In diesem Beitrag und im Video erfährst du, wie du die Parameterform in Koordinatenform umwandelst und welche drei Schritte du dafür brauchst.
Wie wandelst du von der Parameterform in die Koordinatenform?
Eine Ebene kannst du von der Parameterform in die Koordinatenform umwandeln, indem du zuerst ihren Normalenvektor bestimmst.
Die Parameterform einer Ebene E sieht so aus:

Dabei ist
der Stützvektor,
und
sind die Spannvektoren und r, s sind die freien Parameter.
|
➡️Beispiel:
|
Schritt 1 — Bilde mit dem Kreuzprodukt der beiden Spannvektoren den Normalenvektor:

|
➡️Beispiel:
|
Wichtig: Die Spannvektoren dürfen nicht kollinear sein. Das heißt, es muss
gelten.
Schritt 2 — Stelle die Koordinatenform auf:

|
➡️Beispiel:
|
Schritt 3 — Bestimme die Konstante a, indem du den Stützvektor
für x1, x2 und x3 einsetzt:

|
➡️Beispiel:
Die fertige Koordinatenform lautet also:
|
So kannst du dein Ergebnis überprüfen
Ein kurzer Check, zeigt dir ob dein Ergebnis stimmt. Der Normalenvektor muss senkrecht auf den Spannvektoren stehen. Berechne dafür die beiden Skalarprodukte:


Beide Ergebnisse müssen null sein. Ist das nicht der Fall, liegt ein Vorzeichenfehler oder ein Rechenfehler im Kreuzprodukt vor.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Wie gehst du bei Sonderfällen vor?
Um die Parameterform
in die Koordinatenform
umzurechnen, benötigst du immer
,
und
. Manchmal unterscheidet sich aber die Art, wie du diese drei Vektoren aus der Angabe abliest oder berechnest.
Drei Punkte
Hast du drei Punkte A, B und C auf der Ebene gegeben, wählst du einen davon als Stützvektor.
oder
oder 
Die beiden Spannvektoren berechnest du dann als Differenzen:


|
➡️Beispiel: Gegeben sind die Punkte A (1|0|0), B (0|2|0) und C = (0|0|3) Schritt 1 — Stützvektor und Spannvektoren bestimmen:
Schritt 2 — Normalenvektor berechnen:
Schritt 3 — Koordinatenform ansetzen und Konstante bestimmen:
|
Punkt und Gerade
Liegt die Ebene durch einen Punkt P und eine Gerade g fest, bestimmst du
,
und
so:
-
= Ortsvektor des gegebenen Punktes P
-
= Richtungsvektor der Geraden g
-
= Ortsvektor von P minus Stützvektor
der Geraden g:
|
➡️Beispiel: Gegeben sind die Punkte P (1|3|2) und Schritt 1 –Stützvektor und Spannvektoren bestimmen:
Schritt 2 — Normalenvektor berechnen:
Schritt 3 — Koordinatenform ansetzen und Konstante bestimmen:
|
Parameterform in Koordinatenform — häufigste Fragen
(ausklappen)
Parameterform in Koordinatenform — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Wie finde ich bei einer Ebene in Parameterform die Spannvektoren, die ich fürs Kreuzprodukt brauche?Die Spannvektoren sind die beiden Vektoren, die in der Parameterform bei
und
stehen. Genau diese zwei Vektoren brauchst du für das Kreuzprodukt, um den Normalenvektor zu bekommen. Im Beispiel sind das
und
.
-
Wie rechne ich das Kreuzprodukt der beiden Spannvektoren konkret aus?Du berechnest das Kreuzprodukt komponentenweise und erhältst so den Normalenvektor. Das läuft nach dem Schema
. Zum Beispiel ergibt
.
-
Was bedeutet es, wenn in der Koordinatenform vor
und
eine Null steht?
Dann tauchen
und
in der Gleichung nicht auf, weil der Normalenvektor dort Nullen hat. Das ist nicht falsch, sondern ergibt einfach eine „einfachere“ Ebenengleichung. Im Beispiel führt
zu
und damit zu
.
Geometrie verstehen
Die Umwandlung von der Parameterform in die Koordinatenform gehört zur analytischen Geometrie im Raum. Du arbeitest in diesem Themenfeld mit Punkten, Geraden, Ebenen und Vektoren im dreidimensionalen Koordinatensystem. So erkennst du, wie Normalenvektoren, Lagebeziehungen und Gleichungsformen zusammenhängen. Im Mathematikbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.


mit 











