Wie genau der Kalte Krieg abgelaufen ist, erfährst du in unserem Beitrag und im Video! Wir zeigen dir die wichtigsten Ereignisse an einem Zeitstrahl.
Inhaltsübersicht
Kalter Krieg — Zusammenfassung
Der Kalte Krieg war eine Zeit, in der sich die beiden Großmächte USA und Sowjetunion indirekt bekämpft haben. Statt sich auf dem Kriegsfeld direkt gegenüberzutreten, haben sie sich durch militärische Aufrüstung bedroht. Sie haben dabei zum Beispiel Geld für Waffen ausgegeben und so ihre Macht demonstriert.
Der Grund für diesen Konflikt war die unterschiedliche politische Ideologie. Die USA bevorzugte die Demokratie. Und die Sowjetunion verkörperte den Kommunismus.
Kalter Krieg Zeitstrahl
Der Kalte Krieg dauerte ca. 40 Jahre von 1945 bis 1991. Die wichtigsten Ereignisse erklären wir dir hier:
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Die 40er Jahre
Abwurf erster Atombomben — 6./9. August 1945:
Die USA werfen Atombomben über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki ab.
Truman-Doktrin — 12. März 1947:
Die Truman-Doktrin ist eine Entscheidung von US-Präsident Truman. Er will damit den Kommunismus und Einfluss der Sowjetunion eindämmen, weil er sich Sorgen um ihren Einfluss macht. Das trägt zum Start des Kalten Kriegs bei.
Marshallplan — 5. Juni 1947:
Der Marshallplan wird ins Leben gerufen. Mit diesem Programm wollen die USA nach dem Zweiten Weltkrieg Geld und Unterstützung an europäische Länder geben. Das soll ihnen beim Wiederaufbau von Infrastruktur und Wirtschaft helfen.
Berlin-Blockade — 24. Juni 1948:
Die Berlin-Blockade beginnt und die West-Berliner werden von der Außenwelt abgeschnitten. Daher wird die Berliner Luftbrücke gestartet, um die Betroffenen zu versorgen.
Sowjetunion erste Atombombe — 29. August 1949:
Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe auf einem Testgelände als Zeichen, dass auch sie gefährliche Atomwaffen besitzt.
Die 50er Jahre
Koreakrieg — 25. Juni 1950 – 27. Juli 1953:
Der Koreakrieg
beginnt, als nordkoreanische Truppen in den Süden einmarschieren. Die USA leisten Südkorea militärische Hilfe. Das führt zu einem Konflikt zwischen Nord- und Südkorea. Man kann ihn auch als Stellvertreterkrieg betrachten. Das ist ein bewaffneter Konflikt zwischen kleineren Staaten, in denen unterschiedliche Großmächte in deren Namen kämpfen.
Erste Wasserstoffbombe USA — 1. November 1952:
Die USA zünden ihre erste Wasserstoffbombe. Diese Bombe ist noch stärker als die reguläre Atombombe.
Erste Wasserstoffbombe UdSSR — 12. August 1953:
Auch die Sowjetunion zündet ihre erste Wasserstoffbombe. Das führt zu Spannungen zwischen den Großmächten.
Göttinger Erklärung — 12. April 1957:
Die Göttinger Erklärung von Wissenschaftlern gegen das atomare Wettrüsten wird veröffentlicht. Wissenschaftler protestieren gegen Atomwaffen.
Sputnik-Schock — 4. Oktober 1957
Die Sowjetunion schickt unerwartet den ersten Satelliten namens „Sputnik 1“ ins Weltall. Diese Demonstration von technologischem Fortschritt führt zu einem Wetteifern in der Raumfahrtsforschung und folglich zur Gründung der NASA.
Bewaffnung westdeutscher Armee — 25. März 1958:
Die Bundeswehr wird atomar bewaffnet. Die westdeutsche Armee hat jetzt Atomwaffen.
Genfer Konferenz — 31. Oktober 1958:
Die Genfer Gespräche über Atomtests beginnen. Die Supermächte versprechen, vorübergehend keine Atomtests durchzuführen.
Die 60er Jahre
Bau Berliner Mauer — 13. August 1961:
Die Berliner Mauer
wird gebaut. Die Mauer teilt Berlin in Ost und West.
Kuba-Krise — 14. Oktober 1962:
Die Kuba-Krise
beginnt, weil die USA sowjetische Raketen auf Kuba entdecken. Da die Raketen auf die USA zielen, führt das fast zu einem Krieg.
Heißer Draht — 20. Juni 1963:
Der „heiße Draht“ zwischen den USA und der UdSSR wird eingerichtet. Das ist eine direkte Telefonleitung, um in Notfällen zu sprechen und Missverständnisse zu vermeiden.
Atomwaffensperrvertrag — 1. Juli 1968:
Der Atomwaffensperrvertrag wird unterzeichnet. Die Supermächte versprechen darin, weniger Atomwaffen zu bauen. Das bildet den Beginn verschiedener Verhandlungen und leitet eine Entspannungsphase im Kalten Krieg ein.
Die 70er Jahre
Stationierung SS-20-Raketen — 1976/1977:
Die Sowjetunion bringt SS-20-Raketen in Position und nimmt sie in Betrieb, was zu erheblichen Spannungen führt.
NATO-Doppelbeschluss — 12. Dezember 1979:
Im NATO-Doppelbeschluss entscheiden die USA, neue Atomraketen in Europa aufzustellen, um sich gegen die Sowjetunion verteidigen zu können.
Die 80er Jahre
Spionage Sowjetunion — Mai 1981:
Die sowjetische Spionage-Operation „RYAN“ beginnt. Die Sowjets sammeln auf diese Weise Informationen über mögliche Atomangriffe der USA.
Genfer Konferenz — 30. November 1981:
Die Supermächte beginnen Verhandlungen über die Stationierung von Raketen. Sie einigen sich jedoch nicht.
Raketenabwehrsystem — 23. März 1983:
US-Präsident Reagan kündigt die Strategic Defense Initiative (SDI) an. Das ist ein Plan für ein Raketenabwehrsystem im Weltraum. Dadurch verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den USA und der UdSSR.
Militärübung — 2. November 1983:
Die Militärübung „Able Archer 83“ führt zu Spannungen zwischen den USA und der UdSSR. Denn die Sowjets halten sie zunächst für einen echten Atomangriff.
Stationierung Raketen Deutschland — 22. November 1983:
Der Bundestag
stimmt der Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu. Viele Menschen protestieren dagegen.
INF-Vertrag — 8. Dezember 1987:
Der INF-Vertrag zur Vernichtung aller Kurz- und Mittelstreckenraketen wird unterzeichnet. Die Supermächte verpflichten sich, alle Raketen zu zerstören. Das leitet auch das Ende des Kalten Kriegs ein.
Fall Berliner Mauer — 9. November 1989:
Die Berliner Mauer
fällt. Menschen können jetzt wieder frei zwischen Ost- und West-Berlin reisen.
Gipfeltreffen Malta — 3. Dezember 1989:
Das Gipfeltreffen auf Malta läutet das Ende des Kalten Krieges ein. Der damalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, erklärt den Krieg für beendet.
Die 90er Jahre
Rolle der NATO — 6. Juni 1990:
Die Londoner Erklärung des Nordatlantikrats über die Rolle der NATO in Europa wird veröffentlicht. Die NATO verspricht Veränderungen.
Ende Kalter Krieg — 21. Dezember 1991:
Nachdem die Sowjetunion aufgelöst wird, endet der Kalte Krieg endgültig.
Kuba Krise
Ein Höhepunkt des Kalten Kriegs war die Kuba Krise. Alles, was du dazu wissen musst, erfährst du hier im Video!
Kalter Krieg Zeitstrahl — häufigste Fragen
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Kalter Krieg Zeitstrahl — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Warum heißt es Kalter Krieg?Kalter Krieg heißt er, weil USA und Sowjetunion keinen direkten Krieg gegeneinander führten, aber dauerhaft in Feindschaft standen. Statt Schlachten gab es Drohungen, Aufrüstung und Machtzeigen, besonders mit Atomwaffen. „Kalt“ meint also: Der Konflikt blieb ohne offenen Kampf zwischen den Großmächten.
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Wie begann der Kalte Krieg?Der Kalte Krieg begann nach 1945, weil USA und Sowjetunion politisch völlig gegensätzliche Ziele hatten und um Einfluss rangen. 1947 verschärfte die Truman-Doktrin (Kommunismus eindämmen) den Konflikt. 1948 zeigte die Berlin-Blockade deutlich, wie stark sich Ost und West bereits gegenüberstanden.
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Welche Ereignisse markieren den Höhepunkt des Kalten Krieges?Den Höhepunkt des Kalten Krieges markieren vor allem zwei besonders gefährliche Krisen: die Kuba-Krise 1962, als die USA sowjetische Raketen auf Kuba entdeckten und ein Krieg fast ausbrach, und die Militärübung Able Archer 83, die die UdSSR zunächst für einen echten Atomangriff hielt.
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Wer hat den Kalten Krieg gewonnen?Den Kalten Krieg gewonnen hat am ehesten der Westen um die USA, weil sich die Sowjetunion 1991 auflöste und damit der Konflikt endgültig endete. Von einem klaren Sieger spricht man aber nur eingeschränkt, weil es keinen direkten Krieg mit einem Friedensvertrag zwischen den Großmächten gab.
Geschichte verstehen
Der Kalte Krieg gehört zur Geschichte des 20. Jahrhunderts und prägte viele Länder über Jahrzehnte. Wer sich mit Geschichte beschäftigt, ordnet Ereignisse, Personen und Entwicklungen in ihre Zeit ein. So wird klar, wie politische Gegensätze, Macht und Angst vor Krieg ganze Gesellschaften verändert haben. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.