Grammatik
Kommasetzung
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Kommaregeln einfach erklärt

Mit dem Komma trennst du Teile eines Satzes voneinander ab. Damit werden deine Sätze übersichtlicher, sodass jeder sie lesen und verstehen kann. Kommaregeln verraten dir, wann du Satzteile mit einem Komma abgrenzt. Hier siehst du eine Kommaregeln Übersicht: Ein Komma steht …

  1. zwischen Aufzählungen
  2. vor entgegengesetzten Konjunktionen
  3. vor nachgestellten Zusätzen
  4. bei Erläuterungen 
  5. nach Stellungnahmen
  6. hinter Ausrufen
  7. nach Anreden 
  8. bei erweiterten Infinitiven 
  9. vor Partizipialgruppen
  10. zwischen Satzreihen 
  11. zwischen Hauptsätzen und Nebensätzen

Für alle Kommaregeln gilt, dass ein Komma schwächer trennt als ein Punkt. Nach einem Komma schreibst du nur groß, wenn das nächste Wort nach dem Komma ein Nomen (Namenwort) oder ein Eigenname ist. Ansonsten geht es nach dem Komma immer klein weiter. 

1. Ein Komma steht zwischen Aufzählungen

Ein Komma steht zwischen Aufzählungen gleichwertiger Satzteile. Die gleichwertigen Satzteile trennst du mit dem Komma voneinander ab.

  • Er trägt blaue Jeans eine rote Jacke ,  graue Socken.

Du musst aber beachten, dass in Aufzählung vor manchen Konjunktionen (Bindewörtern) kein Komma steht. Das ist der Fall bei und , oder , sowie , beziehungsweise , sowohl … als auch , entweder … oder, weder … noch .

  • Er trägt blaue Jeans eine rote Jacke sowie graue Socken und blaue Schuhe. 

2. Ein Komma steht vor entgegensetzten Konjunktionen

Bei Konjunktionen (Bindewörtern), die einen Gegensatz ausdrücken, brauchst du immer ein Komma. Dazu zählen die Konjunktionen aber, jedoch, sondern, andererseits.

  • Ich kann schnell rennen aber oft sind andere schneller.
  • Er hat viele Freunde ,  jedoch sieht er sie nur selten. 
  • Wir fahren nicht an die Nordsee ,  sondern an die Ostsee. 

3. Ein Komma steht vor nachgestellten Zusätzen (Appositionen)

Mit nachgestellten Zusätzen fügst du Informationen zu einem Satzglied hinzu. Ein Komma trennt nachgestellte Zusätze ab. Wenn nach dem Zusatz der Satz weitergeht, steht auch am Ende des Zusatzes ein Komma.

  • Das ist Herr Müller ,  mein Lehrer
  • Lisa meine beste Freundin kommt zu meiner Geburtstagsfeier. 
  • Die Kurzgeschichte ,  geschrieben von Franz Kafka gefällt unserem Lehrer sehr. 

4. Ein Komma schließt Erläuterungen ein

Erläuterungen, die du mit Wörtern wie das heißt, nämlich, also, zum Beispiel, wie, und zwar einleitest, schließt du mit Kommas ein. 

  • An einem Tag in der Woche ,  nämlich dem Dienstag macht der Unterricht viel Spaß. 
  • Manches Gemüse zum Beispiel Spinat und Blumenkohl schmeckt mir nicht.  

5. Ein Komma steht nach Stellungnahmen

Stellungnahmen trennst du von deinem Satz mit einem Komma ab. Mit kurzen Ausrufen drückst du eine Bekräftigung, Zustimmung, oder Verneinung aus.

  • Ja das sehe ich genauso. 
  • Nein ,  das geht so nicht. 

6. Ein Komma steht nach Ausrufen

Mit Ausrufen sind vor allem Empfindungswörter (Interjektionen) wie ach, oh je, autsch, pfui, ah, nanu gemeint. Diese trennst du mit einem Komma von deinem Satz ab.

  • Ach mach dir keine Sorgen. 
  • Oh je diese Aufgabe ist so schwer.
  • Pfui das ist eklig.

7. Ein Komma steht nach Anreden

Anreden trennst du immer mit einem Komma vom übrigen Satz ab.

  • Papa hole mich bitte heute Abend vom Sport ab. 
  • Das liebe Laura ,  kann ich leider nicht für dich tun. 

Du kennst Anreden auch aus Briefen oder E-Mails. 

  • Sehr geehrter Herr Meier , 
  • Liebe Jana , 

8. Ein Komma grenzt erweiterte Infinitive ab

Erweiterte Infinitive , also Infinitivgruppen, grenzt du mit einem Komma vom Rest des Satzes ab, wenn …

  • du die Infinitivgruppe mit um, ohne, statt, anstatt, außer oder als einleitest:
    → Sie hat ihr geschrieben um sich zu entschuldigen. 
    → Er fuhr zu seinem besten Freund ohne seinen Eltern Bescheid zu sagen. 
    → Sie kannte nichts Schöneres als mit guter Musik Auto zu fahren. 
  • die Infinitivgruppe von einem Nomen abhängt:
    → Ihren Vorschlag morgen ins Kino zu gehen ,  fanden alle gut. 
    → Er war nicht in der Lage noch weiter zu laufen. 
  • die Infinitivgruppe von einem Verweiswort abhängt:
    → Er liebt es im Wald spazieren zu gehen. 
    Es gefällt ihr im Meer zu schwimmen. 

9. Ein Komma kann Partizipialgruppen abgrenzen

Erweiterte Partizipien kannst du mit einem Komma abgrenzen, musst es aber nicht.

  • Vor Kälte zitternd [ , ] saß das Mädchen im Schnee. 

Du musst erweiterte Partizipien mit einem Komma abgrenzen, wenn sie in den Satz eingeschoben oder nachgestellt sind. 

  • Lisas Schwester interessiert am Thema hörte zu. 
  • Sie lief von einer Seite zur anderen schnell atmend vor Anstrengung. 

10. Ein Komma trennt Satzreihen voneinander ab

In Satzreihen trennst du zwei oder mehrere Hauptsätze mit einem Komma voneinander ab. 

  • Das Mädchen nahm ihre Gitarre sie zupfte die Saiten die Musik erklang. 

Wenn du einen Hauptsatz in einen anderen Hauptsatz einschiebst, trennst du beide mit einem Komma. 

  • Es gelten immer ich betone es nochmal unsere Komma Regeln. 

Wenn du zwei Hauptsätze mit und oder oder verbindest, kannst du ein Komma schreiben, musst es aber nicht.

  • Er rief seinen besten Freund an [ , ]  und dieser ging direkt ans Telefon.

11. Ein Komma steht zwischen Hauptsätzen und Nebensätzen

Hauptsätze und Nebensätze trennst du immer mit einem Komma voneinander ab. Es ist egal, ob der Hauptsatz oder Nebensatz vorne steht. Einen Nebensatz erkennst du daran, dass das konjugierte Verb am Ende des Nebensatzes steht und dass er mit einer unterordnenden Konjunktion oder einem Relativpronomen (der, die, das, welcher, welche, welches) beginnt. Das konjugierte Verb steht am Ende des Nebensatzes:

  • Es war sehr kalt als wir im Skiurlaub waren
  • Das ist das Tablet das ich mir gekauft habe

Komma bei sowohl als auch?

Prima, jetzt kennst du die wichtigsten Kommaregeln in Deutsch. Aber weißt du auch, wie du sie im Einzelfall anwendest? Wann brauchst du zum Beispiel ein Komma bei sowohl – als auch? Das erfährst du hier !

Zum Video: ,sowohl - als auch' Komma
Zum Video: ,sowohl – als auch‘ Komma

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