Literarische Werke
Werke von Eichendorff
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Wer war Joseph von Eichendorff?

Joseph von Eichendorff gehört zu den bekanntesten deutschen Dichtern und Schriftstellern. Er wurde 1788 geboren und ist 1857 gestorben. Somit lebte er in der Blütezeit der Romantik.

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Joseph von Eichendorff

In seinen Werken fokussierte sich der Dichter stets auf das Innere des Menschen. Seine Gedichte handeln unter anderem von Sehnsucht, Fernweh und Träumereien, die Joseph von Eichendorff immer wieder mit der Natur verknüpft.

Heutzutage zählen viele seiner Gedichte, Theaterstücke und Erzählungen zu den absoluten Klassikern. Vielleicht ist auch dir schon mal eines seiner Gedichte „Mondnacht“ (1837), „Abend“ (1826) oder „Sehnsucht“ (1834) im Deutschunterricht begegnet.

Joseph von Eichendorff – Bekannteste Werke

Mit seinen Gedichten prägte Eichendorff die Epoche der Romanik. Die wichtigsten Werke Eichendorffs haben wir hier für dich aufgelistet:

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Das Leben von Joseph von Eichendorff

Joseph von Eichendorff führte ein spannendes Leben, das auch die Gesamtheit seiner Werke prägte. Wie er zu einem der bedeutendsten Dichter der Romantik wurde, erfährst du jetzt.

Kindheit und Jugend

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz in Ratibor geboren. Ratibor liegt heute in Polen. Eichendorffs Vater war ein adliger, preußischer Offizier und seine Mutter stammte aus einer schlesischen Adelsfamilie, der das Schloss Lubowitz gehörte. 

Von klein auf interessierten sich Joseph und sein geliebter Bruder Wilhelm für Rittergeschichten, Sagen und Abenteuerromane. Als Kinder einer Adelsfamilie genossen die beiden eine gute Schulbildung. Die ersten acht Jahre wurden sie zu Hause von einem Pfarrer unterrichtet. So hielt Eichendorff schon früh die ersten Bücher in der Hand. Ab 1801 besuchten Joseph und Wilhelm ein Gymnasium und wohnten währenddessen in einem Internat.

Zu dieser Zeit entdeckte Eichendorff seine Liebe fürs Schreiben. Im Jahr 1803 erschien sein erstes Werk, die Totenklage „Am frühen Grabe unseres Bruders Gustav“. Darin klagten Joseph und Wilhelm über den Tod ihres kleinen Bruders Gustav, der im Alter von sechs Jahren verstorben war. 

Studium und Gedichte

Im Jahr 1805 entschieden sich die Brüder Eichendorff für ein Jura-Studium in Halle. Dort besuchten sie Aufführungen von Goethe und Schiller im Weimarer Theater, die sie begeisterten. Später setzten sie ihr Studium in Heidelberg fort und schlossen es 1810 in Wien ab. Zusätzlich nahmen sie Privat-Vorlesungen in Berlin. Dort trafen sie auf die romantischen Dichter Arnim, Brentano und Kleist.

Im Verlauf seiner Studienzeit schrieb Joseph von Eichendorff einige Gedichte. Darin verarbeitete er seine Gefühle und Erlebnisse. Mit seinen Freunden Friedrich Strauß und Wilhelm Budde, die wie er Gedichte schrieben, verbrachte er viele gesellige Abende zusammen und tauschte sich mit ihnen über ihre Werke aus. 

Während der Zeit in Heidelberg verliebte sich Joseph von Eichendorff in ein Mädchen, das seine Liebe jedoch nicht erwiderte. So entstand das Gedicht „In einem kühlen Grunde“ (1807/08), in dem es darum geht, dass das lyrische Ich von seiner Geliebten verlassen wurde. Detailliert beschreibt Eichendorff die Gefühlswelt und die Verzweiflung des lyrischen Ichs. 

Für gemeinsame Reisen unterbrachen Joseph und Wilhelm mehrmals ihr Studium. Sie besuchten den Harz, Hamburg, Paris und Wien. Die Eindrücke, die Joseph von Eichendorff dabei sammelte, inspirierten ihn zum Schreiben des Gedichts „Der wandernde Student“ (1807). 

Rückkehr auf Schloss Lubowitz und Krieg Napoleons 

Im Sommer 1808 kamen die Brüder Eichendorff zurück auf das Schloss Lubowitz. Sie halfen ihrem Vater beim Bewirtschaften des Landguts, um sich darauf vorzubereiten, später einmal das Landgut zu übernehmen. Ein Jahr danach verlobte sich Joseph von Eichendorff mit der 17-jährigen Aloysia von Larisch, genannt Luise. 

In seiner Zeit auf Schloss Lubowitz veröffentlichte Eichendorff unter dem Pseudonym „Florens“ seine ersten Gedichte. Das bedeutet, dass unter den Gedichten der Name „Florens“ und nicht „Eichendorff“ als Autor stand. Veröffentlicht wurden unter anderem die Gedichte „Abend“ (1810) und „Lied“ (1810). 

Währenddessen machte Eichendorffs Vater hohe Schulden und musste letztendlich das Landgut verkaufen. Joseph und Wilhelm mussten sich also nach einer anderen Arbeit umsehen. Genau zu dieser Zeit kam es zu den Befreiungskriegen, die die Vorherrschaft Napoleons über viele Teile Europas beendeten. Also schloss sich Eichendorff den Truppen an und kämpfte zwei Jahre lang im Krieg

Familienleben und preußischer Staatsdienst

Als Eichendorff 1815 zurückkehrte, heiratete er seine Verlobte Luise von Larisch. Kurz danach wurde ihr erstes Kind, ein Junge namens Hermann, geboren. In den folgenden Jahren brachte seine Frau Luise noch einen weiteren Sohn und drei Töchter auf die Welt, von denen jedoch nur die Älteste überlebte. 

Zu dieser Zeit fand Eichendorff eine Anstellung als Schulrat in Königsberg. Königsberg war damals die königliche Haupt- und Residenzstadt in Preußen. Später wurde er sogar zum Oberpräsidialrat ernannt. In Preußen war das die Bezeichnung für den obersten Verwaltungsbeamten einer Provinz. 

Durch seine Tätigkeit im preußischen Staatsdienst hatte Eichendorff viel mit Politik zu tun. Deshalb zog er im Jahr 1831 mit seiner Familie nach Berlin. Dort wurde er sogar zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Das bedeutet, er beschloss mit den Fürsten Gesetze und Verordnungen für das Land.

Während seiner Zeit im preußischen Staatsdienst schrieb Eichendorff an vielen Texten, die heute zu seinen berühmtesten Werken zählen. Dazu gehören zum Beispiel die Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts (1826), sowie die beiden Gedichte „Sehnsucht“ (1834) und „Mondnacht“ (1837). 

Erkrankung und Tod

Im Jahr 1843 erkrankte Joseph von Eichendorff an einer Lungenentzündung. Ein Jahr später ging er im Alter von 56 Jahren in den Ruhestand. Zusammen mit seiner Frau zog er zu seiner Tochter Therese und ihrem Mann. Zu dieser Zeit verbrachte er viel Zeit mit dem Schreiben. Er dichtete eigene Werke, übersetzte einige spanische Dramen und veröffentlichte Texte als Journalist. 

Am 26. November 1857 starb Joseph von Eichendorff an den Folgen seiner Lungenentzündung. Er wurde 69 Jahre alt. Doch seine Werke und ihre Bedeutung für die deutsche Literatur leben weiter. Bis heute gilt Eichendorff als einer der bekanntesten Schriftsteller der Epoche der Romantik.

Joseph von Eichendorff – Biographie

Nun hast du einiges über Joseph von Eichendorff erfahren können. Zum Abschluss findest du hier einen Überblick über die wichtigsten Stationen in Eichendorffs Leben:

1788 🏰 Geburt auf Schloss Lubowitz in eine Adelsfamilie 
1793 – 1804 📚 Schulzeit, Unterricht von zu Hause aus, später am Gymnasium 
1803 ⚰️ Erstes Werk „Am frühen Grabe unseres Bruders Gustav
1805 – 1810 📙 Jura-Studium in Halle, Heidelberg, Berlin und Wien
1808 🌏 Bildungsreise nach Paris, Regensburg und Wien 
1808 📜 Erste Veröffentlichung unter dem Pseudonym „Florens“ 
1809 💍 Verlobung mit Luise von Larisch 
1813 – 1815 ⚔️ Beteiligung in den Kriegen Napoleons 
1815 ❤️ Heirat mit Luise von Larisch und Geburt ihres Sohns Hermann 
1816 – 1844 💼 Arbeit als Schulrat, Oberpräsidialrat und Geheimer Regierungsrat 
1837 🌙 Veröffentlichung des Gedichts „Mondnacht“ 
1843 🤒 Lungenentzündung 
1844 – 1857 🖋️ Schreiben vieler Gedichte, Übersetzungen und journalistischer Texte
1857 ✝️ Tod infolge der Lungenentzündung 
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Joseph von Eichendorff – Lebenslauf

Epoche der Romantik

Die Zeit, zu der Eichendorff lebte, wird in der Literatur Romantik genannt. Diese Epoche ging etwa von 1795 bis 1840. Den Stil der Romantik findest du in fast allen Werken von Joseph von Eichendorff wieder. Deshalb gilt Eichendorff auch als einer der wichtigsten romantischen Dichter. 

Bei den Romantikern geht es um Gefühle, Leidenschaft, Sehnsucht und das Seelenleben. Besonders gut eigneten sich Gedichte, um in Gefühlswelten einzutauchen. Darin beschreibt das lyrische Ich, also die Person, die im Gedicht spricht, wie es die Natur und seine Umgebung wahrnimmt. Oft geht es auch um MagieÜbernatürliches und Religion.

Die genannten Motive der Romantik findest du in vielen Werken Eichendorffs wieder. „Mondnacht“ ist eines der bekanntesten Gedichte von Joseph von Eichendorff. Vielleicht ist dir das Gedicht schon mal im Deutschunterricht begegnet: 

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Eichendorff hat neben dem Gedicht „Mondnacht“ noch viele weitere Gedichte geschrieben. Und nicht nur das — zu seinen Werken zählen auch Novellen, Erzählungen, Theaterstücke und Romane. Eichendorff hat also Texte verschiedener literarischer Gattungen verfasst. Neben Joseph von Eichendorff schrieben noch viele weitere Schriftsteller in der Epoche der Romantik. Mehr dazu erfährst du in unserem Video zum Thema.

Zum Video: Romantik
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Joseph von Eichendorff – Werke 

Joseph von Eichendorff hat schon zu Schulzeiten seinen ersten Text geschrieben. Deswegen ist im Laufe seines Lebens eine Vielzahl an literarischen Werken entstanden. Seine Theaterstücke, Gedichte und Romane kennen und bewundern heute noch viele Literaturinteressierte. 

Im Folgenden haben wir dir einige Werke von Joseph von Eichendorff aufgelistet: 

Joseph von Eichendorff – Gedichte

  • In einem kühlen Grunde (1807/08)
  • Lied (1810) 
  • Abschied (1810) 
  • Zwielicht (1812)
  • Morgengebet (1814) 
  • Frische Fahrt (1815) 
  • Die zwei Gesellen (1818) 
  • Der frohe Wandersmann (1822) 
  • Der Abend (1826)
  • Sehnsucht (1834) 
  • Wünschelrute (1835) 
  • Lichtlein im Walde (1836) 
  • Begegnung (1837) 
  • Mondnacht (1837) 
  • Der Einsiedler (1838) 
  • Stimmen der Nacht (1841) 

Joseph von Eichendorff – Novellen und Erzählungen

  • Die Zauberei im Herbste (1808)
  • Das Marmorbild (1819)
  • Aus dem Leben eines Taugenichts (1826)
  • Das Schloß Dürande (1837)
  • Die Entführung (1839)
  • Die Glücksritter (1840) 
  • Eine Meerfahrt (1841) 

Joseph von Eichendorff – Epen

  • Julian (1853) 
  • Robert und Guiscard (1855)
  • Lucius (1857) 

Joseph von Eichendorff – Theaterstücke

  • Krieg den Philistern (1824) 
  • Ezzelin von Romano (1828)
  • Meierbeths Glück und Ende (1828) 
  • Der letzte Held von Marienburg (1830)
  • Die Freier (1833) 

Joseph von Eichendorff – Romane

  • Ahnung und Gegenwart (1815)
  • Dichter und ihre Gesellen (1834) 

Friedrich Schiller 

Der Schriftsteller Friedrich Schiller lebte einige Jahre vor Joseph von Eichendorff. Deshalb sind seine Werke in einer anderen Epoche, der Weimarer Klassik, entstanden und davon geprägt. 

Wenn du mehr über Friedrich Schillers Leben und Werke erfahren möchtest, dann schau dir unseren Beitrag dazu an! 

Zum Video: Friedrich Schiller
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