war.

Grundgesetz

Aber was machte das Übergangsgesetz aus? Den Mitgliedern des Rates war es besonders wichtig, aus den Fehlern der Weimarer Republik zu lernen. Das war die Staatsform in Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg. Denn die Verfassung in der Weimarer Republik wies Schwächen auf. Die missbrauchte Hitler bei seiner Machtergreifung .

Also entwarfen Experten im Auftrag der Ministerpräsidenten auf der Insel Herrenchiemsee eine Vorlage für das Gesetz. Das war die Basis für das Grundgesetz der BRD.

Wichtigste Entschlüsse des Grundgesetzes
  1. Der Deutsche Staat sollte ein föderaler Staat werden, zusammengesetzt aus den einzelnen Bundesländern.
  2. Gewaltenteilung, sodass kein Rechtsorgan zu große Macht hatte.
  3. Die Regierung sollte einer Opposition ausgesetzt sein.
  4. Menschen- und Bürgerrechte, wie beispielsweise die Meinungsfreiheit.

Die Mehrheit des parlamentarischen Rates stimmte für das Grundgesetz. Auch die Besatzungsmächte segneten den Beschluss ab. Am 23. Mai 1949 trat schließlich das Grundgesetz in Kraft. Im Laufe der Zeit gab es zwar ein paar Verfeinerungen, doch im Großen und Ganzen ist das damalige „Übergangsgesetz“ unser heutiges Grundgesetz.%Quelle:https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grundgesetz_1949.jpg;Beschriftung: Deutsches Grundgesetz von 1949; Alttext: Deutsches Grundgesetz, BRD, Bundesrepublik Deutschland, Gründung BRD

Deutsches Grundgesetz, BRD, Bundesrepublik Deutschland, Gründung BRD
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Deutsches Grundgesetz von 1949

Übrigens: Das erste deutsche Grundgesetz für die westdeutschen Länder sollte nicht Verfassung genannt werden. Erst nach der Wiedervereinigung sollte aus dem Grundgesetz eine Verfassung entstehen.

Geburtsstunde der BRD

Der erste Schritt für die Gründung der Bundesrepublik Deutschland erfolgte mit der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 24. Mai 1949. Es kam zur ersten Bundestagswahl. Hier wählte der parlamentarische Rat Konrad Adenauer zum ersten deutschen Bundeskanzler. Am 7. September 1949 trat Adenauer sein Amt an. Mit seinem Amtsantritt war der Prozess der Gründung der BRD abgeschlossen.

Das Grundgesetz der BRD wurde in den kommenden Jahren oft als Vorbild für andere demokratische Staaten verwendet. Denn mit der Gründung der BRD entstand ein freiheitlich demokratischer Rechtsstaat. Das bedeutet, dass jeder Bürger der BRD das Recht auf Freiheit und Gleichheit hatte. Sie wählten ihre Regierung selber. So wurde eine Diktatur ausgeschlossen.

Ein gänzlich anderer Staat entstand im Osten Deutschlands. Hier kam es nahezu zeitgleich zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) . Du sprichst deshalb auch von einer Doppelten Staatsgründung.

Die Trennung Deutschlands blieb viele Jahre erhalten. Erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 03. Oktober 1990 wurde die DDR der BRD wieder angeschlossen.

Wirtschaftswunder

Prima! Jetzt kennst du dich mit der Gründung der BRD schon gut aus. Wenn du wissen willst, wie sich die Wirtschaft in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erholte und wie es zum Wirtschaftswunder kam, dann schau dir jetzt unser Video dazu an.%Thumbnail

Zum Video: Wirtschaftswunder
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