Textarten Deutsch

 

Eine Reportage berichtet anschaulich über ein Erlebnis. In diesem Beitrag erfährst du, welche Merkmale sie aufweist und wie du selbst eine Reportage schreiben kannst.

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Inhaltsübersicht

Was ist eine Reportage? 

Die Reportage gehört ebenso wie der Unfallbericht und der Sachtext zu den informativen Textsorten. Sie vermittelt also Informationen über einen Sachverhalt, ein Ereignis oder auch eine Person. Grundsätzlich ist der Autor bei der Themenwahl freigestellt. Wichtig ist, dass er dem Leser möglichst genau seine Eindrücke schildert.

Neben dem Ziel, den Leser zu informieren, hat die Reportage also auch eine unterhaltende Funktion. Somit stellt sie eine Art Mischform aus Erlebniserzählung und sachlichem Bericht dar. Wie der Bericht erscheint sie oft in Zeitungen und Zeitschriften.  

Reportage Definition  

Eine Reportage (lat. reportare = berichten, melden) bezeichnet einen informativen Text. Der Autor möchte den Leser dabei nicht nur Inhalte weitergeben, sondern das Thema auch möglichst anschaulich darstellen.

Reportage – Merkmale

Die Reportage hat bestimmte Merkmale, an denen du sie erkennen kannst: 

  • Schilderung persönlicher Eindrücke: Neben den Informationen bringt der Autor auch seine eigenen Beobachtungen mit ein. 
  • Sachlichkeit: Trotzdem basiert der Text auf nachweisbaren Fakten. Der Autor schildert objektiv, das bedeutet ohne seine eigene Meinung, die Tatsachen des Themas. 
  • anschauliche Sprache: Viele Adjektive und detailreiche Beschreibungen gestalten die Sprache lebendiger. Eine weitere Möglichkeit hierfür sind Stilmittel
  • Perspektivwechsel: Das Thema wird von verschiedenen Seiten beleuchtet. Dabei kann es auch vorkommen, dass der Autor zwischen Zeitpunkten oder Orten springt. 
  • Präsens: Eine Reportage wird immer in der Gegenwartsform geschrieben. 

Wie schreibt man eine Reportage? – Aufbau

Am besten erstellst du dir im Voraus eine Gliederung. Sie hilft dir dabei, den roten Faden nicht zu verlieren. Außerdem kannst du so den Spannungsbogen deines Textes besser planen.

Bei dieser Textart bietet sich eine grobe Unterteilung in Einleitung/Einstieg, Hauptteil und Schluss an. Orientiere dich dabei am besten an den W-Fragen, um nichts zu vergessen:

  • Wer war am Geschehen beteiligt?
  • Wo hat sich das Geschehen ereignet?
  • Wann ist die Handlung geschehen? 
  • Was ist passiert?
  • Wie ist das Ereignis abgelaufen?
  • Warum ist es zu dem Ereignis gekommen? 
  • Welche Folgen hatte das Ereignis?

Reportage schreiben – Einleitung 

Ziel deiner Einleitung ist es, das Interesse des Lesers zu wecken. Du kannst dem Leser beispielsweise eine Frage stellen, die zum Nachdenken anregt oder eine aktuelle Entwicklung beschreiben. In der Gestaltung der Einleitung bist du also relativ frei. Wichtig ist, dass sie neugierig macht und das Thema deines Aufsatzes enthält. 

Je nachdem, welchen Einstieg du wählst, beantwortest du schon die Fragen nach dem Wer, dem Wann und dem Wo. Was das Thema der Reportage sein wird, erklärst du hier immer. 

Reportage Beispiel: An manchen Orten im Land hält der Zug nur noch bei Bedarf. Eine Reise zu Provinzbahnhöfen in Hessen und Thüringen mit der zentralen Frage: Wie wollen wir künftig leben? (- SZ, Ulrike Nimz: Auf der Strecke) 

Reportage schreiben – Hauptteil 

Den Kern deines Aufsatzes bildet der Hauptteil. Hier bringst du alle wichtigen Informationen und Beobachtungen unter. Du beantwortest außerdem Fragen, die in der Einleitung nicht untergekommen sind. Zusätzlich gehst du auf das Wie und das Warum ein.

Reportage schreiben Beispiel: […] Das Streckennetz der Deutschen Bahn ist über die Jahre um 6000 Kilometer geschrumpft, vielerorts nicht elektrifiziert, gerade im Osten. […] Die Absagen sind höflich und füllen einen ganzen Ordner: der Aufwand zu groß, das Fahrgastaufkommen zu klein, […]. ( – SZ, Ulrike Nimz: Auf der Strecke)

Tipp: Vergiss nicht, dass dein Text möglichst lebendig sein sollte. Deine Beschreibungen werden anschaulicher, indem du beispielsweise deine Sinneseindrücke schilderst: „Ich höre ein ohrenbetäubendes Knallen und …“ 

Reportage schreiben – Schluss 

Der Schluss rundet deine Schilderungen ab. Hier bietet sich etwa ein Rückbezug zur Einleitung an, indem du zum Beispiel die Frage vom Anfang beantwortest. Du kannst deinen Aufsatz aber auch mit einem Ausblick auf die Zukunft (Welche Folgen?) enden lassen. So endet auch der Artikel aus dem oberen Beispiel.

Reportage Beispiel: In den nächsten zehn Jahren soll die Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Sachsen und Thüringen elektrifiziert werden. […] Die Bahn Richtung Erfurt brummt um die Kurve […] Sekundenlang hört man nichts […]. Dann steigt tatsächlich jemand aus. (- SZ, Ulrike Nimz: Auf der Strecke

Zu guter Letzt findest du noch eine geeignete Überschrift für deinen Aufsatz. Die Überschrift ist das Erste, was dein Leser sieht. Deshalb sollte sie – ähnlich wie schon die Einleitung – neugierig machen, aber natürlich trotzdem auch zu deinem Thema passen.

Dir ist noch nicht klar, worin genau der Unterschied zum Bericht liegt? Dann sieh dir hier einfach unseren Beitrag dazu an.

Zum Video: Bericht schreiben
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