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Du willst wissen, worum es in Schillers berühmtem Werk „Wilhelm Tell“ geht? Hier%und in unserem Video findest du eine Zusammenfassung, Figurenkonstellation und Interpretation für das Drama.

Wilhelm Tell – Übersicht

In „Wilhelm Tell“ geht es um die Sage des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell. Er kämpft für die Freiheit der Bürger und tötet deshalb den herrschenden Landvogt Gessler. 

  • Veröffentlichung: 1804
  • Autor: Friedrich Schiller
  • Gattung: Drama
  • Epoche: Weimarer Klassik
  • Hauptfiguren: Wilhelm Tell, Walther Fürst, Werner Stauffacher, Arnold von Melchthal, Berta von Bruneck, Ulrich von Rudenz, Hermann Gessler
  • Aufbau: klassisches Drama in 5 Akten

Wilhelm Tell – Inhaltsangabe

In dem Drama „Wilhelm Tell“ geht es um den gleichnamigen Helden aus der Schweiz. Tell ist eigentlich eher ein Einzelgänger und streift oft alleine durch die Wälder. Er erkennt aber, dass das Volk durch den Landvogt Gessler unterdrückt wird und möchte sich dagegen wehren. Zur selben Zeit gründen einige Bürger eine Eidgenossenschaft, also ein gemeinsames Bündnis, um ebenfalls gegen die Unterdrückung und Ungerechtigkeit vorzugehen.

Teil der Eidgenossenschaft werden später auch die Adligen Berta von Bruneck und Ulrich von Rudenz. Berta von Bruneck ist Teil der Habsburger, die an der Unterdrückung beteiligt sind. Sie wehrt sich aber gegen die Taten ihrer Familie und stellt sich auf die Seite der Bürger.

Gessler möchte Tell bestrafen, weil er sich nicht an die Regeln des Landvogts hält. Er lässt ihn deshalb einen Apfel von dem Kopf von Tells Sohn schießen. Tell gelingt der Schuss, doch der Landvogt nimmt ihn trotzdem fest. Tell schafft es, zu fliehen, und tötet Gessler. Damit löst er einen Volksaufstand aus. Dadurch werden alle Herrscher vertrieben und die Bürger befreit. Das Volk feiert Tell als Helden, der aber bescheiden bleibt und auch die anderen Kämpfer ehrt. 

Wilhelm Tell – Figurenkonstellation

Damit du die Zusammenfassung für „Wilhelm Tell“ besser verstehst, haben wir hier eine Figurenkonstellation  für das Werk erstellt:%Liebe Animation, hier hätte ich gerne eine Figurenkonstellation: In die Mitte kommt Wilhelm Tell. Ich würde noch nach Bürgertum und Adel aufteilen. Die Bürger sind links von Tell: Um es kurz zu fassen würde ich einfach Eidgenossen schreiben und alle 3 (Fürst, Melchthal, Stauffacher) zusammenfassen. Sie sind einfach "Verbündete" und ein Pfeil zwischen ihnen und Tell: helfen sich (gegenseitig). Rechts von Tell: Adel mit Berta von Bruneck (Verbündete), Ulrich von Rudenz (Verbündeter) und Hermann Gessler (Vogt). Berta und Ulrich sind ein Paar, also Herz zwischen sie und sie sind auch Verbündete von Tell und den Eidgenossen. Also mindestens Pfeil zwischen Tell und ihnen mit "helfen sich". Gessler ist der Feind von Tell, der die Eidgenossen unterdrückt. Also Pfeil von ihm auf Tell "Feinde". <strong>Bildbeschreibung</strong>: Wilhelm Tell - Figurenkonstellation; <strong>Alt-Text</strong>: Wilhelm Tell Zusammenfassung, Zusammenfassung Wilhelm Tell, Friedrich Schiller Wilhelm Tell, Wilhelm Tell Friedrich Schiller, Wilhelm Tell Inhaltsangabe, Wilhelm Tell Schiller, Wilhelm Tell, Wilhelm Tell Figurenkonstellation, Wilhelm Tell Personenkonstellation

Wilhelm Tell

  • Jäger und Held des Dramas
  • furchtlos, mutig, sucht Frieden
  • tut alles für seine Freiheit und Gerechtigkeit
  • Einzelgänger, hält sich sonst von politischen Diskussionen fern

Eidgenossen

  • Walther Fürst, Werner Stauffacher und Arnold von Melchthal
  • Vertreter aus Uri, Schwyz und Unterwalden
  • Walter Fürst ist Schwiegervater von Tell
  • kämpfen mutig für Freiheit und Gerechtigkeit

Berta von Bruneck

  • österreichische Adlige und Teil der Habsburger
  • handelt gegen ihre Pflicht und unterstützt Freiheitskampf
  • verliebt in Ulrich von Rudenz
  • selbstlos, mitfühlend

Ulrich von Rudenz

  • Neffe von Attinghausen
  • verliebt in Berta von Bruneck
  • will Berta beeindrucken, indem er auf der Seite der Habsburger steht
  • mutig, auf der Suche nach Anerkennung, standesbewusst

Hermann Gessler

  • Vertreter des österreichischen Adels und der Vögte (vom König beauftragte Verwalter)
  • Feind von Tell
  • tyrannisiert das einfache Volk
  • machtgierig, egoistisch

Wilhelm Tell – Zusammenfassung 

Das Drama spielt in der Schweiz in den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden und ist in 5 Akte gegliedert. Kantone sind so etwas wie die Bundesländer in der Schweiz. Die Handlung findet innerhalb weniger Wochen statt. Wir stellen sie dir jetzt vor.

Akt I – Wilhelm Tell Zusammenfassung

Das Drama beginnt am Vierwaldstätter See in der Schweiz, wo sich der Jäger Werni, der Hirte Kuoni und der Fischer Ruodi treffen. Konrad Baumgarten aus Unterwalden taucht plötzlich auf. Er ist auf der Flucht vor den habsburgischen Reitern des Landvogts Landenberger. Der Landvogt wollte nämlich Baumgartens Frau misshandeln, weshalb er ihn umgebracht hat. Der Fischer soll ihn mit seinem Boot in Sicherheit bringen. Er traut sich aber nicht, weil ein Gewitter aufzieht. In dem Moment erscheint Wilhelm Tell und übernimmt die Aufgabe. Die Reiter kommen zu spät an und rächen sich an ihnen, indem sie Schafe töten und die Fischerhütte niederbrennen. 

Danach wechselt der Schauplatz zu Werner Stauffacher und seiner Frau Gertrud in der Schwyz. Sie fordert ihren Mann auf, Widerstand gegen die Tyrannei der oberen Schicht zu leisten. Außerdem spielt das Drama auch in Altdorf im Kanton Uri. Die Dorfbewohner leiden ebenfalls unter der Unterdrückung. Über sie bestimmt vor allem der Landvogt Gessler. Er lässt in Altdorf viele Häuser bauen. Dabei müssen auch alte Männer mithelfen, die körperlich gar nicht mehr in der Lage dazu sind. Er will zusätzlich seine Macht demonstrieren, indem er seinen Hut auf eine Stange setzen lässt, vor dem die Bürger sich verbeugen müssen. Werner Stauffacher tut sich mit Walther Fürst und Arnold von Melchthal zusammen. Melchthals Vater wird von den Habsburgern verfolgt und misshandelt. Sie sind schuld, dass der Vater mittlerweile blind ist und haben ihm seinen Besitz weggenommen. Die drei Männer wollen einen großen Aufstand machen und dadurch ihre Kantone vereinen.

Akt II – Wilhelm Tell Zusammenfassung

Der 2. Akt verdeutlicht, dass auch der Adel zerstritten ist und unterschiedliche Meinungen über die Herrschaft hat. Der Freiherr von Attinghausen kann die Unzufriedenheit der Bevölkerung nachvollziehen. Sein Neffe Rudenz tritt ebenfalls auf. Er möchte sich mit seiner Geliebten, Berta von Bruneck, auf der Herrenburg treffen. Außerdem möchte er nicht der Erbe seines Onkels sein. Attinghausen will aber, dass Rudenz bleibt. Das ignoriert Rudenz und geht trotzdem. 

In der Zwischenzeit treffen sich viele Bürger aus unterschiedlichen Regionen auf dem Rütli, einer Bergwiese in der Nähe des Vierwaldstätter Sees. Die Männer wollen gegen die Unterdrückung durch die Habsburger ankämpfen. An dem Treffen nehmen auch Walter Fürst, Arnold von Melchthal und Werner Stauffacher teil. Dort legen sie den sogenannten Rütlischwur ab. Das heißt, sie gründen die erste Eidgenossenschaft, die später zur heutigen Schweiz wird. Außerdem unterhalten sie sich über die Habsburger Herrschaft. 

Akt III – Wilhelm Tell Zusammenfassung

Im 3. Akt geht Wilhelm Tell mit seinem Sohn Walter nach Altdorf. Tells Frau macht sich Sorgen, weil der Landvogt Gessler gerade ebenfalls dort ist. In der Zwischenzeit trifft sich Berta mit Rudenz und überzeugt ihn, der Eigenossenschaft beizutreten. Außerdem gestehen sie ihre Liebe füreinander. Sie wollen heiraten, sobald das Volk Unabhängigkeit von den Unterdrückern erlangt hat.

Tell und sein Sohn sind in Altdorf angekommen. Dort verweigert Tell es, den Hut auf der Eisenstange zu ehren. Deshalb kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und den Wachen. Arnold von Melchthal und Stauffacher versuchen, den Streit zu schlichten. Allerdings erscheint dann der Landvogt persönlich. Er will, dass Tell einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießt. Tell versucht zunächst, sich aus der Strafe herauszureden, doch der Vogt gibt nicht nach. Tell spannt seinen Bogen und schafft es, aber wird trotzdem verhaftet. Der Vogt begründet die Entscheidung damit, dass Tell zwei Pfeile hatte und mit dem zweiten ein Attentat auf den Landvogt geplant hätte. Wilhelm Tell soll daraufhin an das Nordufer des Vierwaldstätter Sees gebracht und eingesperrt werden.

Akt IV – Wilhelm Tell Zusammenfassung

In diesem Akt wird Tell mit dem Schiff an das andere Ende des Sees gebracht. Dabei zieht allerdings ein Unwetter auf. Die Schiffsbesatzung denkt, dass nur Wilhelm Tell sie sicher ans Ziel bringen könne. Sie nehmen ihm die Fesseln ab und Tell fährt nah an das Ufer, um über Bord zu springen. Am Ufer trifft er den Fischer und bittet ihn darum, dass er Tells Frau von der Flucht erzähle.

Außerdem liegt der Freiherr von Attinghausen im Sterben. Bei ihm sind Stauffacher, Fürst, Melchthal, Baumgarten und Tells Sohn. Von Attinghausen träumt ein letztes Mal von einer freien bürgerlichen Gesellschaft. Sein Neffe Ulrich von Rudenz erscheint, doch er kommt zu spät. Er wollte sich mit seinem Onkel versöhnen, der bei seiner Ankunft aber bereits tot ist. Rudenz verbündet sich daraufhin mit den Aufständischen.

In der selben Zeit erreicht Wilhelm Tell Küssnacht, um dort den Vogt Gessler zu töten. Gessler erscheint kurz darauf und Tell tötet ihn mit seiner Armbrust. Die Bürger freuen sich über ihre Befreiung von der Unterdrückung.

Akt V – Wilhelm Tell Zusammenfassung

Im letzten Akt feiern die Eidgenossen ihren Sieg. Sie gehen zur Burg von Altdorf, um die Unterdrücker zu vertreiben und die Gefangenen zu befreien. Eine von den Gefangenen ist Berta von Bruneck. Gesslers Hut auf der Stange gilt nun als Symbol der Freiheit und des Widerstands. 

Plötzlich erhalten alle die Nachricht vom Tod des habsburgischen Königs Albrecht, der von seinem Neffen, Parricida, ermordet wurde. Grund dafür sind Erbstreitigkeiten. Parricida ist dann auf der Flucht und verkleidet sich als Mönch. Er sucht die Hilfe von Wilhelm Tell. Tell lehnt aber ab, da er den Mord aus Erbschaftsgründen nicht nachvollziehen kann. Er habe eine größere Heldentat vollbracht, weil er den Unterdrücker Gessler umgebracht hat. Nur eine Beichte beim Papst kann Parricida erlösen.

Am Ende des Dramas gehen alle Bürger zu Tells Haus, um ihn zu ehren. Er hat ihnen die Freiheit geschenkt. Wilhelm Tell reagiert aber ganz bescheiden und würdigt die anderen Beteiligten an diesem Kampf. Berta von Bruneck verzichtet auf ihre Adelsrechte und Rudenz verspricht dem Volk die ewige Freiheit. Wie du siehst, beginnt nun die freie bürgerliche Gesellschaft, von der Attinghausen geträumt hat.

Wilhelm Tell – Interpretation

Neben einer Zusammenfassung von „Wilhelm Tell“ solltest du auch Interpretationsmöglichkeiten für das Werk kennen. Wir stellen sie dir hier vor. 

Schiller zeigt mit seinem Werk, dass jeder Mensch das Recht hat, frei zu sein und dafür Widerstand zu leisten. Das ist typisch für die Epoche der Weimarer Klassik , die sich auf die Freiheit und Menschlichkeit bezieht. Die Autoren der Zeit strebten nach Harmonie und Symmetrie in den Werken. Der Aufbau des Dramas spiegelt auch die Epoche wider. Wichtig waren damals nämlich die Formstrenge und feste Regeln, an die sich die Literatur halten sollte. So wählt Schiller als Versmaß durchgängig den Blankvers. Das ist ein fünfhebiger Jambus , der in den meisten Dramen der Weimarer Klassik das Versmaß war. 

Du kannst das Werk aber auch als Stellungnahme Schillers zur Französischen Revolution deuten, bei der die Bürger um ihre Freiheit kämpften. Der Autor unterstützte und forderte nämlich immer wieder die Freiheit der Menschen.

Wilhelm Tell – Zeitgeschichtliche Einordnung

In dem Drama schildert Friedrich Schiller den Freiheitskampf der Schweiz, die sich vom Heilige Römischen Reich Deutscher Nation befreien wollte. Prägendes Ereignis zu der Zeit war außerdem die Französische Revolution%Verweis mit dem Sturm auf die Bastille%Verweis 1789 in Paris. Dabei kämpften die Bürger für ihre Freiheit. Dieser Wunsch kam später auch in den anderen Ländern auf. 

Das Drama ist typisch für die Epoche der Weimarer Klassik. Schiller gilt als Mitbegründer der Epoche. Ebenso wichtig für die Epoche war sein Freund Johann Wolfgang von Goethe . Der war übrigens bei der ersten Aufführung von „Wilhelm Tell“ in Weimar der Regisseur. Die Schriftsteller der Epoche beschäftigten sich mit der Französischen Revolution und den Idealen der Klassik sowie der Aufklärung. Individualismus, Humanismus und Verstand waren ein großer Bestandteil des Menschenbilds. Das heißt, moralisches und vernunftorientiertes Handeln standen hier im Vordergrund.

Interpretation

Das war alles Wichtige über Schillers Drama „Wilhelm Tell“. Du hast aber noch Probleme, das Werk zu interpretieren? Unser Beitrag dazu wird dir sicher weiterhelfen!%Verweis Thumbnail Wilhelm Tell Interpretation

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