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Macbeth – Zusammenfassung

Suchst du nach einer Zusammenfassung von Shakespeares „Macbeth“? Alles Wichtige zu dem Werk und seinem Inhalt erfährst du hier und im Video!

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Inhaltsübersicht

Macbeth — Inhaltsangabe

Das Drama „Macbeth“ von William Shakespeare erzählt die Geschichte des schottischen Feldherrn Macbeth. Dieser wird von Machtgier und Ehrgeiz getrieben, wodurch er im Laufe der Geschichte zum Tyrannen wird.

Der Auslöser dafür sind drei Hexen, die ihm prophezeien, dass er König von Schottland werden wird. Das weckt in ihm die Lust nach Macht. Gemeinsam mit seiner ehrgeizigen Frau Lady Macbeth ermordet er den König. Er übernimmt den Thron und lässt weitere Menschen töten, um seine Herrschaft zu sichern.

Am Ende schließen sich die Adeligen Macduff und Malcolm zusammen, um Macbeth zu stürzen. Macbeth wird schließlich im Kampf getötet und seine Schreckensherrschaft ist beendet.

Die wichtigsten Fakten im Überblick
  • Veröffentlichung: 1606 fertiggestellt, 1611 uraufgeführt
  • Autor: William Shakespeare
  • Gattung: Drama (Tragödie)
  • Epoche: Renaissance
  • Hauptfiguren: Macbeth, Lady Macbeth, Macduff
  • Aufbau: Exposition, erregendes Moment, Höhepunkt, retardierendes Moment, Katastrophe/Lösung

Macbeth — Figurenkonstellation

Wer spielt in „Macbeth“ eine Rolle und welche Beziehungen haben die Figuren zueinander? Das kannst du dir anhand der Figurenkonstellation anschauen.

Das Bild zeigt die Figurenkonstellation von Macbeth. Im Mittelpunkt steht Macbeth, der mit Lady Macbeth verheiratet ist. Gemeinsam ermorden beide den König Duncan. Der Lehnsmann Banquo ist repräsentiert außerdem den Gegensatz zu Macbeth. Zuletzt gibt es noch den Lehnsmann Macduff mit dem Macbeth verfeindet ist.
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Macbeth – Figurenkonstellation

Möchtest du mehr über die Figuren erfahren? Hier zeigen wir dir genauer, welche Rolle sie spielen und welche Eigenschaften sie haben.

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Akt 1 — Exposition

In der Exposition von Macbeth lernst du die wichtigsten Figuren, wie Macbeth, Banquo oder die drei Hexen kennen. Dabei prophezeien die drei Hexen Macbeth, dass er den Adelstitel Thane von Cawdor erhält und später zum König von Schottland wird.

Kurz darauf bestätigt sich ein Teil der Prophezeiung: Der aktuelle König Duncan ernennt Macbeth zum Thane von Cawdor. Die Vorhersage weckt in Macbeth den Wunsch nach Macht. Als er seiner Frau davon berichtet, plant Lady Macbeth, König Duncan zu ermorden. Schließlich lässt er sich von ihr überzeugen, den König zu töten.

Akt 1 — Szene 1

Die Szene spielt während eines Gewitters auf einem freien Feld in Schottland des 11. Jahrhunderts. Drei Hexen treffen dort eine Vereinbarung, dass sie sich bald wieder treffen wollen. Dann wollen sie dem schottischen Heerführer Macbeth auf einer Heide begegnen.

Akt 1 — Szene 2

Die Handlung wechselt in ein Feldlager des schottischen Heeres. König Duncan, seine Söhne Malcolm und Donalbain sowie mehrere Adelige sprechen dort mit einem verwundeten Hauptmann. Der Hauptmann berichtet von der Schlacht gegen den Rebellen Macdonwald. Dabei erzählt er, dass Macbeth besonders tapfer gekämpft hat und Macdonwald im Kampf tötete.

Kurz darauf kommt der Adelige Ross. Er berichtet, dass auch der norwegische König Schottland angegriffen hat und vom Thane von Cawdor unterstützt wurde. Die schottischen Truppen unter Macbeth und Banquo gewinnen jedoch die Schlacht. Duncan lässt den verräterischen Thane von Cawdor hinrichten und Macbeth soll dessen Titel erhalten.

Akt 1 — Szene 3

Auf einer Heide treffen die drei Hexen erneut aufeinander. Sie sprechen über ihre Zauberkräfte, bevor Macbeth und Banquo nach einer Schlacht dort vorbeikommen. Die Hexen begrüßen Macbeth mit drei Prophezeiungen: Er sei bereits Thane von Glamis, werde Thane von Cawdor und später König von Schottland sein.

Auch Banquo erhält eine Vorhersage: Seine Nachkommen sollen Könige werden, er selbst jedoch nicht. Macbeth ist durch die Prophezeiung verwirrt und möchte noch mehr Fragen stellen. Doch die Hexen verschwinden plötzlich.

Kurz darauf erscheinen Ross und Angus. Sie berichten Macbeth, dass König Duncan ihn zum Thane von Cawdor ernannt hat. Damit erfüllt sich ein Teil der Prophezeiung. Macbeth denkt daraufhin kurz über den Mord am König nach. Den Gedanken verdrängt er jedoch wieder.

Akt 1 — Szene 4

Die Handlung spielt nun im Palast in Forres. König Duncan, seine Söhne und mehrere Adelige sprechen über den ehemaligen Thane von Cawdor, der wegen Hochverrats hingerichtet wurde. Kurz darauf treffen Macbeth und Banquo ein. Duncan bedankt sich bei ihnen für ihren Einsatz in der Schlacht und lobt besonders Macbeth für seinen Mut.

Dann verkündet Duncan, dass sein Sohn Malcolm zum Prinzen von Cumberland ernannt wird und damit sein offizieller Thronfolger ist. Macbeth reagiert darauf innerlich beunruhigt. Anschließend beschließt Duncan, Macbeth in dessen Schloss in Inverness zu besuchen.

Akt 1 — Szene 5

Anschließend wechselt die Szene zu Macbeths Schloss in Inverness. Lady Macbeth liest einen Brief ihres Mannes. Darin berichtet Macbeth von den Hexen und ihren Prophezeiungen. Lady Macbeth erkennt darin die Chance, dass Macbeth König werden könnte.

Sie glaubt jedoch, dass Macbeth zu zögerlich ist, um selbst nach der Macht zu greifen. Deshalb beschließt sie, ihn zu beeinflussen und den Mord an König Duncan voranzutreiben. Ein Bote meldet, dass König Duncan noch am selben Abend im Schloss ankommen wird. Als Macbeth kurz darauf eintrifft, deutet Lady Macbeth an, dass sie den König umbringen möchte — in dieser Nacht im Schloss.

Akt 1 — Szene 6

Vor Macbeths Schloss trifft König Duncan mit seinem Gefolge ein. Er bewundert die angenehme Lage des Schlosses und die ruhige Umgebung. Auch Banquo bemerkt, dass der Ort freundlich und einladend wirkt.

Kurz darauf kommt Lady Macbeth nach draußen, um den König zu begrüßen. Sie empfängt Duncan höflich und bedankt sich für die Ehre seines Besuchs. Duncan zeigt sich sehr zufrieden mit dem Empfang. Schließlich bittet er Lady Macbeth, ihn zu Macbeth zu führen, damit er seinen Gastgeber begrüßen kann. Danach gehen sie gemeinsam in das Schloss.

Akt 1 — Szene 7

Die Handlung spielt in einem Raum von Macbeths Schloss. Macbeth denkt allein über den geplanten Mord an König Duncan nach. Dabei zweifelt er stark an dem Vorhaben. Er weiß, dass Duncan ihm vertraut und ein Mord schwere Folgen haben könnte. Schließlich beschließt er, dass er den Plan nicht weiterverfolgen will.

Kurz darauf kommt Lady Macbeth hinzu. Als Macbeth ihr sagt, dass er Duncan nicht töten möchte, stellt sie seinen Mut und seine Entschlossenheit infrage. Lady Macbeth stellt anschließend einen Plan vor: Sie will die Wachen des Königs betrunken machen, damit Macbeth Duncan im Schlaf töten kann. Danach sollen die Wachen für den Mord verantwortlich gemacht werden. Am Ende stimmt Macbeth dem Plan zu.

Akt 2 — erregendes Moment

Im zweiten Akt, dem erregenden Moment, spitzt sich Macbeths Konflikt immer weiter zu. Gemeinsam mit Lady Macbeth setzt er seinen Plan um: König Duncan zu ermorden. Daraufhin verbirgt sich das Ehepaar und lässt die Wachen als Täter erscheinen.

Am nächsten Morgen wird der Mord von Macduff entdeckt. Das Schloss ist in Aufruhr und Macbeth erschlägt die Wachen. Die Söhne des Königs fliehen daraufhin, wodurch der Weg zum Thron frei wird.

Akt 2 — Szene 1

Mitten in der Nacht geht Banquo mit seinem Sohn Fleance durch den Burghof von Macbeths Schloss. Banquo wirkt unruhig und erzählt, dass er von den drei Hexen geträumt hat. Kurz darauf treffen sie auf Macbeth. Die beiden sprechen kurz über die Hexen, bevor Banquo und Fleance schlafen gehen.

Als Macbeth allein ist, wartet er auf das vereinbarte Zeichen seiner Frau. Währenddessen bildet er sich ein, einen fliegenden Dolch zu sehen, der ihm den Weg zu Duncans Zimmer zeigt. Kurz darauf hört Macbeth eine Glocke. Das war das verabredete Signal von Lady Macbeth. Daraufhin macht er sich auf den Weg, um den König zu töten.

Akt 2 — Szene 2

Lady Macbeth wartet im Schloss auf ihren Mann, während dieser den Mord an König Duncan ausführt. Sie hat zuvor die Wachen mit Alkohol und einem Schlafmittel betäubt, damit sie nichts bemerken.

Kurz darauf kommt Macbeth zurück und berichtet, dass er den König getötet hat. Er hört jedoch Stimmen, die ihm zurufen, dass er nie wieder schlafen könnte. Außerdem hat er die Dolche der Wachen aus Versehen mitgebracht, statt sie am Tatort zu lassen.

Lady Macbeth übernimmt die Situation. Sie bringt die Dolche zurück in das Zimmer des Königs und beschmiert die schlafenden Wachen mit Blut, damit sie wie die Täter aussehen. Währenddessen ist draußen lautes Klopfen am Burgtor zu hören. Macbeth und Lady Macbeth gehen schließlich zurück in ihr Zimmer, um sich zu waschen und umzuziehen.

Akt 2 — Szene 3

Vor dem Schloss hört man lautes Klopfen am Tor. Der betrunkene Pförtner öffnet schließlich und lässt die Adligen Macduff und Lenox herein. Kurz darauf kommt auch Macbeth dazu und begleitet Macduff zum Zimmer des Königs.

Als Macduff den Raum betritt, entdeckt er den ermordeten König Duncan und schlägt Alarm. Mehrere Personen, darunter Banquo, Lady Macbeth und die Söhne des Königs, Malcolm und Donalbain, kommen zusammen.

Macbeth behauptet, die Wachen des Königs seien die Täter gewesen, und tötet sie in der Aufregung. Das tat er angeblich, weil er sich aus Wut nicht mehr beherrschen konnte. Währenddessen täuscht Lady Macbeth einen Schwächeanfall vor, um weiter abzulenken. Malcolm und Donalbain fürchten eine Verschwörung und beschließen, aus Angst um ihr Leben das Land zu verlassen.

Akt 2 — Szene 4

Der Adelige Ross und ein alter Mann sprechen über die Ereignisse der vergangenen Nacht. Sie berichten von ungewöhnlichen Naturereignissen, zum Beispiel von Dunkelheit am Tag und von Tieren, die sich seltsam verhalten.

Kurz darauf kommt Macduff dazu. Er erklärt, dass die Wachen des Königs für den Mord verantwortlich gemacht wurden. Außerdem sind die Söhne des Königs, Malcolm und Donalbain, geflohen. Dadurch fällt der Verdacht auf sie. Macduff erzählt auch, dass Macbeth zum neuen König ernannt werden soll und in Scone gekrönt wird. Während Ross zur Krönung reisen will, entscheidet sich Macduff, nach Fife zu gehen.

Akt 3 — Höhepunkt

Der dritte Akt bildet den Höhepunkt des Dramas und Macbeths Konflikt spitzt sich immer weiter zu. So ist Macbeth zwar König von Schottland, aber er fühlt sich noch immer bedroht. Aus Angst um seine Macht beauftragt Macbeth deshalb Mörder, die Banquo und dessen Sohn Fleance töten sollen. Banquo wird zwar ermordet, Fleance kann jedoch fliehen.

Gleichzeitig wächst der Widerstand gegen seine Herrschaft. Macduff und Malcolm schließen sich gegen Macbeth zusammen, um Schottland von seiner Herrschaft zu befreien.

Akt 3 — Szene 1

Zu Beginn der Szene ist Banquo allein im Schloss. Er denkt darüber nach, dass sich bereits mehrere Prophezeiungen der Hexen für Macbeth erfüllt haben. Gleichzeitig erinnert er sich daran, dass die Hexen auch vorausgesagt haben, dass seine Nachkommen Könige werden sollen.

Kurz darauf treten Macbeth und Lady Macbeth auf. Macbeth lädt Banquo zu einem Fest am Abend ein und fragt ihn nach seinen Plänen für den Tag. Banquo erzählt, dass er mit seinem Sohn Fleance ausreiten wird und später zum Fest zurückkehrt.

Nachdem Banquo gegangen ist, spricht Macbeth mit zwei Mördern. Er überzeugt sie, Banquo zu töten, weil er ihn als Gefahr für seine Herrschaft sieht. Außerdem befiehlt er ihnen, auch Fleance zu töten, damit Banquos Nachkommen nicht König werden können.

Akt 3 — Szene 2

Lady Macbeth erfährt, dass Banquo später am Abend zum Fest zurückkehren wird. Danach trifft sie auf Macbeth. Sie merkt, wie angespannt ihr Mann ist, obwohl er inzwischen König geworden ist. Macbeth hat Angst, weil Banquo und dessen Sohn Fleance noch leben.

Lady Macbeth versucht ihn zu beruhigen und fordert ihn auf, sich beim bevorstehenden Fest gelassen zu zeigen. Macbeth deutet an, dass in dieser Nacht etwas geschehen wird, verrät seiner Frau aber keine Details. Am Ende fordert er sie nur auf, beim Fest freundlich zu Banquo und seinem Sohn zu sein.

Akt 3 — Szene 3

Drei Mörder warten in der Nähe des Schlosses auf Banquo und seinen Sohn Fleance. Sie haben den Auftrag von Macbeth, beide zu töten. Als Banquo und Fleance am Abend dort vorbeikommen, greifen die Männer sie an. Während des Angriffs wird Banquo getötet.

Seinem Sohn Fleance gelingt jedoch die Flucht. Die Mörder konnten ihren Auftrag nur teilweise erfüllen und beschließen, Macbeth darüber zu informieren.

Akt 3 — Szene 4

Im Schloss findet ein großes Bankett statt, zu dem viele Adelige eingeladen sind. Während des Festes spricht Macbeth kurz mit einem der Mörder und erfährt, dass Banquo getötet wurde, sein Sohn Fleance jedoch entkommen ist. Diese Nachricht beunruhigt ihn sehr.

Während des Essens erscheint Macbeth plötzlich der Geist von Banquo und setzt sich auf seinen Platz. Er erschrickt sich und spricht mit der Erscheinung, was die anderen Gäste verwirrt. Lady Macbeth versucht die Situation zu retten und erklärt den Gästen, dass ihr Mann manchmal solche Anfälle hat.

Als Macbeth erneut den Geist sieht, beendet Lady Macbeth schließlich das Fest und schickt die Gäste nach Hause. Danach beschließt Macbeth, erneut die Hexen aufzusuchen, um mehr über seine Zukunft zu erfahren.

Akt 3 — Szene 5

Die drei Hexen treffen sich mit Hekate, der Göttin der Hexerei. Hekate ist verärgert, weil die Hexen Macbeth ohne ihre Beteiligung Prophezeiungen gegeben haben. Sie erklärt, dass Macbeth nur aus Ehrgeiz und eigenen Interessen handelt und deshalb nicht unterstützt werden sollte.

Trotzdem befiehlt sie den Hexen, sich am nächsten Tag wieder mit Macbeth zu treffen. Dort sollen sie neue Zauber vorbereiten, die Macbeth täuschen und ihn in falscher Sicherheit wiegen. Dadurch soll er überheblich werden und schließlich seinem eigenen Untergang entgegengehen.

Schon gewusst: Diese Szene wurde höchstwahrscheinlich nicht von Shakespeare geschrieben, da ihr Stil deutlich vom restlichen Drama abweicht. Deshalb wird dieses Kapitel oftmals übersprungen.

Akt 3 — Szene 6

Der Adlige Lenox und ein weiterer Lord sprechen über die aktuellen Ereignisse in Schottland. Dabei äußert Lenox Zweifel an der offiziellen Darstellung der Morde und überlegt, ob Macbeth hinter den Verbrechen stehen könnte.

Der Lord berichtet außerdem, dass Macduff bei Macbeth in Ungnade gefallen und deshalb nach England gereist ist. Dort hält sich auch Malcolm, der Sohn des ermordeten Königs Duncan, auf. Macduff möchte den englischen König um Unterstützung bitten, damit Malcolm nach Schottland zurückkehren und Macbeth stürzen kann.

Akt 4 — Retardierendes Moment

Der vierte Akt bzw. das retardierende Moment zögert die Katastrophe, die sich auf Macbeth anbahnt, zunächst hinaus. So sucht Macbeth erneut die drei Hexen auf, um mehr über seine Zukunft zu erfahren. Sie geben ihm neue Prophezeiungen, die ihn in Sicherheit wiegen.

Kurz darauf erfährt Macbeth, dass Macduff nach England geflohen ist. Aus Rache lässt er Macduffs Familie töten. Währenddessen schließen sich in England Macduff und Malcolm zusammen, um mit einer Armee nach Schottland zu marschieren und Macbeth zu stürzen.

Akt 4 — Szene 1

In einer Höhle bereiten die drei Hexen einen Zaubertrank vor. Kurz darauf erscheint Macbeth und verlangt von ihnen weitere Prophezeiungen über seine Zukunft.

Die Hexen beschwören daraufhin drei Erscheinungen. Die erste warnt Macbeth vor Macduff. Die zweite erklärt, dass kein von einer Frau geborener Mensch Macbeth töten kann. Die dritte sagt, dass Macbeth erst besiegt wird, wenn der Wald von Birnam bis nach Dunsinane reicht. Doch Macbeth möchte mehr über die Zukunft erfahren. Er will wissen, wie die Zukunft der Könige von Schottland aussieht.

Anschließend sieht Macbeth eine Reihe von acht Königen, die alle von Banquo abstammen. Außerdem erfährt Macbeth, dass Macduff nach England geflohen ist. Er beschließt, Macduffs Schloss anzugreifen und dessen Familie töten zu lassen.

Akt 4 — Szene 2

In Macduffs Schloss in Fife sprechen Lady Macduff, ihr Sohn und Ross über Macduffs Flucht nach England. Lady Macduff fühlt sich von ihrem Mann verlassen und wirft ihm vor, seine Familie im Stich gelassen zu haben. Ross versucht, sie zu beruhigen, verlässt jedoch bald darauf das Schloss.

Ein Bote erscheint und warnt Lady Macduff, dass sie und ihre Kinder in Gefahr sind. Bevor sie fliehen kann, kommen Mörder, die von Macbeth geschickt wurden. Die Männer greifen die Familie an und töten den Sohn von Lady Macduff. Anschließend verfolgen und töten sie Lady Macduff.

Akt 4 — Szene 3

In England treffen sich Macduff und Malcolm, der Sohn des ermordeten Königs Duncan. Malcolm misstraut Macduff zunächst und testet seine Loyalität. Er behauptet, Macduff wäre ein noch viel schlimmerer Herrscher als Macbeth.

Macduff reagiert daraufhin verzweifelt über die Zukunft von Schottland. Dadurch erkennt Malcolm dessen Ehrlichkeit und erklärt, dass er ihn nur testen wollte. Daraufhin beschließen beide, gemeinsam gegen Macbeth vorzugehen.

Ross kommt hinzu und berichtet von der schrecklichen Lage in Schottland. Schließlich erzählt er von der Ermordung von Macduffs Familie. Macduff ist erschüttert und schwört, Rache an Macbeth zu nehmen. Zusammen mit Malcolm und der Unterstützung des englischen Königs wollen sie nun nach Schottland ziehen, um Macbeth zu stürzen.

Akt 5 – Katastrophe/Lösung

Das Ende des Dramas bildet die Katastrophe für Macbeth und eine Lösung für Macduff. Während Lady Macbeth wegen ihrer Schuldgefühle stirbt, bereiten sich Malcolm und Macduff auf den Angriff vor.

Macbeth wiegt sich aufgrund der Hexen-Prophezeiungen in Sicherheit, bis die feindliche Armee auf sein Schloss vorrückt. Die Soldaten der Armee tarnen sich, indem sie Äste aus dem Wald von Birnam vor sich tragen — wodurch sich scheinbar der Wald bewegt.

In der Schlacht trifft Macbeth schließlich auf Macduff, der ihm offenbart, dass er nicht auf natürliche Weise geboren wurde. Damit erfüllt sich die Prophezeiung der Hexen. Macduff tötet Macbeth und Malcolm wird zum neuen König von Schottland gekrönt.

H3: Akt 5 – Szene 1

Ein Arzt und eine Kammerfrau beobachten das Verhalten von Lady Macbeth, die nachts schlafwandelt. Während sie schläft, steht sie auf, nimmt eine Kerze und beginnt, immer wieder ihre Hände zu reiben, als würde sie unsichtbares Blut abwaschen.

Dabei spricht sie unzusammenhängend über die Morde an Duncan, Banquo und der Familie Macduffs. Sie wird von starken Schuldgefühlen und Gewissensqualen verfolgt. Ihre Krankheit ist nicht körperlich, sondern seelisch. Am Ende empfiehlt der Arzt, dass ein Priester ihr helfen müsse. Außerdem sollte Lady Macbeth ständig beobachtet werden, damit sie sich nichts antun kann.

H3: Akt 5 – Szene 2

Mehrere schottische Adelige versammeln sich mit Soldaten in der Nähe von Dunsinane. Sie sprechen über die bevorstehende Ankunft der englischen Armee unter Malcolm, Siward und Macduff.

Inzwischen sehen viele Menschen Macbeth als Tyrannen an. Seine Verbrechen sind bekannt geworden und seine Anhänger folgen ihm nur noch aus Pflicht. Die Edelleute beschließen, sich Malcolms Truppen anzuschließen. So marschieren sie in Richtung Birnam-Wald, wo sie auf das Heer treffen wollen.

H3: Akt 5 – Szene 3

Macbeth bereitet sich auf den bevorstehenden Angriff der feindlichen Armee vor. Obwohl immer mehr seiner Anhänger zu Malcolm überlaufen, zeigt er sich selbstsicher, da er sich auf die Prophezeiungen der Hexen verlässt. Er glaubt, dass ihm niemand etwas anhaben kann, solange kein Mensch, der von einer Frau geboren wurde, ihn besiegen kann und der Wald von Birnam sich nicht bewegt.

Anschließend spricht Macbeth mit einem Arzt über den Zustand von Lady Macbeth. Der Arzt glaubt, Lady Macbeth hat keine normale Krankheit, sondern leidet unter einer seelischen Krankheit. Dafür hat er keine Heilung. Macbeth ist das jedoch egal. Er fordert den Arzt auf, dennoch ein Heilmittel zu finden. Macbeth fordert dennoch eine Heilung. Daraufhin wendet er sich aber wieder dem Krieg zu.

H3: Akt 5 – Szene 4

Die Armee von Malcolm erreicht die Gegend nahe Dunsinane. Dort besprechen sie ihre nächsten Schritte im Kampf gegen Macbeth. Macbeth hat sich in seiner Burg verschanzt und wartet auf eine Belagerung.

Um ihre tatsächliche Truppenstärke zu verbergen, gibt Malcolm seinen Soldaten den Befehl, Äste aus dem Wald von Birnam abzuschneiden und vor sich zu tragen. Dadurch soll der Feind nicht erkennen können, wie groß das Heer wirklich ist.

Mit diesem Plan setzt sich die Armee in Bewegung. Dadurch erfüllt sich die Prophezeiung der Hexen, nach der Macbeth erst besiegt werden kann, wenn sich der Wald von Birnam auf Dunsinane zubewegt.

H3: Akt 5 – Szene 5

In der Burg von Dunsinane bereitet sich Macbeth weiterhin auf die Verteidigung gegen die anrückende Armee vor. Währenddessen erfährt er, dass Lady Macbeth gestorben ist. Darauf reagiert Macbeth mit einer düsteren Rede über die Sinnlosigkeit und Vergänglichkeit des Lebens.

Kurz darauf bringt ein Bote eine schlechte Nachricht: Der Wald von Birnam scheint sich auf Dunsinane zuzubewegen. Macbeth erkennt, wie sich die Prophezeiung der Hexen erfüllt. Trotzdem entscheidet sich Macbeth weiterzukämpfen und lässt zum Angriff rufen.

H3: Akt 5 – Szene 6

Kurz vor der Burg legt Malcolms Armee die Äste von Birnam ab und zeigt sich offen dem Gegner. Damit beginnt der Angriff auf Macbeths Festung.

Malcolm teilt die Truppen für die Schlacht auf: Siward und sein Sohn sollen einen Teil des Heeres anführen, während Malcolm und Macduff mit den übrigen Soldaten angreifen. Anschließend rücken die Truppen mit Trommeln und Kampfaufrufen vor.

H3: Akt 5 – Szene 7

Während der Schlacht trifft Macbeth auf den jungen Siward, den Sohn des englischen Heerführers. Macbeth tötet ihn im Kampf und bestätigt für sich erneut die Prophezeiung der Hexen, dass ihm kein von einer Frau geborener Mensch gefährlich werden könne.

Zur gleichen Zeit sucht Macduff auf dem Schlachtfeld gezielt nach Macbeth, da er ihn persönlich zur Rechenschaft ziehen und töten will. Währenddessen entwickelt sich die Schlacht zugunsten der Truppen von Malcolm. Viele von Macbeths Soldaten wechseln die Seite und die Burg von Dunsinane ist bereits eingenommen, während der Kampf noch andauert.

H3: Akt 5 – Szene 8

Auf dem Schlachtfeld begegnen sich Macbeth und Macduff schließlich im direkten Kampf. Macbeth glaubt zunächst weiterhin, unbesiegbar zu sein.

Macduff erklärt jedoch, dass er durch einen Kaiserschnitt geboren wurde und daher nicht im üblichen Sinne von einer Frau geboren ist. Erneut wurde Macbeth durch die Prophezeiung getäuscht und seine vermeintliche Sicherheit war falsch.

Trotzdem weigert sich Macbeth, aufzugeben oder sich Malcolm zu unterwerfen. Er kämpft weiter gegen Macduff und wird schließlich im Zweikampf getötet. Damit endet die Herrschaft des Tyrannen Macbeth.

H3: Akt 5 – Szene 9

Nach der Schlacht versammeln sich Malcolm, Siward, Ross und die übrigen Adeligen. Ross berichtet, dass Siwards Sohn im Kampf gefallen ist, jedoch tapfer gekämpft hat.

Kurz darauf erscheint Macduff mit dem abgeschlagenen Kopf von Macbeth. Macduff begrüßt Malcolm als neuen König von Schottland und die Anwesenden schließen sich diesem Ruf an.

Malcolm dankt seinen Unterstützern, verleiht den schottischen Adeligen den Titel Graf und kündigt an, die Ordnung im Land wiederherzustellen. Schließlich lädt er alle zur Krönung nach Scone ein.

Macbeth – Interpretation

Im Mittelpunkt der Tragödie „Macbeth“ steht die Zerstörung der natürlichen Ordnung. Zu Zeiten Shakespeares gingen die Menschen davon aus, dass alles in der Welt einen von Gott bestimmten Platz hat. Macbeth bringt diese göttliche Ordnung mit seinen Taten aus dem Gleichgewicht. Tod, Grausamkeit, Wahnsinn und Chaos sind die Folge.

Das Schicksal der Menschen wird also von übernatürlichen Mächten beherrscht. Jeder Mensch erfüllt einen vorbestimmten Zweck. Macbeth glaubt zwar, er handle aus freiem Willen, doch eigentlich hat er nur eine Rolle von den drei Hexen zugeteilt bekommen. Hecate und die drei Schwestern werden deshalb häufig als Stellvertreterinnen des Schicksals angesehen.

Das Drama warnt außerdem vor dämonischer Weiblichkeit. Die bösartige Lady Macbeth und die trügerischen, hinterhältigen Hexen tragen Mitschuld daran, dass Macbeth vollends dem Bösen verfällt.

Banquo ist wiederum das Gegenstück zu Macbeth: Auch ihm wird Unglaubliches versprochen und auch er fantasiert davon, seinem Schicksal einen Schubs zu geben. Doch anders als Macbeth gibt Banquo diesem dunklen Gedanken nicht nach und bleibt auf dem Pfad der Rechtschaffenheit. Während durch ihn also das Gute symbolisiert wird, spiegelt sich in Macbeth die Natur des Bösen wider. 

Macbeth — Sprache und Stil

Die Sprache in „Macbeth“ entspricht weitgehend der typischen Form des elisabethanischen Dramas. Der größte Teil des Stücks ist im Blankvers geschrieben, also in einem reimlosen jambischen Pentameter. Diese Versform ähnelt der natürlichen englischen Sprache. Das ermöglicht flüssige und lebendige Dialoge, besonders zwischen adeligen Figuren wie Macbeth oder Duncan.

Neben dem Blankvers verwendet Shakespeare auch Prosa. Diese findet sich häufig bei Figuren aus niedrigeren gesellschaftlichen Schichten, etwa beim Pförtner oder den Mördern. Außerdem markiert Prosa besondere Situationen, zum Beispiel persönliche Mitteilungen oder Momente geistiger Verwirrung.

Die Hexen sprechen in einer deutlich anderen Versform. Ihre meist gereimten, rhythmischen Verse unterscheiden sich stark von der Sprache der übrigen Figuren. Dadurch sind ihre Auftritte besonders auffällig.

Typisch für Shakespeares Dramen sind außerdem Monologe und kurze, beiseite gesprochene Bemerkungen (Asides). Dadurch erhalten Zuschauer direkten Einblick in die Gedanken der Figuren. Macbeth äußert in solchen Momenten seine inneren Konflikte und Zweifel.

Macbeth – Zeitgeschichtliche Einordnung

Anlass für Shakespeares „Macbeth“ war vermutlich die Krönung des schottischen Königs James VI. als König James I. von England und Irland im Jahr 1603. James war der Sohn von Mary Stuart, Königin von Schottland, die wiederum für eine Nachfahrin von Banquo gehalten wurde. Nach dem Tod der Königin Elisabeth I., die mehr als vierzig Jahre auf dem englischen Thron gesessen hatte, wurden Schottland und England nun zusammen unter der Krone von James geleitet. 

Kurz nach seiner Krönung ernannte James Shakespeares Theaterensemble, die Chamberlain’s Men (Männer des Kammerherrs), offiziell zu den King’s Men (Männer des Königs). Wahrscheinlich aus Dankbarkeit dafür erschuf Shakespeare das Drama „Macbeth“. Indem er die Ehrenhaftigkeit von Banquo in einem so düsteren Theaterstück hervorhob, wollte Shakespeare dem neuen König seine Ehre erweisen

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Macbeth Analyse

Jetzt weißt du, worum es in dem Drama „Macbeth“ geht. Doch es ist auch wichtig, dass du die Inhalte der Tragödie richtig deuten kannst. Wie du Shakespeares Stück interpretieren kannst, erfährst du hier.

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