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Du möchtest wissen, wie du einen Textvergleich schreibst? Hier und im Video erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du vorgehst und worauf du achten solltest.

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Inhaltsübersicht

Was ist ein Textvergleich?

Ein Textvergleich bedeutet, dass du zwei oder mehr Texte miteinander vergleichst. Das können Sachtexte oder literarische Texte, wie Gedichte oder Auszüge aus Romanen, sein. 

Das Ziel eines Textvergleichs ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Texten zu bestimmen — sowohl inhaltlich als auch sprachlich.

Textvergleich — Vorbereitung

Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem guten Textvergleich. Hier sind einige Tipps, wie du dich optimal vorbereitest:

  • Text gründlich lesen:
    Lies die Texte sorgfältig durch und schreibe die zentralen Inhalte, wie Themen und Motive, heraus. Achte darauf, worum es in den Texten geht und welche Hauptpunkte die Autoren vermitteln möchten.
     
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede markieren:
    Verwende unterschiedliche Farben, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Texten zu markieren. Hebe zum Beispiel Unterschiede in der Sprache, den Themen und der Form hervor. Was sind die Besonderheiten der einzelnen Texte? Werden ähnliche Themen und Motive behandelt? Wie argumentieren/ erzählen die Autoren?
     
  • Aufbau skizzieren:
    Du kannst auch schon eine erste Skizze erstellen, wie du deinen eigentlichen Textvergleich aufbauen möchtest. Bringe dafür deine Notizen in eine logische Reihenfolge. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gehören zur Sprache, zum Inhalt und zur Form der Texte? Das hilft dir, später beim Schreiben nicht den Überblick zu verlieren oder wichtige Aspekte zu vergessen. 

Wichtig: Es ist unmöglich, alle Aspekte der Texte zu vergleichen. Wähle daher die wichtigsten Punkte aus und konzentriere dich darauf. Oft sind diese bereits in der Aufgabenstellung vorgegeben.

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Aufbau Textvergleich

Ein Textvergleich besteht immer aus drei Teilen:

Schauen wir uns die Inhalte der einzelnen Abschnitte genauer an.

Einleitung

In der Einleitung stellst du die Texte vor, die du vergleichen wirst. Erwähne die Titel, Autoren und die Erscheinungsjahre. Beschreibe auch kurz, worum es in den Texten geht.

In deiner Einleitung stellst du außerdem die Punkte vor, auf die sich dein Vergleich bezieht. Das können zum Beispiel die Themen, der Sprachstil und die Argumentationsstruktur sein. Manchmal bietet es sich auch an, auf historische oder kulturelle Ereignisse einzugehen. Denn die können die Texte ebenfalls beeinflusst haben.

Beispiel

„Dieser Textvergleich analysiert die Gedichte „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff und „Abend“ von Andreas Gryphius. Beide Gedichte thematisieren die Natur und die damit verbundenen Gefühle des lyrischen Ichs.

Joseph von Eichendorffs „Mondnacht“ wurde 1837 veröffentlicht und ist ein typisches Werk der Romantik. Andreas Gryphius‘ „Abend“ wurde hingegen 1643 publiziert und stammt aus dem Barock. 

Der Vergleich konzentriert sich dabei auf die inhaltlichen und sprachlichen Aspekte der beiden Gedichte. Außerdem vergleicht er die verwendeten Stilmittel, die sprachlichen Besonderheiten sowie die Motive und Themen der beiden Gedichte.“

Wichtig: Du schreibst deinen Textvergleich immer im Präsens!

Hauptteil

Im Hauptteil gehst du detailliert auf die inhaltlichen und sprachlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Texte ein. Für die inhaltliche Analyse untersucht die Themen und Aussagen der Texte. Was wollen die Autoren vermitteln? Welche zentralen Ideen stehen im Vordergrund? Bei der sprachlichen Analyse betrachtest du den Sprachstil und die verwendeten Stilmittel.

Um deinen Textvergleich zu strukturieren, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Zuerst analysierst du Text A komplett und dann Text B. Anschließend vergleichst du die Texte anhand der Punkte, die du in der Einleitung erwähnt hast.
  2. Du strukturierst den Vergleich anhand der Vergleichsaspekte. Zum Beispiel vergleichst du zuerst die Form von Text A und Text B, dann die Themen und schließlich die Sprache.
Beispiel

„In Eichendorffs Gedicht „Mondnacht“ steht die mystische Verbindung zwischen Himmel und Erde im Vordergrund. Zentrale Themen sind die Sehnsucht nach dem Unendlichen und die emotionale Verbundenheit mit der Natur.

Gryphius‘ „Abend“ hingegen thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens. Das Gedicht beschreibt den Beginn der Nacht als Symbol für das Ende des Tages und das Herannahen des Todes. 

Obwohl beide Gedichte die Natur beschreiben, betrachten sie diese aus unterschiedlicher Perspektive: „Mondnacht“ betont den Zauber und die Harmonie der Nacht, während „Abend“ die Vergänglichkeit und das unausweichliche Ende des Lebens thematisiert.“

Schluss

Im Schluss fasst du die wichtigsten Ergebnisse deines Vergleichs zusammen und ziehst ein Fazit. Bei literarischen Texten gehst du zusätzlich auf die Literaturepochen ein und erklärst, wie manche Unterschiede dadurch entstanden sein könnten. Bei Sachtexten bewertest du hingegen die Überzeugungskraft beider Autoren.

Am Ende kannst du eine persönliche Stellungnahme abgeben, aber das ist kein Muss. Der Schluss sollte aber die wichtigsten Punkte noch einmal kurz wiedergeben.

Beispiel

„Insgesamt zeigt der Vergleich, wie unterschiedlich dieselben Naturmotive interpretiert und genutzt werden können, um verschiedene Themen anzusprechen.

„Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff betont die Harmonie zwischen Himmel und Erde und die Sehnsucht nach dem Unendlichen. Der Autor verwendet eine emotionale Sprache, um die Verbundenheit des lyrischen Ichs  mit der Natur auszudrücken. Das ist typisch für die Epoche der Romantik, die sich durch ihre Naturverbundenheit und Emotionalität auszeichnet.

Andreas Gryphius‘ „Abend“ hingegen thematisiert das Ende des Lebens. Die Sprache ist nüchterner und die Struktur strenger, was die Ernsthaftigkeit des Themas unterstreicht. Diese Eigenschaften sind charakteristisch für die Barockliteratur, die häufig die Vergänglichkeit und das Memento Mori  betont.

Textvergleich — Zusammenfassung

Hier findest du alles Wichtige zum Textvergleich übersichtlich zusammengefasst:

Ein Spickzettel fasst die wichtigsten Informationen zum Textvergleich zusammen. In der Einleitung muss folgendes genannt werden: Titel, Autoren, Erscheinungsjahre, worum es geht und welche Punkte verglichen werden. Im Hauptteil folgt der detaillierte Vergleich der gewählten Aspekte. Zum Schluss werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen. Bei literarischen Texten wird außerdem auf die Literaturepochen eingegangen. Bei Sachtexten wird die Überzeugungskraft der Autoren bewertet.
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Textvergleich – Zusammenfassung

Textanalyse

Ein Teil des Textvergleichs ist die Textanalyse. Doch so eine Analyse kannst du auch viel ausführlicher für nur einen Text machen. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Video!

Zum Video: Textanalyse
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Textvergleich — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was bedeutet vergleichen?
    Vergleichen bedeutet, zwei oder mehr Texte so gegenüberzustellen, dass Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden. Man schaut dabei auf ausgewählte Punkte, zum Beispiel Inhalt, Sprache oder Form. Wichtig ist, die Beobachtungen aufeinander zu beziehen, statt nur getrennt über jeden Text zu schreiben.
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Textanalyse und einem Textvergleich?
    Eine Textanalyse untersucht einen einzelnen Text und erklärt seine wichtigsten Inhalte und sprachlichen Merkmale. Ein Textvergleich macht das nicht getrennt, sondern setzt zwei Texte bei denselben Aspekten zueinander in Beziehung. Dadurch wird sichtbar, wo sie sich ähneln und wo sie sich unterscheiden.
  • Wie entscheidet man, welche Aspekte man im Textvergleich vergleichen soll?
    Welche Aspekte man vergleicht, entscheidet man, indem man sich zuerst an der Aufgabenstellung orientiert und danach die wichtigsten Punkte auswählt. Man bündelt die Notizen oft in größere Bereiche wie Inhalt, Sprache und Form. Ein kurzer Plan hilft, die Reihenfolge der Vergleichspunkte festzulegen.
  • Welche Wörter und Satzanfänge kann man benutzen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu formulieren?
    Für Gemeinsamkeiten passen Verknüpfungen wie „ebenso“, „genauso“, „ähnlich“ oder „wie auch“. Für Unterschiede eignen sich „dagegen“, „hingegen“, „im Gegensatz dazu“ oder „während“. Als Satzanfänge funktionieren zum Beispiel „Beide Texte …“, „Anders als Text A …“ und „Im Unterschied dazu …“.

Texte verstehen

Ein Textvergleich gehört zum Themenfeld Texte und zeigt, wie unterschiedlich Autoren ein Thema umsetzen können. Du untersuchst Inhalt, Sprache und Form und setzt passende Stellen aus verschiedenen Texten direkt zueinander in Beziehung. So erkennst du, welche Wirkung die Unterschiede haben und wo sich die Aussagen trotzdem ähneln. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.