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In diesem Beitrag und im Video erfährst du, wie du Adjektive steigern kannst und welche Besonderheiten es gibt.

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Inhaltsübersicht

Adjektive steigern: die drei Stufen

Adjektive kannst du in drei Stufen steigern:

  • schnell schneller am schnellsten
  • schwer schwerer am schwersten

Die Grundform wie schnell oder schwer heißt Positiv.

Die erste Steigerungsstufe wie schneller oder schwerer heißt Komparativ. Du benutzt sie, um zwei Dinge miteinander zu vergleichen.

Die zweite Steigerungsstufe wie am schnellsten oder am schwersten heißt Superlativ. Damit sagst du, wer oder was am meisten von allen hat.

Wie bildest du die Steigerungsformen eines Adjektivs?

Jetzt schauen wir uns an, wie du Komparativ und Superlativ bei Adjektiven richtig bildest.

1. Den Komparativ bildest du so: Grundform + Endung -er

lustig →  lustiger
schön → schöner

Wenn du zwei Dinge in einem Satz mit dem Komparativ vergleichen möchtest, verwendest du zusätzlich das Wort „als“:

➡️ Lisa ist lustiger als Franz.

2. Den Superlativ bildest du so: am + Grundform + Endung ste(n)

lustig → am lustigsten
schön → am schönsten

Im Satz sieht der Superlativ dann so aus:

➡️ Lucas ist am lustigsten.

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Welche Ausnahmen gibt es bei der Steigerung?

Du solltest einige Ausnahmen beachten, wenn du Adjektive steigerst. Manchmal ändern sich im Komparativ oder Superlativ nämlich bestimmte Buchstaben.

  1. Ausnahme: Umlautwechsel
    Die Selbstlaute a, o oder u werden im Wortstamm manchmal zu den Umlauten ä, ö oder ü. Das passiert vor allem bei kurzen Adjektiven, die nur eine Silbe haben. Also zum Beispiel bei alt, groß oder klug.
    ➡️Beispiel
    alt — älter — am ältesten
    groß — größer — am größten
    klug — klüger — am klügsten
     
  2. Ausnahme: Endung -esten statt -sten
    Nach einem s-Laut (s, ß, z, x) hängst du im Superlativ die Endung -esten an — also mit einem zusätzlichen -e.
    ➡️Beispiel
    kurz — kürzer — am kürzesten
    stolz — stolzer — am stolzesten
     
  3. Ausnahme: Unregelmäßige Steigerungen
    Manche Adjektive lassen sich überhaupt nicht nach der Grundregel steigern. Diese Formen musst du einfach auswendig lernen.
    ➡️Beispiel
    gut — besser am besten
    gern — lieber am liebsten
    viel — mehr am meisten
    hoch — höher am höchsten
    nah — näher am nächsten
    groß größeram größten
     
  4. Ausnahme: Adjektive auf -el oder -er
    Bei Adjektiven, die auf -el oder -er enden, fällt das –e im Komparativ weg. Im Superlativ taucht es jedoch wieder auf.
    ➡️Beispiel
    dunkel — dunkler — am dunkelsten
    teuer — teurer — am teuersten
     
  5. Ausnahme: Adjektive vor Nomen
    Gesteigerte Adjektive passen sich an das Nomen an, vor dem sie stehen. Sie bekommen dann eine zusätzliche Endung. Das nennst du auch deklinieren.
    ➡️ Beispiel: schnell
    Aus dem Komparativ schneller wird → die schnellere Läuferin.
    Aus dem Superlativ am schnellsten wird → die schnellste Läuferin.

Tipp: Wenn dir die Endungen noch unklar sind, schau dir unseren Beitrag zur Adjektivdeklination an!

Was ist der Hyperlativ?

Ein Hyperlativ ist eine viel zu starke Übertreibung in der Sprache. Das passiert auf zwei Arten:

1. Wörter, die du nicht steigern kannst: Manche Zustände gibt es nur ganz oder gar nicht. Zum Beispiel „schwanger“ — „schwangerer“ ist falsch, weil du das nicht steigern kannst.

 2. Wörter, die du eigentlich steigern kannst: Manchmal übertreibst du bei einem Wort extrem. Zum Beispiel: „Das ist der allerallerbeste Spieler!“ Das ist beim Sprechen in Ordnung. Beim Schreiben solltest du das aber nicht machen, weil der Satz grammatikalisch nicht richtig ist.

Schreibst du gesteigerte Adjektive groß oder klein?

Du schreibst gesteigerte Adjektive grundsätzlich klein. So wie alle anderen Adjektive auch.

🐢 Die Schildkröte läuft am langsamsten.

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen du gesteigerte Adjektive großschreibst. Das passiert, wenn du sie wie ein Nomen benutzt. Solche Adjektive heißen substantivierte Adjektive. Du schreibst sie in folgenden Fällen groß:

1. Ein Artikel (z. B. der, die, ein) oder Pronomen (z. B. dieses, mein, dein) steht vor dem Adjektiv.
🏠 Von den beiden Häusern gefällt mir das Größere.
🏅 Ich gebe heute mein Bestes.

2. Vor dem Adjektiv steht eine unbestimmte Mengenangabe (z. B. viel, wenig, etwas, nichts).
Ich suche etwas Neues.
🍽️ Ich habe etwas Leckeres gegessen.

3. Es gibt eine feste Adjektiv-Nomen-Verbindung.
🚑 Wir haben Erste Hilfe geleistet.
🏛️ Das Heilige Römische Reich gab es viele Jahrhunderte.

Komparativ

Wie du Adjektive richtig steigern kannst, weißt du jetzt. Wenn du den Komparativ und all seine wichtigen Ausnahmen noch besser verstehen möchtest, dann schau einfach hier vorbei!

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