Ob in Debatten oder Erörterungen: ein überzeugendes Argument entscheidet darüber, wie glaubwürdig deine Position wirkt. Wir zeigen dir hier, wie du dein Argument schlüssig aufbaust.
Inhaltsübersicht
Aufbau eines Arguments: 3 Schritte
Mit einem Argument stützt du deine Meinung durch einen logischen Grund und eine nachvollziehbare Erklärung. Ein überzeugendes Argument baust du deshalb in 3 Schritten auf:
- Behauptung
- Begründung
- Beispiel
Wir zeigen dir die einzelnen Schritte jetzt anhand eines Beispiels zum Thema „Handyverbot an Schulen“.
Schritt 1: Behauptung aufstellen
Deine Behauptung sollte den eigenen Standpunkt klar und knapp zeigen:
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➡️ Beispiel Ein konsequentes Handyverbot im Unterricht ist notwendig, um die Konzentrationsfähigkeit und den Lernerfolg der Schüler zu sichern. |
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Schritt 2: Begründung formulieren
Bei der Begründung erklärst du, warum deine Behauptung in der Theorie gilt. Um überzeugend zu sein, machst du das am besten in mehreren Sätzen:
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➡️ Beispiel Dies liegt daran, dass digitale Benachrichtigungen und die ständige Erreichbarkeit eine dauerhafte Ablenkung darstellen, die den Fokus auf die Lerninhalte massiv stört. Dadurch wird der Lernprozess unterbrochen, was es den Schülern erschwert, komplexe Zusammenhänge nachhaltig zu verstehen. |
Eine gute Begründung erfüllt 3 Kriterien:
✓ Relevant: Sie hängt direkt mit deiner Behauptung zusammen.
✓ Logisch: Sie ist nachvollziehbar und widerspruchsfrei.
✓ Allgemein gültig: Sie gilt nicht nur in einem einzelnen Fall.
Tipp: Achte auf einen sachlichen Stil und vermeide Formulierungen wie „Ich finde“. Nutze stattdessen kausale Konjunktionen wie weil, da, denn oder zumal, um deine Begründung logisch mit deiner Behauptung verknüpfen.
Schritt 3: Beispiel wählen
Mit einem Beispiel belegst du, dass deine Behauptung in der Realität zutrifft.
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➡️ Beispiel Normalerweise hat ein Schüler eine Vielzahl von Apps auf seinem Handy installiert: von Spielen über Social Media bis hin zu Messagern. Die meisten dieser Apps senden bei Updates oder Benachrichtigungen eine Push-Up-Nachricht an den Nutzer. Wenn das Handy nun im Unterricht neben dem Schüler liegt und ständig neue Nachrichten aufploppen, wird der Schüler konstant von seinen Lerninhalten abgelenkt. Diese ständige Ablenkung sorgt dafür, dass er sich weniger konzentrieren kann. |
Tipp: Für dein Beispiel kannst du Statistiken, Zitate von Fachleuten oder Vergleiche aus ähnlichen Bereichen wählen.
Ein Argument aus Behauptung, Begründung und Beispiel ist solide. Um die maximale Überzeugungskraft rauszuholen, solltest du jedoch eine Folgerung und einen Rückbezug ergänzen. So ist dein Argument runder und unangreifbarer.
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Folgerung: Zeige die direkte Konsequenz auf.
➡️ Schulen sollten daher klare Regeln für den Handygebrauch einführen.
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Rückbezug: Schließe den „roten Faden“, indem du mit deiner Ausgangsthese verknüpfst.
➡️ Insgesamt zeigt sich damit, dass ein Handyverbot im Unterricht sinnvoll ist.
Argumentationsstruktur
Du beherrschst jetzt die drei Schritte eines Arguments — doch wie kombinierst du mehrere Argumente geschickt miteinander? Hier zeigen wir dir, wie du eine sinnvolle Argumentationsstruktur sicherstellst!